Die DJI Osmo Action 6 Actionkamera im Test (Teil 1)

Teil 1 von 3: Die technischen Daten im Überblick

Die Osmo Action 6 gehört zur sechsten Actionkamera-Generation von DJI und verfügt als wichtigste Neuerungen über einen größeren Bildwandler sowie ein Objektiv mit variabler Blende. Videos zeichnet die Actionkamera in 4K-Auflösung mit bis zu 120 Vollbildern pro Sekunde auf, die Fotos besitzen 39 Megapixel. Wir nehmen die neue Actionkamera in diesem Testbericht unter die Lupe.

Der Lieferumfang:
DJI bietet die Action 6 wie üblich in mehreren Versionen an. Neben der Standard Combo gibt es auch die Adventure Combo. Diese stand uns bei diesem Test zur Verfügung. Hier liegen neben dem Standard-Zubehör (Akku, Befestigungsadapter, Klebehalterung, Schraube, USB-Kabel) zwei Akkus, eine 3-fach-Akkuladeschale, ein Selfie-Stick (1,5m) sowie eine zweite Schraube und ein zweiter Befestigungsadapter bei.

Bei der Adventure Combo liegt folgendes Zubehör bei:

Zudem erhält man einen Selfie-Stick, auf dem die Kamera mittels Adapter montiert werden kann ...

... und eine Ladeschale mit drei Akkus:

Die technischen Daten:
DJI hat sich von der DJI Osmo Action 3 bis zur Osmo Action 5 Pro für ein einheitliches Gehäusedesign mit den identischen Abmessungen entschieden. Bei der Osmo Action 6 ist dies nicht mehr der Fall, denn im Vergleich zum Vorgängermodell legt die Actionkamera in der Breite um zwei Millimeter und in der Höhe um drei Millimeter zu. An der Tiefe hat sich dagegen nichts geändert, diese liegt weiterhin bei 3,3cm. Inwieweit die neue Kamera mit ihren geänderten Gehäuseabmessungen zum bislang erhältlichen Zubehör kompatibel ist, muss sich erst noch zeigen. Keine Rolle dürfte hierfür das minimal auf 150g erhöhte Gewicht spielen (Osmo Action 5 Pro: 145g).

Die DJI Osmo Action 6 fällt etwas breiter und höher als die Osmo Action 5 Pro aus:

Keinen Einfluss haben die größeren Abmessungen (7,3 x 4,7 x 3,3cm) auf die Displays. Das auf der Vorderseite gelegene Modell kommt weiterhin auf 1,46 Zoll und das auf der Rückseite gelegene Modell auf 2,5 Zoll. Bekannt sind zudem die Auflösungen von 342 x 342 Pixel (Vorderseite) sowie 712 x 400 Pixel (Rückseite) und auch am Displaytyp (= OLED) hat sich nichts geändert.

In puncto Design hat sich DJI für leichte Änderungen entschieden, auf der Vorderseite ist zudem ein neuer Messsensor hinzugekommen. Dieser soll sich positiv auf den Weißabgleich sowie die Belichtung auswirken. Eingaben werden bei der DJI Osmo Action 6 auf die gewohnte Weise vorgenommen: Entweder nutzt man die beiden Touchscreen-Panels oder die Auslöse- und Power/QS-Taste. Letztere ermöglicht den schnellen Wechsel des Aufnahmemodus, wobei man das Menü mit unterschiedlichen Aufnahmemodi bestücken kann.

Das Gehäusedesign wurde leicht geändert:

Die meisten Eingaben erfolgen über das Touchscreen-Display auf der Rückseite:

Als Gehäusematerialien verwendet DJI bei der Osmo Action 6 einen Mix aus Kunststoff und einer Gummierung. Die Abdichtungen erlauben den Einsatz in bis zu 20m tiefem Wasser. Daneben ist die Kamera zwischen minus 20 und bis zu 45 Grad Celsius einsetzbar. Das Schutzglas des Objektivs lässt sich bei Bedarf wechseln, dadurch kann man Beschädigungen schnell kompensieren. Keine Überraschungen ergeben sich des Weiteren nach dem Öffnen des seitlichen Akku- und Speicherkartenfaches.

Der Akku und die Speicherkarte werden wie bekannt an der Seite eingesetzt:

Für die Stromversorgung nutzt DJI das 1.950mAh starke Li-Ionen-Modell der Vorgängerkameras, das Aufladen ist via USB-C unter anderem direkt in der Kamera möglich. DJI nennt als Aufnahmezeit bis zu 240 Minuten (bei 1080p24). Zur Datenspeicherung steht der integrierte Speicher mit einer Kapazität von 50GB zur Verfügung, microSD-Karten lassen sich bei Bedarf ebenso einsetzen. Diese sollten die Standards der V30-Klasse erfüllen und können bis zu 1TB groß sein.

Der integrierte Speicher ist 50GB groß, eine microSD-Karte lässt sich bei Bedarf einsetzen:

Als Bildwandler kommt bei der DJI Osmo Action 6 ein 1/1,1 Zoll großer, quadratischer CMOS-Sensor zum Einsatz. Im Vergleich zum 1/1,3-Zoll-Chip der Osmo Action 5 Pro fällt der Sensor der Osmo Action 6 zwar etwas größer aus, dies gilt allerdings für die maximale Sensordiagonale. Bei klassischen 16:9-Aufnahmen ändert sich an der Sensorfläche nicht viel.

