Teil 1 von 3: Die technischen Daten, die Verarbeitung und die Bedienung des Smartphones
Das Xiaomi 17T Pro ist das Spitzenmodell der diesjährigen T-Serie. Dieses sowie das 17T runden die 17er-Geräte von Xiaomi ab, die mit dem Xiaomi 17 und Xiaomi 17 Ultra bereits seit einigen Monaten erworben werden können. In diesem Test nehmen wir das Xiaomi 17T Pro in der Ausstattungsversion mit 12GB RAM und 512GB Speicher sowie der Farbe Deep Violet unter die Lupe.
Der Lieferumfang:
Das mitgelieferte Zubehör umfasst beim Xiaomi 17T Pro eine Schutzhülle sowie ein USB-C-Kabel. Auf ein zusätzliches Ladegerät verzichtet Xiaomi – wie mittlerweile fast alle Hersteller.
Die technischen Daten:
Die neuen Modelle der T-Serie schließen in puncto Ausstattung wie üblich nicht ganz zu den „klassischen“ 17er-Modellen von Xiaomi auf, bringen wie gewohnt aber trotzdem eine über dem Durchschnitt liegende Hardware mit. Als SoC kommt beim Xiaomi 17T Pro der Mediathek Dimensity 9500 mit 3nm-Fertigung zum Einsatz. Dieser besitzt acht Kerne mit bis zu 4,21 GHz und die Mali G1-Ultra-GPU. Darüber hinaus ist eine NPU für KI-Berechnungen vorhanden. 12GB LPDDR5-RAM kombiniert Xiaomi mit 256GB, 512GB (unser Testmodell) oder 1TB Speicher. Beim Display handelt es sich um ein 6,82 Zoll messendes AMOLED-Pabel mit 2.772 x 1.280 Pixel und einer Bildwiederholrate von bis zu 144Hz. Dieses kann nicht nur bis zu 3.500 Nits hell werden, sondern wird mit einem Nit auch besonders dunkel. Darüber hinaus sorgt die Xiaomi Vision Care für eine möglichst augenschonende Betrachtung und Gorilla Glas 7i für einen hohen Schutz.
Das 162 x 78 x 8,3cm große und 219g schwere Gehäuse des Xiaomi 17T Pro ist nach IP68-Standard abgedichtet, es gibt Slots für zwei Nano-SIM-Karten und einen USB-C-Port (2.0). Aufladen lässt sich der 7.000mAh große Silizium-Kohlenstoff-Akku des Smartphones mit bis zu 100 Watt per Kabel sowie mit bis zu 50 Watt kabellos. Als Funktechnologien sind alle aktuellen Mobilstandards (inkl. 5G), Wi-Fi 7 und Bluetooth 6.0 mit an Bord.
Die Kamera-Hardware des Xiaomi 17T Pro wurde wieder in Zusammenarbeit mit Leica entwickelt, die Triplekamera (bzw. die Objektive) auf der Rückseite bezeichnet Xiaomi als Vario-Summilux 15-115mm F1,67-3 Asph. Bei der Hauptkamera nutzt Xiaomi den 1/1,31-Zoll großen Light Fusion 950-Chip mit einer Auflösung von 50 Megapixel. Die einzelnen Bildpunkte messen 1,2μm, lassen sich via 4-in-1 Super Pixel-Verfahren jedoch auf 2,4μm vergrößern. Dann liegt die Auflösung der Fotos noch bei knapp 12 Megapixel. Als Objektiv kommt ein 23mm-Modell (KB-äquivalent) mit einer Blende von F1,67 und OIS zum Einsatz.
Im Fokus steht beim Xiaomi 17T Pro auch die Telekamera, denn Xiaomi bezeichnet das Smartphone als „Meister der Telefotografie“. Mit 115mm hat das Gerät eine lange Telebrennweite zu bieten, realisiert wird diese via Periskop-Bauweise. Die Stabilisierung erfolgt optisch, die Lichtstärke liegt bei F3. Beim Bildwandler handelt es sich um ein 1/2,76 Zoll messendes Modell mit 50 Megapixel.
