Teil 2 von 3: Die Bedienung, die App und optionales Zubehör
Nachdem wir uns im ersten Teil des Testberichts der DJI Osmo Action 6 unter anderem mit den Auflösungen, Bildraten und Sichtfeld-Optionen beschäftigt haben, schauen wir uns im zweiten Teil dieses Testberichts unter anderem die Bedienung mittels Touchscreen und der DJI Mimo-App an.
Die Bedienung:
Obwohl sich DJI bei der Osmo Action 6 von der klassischen Gehäusegröße verabschiedet hat, sind bei der Bedienung sehr geringe Abweichungen vom bisherigen Konzept zu verzeichnen. Die Änderungen betreffen dabei alleine das Menü, am Gehäuse sind die klassische Auslösetaste und die Power/QS-Taste weiterhin vorhanden. Die meisten Eingaben muss man wie gewohnt per Touchscreen vornehmen, dieses ist sowohl beim rückwärtigen Hauptdisplay als auch beim Frontdisplay vorhanden.
Das Menüdesign der Osmo Action 6 kennt man größtenteils von früheren Modellen, an manchen Stellen sind aber ein paar Optionen hinzugekommen. Die Wahl des Seitenverhältnisses erfolgt nun über den Reiter „Bildformat“. Hier gibt es unter anderem Optionen für die Aufzeichnung im 1:1-Format sowie Hochformat-Videos. Daneben stehen die altbekannten Einstellungen zur Verfügung. Damit lassen sich die Auflösung, die Bildrate, die Stabilisierung und das Sichtfeld konfigurieren. Alle eben genannten Optionen erreicht man durch Wischen nach oben oder das Drücken auf die entsprechende Touchtaste.
Für manuelle Einstellungen ist die rechte Touchtaste zu betätigen oder vom rechten Rand nach links zu wischen. Als manuelle Parameter bietet die Osmo Action 6 wie die Vorgängermodelle die Korrektur der Belichtung sowie die Wahl der Sensorempfindlichkeit und der Verschlusszeit an.
Neu hinzugekommen ist zudem die Blendenwahl. Bei der Option „Automatisch“ entscheidet die Kamera über die Blende selbstständig, die Startblende lässt sich jedoch auch vorgeben. Darüber hinaus kann man sich für „Fest“ (=F2,8) und Sternenstrahl (=F4) entscheiden.
Darüber hinaus gibt es unter anderem Optionen für den Weißabgleich, die Farbwiedergabe, die Stabilisierung, das Bildprofil und den Filmlook. Bei letzterer Option handelt es sich quasi um zusätzliche Farbfilter. Hier kann man sich für „CC“, „NC“, „TR“, „WT“, „FE“ und „NV“ entscheiden sowie auch die Stärke des Effektes (30%, 50%, 70% und 100%) einstellen. Gut zu wissen: Genauso wie die Qualitätspriorität lässt sich der Filmlook zur bis zu 60 Vollbilder pro Sekunde aktivieren.
Das Systemmenü der DJI Osmo Action 6 wird für alle generellen Einstellungen genutzt. Dazu gehören unter anderem die Wahl des Speicherortes (integrierter Speicher oder microSD-Karte), die Konfiguration der Displayansicht sowie das Verbinden mit Wireless-Mikrofonen oder Kopfhörern.
Möchte man die DJI Osmo Action 6 nicht per Touch oder über die Tasten steuern, geht dies auch per Gesten und Sprache. Hier stehen natürlich deutlich weniger Einstellungen zur Verfügung. Die Sprachbefehle umfassen „Start Recording“, „Stop Recording“, „Take Photo“ und „Shut Down“, mittels Gesten lässt sich nur die Aufnahme starten und stoppen (Hand heben und öffnen).
Deutlich mehr Einstellungen sind natürlich per App möglich. Die DJI Mimo-App kann von Android-Nutzern nur über die Webseite von DJI bezogen werden, im App Store von Apple ist sie dagegen vorhanden. Mit der Mimo App lässt sich das Bild via Liveansicht kontrollieren, kann man das Aufnahmeprogramm ändern oder auch die Belichtung korrigieren. Optionen zum Anpassen allgemeiner Parameter gibt es obendrein.
Optionales Zubehör:
DJI bietet seine Actionkameras wie gewohnt nicht nur in der Standard Combo an, sondern auch in weiteren Combos (Adventure, Vlog, Rennradsport, ...). Daneben lassen sich von DJI unter anderem kleine 2-in-1-Stative, ND-Filter zum Verlängern der Belichtungszeit sowie Vorsatzobjektive erwerben.
Die Boost Lens vergrößert das Sichtfeld von 155 Grad auf 182 Grad und erlaubt dadurch sichtbar weitwinkeligere Aufnahmen. Damit einher gehen allerdings sichtbare Fisheye-Verzerrungen sowie teilweise auch deutlich erkennbare chromatische Aberrationen.
Die Macro Lens macht Aufnahmen in deutlich kürzerer Aufnahme-Entfernung (11cm bis 75cm) möglich. Echte Makroaufnahmen sind damit zwar nicht realisierbar, man kann nahe Motive aber deutlich besser als mit dem Standardobjektiv ablichten. Um die Schärfe optimal einstellen zu können, ist die Macro Lens mit einem Fokusring ausgestattet.
Ein Focus Peaking zum einfacheren Prüfen der Schärfe gibt es leider nur beim Einsatz der Mimo-App. Daneben sind bei beiden Objektiven mehrere Einschränkungen zu beachten: Dazu gehören unter anderem die fehlende Aufnahme im RAW-Format sowie der wegfallende Einsatz im Wasser.
Als weiteres Zubehörprodukt lässt sich der "Dual-Direction-Battery Handle" erwerben. Dieser verfügt im Vergleich zum "Dual-Direction Mini Extension Rod" über einen Akku und mehrere Bedienelemente. Mittels Tasten kann man die Kamera ein- und ausschalten sowie Aufnahmen starten und zwischen den Aufnahmeprogrammen wechseln. Darüber hinaus ist noch eine Custom-Taste verbaut.
Die Verbindung zur Kamera erfolgt via USB-C-Kabel, dieses wird an der Seite der Osmo Action 6 eingesteckt. Damit die Schnittstelle dabei nicht freiliegt, gehört zum Lieferumfang eine passende Abdeckung. Dadurch ist die Kamera beim Einsatz gegen Spritzwasser geschützt. Im Wasser lässt sich die Kamera aber natürlich nicht mehr nutzen. Eine Handschlaufe liegt dem Paket zum sicheren Transport ebenso bei.
Der im Griff integrierte Akku besitzt eine Kapazität von 4.900mAh, dadurch lässt sich die Laufzeit der Actionkamera wesentlich verlängern. Das Aufladen des Griffs erfolgt ebenso via USB-C, als zweiter Anschluss steht ein 3,5mm Klinkenanschluss für ein Mikrofon zur Verfügung.
Verwenden kann man den "Dual-Direction-Battery Handle" aber nicht nur als Griff, durch zwei ausklappbare Beine wird er auch zu einem Stativ. Der Kugelkopf ermöglicht dabei das freie Drehen der Kamera. Als Betriebstemperatur gibt DJI für den 207g schweren "Dual-Direction-Battery Handle" -20 °C bis 45 °C an, aufladen kann man den Akku zwischen 5 °C und 40 °C.
Im dritten Teil unseres Testberichts der DJI Osmo Action 6 prüfen wir die Bildqualität der Fotos sowie der Videos und ziehen ein Fazit.