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dkamera.de Grundlagenwissen: Speicherkarten

Die Speicherkartentypen, -klassen und -größen im Überblick

Flash-Speicher werden in Digitalkameras oder auch Videokameras zum Speichern der aufgenommenen Bilder und Videos verwendet. Sie sind in verschiedenen Typen und Größen erhältlich. Zu den besonderen Vorteilen von Flash-Speichern gehören ihre kompakte Größe, der geringe Stromverbrauch und die robuste Bauweise. Zudem arbeiten sie völlig geräuschlos und können große Datenmengen schnell speichern. Im Folgenden wollen wir Ihnen unter anderem einen Überblick über die wichtigsten Speicherkarten verschaffen und Ihnen verschiedene Tipps geben, was beim Kauf einer Speicherkarte beachtet werden sollte.

Die Speicherkartentypen:

Secure Digital (SD):
Die Secure Digital Speicherkarten, kurz SD genannt, sind heute die gängigsten Speicherkarten auf dem Markt. Sie sind eine Weiterentwicklung der MMC-Speicherkarten (Multimedia Card) und in zwei unterschiedlichen Größen erhältlich.

Links eine microSD-Karte mit SD-Adapter, rechts eine SanDisk Ultra microSDHC-Karte:

microSD-Speicherkarten sind die kleinsten SD-Speicherkarten und lediglich 15 x 11 x 1mm groß. Sie kommen vornehmlich in Smartphones oder Tablet-PCs zum Einsatz, nur wenige Digitalkameras verwenden microSD-Modelle (z. B. die Nikon 1 V3 (Testbericht) ). Gut zu wissen: microSD-Speicherkarten lassen sich mittels eines Adapters auch in SD-Speicherkartenslots verwenden.

SD-Speicherkarten stellen die häufigste SD-Karten-Bauform dar und sind 24 x 32 x 2,1mm groß. Sie werden in fast allen aktuellen Amateur- oder Semiprofi-Digitalkameras als Speichermedium eingesetzt.

Eine SDHC-Speicherkarte von Panasonic:

Neben der Größe lassen sich microSD- und SD-Speicherkarten grundsätzlich in drei Kapazitätsklassen unterteilen.

- SD-Speicherkarten werden mit einer Kapazität von maximal 2GB angeboten
- SDHC-Speicherkarten (HC steht für "High Capacity") bietetn Kapazitäten von 4GB bis 32GB
- SDXC-Speicherkarten (XC steht für "eXtended Capacity") erlauben Kapazitäten von bis zu 2048GB
Da die Angabe „SDHC“ oder „SDXC“ also nur für eine Kapazitätsklasse steht, hat diese keinen Einfluss auf die weiteren technischen Daten, wie beispielsweise die Geschwindigkeit.

Links sehen Sie eine SDHC-Karte mit 32GB und rechts ein SDXC-Modell mit 64GB:

Alles Wissenswerte zur Geschwindigkeit:

Geschwindigkeitsangaben auf Speicherkarten können auf drei verschiedenen Arten zu finden sein:

Angabe als x-fache Geschwindigkeit

Zum einen kann die Datenübertragungsrate als Vielfaches von 150KB/s (Kilobyte pro Sekunde) angegeben werden. Dann findet sich auf der Speicherkarte beispielsweise die Information "600x". Dies bedeutet, dass sich mit der Speicherkarte eine Datenübertragungsrate von bis zu 90MB/s (600 x 150 KB/s) erreichen lässt. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass die Datenübertragungsrate lediglich den maximalen Datendurchsatz angibt. Da Speicherkarten in der Regel eine höhere Lesegeschwindigkeit als Schreibgeschwindigkeit besitzen, liegt die Schreibgeschwindigkeit einer Speicherkarte oftmals deutlich unter der maximalen Datenrate.

Angabe in Megabyte pro Sekunde (MB/s)

Die Angabe der Datenübertragungsrate kann zudem auch in MB/s, also Megabyte pro Sekunde erfolgen. Dabei benennt der Hersteller die maximale Datenübertragungsrate beispielsweise mit 90MB/s. Auch hier wird bei der Datenübertragungsrate oftmals nicht zwischen der Lese- und Schreibgeschwindigkeit unterschieden, weshalb die angegebene Datenübertragungsrate üblicherweise nur beim Lesevorgang erreicht wird. Nur wenn auf der Speicherkarte Zusätze wie "R" = Read oder "W" = Write zu finden sind, kann auf beide Datenübertragungsgeschwindigkeiten geschlossen werden.

