Samsung Galaxy S26 Ultra Smartphone- und Kameratest (Teil 2)

Teil 2 von 3: Die Kamera im Bildqualitäts-Check und Beispielaufnahmen in voller Auflösung

Nachdem wir im ersten Teil unseres Tests des Samsung Galaxy S26 Ultra die technischen Daten, das Handling sowie die Verarbeitung unter die Lupe genommen hatten, prüfen wir in diesem zweiten Teil die Kameras des Smartphones im Detail. Mit unseren Beispielfotos und -videos in voller Auflösung können Sie sich zudem einen eigenen Eindruck von den Kameraqualitäten verschaffen.1

Die Kameras:
Die Ultra-Modelle von Samsung besitzen als Flaggschiffe der Serie natürlich auch die besten Kameras. Seit mittlerweile einigen Generationen sind vier rückseitige Kameras verbaut, diese decken 13 bis 115mm Brennweite (KB-äquivalent) ab. Wie üblich handelt es sich dabei um Festbrennweiten, ein echtes Zoom kommt nicht zum Einsatz. Während Samsung beim Galaxy S25 Ultra als Neuerung teilweise bessere Sensoren verbaut hatte, liegt der Fokus beim Galaxy S26 Ultra auf lichtstärkeren Objektiven. Dieses findet sich unter anderem bei der Hauptkamera. Mit F1,4 statt F1,7 wird ein neuer Spitzenwert innerhalb der Galaxy-S-Serie erzielt, die Brennweite bleibt mit 23mm (KB-äquivalent) gleich.

Mit F1,4 gehört die Hauptkamera zu den lichtstärksten Objektiven im Smartphone-Segment, der Vorteil gegenüber dem Vorgängermodell liegt bei einer halben Blendenstufe. Als Bildwandler sollte bei der Hauptkamera weiterhin der 1/1,33 Zoll messende ISOCELL HP2-Chip genutzt werden. Dessen Auflösung liegt bei 200 Megapixel, sie kann via Pixel-Binning allerdings auf 50 oder 12 Megapixel reduziert werden. Dadurch steigt die Pixelgröße von 0,6µm auf bis zu 2,4µm an.

Die Kameras im Zoomvergleich (Ultraweitwinkel, Weitwinkel und 3x-Tele sowie 5x-Tele):

Eine höhere Lichtstärke bringt zudem die 5-fach-Telekamera mit. Statt F3,4 liegt deren Blende nun bei F2,9. Wie die Hauptkamera ist das 115mm-Objektiv (KB) optisch stabilisiert, Verwacklungen werden dadurch effektiv minimiert. Der Sensor gehört weiterhin zur 1/2,52-Zoll-Liga und löst 50 Megapixel auf. Auch hier ist Pixel-Binning (Pixelgröße 0,7µm zu 1,4µm) möglich. Gleiches gilt für die Ultraweitwinkelkamera. Hier setzt Samsung vermutlich auf den gleichen Bildwandler (50 Megapixel, 1/2,52-Zoll). Das 13mm-Objektiv (KB) hat Samsung nicht verändert, dessen Blende wird mit den bekannten F1,9 angegeben. Kein Upgrade gab es zudem für die 3-fach-Telekamera. Hier wird vermutlich weiterhin ein Sensor der 1/3,52-Zoll-Klasse mit 10 Megapixel genutzt. Das 70mm-Objektiv verfügt über eine Lichtstärke von F3,4 und einen OIS. Keine Änderung lässt sich zudem von der Frontkamera berichten. Diese nutzt einen 1/3,2-Zoll-Sensor mit 12 Megapixel. Das 26mm-Objektiv verfügt über eine Blende von F2,2.

Die Sensoren des Samsung Galaxy S26 Ultra im Größenvergleich:

Für Aufnahmen mit der besten Bildqualität muss man beim Samsung Galaxy S26 Ultra – wie üblich – zur Hauptkamera greifen. Dessen großer Bildwandler löst mit 200 Megapixel höher als die allermeisten Sensoren auf und liefert Bilder mit sehr vielen Details. Die Aufnahmen geben bei voller Auflösung auch sehr feine Details wieder und lassen sich ohne stärkeren Qualitätsverlust groß ausdrucken sowie zuschneiden. Ob man 200 Megapixel in der Praxis wirklich benötigt, steht auf einem anderen Blatt. Zudem wirken die Aufnahmen bei starken Vergrößerungen teilweise etwas unnatürlich und die volle Auflösung macht das Samsung Galaxy S26 Ultra doch etwas langsamer. Das ist angesichts der riesigen Dateigrößen von bis zu 40MB pro JPEG-Bild jedoch nicht verwunderlich. Mit der 50-Megapixel-Option muss man rund 15 MB pro Bild einplanen und erhält immer noch sehr viele Details. Teilweise wissen die Bilder optisch sogar noch etwas mehr zu gefallen.

