Die All Lenses on Prism-Technologie ermöglicht unter anderem höhere Lichtstärken
Samsung gehört zu den Unternehmen, die bei ihren Smartphones unter anderem einen hohen Wert auf die Kameras legen. Neben hochauflösenden Bildwandlern verfügen die Galaxy-Smartphones daher oftmals auch über mehrere Kameras, von denen unterschiedliche Situationen abgedeckt werden. Um auch bei Teleaufnahmen sehr gut gerüstet zu sein, hat Samsung eine Konstruktion für Teleobjektive vorgestellt.
Diese wird als „All Lenses on Prism“ (kurz ALoP) bezeichnet und soll herkömmlichen Teleobjektiven deutlich überlegen sein. Bei der „All Lenses on Prism”-Technologie handelt es um eine Periskop-Konstruktion, bei der die Linsen nicht zwischen dem für diese Bauweise typischen Prisma und dem Sensor liegen, sondern vor dem Prisma.
Das soll für drei Vorteile sorgen. Zum einen spricht Samsung von einer höheren Lichtstärke, die sich durch ALoP erzielen lässt. Das liegt an der Lage der Linsen, die bei horizontalem Einsatz natürlich größer sein können als wenn sie vertikal verbaut sind. Das von Samsung genannte Objektiv wird allerdings nur mit einer Blende vom F2,58 bei 80mm Brennweite (KB-äquivalent) angegeben. Dies ist von klassischen Objektivkonstruktionen nicht weit entfernt.
Als weiterer Vorteil soll die neue Bauweise kleinere Kameramodule ermöglichen. Samsung spricht von einer Größenreduzierung um 22 Prozent. Dies wird auch durch ein um 40 Grad gekipptes Prisma sowie einen um 10 Grad geneigten Sensor erreicht. Als dritten Vorteil führt Samsung die Ästhetik und Ergonomie an. Statt eines eckigen Prismas ist bei Teleobjektiven mit „All Lenses on Prism”-Technologie eine runde Linse zu erkennen. Dadurch sehen alle Objektive des Smartphones identisch aus.
Ob sich die neue Konstruktion auch für längere Brennweiten als rund 85mm eignet, ist leider nicht bekannt. Hierfür könnten die benötigen Linsen aber durchaus zu groß ausfallen. Da aber auch sehr lange Brennweiten bei Smartphones noch vor wenigen Jahren für sehr unwahrscheinlich gehalten wurden, würde es uns nicht wundern, wenn bei der „All Lenses on Prism”-Technologie noch weitere Fortschritte erzielt werden.