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Die GoPro HERO6 Black Actionkamera im Test (Teil 1)

Teil 1 von 3: Die technischen Daten im Überblick

Mit der HERO5 Black hatte GoPro (Testbericht) letztes Jahr einen Neuanfang in puncto Gehäusedesign gewagt und die über Generationen beibehaltenden Spezifikationen geändert. Dieser Schritt war nötig, um ein wasserdichtes und robusteres Gehäuse bauen zu können. Bei der HERO6 Black gibt es diesbezüglich keine Neuerungen zu vermelden, sie unterscheidet sich optisch vom Vorgängermodell nur durch die geänderte Ziffer im Schriftzug des Namens. Wer meint, mit der HERO6 Black einen Abklatsch des Vorgängermodells zu erhalten, irrt allerdings. Wir haben das neueste GoPro-Modell unter die Lupe genommen und gehen im folgenden Test auf alle wichtigen Features der Kamera ein.

Optisch unterscheidet sich die HERO6 Black nicht vom Vorgängermodell HERO5 Black:

Im zweiten Teil 2 unseres Testberichts gehen wir auf das bei unserem Testgerät mitgelieferte Zubehör ein, zudem stellen wir weiteres optional erhältliches Zubehör vor.

Wir testen die GoPro HERO6 Black im speziellen VIP-Kit:

Die technischen Daten:
Die GoPro HERO6 Black besitzt das von der GoPro HERO5 Black (Testbericht) bekannte Gehäuse mit Abmessungen von 6,2 x 4,5 x 3,3cm. Beim Gewicht gibt es mit 114g statt 117g praktisch keinen Unterschied.

Das äußerlich gummierte Gehäuse ist bis zu einer Tauchtiefe von zehn Metern (bzw. dem in dieser Tiefe herrschenden Druck) wasserdicht, und natürlich kann auch kein Staub eindringen. Das Verwenden eines zusätzlichen Schutzgehäuses stellt für die meisten Benutzer somit keine Pflicht dar.

Das Objektivschutzglas der Actionkamera lässt sich abnehmen und tauschen:

Für den Unterwassereinsatz in größeren Tiefen bietet GoPro das Super Suit-Gehäuse (60m) an. Das Schutzglas vor dem Objektiv der HERO6 muss vor dem Einsatz darin abgenommen werden. Das wechselbare Glas macht den einfachen Austausch bei Beschädigungen möglich.

Der Akku und die microSD-Speicherkarte befinden sich in einem Fach auf der Unterseite:

Der 1.220mAh starke Lithium-Ionen-Akku und die microSD-Speicherkarte (offiziell bis zu 256GB Kapazität) sind in einem Fach auf der Unterseite untergebracht, an der linken Seite (von hinten gesehen) liegen die beiden Schnittstellen. Per USB-C ist das Aufladen des Akkus in der Kamera sowie die Datenübertragung möglich, der USB-Port erlaubt per Adapter zudem den Anschluss eines externen Mikrofons. Über Micro-HDMI lässt sich ein Bild- und Videosignal auf einem externen Bildschirm ausgeben.

Als Schnittstellen hat die GoPro HERO6 Black Micro-HDMI und USB-C zu bieten:

Die Tasten hat GoPro bei der HERO6 Black an denselben Stellen wie bei der HERO5 Black platziert. Besitzer des Vorgängermodells müssen sich daher nicht umstellen. Auf der Oberseite liegt der Auslöser, die Mode-Taste befindet sich an der rechten Seite. Drei LEDs (auf der Vorder-, Rück- und Unterseite) informieren über den Betriebszustand, zwei Mikrofone nehmen den Ton auf.

Das wichtigste Bedienelement stellt bei der GoPro HERO6 Black das Display dar. Über dieses ist natürlich auch die Bildkontrolle möglich, die Touchoberfläche erlaubt Eingaben. Ein monochromes Status-Display auf der Vorderseite zeigt des Weiteren die wichtigsten Aufnahmeparameter an.