Bei 12 Megapixel wirken die Aufnahmen im Vergleich dazu fast schon detailarm. Für den Alltag und die typischen Einsätze von Smartphone-Fotos reicht aber natürlich auch diese Auflösung spielend aus. Die höhere Lichtstärke des Objektivs der Hauptkamera beeinflusst die Bildqualität bei Tag nicht positiv, die geringere Schärfentiefe kann zudem sowohl positive als auch negative Auswirkungen haben. Zum einen lässt sich das Motiv dadurch besser vom Hintergrund abheben. Zum anderen sorgt die geringere Schärfentiefe aber auch für Einschränkungen, da sich diese mangels Blende nicht vergrößern lässt.

Die Ultraweitwinkel- und die 5-fach-Telekamera liefern bei Tag ebenso ansprechende Bilder – ohne auf das Niveau der Hauptkamera zu kommen. Mit 50 Megapixel lassen sich sichtbar mehr Details als mit 12 Megapixel herausholen, weshalb diese Auflösung für Freunde hochqualitativer Fotos die beste Wahl ist. Für alltägliche Aufnahmen sind wie bei der Hauptkamera aber wieder 12 Megapixel ausreichend. Von Vorteil ist die höhere Auflösung natürlich beim digitalen Zoomen. Hier bleibt die Bildqualität auch bei etwas stärkeren Brennweitenverlängerungen solide. Selbst mit 10-fachem Zoom sind die Aufnahmen des S26 Ultra gut nutzbar. Darüber nimmt die Qualität dann stärker ab.

Für Aufnahmen mit mittleren Brennweiten ist das S26 Ultra wie zahlreiche Vorgängermodelle mit einer 3-fach-Telekamera ausgestattet. Diesen Schritt finden wir grundsätzlich gut, da der „Brennweitensprung“ von der Haupt- zur Telekamera somit kleiner als bei anderen Smartphones ausfällt. Leider hat sich Samsung bei der 3-fach-Telekamera wieder für den Einsatz eines sehr kleinen Bildwandlers (10 Megapixel, circa 1/3,52 Zoll) entschieden. Dieser liefert bei Tag zwar grundsätzlich akzeptable Bilder, Fortschritt sieht jedoch anders aus. Der Sensor der 5-fach-Telekamera (50 Megapixel, 1/2,52-Zoll-Klasse) würde die Bildqualität noch einmal deutlich verbessern.

Wenig Licht ist für das Samsung Galaxy S26 Ultra prinzipiell kein Problem. Dafür sorgt der Nachtmodus, der durch das Zusammenrechnen von mehreren Einzelbildern das Rauschen stark reduzieren kann. Bei der Hauptkamera ist man darauf wegen der allgemein hohen Bildqualität allerdings nicht unbedingt angewiesen. Dafür sorgen der große Sensor und die hohe Lichtstärke des Objektivs (F1,4). Ein echter Vorteil ist uns im Vergleich zum Vorgängermodell allerdings nicht aufgefallen. Dafür ist der Abstand von F1,7 zu F1,4 zu gering. Die größere Blende ist bei wenig Licht aber natürlich grundsätzlich von Vorteil. Die 5-fach-Telekamera liefert mit ihrem vergleichsweise großen Sensor ebenso ansprechende Nachtaufnahmen. Feine Details sind gut zu erkennen und das Bildrauschen bleibt recht gering. Die etwas höhere Lichtstärke der Optik (F2,9 statt F3,4) spielt allerdings wieder nur eine recht geringe Rolle. Bei der UWW-Kamera und der 3-fach-Telekamera bringt der Nachtmodus sichtbare Vorteile. Hier wird das Bildrauschen deutlich reduziert und sind Details besser zu erkennen. Sofern möglich würden wir daher stets zum Nachtmodus greifen.

Der Nachtmodus verbessert die Bildqualität teilweise deutlich:

Die Kamera-Abstimmung entspricht beim Samsung Galaxy S26 Ultra den früheren Modellgenerationen. Die Bilder werden wie üblich etwas stärker optimiert und weisen einen hohen Kontrast und großen Dynamikumfang auf. Hinsichtlich der Nachschärfung und Sättigung möchte Samsung ebenso einen klassischen Smartphone-Look erzielen. „Natürliche“ Ergebnisse sind aber ebenso möglich, wenn man zum Pro-Modus und den dort veränderbaren Bildparametern greift. Wer Wert auf eine authentischere Wiedergabe legt, kann sich hier bedienen. Daneben können Fotografen die DNG-Dateien bearbeiten, die das Smartphone mit allen Kameras ausgibt. Die Expert-AW-Funktion, die noch mehr Optionen umfasst, steht per extra App ebenso wieder zur Verfügung.

