Nutzen lassen sich die neuen Modelle nur mit spezieller Hardware
Schon seit einigen Jahren ist klar, dass bei SD-Speicherkarten auf den SDXC-Standard der SDUC-Standard folgen wird. Noch dieses Jahr sollen die ersten Modelle mit dem neuen Standard auf den Markt kommen. Während SDXC-Karten (Secure Digital eXtended Capacity) bis zu 2TB groß sein können, lassen sich mit SDUC-Karten (Secure Digital Ultra Capacity) potentiell bis zu 128TB abspeichern. Derartige Größen sind aktuell natürlich noch in weiter Ferne, der SDUC-Standard ermöglicht dies allerdings problemlos. In weiter Ferne sind aber nicht nur Speicherkarten mit 128TB, sondern auch Kameras, die den SDUC-Standard unterstützen. Selbst passende Kartenleser gibt es Stand heute nicht.
Ob ältere Kameramodelle zum SDUC-Standard kompatibel gemacht werden können, ist uns nicht bekannt. Beim früheren Wechsel vom SDHC-Standard zum SDXC-Standard war dies unseres Wissens nach nur sehr selten der Fall. Ob man als Fotograf nun unbedingt Speicherkarten mit einer höheren Kapazität als 2TB benötigt, steht ohnehin auf einem anderen Blatt. Wegen der begrenzten Geschwindigkeit von SD-Karten lassen sich diese im Vergleich zu CFexpress Typ A- oder Typ B-Karten zudem auch nur recht langsam füllen. Wer sehr hohe Datenspeicherkapazitäten benötigt, dürfte bereits eine CFexpress-Karte nutzen oder zukünftig darauf wechseln.
SD-Speicherkarten werden zukünftig vor allem bei kompakteren Kameras Verwendung finden, besonders leistungsfähige DSLMs der Semi-Profi-Klasse sollten unserer Erfahrung nach mit CFexpress-Karten (egal ob Typ A oder Typ B) betrieben werden. Nur damit steht in aller Regel der volle Funktionsumfang zur Verfügung. Während Fotografen bei langsamen Speicherkarten meistens allerdings nur mit kürzeren Aufnahmeserien leben müssen, gibt es bei Videoaufnahmen deutlich größere Einschränkungen. Das Aufzeichnen von Videos mit den höchsten Auflösungen, Bildraten und Bitraten setzt mittlerweile oftmals eine CFexpress-Karte oder eine per USB-C angeschlossene SSD voraus.