Angabe der Geschwindigkeitsklasse

Bei SDHC- und SDXC-Speicherkarten ist unabhängig von der Angabe der x-fachen Geschwindigkeit, bzw. der Datenübertragungsrate in MB/s, die Angabe einer Geschwindigkeitsklasse vorgeschrieben. Im Gegensatz zu allen anderen Geschwindigkeitsangaben muss die "Class"-Spezifikation allerdings zwingend eingehalten werden. Diese beschreibt, welche Datenübertragungsrate die Speicherkarte beim Schreiben mindestens erreicht.

Folgende Geschwindigkeitsklassen gibt es:

Class 2: Die Schreibgeschwindigkeit der Speicherkarte liegt bei mindestens 2MB/s
Class 4: Die Schreibgeschwindigkeit der Speicherkarte liegt bei mindestens 4MB/s
Class 6: Die Schreibgeschwindigkeit der Speicherkarte liegt bei mindestens 6MB/s
Class 10: Die Schreibgeschwindigkeit der Speicherkarte liegt bei mindestens 10MB/s

Somit ist die Angabe der Geschwindigkeitsklasse der einzige garantierte Wert, den eine Speicherkarte in jedem Fall erreichen muss.

Seit einiger Zeit findet sich auf einigen SDHC- und SDXC-Modellen eine weitere Angabe, die sogenannte UHS-Speed-Class (Ultra High Speed). Diese gibt an, welchen Schnittstellen-Typ die Speicherkarte unterstützt und welche maximale Datenübertragungsrate die Speicherkarte theoretisch erreichen kann. Diese Angabe gilt wohlgemerkt nur für die Schnittstelle.

Speicherkarten der UHS-I-Klasse sind in der Lage, eine Datenübertragungsrate von bis zu 104MB/s zu erreichen.
Speicherkarten der UHS-II-Klasse sind in der Lage, eine Datenübertragungsrate von bis zu 312MB/s zu erreichen.

Toshibas schnellste Speicherkarte mit 240 MB/s beim Schreiben und 260MB/s beim Lesen:

Dazu sind bei der UHS-II-Klasse allerdings spezielle Kontakte nötig, die sich auf der Rückseite der Speicherkarte befinden und aktuell nur von wenigen Digitalkameras (z. B. von der FujiFilm X-T1 (Testbericht) ) unterstützt werden.

Des Weiteren gibt es mit der UHS Speedklasse eine weitere Angabe. Diese findet sich aktuell bei den UHS-I-Modellen und nennt sich "U3". Diese Angabe signalisiert, dass die Speicherkarte eine Mindestdatenrate von 30MB/s erreicht. Geschaffen wurde diese zusätzliche Spezifikation vor allem für Geräte mit 4K/Ultra-HD-Videofunktion. Diese benötigen deutlich höhere Datenraten als Kameras, die nur Full-HD-Videos aufzeichnen können. Mit einer UHS-I U3-Karte sind kontinuierliche Aufnahmen mit einer Datenrate von mindestens 240MBit/s möglich.

Eine Speicherkarte mit UHS-I U3-Unterstützung von SanDisk:

Die tatsächliche Schreib- und Lesegeschwindigkeit einer Speicherkarte in der Digitalkamera:
Welche theoretischen Datenübertragungsraten eine Speicherkarte erreichen kann, haben wir bereits erläutert. Leider kommt beim Betrieb einer SD-Speicherkarte in einer Digitalkamera noch eine andere Komponente zum Tragen: nämlich die Digitalkamera selbst. Nicht jede Speicherkarte ist in jeder Digitalkamera gleich schnell, da die Datenübertragungsgeschwindigkeit auch von der internen Anbindung in der Kamera abhängt. Ob eine Speicherkarte beim Betrieb in einer Kamera schnell oder langsam ist, wird maßgeblich von der Digitalkamera beeinflusst. Wenn Sie also beispielsweise eine sehr schnelle Speicherkarte mit einer Schreibgeschwindigkeit von 95MB/s erwerben, muss diese Schreibgeschwindigkeit beim Betrieb in einer Digitalkamera nicht zwingend erreicht werden. Dies ist allerdings kein Mangel der Speicherkarte, sondern – wie erwähnt – von der Digitalkamera abhängig. Diese Tatsache trifft vor allem für SD-Modelle zu, denn hier befindet sich der Controller auf der Speicherkarte. Während eine SD-Speicherkarte in einer Kamera 75MB/s erreichen kann, können es in einer anderen Kamera nur 25MB/s sein.