Die Foto-Auflösung der Action 6 fällt mit 38,5 Megapixel sogar etwas geringer als bei der Action 5 Pro (40 Megapixel) aus. Wer klassische Seitenverhältnisse nutzt, profitiert von den größeren Abmessungen also nicht. Dafür sind Freunde von 1:1- sowie Hochformataufnahmen im Vorteil.

Bei den Seitenverhältnissen gibt es neue Optionen:

Fotos lassen sich mit der Osmo Action 6 im JPEG- und RAW-Format speichern, das geht zudem mit einem Viertel der Pixel (3.616 x 2.712 Pixel). Zu den weiteren Fotofeatures der Kamera gehören die Serienaufnahme (bis zu 30 Bilder in drei Sekunden) und ein Timer (0,5, 1, 2, 3, 5 und 10 Sekunden).

Keine Änderungen ergeben sich bei den Video-Bildraten. In 4K-Auflösung lässt sich mit 24 bis 120 Vollbildern pro Sekunde filmen. Das gilt sowohl für Aufnahmen im klassischen 16:9-Format (3.840 x 2.160 Pixel) als auch im 4:3-Format (3.840 x 2.880 Pixel). Die gleichen Bildraten hat die Kamera zudem bei Hochkant-Aufnahmen (9:16 mit 2.160 x 3.840 Pixel) zu bieten. Wer sich für das neue 1:1-Format entscheidet, kann bis zu 60 Vollbilder pro Sekunde einstellen. In 2,7K-Auflösung werden die identischen Bildraten (24 bis 120) angeboten. Hier stehen das 16:9-Format (2.688 x 1.512 Pixel), das 9:16-Format (1.512 x 2.688 Pixel) und das 4:3-Format (2.688 x 2.016 Pixel) zur Wahl. In Full-HD-Auflösung sind dann 24 bis 240 Vollbilder pro Sekunde bei 16:9 und 9:16 einstellbar.

Zu den Aufnahmemodi gehört unter anderem wieder der SuperNight-Modus:

Abseits des klassischen Videomodus hat die Osmo Action 6 den SuperNight-Modus, einen Modus speziell für Hochformataufnahmen, einen Modus für die Motiverfolgung, einen Modus für Zeitlupen (bis zu 960p mit Zwischenbildberechnung) und einen Modus für Zeitraffer (Hyperlapse oder Timelapse) zu bieten. Daneben kann man sich für die Loop-Aufnahme und das Pre-Recording entscheiden. Die Aufnahme erfolgt stets mit 10-Bit, neben dem normalen Farbprofil wird auch die D-Log-M-Aufnahme unterstützt.

Das Schutzglas vor dem Objektiv lässt sich wechseln:

Als erste Actionkamera von DJI verfügt die Osmo Action 6 über eine variable Blende:

Als Objektiv nutzt DJI bei der Osmo Action 6 eine Festbrennweite mit 155 Grad Bildwinkel und einer variablen Blendenöffnung. Diese liegt zwischen F2 und F4. Die Naheinstellgrenze der Fisheye-Optik wird mit 20cm angegeben. Zu den Sichtfeldoptionen gehören „Extra weit“ (rund 11mm bei RockSteady-Stabilisierung), „Weit“ (circa 12mm), „Natürlich Weit“ (circa 12mm) und „Standard Entzerrung“ (circa 15mm).  Bei letzterer Option sind die Fisheye-Verzerrungen der Optik nicht mehr zu sehen. Wie schon bei älteren Actionkameras gilt, dass die genannten Sichtfeld-Optionen nicht bei allen Auflösungen und Bildraten zur Verfügung stehen.

Die unterschiedlichen Sichtfeld-Optionen der DJI Osmo Action 6 bei 4K60p im Vergleich:

Die Bildstabilisierung realisiert DJI bei der Osmo 6 wie gewohnt rein digital. Eine stärkere Stabilisierung sorgt daher auch für ein kleineres Bildfeld. Als Stabilisierungsmodi stehen RockSteady, RockSteady+, HorizonBalancing und HorizonSteady zur Wahl. Letztere beiden lassen sich allerdings bis maximal 60 Vollbilder pro Sekunde nutzen.

Am effektivsten ist die Option HorizonSteady, hier werden auch 360-Grad-Drehungen ausgeglichen. Die HorizonBalancing-Stabilisierung hält den Horizont bei Drehungen um bis zu 45 Grad gerade, die anderen beiden Modi sind dafür nicht gedacht. Auch sie verringern Verwacklungen aber ungemein und sorgen selbst beim Laufen oder Fahren über Stock und Stein für ein sehr ruhiges Bild.

Das Angebot an Stabilisierungsmodi fällt wie üblich aus:

Als besten Kompromiss aus Bildfeld und Stabilisierungsleistung sehen wir die Rocksteady+-Stabilisierung an. Wer einen geraden Horizont benötigt, muss mit den erwähnten 60 Vollbildern pro Sekunde auskommen. Anders als bei der Osmo Action 5 Pro lässt sich mit der HorizonSteady-Option jedoch immerhin in 4K-Auflösung filmen.

Im zweiten Teil unseres Testberichts der DJI Osmo Action 6 gehen wir auf die Bedienung der Actionkamera ein.

Autor: dkamera.de Redaktion
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