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  1. #1
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    Standard Was bedeutet ISO bei ner DigiCam

    Also habe von meinen Eltern ne Digitale Camera geschenkt bekommen und da steht irgendwas von ISO. Nur weis ich leider nix damit anzufangen! Vieleicht kann mir da ja mal einer kurz erklären was das zu bedeuten hat!

  2. #2
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    Beitrag

    Hallo Muya,

    ISO steht für "International Organisation for Standardisation" und ist eine internationale Norm inn der (digitalen) Fotografie. Hier wird die Lichtempfindlichkeit des Aufnahmemediums (CCD Sensor) mit einem ISO Wert angegeben. Gängig sind ISO Werte von 50 bis 3600, wobei kleinere Werte für geringe Lichtempfindlichkeit und größere Werte für höhere Lichtempfindlichkeit stehen. ISO 100 ist demnach doppelt so lichtempfindlich wie ISO 50 und ISO 200 doppelt so empfindlich wie ISO 100...

    Die Erhöhung der ISO um eine Belichtungsstufe, zum Beispiel von ISO 400 auf ISO 800, hat den gleichen Effekt, als würde um eine Belichtungsstufe länger belichtet werden. Der CCD Sensor kann dabei bei höherer ISO in kürzerer Zeit die gleiche Menge Licht aufnehmen. So kann der Fotograf mit einem hohen ISO Wert eine kürzere Verschlusszeit als mit einem niedrigeren ISO Wert erreichen.

    hoffe ich konnte helfen.
    Josef Thaller

  3. #3
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    Standard

    Super Info danke Josef!

  4. #4
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    Standard Iso

    Zitat Zitat von Muya Beitrag anzeigen
    Also habe von meinen Eltern ne Digitale Camera geschenkt bekommen und da steht irgendwas von ISO. Nur weis ich leider nix damit anzufangen! Vieleicht kann mir da ja mal einer kurz erklären was das zu bedeuten hat!
    Was bei Filmen noch eine echte Steigerung der Empfindlichkeit bedeutete, ist bei Sensoren nicht so einfach möglich. In einer Kamera bleibt die Empfindlichkeit eines Sensors grundsätzlich gleich.
    Lediglich die "Ausbeute" bei wenig Licht wird gesteigert, ähnlich einem Radio: Ist dort der Empfang schlecht und leise, kann man am Lautstärkeregler drehen. Dabei werden die Störgeräusche allerdings auch angehoben. So verhält es sich auch beim Bildsensor.
    Bei kleineren Bildsensoren ist der Abstand des klaren Signals weniger weit abgehoben von der Störsignalen im Hintergrund, als dies bei größeren Sensoren möglich ist. Deshalb "Rauschen" kleinere Sensoren stärker, wenn die ISO-Zahl steigt, also die Empfindlichkeit des Bildsensors stärker ausgenutzt wird.

  5. #5
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    Frage

    Hallo Adrian,

    ich frage mich warum dann gerade bei den Kompakten immer mehr und mehr das ISO-Empfindlichkeit hochgetrieben wird?

    Dein Vergleich mit dem Radio ist eine gute Veranschaulichung dieser Thematik!

    Welche Kamera(s) benutzt Du derzeit?

    Josef Thaller

  6. #6
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    Standard ISO bei Kompakten

    Hallo Josef.
    Das fortgesetzte Heraufsetzen der ISO-Werte hat etwas mit den Wünschen der Kunden zu tun. Lass es mich bitte so erklären:
    Mit den kompakten Kameras werden diejenigen angesprochen, die unkompliziert und bei jeder Gelegenheit fotografieren möchten. Jedoch, dafür braucht man ein kleines Gehäuse, das in die Jackentasche passt. Und eben diese Kleinheit hat den Nachteil, dass kleine Objektive gebaut werden müssen mit winzigen Linsen.
    Um einen Vergleich zu wählen:
    Konnte man bei einer Kamera für Nassfilm noch Optiken mit relativ großen Linsen einbauen, so sind die extra flachen, digitalen Gehäuse mit kleinen Linsen und auch noch mit Vario-Objektiven ausgestattet. Schön, wenn man eine variable und längere Brennweite benutzen kann. Dabei jedoch beginnt die Anfangsblende nur bei lichtschwachen 4,9 oder ähnlichem. Wegen der kleinen Linsen lässt sich dann kaum mehr als eine Stufe abblenden, auf Blende 8, weil die Leistungsfähigkeit des optischen Systems an die physikalische Grenze stößt. Eine noch kleinere Blende würde keine scharfe Abbildung liefern.