Welche Punkte sollten beim Kauf einer SD-Speicherkarte beachtet werden?

Die Kompatibilität:

Zunächst einmal gilt es zu prüfen, ob die verwendete Digitalkamera die gewünschte Speicherkarte unterstützt. Diese Angabe finden Sie entweder im Handbuch der Kamera oder auf der Produktseite des Herstellers. Während hier jedoch konkrete Speicherkartennamen nur selten genannt werden, ist in der Regel die kompatible Kapazitätsklasse angegeben.

Hier finden Sie Angaben wie:

„Die Kamera unterstützt SD- und SDHC-Speicherkarten“ oder
„Die Kamera unterstützt Speicherkarten bis zu einer Größe von maximal 32GB“

Finden Sie einen oder beide der oben genannten Sätze in Ihrem Handbuch, können Sie alle SD- und SDHC-Speicherkarten in Ihre Digitalkamera einsetzen. Nur wenn im Handbuch oder auf der Produktseite der Kamera von SDXC-Speicherkarten oder „Speicherkarten mit einer Kapazität größer als 32GB“ die Rede ist, können Sie auch SDXC-Speicherkarten verwenden. Ob Sie sich dann für ein SDHC- oder SDXC-Modell entscheiden, bleibt letztendlich Ihnen überlassen. Nachteile haben Sie bei beiden Speicherkartentypen nicht zu erwarten.

Welche genaue maximale Kapazität die Digitalkamera bei SDXC-Speicherkarten unterstützt, findet sich allerdings oftmals nicht im Handbuch. Wir haben bei unseren Tests die Erfahrung gemacht, dass die meisten aktuellen Digitalkameras mit 256GB großen Speicherkarten umgehen können (Stand Juni 2015). Ein paar Modelle lassen sich damit allerdings nicht betreiben. Hier erscheint dann typischerweise die Meldung, dass die Speicherkarte vor dem Verwenden erst formatiert werden muss, obwohl dies bereits erfolgt ist. Ebenso kann die Funktion der Digitalkamera aber auch eingeschränkt sein. Dies kann sich beispielsweise im sporadischen Abbrechen einer Videoaufnahme äußern.

Unser Tipp zur Kapazitätswahl bei einer Speicherkarte:

Kaufen Sie am besten nicht das größte aktuell erhältliche Modell, sondern verwenden Sie ein oder zwei etwas kleinere Modelle. Diese bieten in aller Regel zudem ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis pro GB. Wenn Sie nur JPEG-Bilder und Full-HD-Videos aufnehmen wollen und eine Kamera mit bis zu 20 Megapixel besitzen, ist eine 16GB große Speicherkarte meistens ausreichend. Bei Kameras mit über 20 Megapixel und Aufnahmen im RAW-Format sind 32GB oder sogar 64GB empfehlenswert. Bei Videos in 4K/Ultra-HD-Auflösung sollten Sie am besten auf ein 64GB großes Modell zurückgreifen, denn die ultrahoch auflösenden Videos bieten in der Regel eine deutlich höhere Datenrate und nehmen daher natürlich auch mehr Platz ein.

Typische Dateigrößen von JPEG-Aufnahmen (von Kamera, Motiv und ISO-Wert abhängig):
12 Megapixel: ca. 6MB pro Bild
16 Megapixel: ca. 8MB pro Bild
20 Megapixel: ca. 10MB pro Bild
24 Megapixel: ca. 12MB pro Bild
36 Megapixel: ca. 18MB pro Bild

Typische Dateigrößen von RAW-Aufnahmen (von Kamera und RAW-Komprimierung abhängig):
12 Megapixel: ca. 15MB pro Bild
16 Megapixel: ca. 20MB pro Bild
20 Megapixel: ca. 25MB pro Bild
24 Megapixel: ca. 30MB pro Bild
36 Megapixel: ca. 45MB pro Bild

