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FujiFilm X-A3 und Olympus PEN E-PL8 im Vergleich (Teil 2)

Teil 2 von 3: Spiegellose Systemkameras der Einsteigerklasse


Links sehen Sie die FujiFilm X-A3, rechts die Olympus PEN E-PL8.

Nachdem wir im ersten Teil unseres Vergleichstests der FujiFilm X-A3 und der Olympus PEN E-PL8 die Abmessungen, die Bedienung und die Bildqualität unter die Lupe genommen haben, prüfen wir nun das Objektivangebot, die Bildkontrolle und die Arbeitsgeschwindigkeit.

Kit-Objektiv:
Während die Gehäuse beider Kameras fast identisch groß ausfallen, sieht dies bei den Kit-Objektiven anders als. Das Kit-Objektiv der E-PL8, ein M.Zuiko Digital ED 14-42mm F3,5-5,6 EZ, fällt mit 3,9cm in der Länge deutlich kürzer als das Fujinon XC 16-50mm F3,5-5,6 OIS II mit 6,9cm aus.

FujiFilm bietet für die X-A3 zwar auch kleinere Objektive an, richtig kompakte Modelle gibt es aber nicht viele. Dies sollte man im Hinterkopf behalten. Beim Test der Abbildungsleistung konnte uns das Fujinon XC 16-50mm F3,5-5,6 OIS II mit einer für die Preisklasse respektablen Schärfe überzeugen, der Brennweitenbereich von 24 bis 76mm (KB-äquivalent) ist ebenso lobenswert. 24mm lassen sich in der Regel nur bei höherklassigen Modellen nutzen.

Das Kitobjektiv der FujiFilm X-A3 ist deutlich größer als das Modell der PEN E-PL8:

Links sehen Sie die FujiFilm X-A3, rechts die Olympus PEN E-PL8.

Das M.Zuiko Digital ED 14-42mm F3,5-5,6 EZ hält weder bei der Randschärfe noch der Brennweite (28 bis 84mm) mit. Hier sind jeweils Abstriche zu machen. Die Optik von Olympus zeigt des Weiteren eine stärkere Vignettierung. Bei der Blende ergeben sich mit F3,5 bis F5,6 keine Unterschiede.

Unsere Wertung beim Kit-Objektiv: Unentschieden.

Die Kit-Objektive bei der maximalen Zoomposition:

Links sehen Sie die FujiFilm X-A3, rechts die Olympus PEN E-PL8.

Objektivangebot:
Obwohl Einsteigerkameras standardmäßig mit einem Objektiv, dem Kit-Objektiv, erworben werden, ist ein großes Objektivangebot natürlich wichtig. Dadurch kann der Fotograf zu jeder Zeit auf das optimal für eine Situation geeignete Modell zurückgreifen. Die FujiFilm X-A3 (Testbericht) besitzt das X-Bajonett, das FujiFilm zusammen mit der X-Pro1 im Jahr 2012 eingeführt hat. Für das X-Bajonett werden sowohl einige Festbrennweiten als auch Zoomobjektive angeboten. Neben FujiFilm gehört Zeiss zu den wichtigsten Objektivherstellern für dieses Bajonett. Aktuell sind von FujiFilm Objektive mit kleinbildäquivalenten Brennweiten von 15 bis 600mm zu erwerben, dazu zählen besonders viele lichtstarke Festbrennweiten. In der Praxis gibt es bei der Fotografie daher kaum Einschränkungen, ein Fisheye-Objektiv bieten aber beispielsweise nur Dritthersteller an. Die meisten Fujinon-Objektive überzeugen mit einer hohen optischen Güte, einige sind gegen Staub und Spritzwasser abgedichtet. Nicht allzu viele Modelle sind aber für die Geldbeutel von Einsteigerfotografen tauglich, die meisten kosten 500 Euro oder mehr.

Für die Olympus PEN E-PL8 sind durch das MFT-Bajonett mehr Objektive erhältlich:

Links sehen Sie die FujiFilm X-A3, rechts die Olympus PEN E-PL8.

Die Olympus PEN E-PL8 (Testbericht) verfügt über das Micro-Four-Thirds-Bajonett, für das besonders viele Objektive erhältlich sind. Dies liegt nicht nur am deutlich längeren Bestehen des MFT-Standards, sondern auch an den offenen Spezifikationen. Dadurch können Hersteller ohne größere Hürden MFT-Objektive fertigen. Des Weiteren verwenden unter anderem auch die spiegellosen Systemkameras von Panasonic das MFT-Bajonett, weshalb der Hersteller neben Olympus zu den größten Objektivherstellern mit MFT-Bajonett zählt. Bei den Objektivtypen (Fisheye, Makro, …) gibt es keine Einschränkungen, mit KB-Brennweiten von bis zu 800mm sind auch Supertelemodelle zu erwerben. Neben günstigeren Einsteigerobjektiven stehen darüber hinaus einige Profimodelle mit Abdichtungen sowie Metallgehäusen zur Verfügung.

Unser Sieger beim Objektivangebot: Die Olympus PEN E-PL8.

Beide Displays kann der Fotograf zur besseren Einsicht schwenken:

Links sehen Sie die FujiFilm X-A3, rechts die Olympus PEN E-PL8.