Drei rot blinkende LEDs signalisieren unter anderem die laufende Aufnahme eines Videos:

Der rückwärtig belichtete Bildwandler der GoPro HERO6 Black im 4:3-Format speichert Fotos mit einer Auflösung von 4.000 x 3.000 Pixel (12 Megapixel). Er gehört zu der von kompakten Kameras bekannten 1/2,3-Zoll-Klasse und könnte bereits bei der GoPro HERO5 Black (Testbericht) zum Einsatz gekommen sein. Angaben dazu macht GoPro allerdings keine. Fotos lassen sich im JPEG- sowie im RAW-Format speichern, letztere Dateien liegen im GPR-Format vor. Wer bei JPEG-Bildern einen besonders großen Dynamikumfang haben möchte, aktiviert die HDR-Option (High Dynamic Range). Für Aufnahmen bei wenig Licht gibt es den Nachtbildmodus. Dieser sorgt für längere Belichtungszeiten.

Vergleich der Bildfelder der GoPro HERO6 Black (Foto):

Serienaufnahmen sind mit der Actionkamera bis zu 30 Bildern pro Sekunde möglich, des Weiteren kann man sich für niedrigere Aufnahmegeschwindigkeiten (bis zu 30 Bilder in sechs Sekunden) entscheiden. Intervallfotos speichert die HERO6 Black zwischen 0,5 und 60 Sekunden. Zusätzlich zur Korrektur der Belichtung wird unter anderem die Wahl der Sensorempfindlichkeit (ISO min und max) unterstützt. Dafür muss der ProTune-Modus aktiviert werden. Auf Details gehen wir im Laufe dieses Testberichts ein.

Links eine Aufnahme ohne Fisheye-Korrektur ("weit"), rechts mit ("linear"):

In puncto Video-Bildraten mussten sich bislang alle Black-Modelle von GoPro nicht verstecken, die HERO6 legt aber natürlich noch einmal eine Schippe drauf. So haben sich im Vergleich zur GoPro HERO5 Black fast alle Bildraten – dank neuem GP1-Prozessor – verdoppelt. Abhängig von der gewählten Auflösung bietet die HERO6 Black die Sichtfeld-Optionen „Weit“, „Linear“ und „SuperView“ an.

Bei der linearen Option werden die Fisheye-Verzerrungen des Objektivs korrigiert, beim weiten Bildwinkel kann der Foto- bzw. Videograf per Touchzoom mittels eines Sliders den Bildausschnitt bestimmen. Letzteres war bei der HERO5 Black noch nicht möglich. Andererseits fehlen bei der HERO6 Black das mittlere und das enge Bildfeld, wobei diese per Zoom „simuliert“ werden können. Gut zu wissen: Die maximale Zoomstufe der HERO6 Black entspricht in etwa dem engen Bildfeld der HERO5 Black.

Die Actionkamera nimmt Videos in 4K-Auflösung mit bis zu 60 Vollbildern pro Sekunde auf:

Zu den Details: Die GoPro HERO6 Black nimmt 4K-Videos (3.840 x 2.160 Pixel) mit 24, 25, 30, 50 und 60 Vollbildern pro Sekunde mit weitem Sichtfeld auf. Beim SuperView-Sichtfeld, bei dem die Aufnahme im 4:3-Format und die Ausgabe durch Strecken der Ränder in 16:9 erfolgt, sind 24, 25 und 30 Vollbilder pro Sekunde einstellbar. Die gleichen Bildraten stehen zudem beim als „4K 4:3“ bezeichneten Format mit 4.096 x 3.072 Pixel zur Wahl (4.000 x 3.000 Pixel sind es laut dem MediaInfo-Tool). 2,7K-Aufnahmen mit 2.704 x 1.520 Pixel lassen sich mit 24 bis 120 Vollbildern pro Sekunde mit weitem Sichtfeld aufzeichnen, beim linearen und SuperView-Sichtfeld werden 24 bis 60 Vollbilder pro Sekunde angeboten. 2,7K-Aufnahmen im 4:3-Format (2.704 x 2.028 Pixel) sind ebenfalls mit 24 bis 60 Vollbilder pro Sekunde möglich. Hier kann man sich für das weite und das lineare Sichtfeld entscheiden. In 1440p-Auflösung (1.920 x 1.440 Pixel) speichert die Actionkamera zwischen 24 und 120 Vollbilder pro Sekunde wahlweise mit dem weiten oder linearen Sichtfeld.