Typische Datenraten und Dateigrößen von Full-HD-Videos:
16MBit/s: 120MB pro Minute
24MBit/s: 180MB pro Minute
28MBit/s: 240MB pro Minute
36MBit/s: 270MB pro Minute
50MBit/s: 375MB pro Minute

Typische Datenraten und Dateigrößen von 4K/Ultra-HD-Videos:
24MBit/s: 180MB pro Minute
100Mbit/s: 750MB pro Minute

Wie bereits ausführlich erklärt, gibt es bei Speicherkarten deutliche Geschwindigkeitsunterschiede. Prinzipiell funktionieren auch langsame Modelle in jeder Digitalkamera, allerdings muss dann mit gewissen Funktionseinschränkungen gerechnet werden. Dies gilt vor allem für die Aufnahme von Videos. Aufnahmen im gängigen Full-HD-Format haben in der Regel Datenraten von 16 bis 36Mbit/s. Dies entspricht umgerechnet 2 bis 4,5MB/s. Damit diese Datenmenge abgespeichert werden kann, wird also eine Speicherkarte mit einer Mindestschreibgeschwindigkeit von 2 bzw. bis zu 4,5MB/s benötigt.

Diese Schreibgeschwindigkeit erreichen Speicherkarten mit Class 2 bzw. Class 6 Spezifikation. Wichtig: Wer Videos aufnehmen möchte, darf die Mindestschreibrate keinesfalls unterschreiten. Ansonsten können die Videos abbrechen oder fehlerhaft aufgenommen werden. Bei der Aufnahme von Bildern hat die Speicherkarte keinen direkten Einfluss auf die Funktionalität, allerdings natürlich auf die Dauer des Abspeichervorgangs der Bilder sowie auf die Einsatzbereitschaft nach einem Bild oder einer Bilderserie.

Unser Tipp zur Geschwindigkeit einer Speicherkarte:

Sparen Sie nicht am falschen Ende und investieren Sie lieber etwas mehr. Bereits nur wenig teurere Modelle erreichen in der Regel deutlich höhere Datenübertragungsraten und erlauben kürzere Speicherzeiten sowie längere Bildserien. Für Aufnahmen im JPEG-Format und für Full-HD-Videos sind in aller Regel einfachere Class-10-Modelle ausreichend, für Aufnahmen im RAW-Format würden wir zu Speicherkarten mit einer Schreibrate von mindestens 40MB/s raten.

Die Herstellerwahl:

Speicherkartenhersteller gibt es wie Sand am Meer, besonders im günstigen Bereich finden sich dabei vor allem unbekanntere Namen. Da ein Speicherkartendefekt oftmals den Verlust aller Bilder und Videos nach sich zieht, raten wir Ihnen, die Speicherkarte von einem namhaften Hersteller zu erwerben. Dazu gehören beispielsweise SanDisk, Lexar, Tohsiba, Kingston oder auch Transcend. Zudem können Sie natürlich auch die hauseigenen Modelle der Kamerahersteller, sei es jetzt beispielsweise von Sony, Samsung oder Panasonic, erwerben.

Weitere Speicherkartentypen:

Compact Flash-Speicherkarten (CF):

Eine CompactFlash-Speicherkarte von Lexar:

Der Aufbau einer CompactFlash-Speicherkarte:

CompactFlash-Speicherkarten waren bis vor einigen Jahren das häufigste Speichermedium in Digitalkameras, heute sind sie allerdings nur noch in den Spiegelreflexmodellen der Oberklasse zu finden. CF-Karten sind mit 43 x 36 x 3,3mm (Typ I) deutlich größer als Secure Digital-Speicherkarten und in der Regel auch teurer. Der aktuellste CompactFlash-Standard nennt sich 6.0 und erlaubt eine maximale Kapazität von bis zu 128 Petabyte. Die verwendete Schnittstelle (UDMA7) kann theoretisch bis zu 167MB/s übertragen.

Der größte Vorteil der CompactFlash-Speicherkarten ist in ihrer hohen realen Datenübertragungsrate zu finden. So erreichen die schnellsten Modelle auch in der Praxis rund 150MB/s. Da sich der Speicherkarten-Controller im Gegensatz zu SD-Speicherkarten auf der Karte selbst und nicht in der Digitalkamera befindet, ist die maximale Datenübertragungsrate deutlich weniger von der Kamera abhängig. Wer eine schnelle CompactFlash-Speicherkarte besitzt, kann damit in aller Regel auch sehr hohe Datenübertragungsraten erzielen.