Bildkontrolle:
Zur Bildkontrolle sind beide Kameramodelle mit einem 3,0 Zoll großen Display ausgestattet. Dieses lässt sich jeweils schwenken. Die Konstruktionen sind allerdings unterschiedlich ausgeführt. Das LCD der FujiFilm X-A3 wird zur Aufnahmekontrolle bei Selbstporträts um 180 Grad nach oben geschwenkt, nach unten sind 40 Grad möglich. Olympus hat sich bei der E-PL8 für eine andere Lösung entschieden: Für Selbstporträts schwenkt der Fotograf das Display um 180 Grad nach unten, für Aufnahmen in Bodennähe ist das LCD um 80 Grad nach oben klappbar.

Das LCD der Systemkamera von Olympus wird für Selbstporträts nach unten geschwenkt:

Olympus PEN E-PL8.

In der Praxis machen die unterschiedlichen Konstruktionen in der Regel keinen Unterschied, bei der Montage auf einem Stativ bereitet die Lösung der E-PL8 aber Probleme. Die Detailwiedergabe beider Displays bewegt sich jeweils auf einem hohen Niveau, die verbauten LCD-Panels sind hochauflösend (X-A3: 920.000 Subpixel, E-PL8: 1.040.000 Subpixel).

Ebenso lobenswert: Große Einblickwinkel erlauben das Betrachten von der Seite ohne Nachteile. Beide Hersteller haben ihre LCDs mit Touchoberflächen ausgestattet, die die Wahl des Fokuspunktes und die Navigation im Wiedergabemodus ermöglichen. In den Hauptmenüs kann der Nutzer dagegen keine Optionen per Touch verändern.

Über die Zubehörschnittstelle der PEN E-PL8 lässt sich ein Aufstecksucher nachrüsten:

Das Nutzen eines externen Suchers ermöglicht nur die Olympus PEN E-PL8: Sie verfügt über einen Zubehörschuh sowie eine Zubehörschnittstelle. Damit lässt sich der Olympus VF-4 mit 2,36 Millionen Subpixel anschließen.

Unser Sieger bei der Bildkontrolle: Die Olympus PEN E-PL8.

Die Touchbedienung (hier am Beispiel der FujiFilm X-A3) funktioniert bei beiden Kameras:

FujiFilm X-A3.

Geschwindigkeit:
Beim Vergleich der Arbeitsgeschwindigkeit gehen wir zunächst auf den Serienbildmodus ein. Die Olympus PEN E-PL8 (Testbericht) arbeitet sowohl schneller als auch ausdauernder. Mit 8,8 Bildern pro Sekunde erreicht sie eine sehr hohe Bildrate, das gilt sowohl für JPEG- als auch RAW-Aufnahmen. Bei JPEG+RAW-Aufnahmen speichert die Kamera etwas geringere 8,4 Bilder pro Sekunde. Die FujiFilm (Testbericht) X-A3 hält bei Fotos im JPEG-Format genau 7,4 Bilder pro Sekunde fest, bei RAW-Dateien sind es 5,3 Bilder pro Sekunde und bei JPEG+RAW-Aufnahmen 5,7 Bilder pro Sekunde. Die längsten Aufnahmeserien lassen sich mit beiden Kameras wie üblich bei JPEG-Fotos speichern. Die PEN E-PL8 erreicht hier 27 Bilder in Folge, bevor die Bildrate auf 6,6 Bilder pro Sekunde absinkt. Von der X-A3 können 17 Bilder in Serie aufgenommen werden bevor nur noch 3,9 Fotos pro Sekunde möglich sind. Bei RAW-Aufnahmen schafft die DSLM von Olympus 16 Bilder in Folge, die X-A3 nur noch sieben. Bei der gleichzeitigen JPEG+RAW-Aufnahme sind es 15 (E-PL8) gegenüber sechs (X-A3) Fotos in Serie. In der Praxis bietet sich daher nur die E-PL8  für längere Aufnahmeserien an.

Das Gehäuse der X-A3 besteht aus Kunststoff, bei der E-PL8 kommt auch Metall zum Einsatz:

Links sehen Sie die FujiFilm X-A3, rechts die Olympus PEN E-PL8.

Vorne liegt die Kamera von Olympus auch beim Scharfstellen. Bei dieser haben wir im Labor eine Fokussierungszeit von flotten 0,15 Sekunden gemessen. Die FujiFilm X-A3 benötigt fast dreimal so lange (0,40 Sekunden), um das Motiv scharfzustellen. Dieser Unterschied macht sich vor allem bei schneller bewegten Motiven bemerkbar, welche nur die PEN E-PL8 problemlos einfangen kann. In puncto Auslöseverzögerung liegen beide Modelle mit 0,04 Sekunden gleichauf.

Bei der Einschaltzeit setzt sich dagegen die FujiFilm X-A3 ab und erreicht mit 1,10 Sekunden ein deutlich besseres Ergebnis als die E-PL8 mit 2,19 Sekunden. Dafür lässt sich mit dem Modell von Olympus das erste Bild nach dem Einschalten der Kamera schneller aufnehmen. Statt 1,52 Sekunden bei der X-A3 haben wir bei der PEN-Kamera nur 1,19 Sekunden gemessen.

Unser Sieger bei der Geschwindigkeit: Die Olympus PEN E-PL8.

Im dritten Teil unseres Vergleichstests der FujiFilm X-A3 und der Olympus PEN E-PL8 kümmern wir uns um die Videoaufnahme und die Erweiterbarkeit. Außerdem ziehen wir ein Fazit.

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