Für Ultraweitwinkelfotos ist das Xiaomi 17T Pro natürlich auch mit einer UWW-Kamera ausgestattet. Hier ist ein 1/3,06-Zoll-Chip mit 12 Megapixel verbaut. Der Bildwinkel wird von Xiaomi mit 120 Grad und die Brennweite mit 15mm angegeben. Als Blende nennt Xiaomi F2,2. Die Frontkamera speichert beim Xiaomi 17T Pro Fotos mit 32 Megapixel, das 21mm-Objektiv verfügt über eine Blende von F2,2.
Videoaufnahmen unterstützt die Hauptkamera mit bis zu 30 Vollbildern pro Sekunde in 8K und bis zu 120 Vollbildern pro Sekunde in 4K-Auflösung. Bei der Telekamera stellen 60 Vollbilder pro Sekunde in 4K sowie bei der UWW-Kamera bis zu 30 Vollbilder pro Sekunde in 4K das Maximum dar. Zeitlupen lassen sich mit dem 17T Pro mit bis zu 960 Vollbildern pro Sekunde in Full-HD realisieren.
Handling, Verarbeitung und Bedienung:
Xiaomi setzt beim 17T Pro wie bei seinen anderen Flaggschiff-Smartphones auf eine klassische Bauweise mit Metallrahmen sowie einer Vorder- und Rückseite aus Glas. Die drei Kameras und ein "Color Spectrum"-Sensor sind auf der Rückseite in einem Quadrat angeordnet und stehen deutlich weniger als beim Flaggschiff Xiaomi 17 Ultra aus dem Gehäuse heraus.
Leichter das 17T Pro mit 219g allerdings nicht. Dafür sorgt das große 6,82 Zoll messende AMOLED-Display. Dieses nimmt bis auf einen schmalen und gleichmäßigen Rahmen die komplette Vorderseite ein. Zum klassischen – und aus unserer Sicht auch schickem – Design tragen auch die abgerundeten Displayränder bei. Diese machen das Aufbringen einer Schutzfolie (die bei unserem Modell bereits vorhanden war) einfach.
Die Frontkamera und der Fingerabdrucksensor wurden – wie mittlerweile bei nahezu allen Smartphones – im Panel integriert. Mit 2.772 x 1.280 Pixel gehört das 17T Pro nicht zu den Modellen mit der allerhöchsten Auflösung, die Pixeldichte von 447ppi sorgt aber trotzdem für eine scharfe Darstellung. Den Fokus hat Xiaomi außerdem auf die augenschonende Wiedergabe gelegt. Die Maßnahmen, die Xiaomi als „Vision Care“ bezeichnet, umfassen unter anderem die flickerfreie Darstellung, eine intelligente Sensorik und eine niedrige Belastung durch blaues Licht.
Daneben punktet das durch Gorilla Glas 7i geschützte Panel mit einer sehr großen Helligkeitsbandbreite von einem bis 3.500 Nits. Das reicht für die optimale Ansicht bei Sonnenschein sowie die komfortable Wiedergabe in dunklen Umgebungen.
In der Hand hinterlässt das Xiaomi 17T Pro mit seinem minimal texturierten Rahmen einen angenehmen und sehr hochwertigen Eindruck. Selbst bei schwitzigen Händen gleitet einem das Gerät nicht sofort aus der Hand. Als Bedienelemente stehen die bekannte Lautstärkewippe und eine Powertaste zur Verfügung, der SIM-Kartenschacht und der zweite Lautsprecher befinden sich neben dem USB-C-Port an der Unterseite. Zusammen mit dem weiteren Lautsprecher an der Oberseite wird solider Stereoton ausgegeben.
Im zweiten Teil unseres Tests des Xiaomi 17T Pro gehen wir auf die Kameras und die Bildqualität des Smartphones im Detail ein.