Wie bei den SD-Speicherkarten wird die Datenübertragungsrate entweder als x-fache-Geschwindigkeit von 150KB/s oder als Wert in Megabyte angegeben. Dabei gilt natürlich auch hier: Die angegebenen Datenraten stellen lediglich die maximalen Übertragungsraten dar und werden vor allem beim Schreiben teilweise deutlich unterschritten.

Die von den SD-Speicherkarten bekannten Geschwindigkeitsklassen gibt es bei CompactFlash-Speicherkarten leider nicht. Somit lässt sich die Mindestdatenrate einer Speicherkarte nicht erkennen. Eine Ausnahme ist dabei allerdings zu nennen. Einige CompactFlash-Speicherkarten sind mit der sogenannten „Video Performance Guarantee“ (VPG) gekennzeichnet. Dieses garantiert eine kontinuierliche Schreibrate in Höhe der angegebenen "VPG". Erreicht eine CompactFlash-Speicherkarte die VPG20, wird beim Schreiben eine Übertragungsrate von mindestens 20MB/s garantiert.

Welche Punkte sollten beim Kauf einer CompactFlash-Speicherkarte beachtet werden?

Auch hier gelten fast die gleichen Grundsätze wie bei den Secure Digital-Modellen. Die maximale Größe der zur Ihrer Digitalkamera kompatiblen Speicherkarte finden Sie im Handbuch oder auf der Produktseite. Bei der Mindestschreibrate müssen Sie sich mangels Geschwindigkeitsklasse allerdings auf die Angaben des Herstellers verlassen. Im optimalen Fall erwerben Sie eine Karte, die mindestens 40MB/s schreiben kann. Zudem sollten Sie auf einen Markenhersteller wie SanDisk, Lexar, Tohsiba, Kingston oder Transcend zurückgreifen.

Memory Stick-Speicherkarten (MS):

Zwei Memory Sticks: Einmal die PRO Duo- (links) und einmal die PRO-HG-Duo-Variante (rechts):

Von Sony stammt der proprietäre Memory Stick, den es in mehreren Varianten zu kaufen gibt. Er ist als Memory Stick Pro Duo, als Pro-HG Duo sowie als Memory Stick PRO-HG Duo HX und Memory Stick XC mit aktuell maximal 64GB Kapazität erhältlich. Memory Stick-Modelle werden nur in Digitalkameras von Sony eingesetzt, die kompakten Memory Stick Micro (M2)-Modelle werden hauptsächlich in Smartphones verwendet. Da alle aktuellen Digitalkameras von Sony auch einen SD-Speicherkartenslot bieten, raten wir Ihnen dazu, SD/SDHC/SDXC-Speicherkarten zu verwenden. Diese können Sie jederzeit auch in anderen Digitalkameras verwenden, was bei Memory Stick-Speicherkarten nicht möglich ist.

Was bringt die Zukunft?

Schnelle Speichermedien werden immer bedeutender, denn die Bilddateien werden immer größer und höhere Videoauflösungen benötigen immer höhere Bitraten. Um dieses Problem zu lösen wurden als Nachfolger des CompactFlash-Standards die CFast und die XQD-Speicherkarten entwickelt. Beide Standards erlauben sehr hohe theoretische Datenraten von bis zu 1.000 MB/s, sind aktuell aber kaum verbreitet. Nur im professionellen Bereich lassen sich beispielsweise Geräte mit XQD-Unterstützung antreffen. Als einzige Digitalkameras unterstützen aktuell die Nikon D4 und die Nikon D4s (Testbericht) XQD-Speicherkarten. CFast-Speicherkarten werden aktuell nur bei professionellen Camcordern verwendet und sind im Fotobereich nicht anzutreffen.

Eine CFast-Speicherkarte von Lexar:

Eine XQD-Speicherkarte von Sony:

Im Bereich der kompakten Digitalkameras und der spiegellosen Systemkameras wird der SD-Standard (SD/SDHC(SDXC) weiterhin vorherrschend sein, im gehobenen Spiegelreflexkamerasegment werden CompactFlash-Karten das Maß aller Dinge bleiben.

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