Ein Einzelbild aus einem 8K-Video, das mit der Hauptkamera aufgenommen wurde:

Videoaufnahmen erstellt das Samsung Galaxy S26 Ultra mit sehr hohen Auflösungen und auch hohen Bildraten. Die meisten Features hat dabei die Hauptkamera zu bieten. Damit filmen Nutzer mit bis zu 30 Vollbildern pro Sekunde in 8K-Auflösung (7.680 x 4.320 Pixel). Hier ist die Detailwiedergabe am besten, der Rolling-Shutter-Effekt fällt jedoch auch am deutlichsten aus. Bei 60 Vollbildern pro Sekunde in 4K-Auflösung ist dieser sichtbar geringer und die Wiedergabe bei bewegten Motiven und Schwenks auch deutlich flüssiger. Da die allermeisten Nutzer kein Gerät zur Wiedergabe von 8K-Aufnahmen besitzen, würden wir uns im Alltag für 4K60p-Aufnahmen entscheiden. Das gilt auch für die anderen Kameras. Hier ist der qualitative Unterschied von 8K zu 4K zudem deutlich geringer. Der allgemeine Bildeindruck sagt uns bei 4K sogar meistens mehr zu. Für ansprechende Zeitlupenaufnahmen hat das Samsung Galaxy S26 Ultra bis zu 120 Vollbilder pro Sekunde in 4K (mit der UWW- und der Hauptkamera) zu bieten, alle Kameras unterstützen zudem bis zu 240 Vollbilder pro Sekunde in Full-HD. Hier ist die Bildqualität für Zeitlupenvideos noch immer solide, bleibt allerdings schon sichtbar hinter 4K-Zeitlupen (die hervorragend aussehen) zurück.

Die Autofokus-Leistung und die Stabilisierung aller Kameras weiß beim Samsung Galaxy S26 Ultra sehr zu gefallen, Verwacklungen oder Fehlfokussierungen kamen bei unserem Test praktisch nicht vor. Dank Phasen-AF reagiert der Autofokus in allen Situationen sehr flott.

Nachfolgend sehen Sie unbearbeitete Beispielaufnahmen des Galaxy S26 Ultra:

Brennweitenvergleich (UWW, Hauptkamera, 3x-Tele, 5x-Tele sowie 10x- und 30x-Zoom):

Brennweitenvergleich (UWW, Hauptkamera, 3x-Tele, 5x-Tele):

Links eine Aufnahme mit dem normalen Aufnahme-Modus, rechts mit dem Porträtmodus:

Links eine Aufnahme mit 50 Megapixel, rechts mit 12 Megapixel (UWW-Kamera):

Links eine Aufnahme mit 50 Megapixel, rechts mit 12 Megapixel (Hauptkamera):

Links eine Aufnahme mit 50 Megapixel, rechts mit 12 Megapixel (5x-Telekamera):

Zwei Makroaufnahmen, aufgenommen mit der Hauptkamera des Galaxy S26 Ultra:

Links eine Makroaufnahme mit der Hauptkamera, rechts mit zusätzlichem LED-Licht:

Links eine normale Aufnahme mit der Ultraweitwinkelkamera, rechts mit dem Nachtmodus:

Links eine normale Aufnahme mit der Hauptkamera, rechts mit dem Nachtmodus:

Links eine normale Aufnahme mit der 3x-Telekamera, rechts mit dem Nachtmodus:

Links eine normale Aufnahme mit der 5x-Telekamera, rechts mit dem Nachtmodus:

Zwei RAW-Aufnahmen:

Videoaufnahme mit der Ultraweitwinkelkamera in 8K30p

Videoaufnahme mit der Hauptkamera in 8K30p

Videoaufnahme mit der 3x-Telekamera in 4K60p

Videoaufnahme mit der 5x-Telekamera in 8K30p

Videoaufnahme mit der Hauptkamera in 4K60p

Videoaufnahme mit der Hauptkamera in 4K120p (Slo-Mo)

Im dritten Teil dieses Testberichts gehen wir auf die Kamera-App und die allgemeine Leistung des Samsung Galaxy S26 Ultra ein.

Autor: dkamera.de Redaktion
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