Vergleich der Bildfelder der GoPro HERO6 Black (Video, 1080p-Auflösung):

Am größten ist das Angebot an Bildraten wie üblich in Full-HD (1.920 x 1.080 Pixel). Hier stehen 24 bis 240 Vollbilder pro Sekunde (Weit) bzw. 24 bis 120 Vollbilder pro Sekunde (Weit, Linear und SuperView) zur Wahl. Aufnahmen in HD (1.280 x 720 Pixel) sind ebenfalls möglich, dies aber nur mit 60 und 50 Vollbildern pro Sekunde (Weit und Linear). Die HERO5 Black hatte hier noch bis zu 120 Vollbilder pro Sekunde zu bieten. Auf die WVGA-Auflösung mit 848 x 480 Pixel verzichtet GoPro bei der HERO6 Black vollständig. Beide Schritte sind verständlich, Aufnahmen mit Auflösungen unterhalb von Full-HD erscheinen heutzutage kaum mehr attraktiv.

HERO6 Black Farbvergleich: Links eine normale Aufnahme, rechts ProTune mit Farbe "matt":

Standardmäßig werden die Videos laut GoPro mit einer Bitrate von circa 60Mbit/s gespeichert, im ProTune-Modus sind es 78Mbit/s. Während bei den meisten Auflösungen und Bildraten die herkömmliche H.264-Codierung verwendet wird, nutzt die HERO6 Black bei einigen wenigen Video-Einstellungen allerdings die H.265-Codierung (HEVC): Dies sind die 4K-Videoaufnahme mit 3.840 x 2.160 Pixel und 50/60 Vollbildern pro Sekunde, die 4K 4:3-Aufnahmen bei allen Bildraten (24, 25 und 30 Vollbildern pro Sekunde), die 2,7K-Aufnahme mit 100/120 Vollbildern pro Sekunde, die 2,7K 4:3-Aufnahme mit 50/60 Vollbildern pro Sekunde sowie die Full-HD-Aufnahme mit 200/240 Vollbildern pro Sekunde. Dies gilt es bei der Aufnahme zu bedenken. Videos mit H.265-Codierung sind nicht mit allen Videoschnittprogrammen kompatibel, beim Abspielen können sich ebenso Probleme ergeben.

Über die ProTune-Optionen lässt sich vielfältig in die Aufnahme eingreifen:

Die ProTune-Optionen der HERO6 Black kennt man bereits von der HERO5 Black. Hiermit sind unter anderem die Belichtungszeit, die Belichtungskorrektur oder der ISO-Wert (ISO Min. und ISO max.) zu beeinflussen. Der Weißabgleich (nativ, auto, Kelvin-Wert), die Bildschärfe (hoch, mittel niedrig), die Farbe (GoPro oder matt) und das Audioformat (RAW Audio, alternativ mit niedriger, mittlerer oder hoher Bearbeitung) sind ebenfalls bestimmbar.

Zu den weiteren Optionen der Kamera gehören unter anderem die elektronische Bildstabilisierung (bei 4K 60p/50p, 2,7K 120p/100p, 2,7K 4:3 60p/50p und 1080p240 nicht verfügbar), die automatische Restlichtanpassung (die Bildrate wird bei nicht ausreichendem Licht automatisch abgesenkt), die Schnellaufnahme (Start der Aufnahme mit einem Tastendruck bei ausgeschalteter Kamera) und die „manuelle Audiobedienung“ (Umschalten zwischen Stereoaufnahme und Filtern von Windgeräusch-Filtern) möglich.

Im Vergleich: Links eine Aufnahme mit elektronischer Stabilisierung, rechts ohne:

Die Videostabilisierung "kostet" etwa fünf Prozent des Bildfeldes, reduziert Verwacklungen aber sehr stark. Dadurch sind selbst ohne externen Stabilisator ruhige Aufnahmen möglich. Ein großer Pluspunkt gegenüber der HERO5 Black: Die Stabilisierung funktioniert auch in 4K-Auflösung (bis 30p).

Die HERO6 Black übertrumpft die HERO5 Black unter anderem bei den Bildraten deutlich:

Wie schon für die vorherigen HERO-Kameras der Black-Serie gilt auch für die HERO6 Black: An Optionen mangelt es keinesfalls, die vielen Einstellungsmöglichkeiten bedürfen einer intensiven Beschäftigung mit der Actionkamera.

Im zweiten Teil unseres Testberichts der GoPro HERO6 Black gehen wir unter anderem auf die Bedienung der Actionkameras über die Tasten, das Display und die App ein. Zudem zeigen wir verschiedenes Zubehör.

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