11.10.2024 - 08:05

Sony stellt den LYT-818-Sensor für Smartphones vor

Der 1/1,28"-Chip soll weniger Rauschen erzeugen und für einen größeren Dynamikumfang sorgen

Sony hat mit dem LYT-818 einen weiteren für Smartphones entwickelten Bildwandler angekündigt. Der zur 1/1,28-Zoll-Klasse gehörende Chip der Lytia-Serie soll bei schlechten Lichtverhältnissen für deutlich weniger Bildrauschen sorgen und zudem mit einem hohen Dynamikumfang überzeugen können. Möglich ist dies durch die Entwicklung hocheffizienter Schaltkreise, die besonders wenig Zufallsrauschen erzeugen.

Den größeren Dynamikumfang erzielt Sony durch das gleichzeitige Auslesen der Pixel mit drei unterschiedlichen Verstärkungsstufen. Pro Foto entstehen dadurch drei Aufnahmen mit unterschiedlicher Helligkeit. Diese lassen sich zu einem Foto mit großem Dynamikumfang verrechnen. Neu ist diese Technologie allerdings nicht, Sensoren anderer Hersteller arbeiten bereits länger mit dieser Methode. Gegenüber klassischen HDR-Fotos, bei denen unterschiedlich belichtete Einzelbilder nacheinander aufgenommen werden, lassen sich bei der parallelen Aufnahme Bildfehler (z. B. Bewegungsartefakte und Ghosting) deutlich reduzieren.

Der Dynamikumfang wird durch eine neue Methode zur HDR-Berechnung vergrößert:

Fotos kann der Sony LYT-818 bis zu 30 pro Sekunde mit voller Auflösung speichern, in 4K-Auflösung sind bis zu 120 Vollbilder pro Sekunde möglich. Darüber hinaus werden für Aufnahmen mit der neuen HDR-Berechnung bis zu 30 Bilder pro Sekunde angegeben. Wie üblich bei Smartphone-Sensoren besitzt auch der LYT-818 ein Quad-Bayer-Pixelraster, vier Bildpunkte lassen sich daher mittels Pixel-Binning zu einem großen Bildpunkt (2,44 statt 1,22μm Kantenlänge pro Bildpunkt) zusammenlegen.

Die Massenproduktion und die Auslieferung des Stacked-CMOS-Sensors mit 50 Megapixel wurden bereits begonnen, der Sony LYT-818 könnte daher bald in den ersten Smartphones zu finden sein. Wegen der recht großen Abmessungen (1/1,28 Zoll) und der neuen Technik sollte er allerdings vor allem bei hochpreisigen Smartphones zum Einsatz kommen.

Autor: dkamera.de Redaktion