    Und was hat das mit der "Empfindlichkeit", den ISO-Werten zu tun?
    Nun, ist die Blende sehr klein, dann muss eigentlich länger belichtet werden. Doch dadurch verwackelt man leichter, was sowieso das grundsätzliche Problem kleiner Sensoren ist.
    Da die Belichtung nun nicht ausreichend über Blenden- und Zeiteneinstellungen an die unterschiedlichen Lichtverhältnisse angepasst werden kann, versucht man eine zusätzliche Steuerung der Belichtung zu haben, mit den ISO-Werten. Das ist jetzt das 3. Steuerrad an dem die Kamera die Belichtung einstellt.
    Eigentlich ist es ein Teufelskreis: Weil die Leute immer kleinere Gehäuse bevorzugen, müssen die Optiken winzig sein, sind die Sensoren kleiner als der Fingernagel des kleinen Fingers und wird zusätzlich möglicht viel von den vorhandenen Sensorinformationen nachträglich aufbereitet. Das geschieht mit der Software in der Kamera, die die Daten intensiv bearbeitet, damit noch sehenswerte Bilder entstehen, solange man sie nicht über das Postkartenformat hinaus vergrößert - was denn meisten völlig ausreicht.
    Professionelle Kameras mit ihren digitalen Rückteilen gehen nicht über einen ISO-Wert von 400 hinaus. Zusätzlich sind die digitalen Rückteile fast ausschließlich für den Einsatz im Studio gedacht und werden die Kameras auf einem Stativ befestigt.
    Welcher Hobbyfotograf will das? Und allein für das Rückteil, das den Bildsensor enthält lockere 15.000 Euro ausgeben - In die Jackentasche steckt man solche Geräte auch nicht -

    Was ich für eine Kamera benutze? Es ist ein deutlich größerer Sensor und ich fotografiere fast ausschließlich im Studio. Allerdings hatte ich vor rund 5 Wochen sehr viel Spaß beim Fotografieren, als ich mir eine Olympus SP 320 auslieh und durch die Stadt ging.
    Geändert von Adrian Ahlhaus (06.01.2007 um 00:49 Uhr)

  7. #7
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    Standard

    Zitat Zitat von Adrian Ahlhaus Beitrag anzeigen
    ... Was ich für eine Kamera benutze? Es ist ein deutlich größerer Sensor und ich fotografiere fast ausschließlich im Studio. ...
    Und welche Kamera benutzt du jetzt? Hassi, Sinar oder was? Nu sag schon.
    Möge das Licht mit euch sein.
    Viele Grüße
    Gert

  8. #8
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    Standard Für's Forum eher unwichtig.

    Hallo Gerd.
    Tatsächlich kann wohl niemand etwas mit einer ZenzaBronica anfangen. Den Kamerahersteller gibt es nicht mehr - leider. (Habe ich schon seit 1993) Das Rückteil ist von Sinar (Auch schon fast drei Jahre alt). Doch nun überlege ich auf eine kleinere Ausrüstung umzusteigen, auf Canon mit Sensor von 24x36mm, was eine Sensorfläche bedeutet, die bis 30mal so groß ist, wie bei den Kompakten.
    Man bekommt bei Canon die Tilt- und Shift-Objektive für "kleinere" Sensoren. Aber das alles entscheidet sich noch und verhilft hier niemandem zu schöneren Bildern.
    Um Umgang mit Hobbyfotografen habe ich mir angewöhnt in fotografischen Beispielen mit kleinen Sensoren zu denken. Das ist eine ganz eigenen fotografische Herangehensweise.

    Wenn ich den langen Text oben sehe, dann weiß ich das ich dran arbeiten muss, die technischen Zusammenhänge besser (kürzer) zu erklären.
    Geändert von Adrian Ahlhaus (07.01.2007 um 00:57 Uhr)

  9. #9
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    Standard

    Natürlich kann ich mit ZenzaBronica etwas anfangen.
    Eine der wenigen Firmen, die im Mittelformat für alle drei Formate, 4,6x6. 6x6 und 6x7, Kameras angeboten haben.
    Ist aber wirklich "Schwermetall".

    Nachtrag:
    Seit viele Profis und Semiprofis auch in Studios auf Digitaltechnik umgestiegen sind, hat bei solchen Geräten ein enormer Preisverfall eingesetzt. Bei ebay ist gerade ein noch recht brauchbares SQ - Gehäuse 4 Std vor Auktionsende mit gerade mal 35,- Euro bewertet.
    Geändert von Gert (06.01.2007 um 11:58 Uhr)
    Möge das Licht mit euch sein.
    Viele Grüße
    Gert

  10. #10
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    Standard Schwermetall -

    Die 6x6 SQ ist nicht wirklich geeignet für digitale Rückteile. Die von Nikon produzierten Optiken haben für's Digitale nicht die notwendige Qualität gehabt. Bei der ETRS und nachfolgenden ist das ganz anders (kein Nikon), auch wenn es die Firma ZenzaBronica heute nicht mehr gibt.
    Viele "Schwermetalle" sind vom Markt verschwunden, denn die Konstruktion einer neuen Kamera für die digitale Technik ist nicht nur teuer, der Bildermarkt verlangt nach immer schneller verfügbaren Fotos. Dabei haben die kleineren Spiegelreflexe die Nase vorm.
    Außerdem ist der weltweite Markt für großformatige Kamera geschrumpft von etwa 45.000 Stück in 1995 auf nun etwa 2.500 Stück, und wird wahrscheinlich weiter sinken. Plaubel, Linhof, Sinar, Toyo und ähnliche Marken mit den älteren Kameramodellen bekommt man für wenige Hunderter hinterher geworfen. Früher kosteten diese kompletten Kameras mindestens einen Kleinwagen, nur um fotografieren zu können.

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