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Panasonic FZ1000 und Canon PowerShot G3 X im Duell (Teil 3)

Teil 3 von 3: Unser Vergleichstest der High-End Bridgekameras mit 1,0 Zoll großem Bildsensor

Nachdem wir im zweiten Teil unseres Vergleichstests zwischen der Panasonic Lumix DMC-FZ1000 und der Canon PowerShot G3 X einen Blick auf die Objektive, die Bildkontrolle und die Arbeitsgeschwindigkeit geworfen haben schauen wir uns in diesem Teil die Funktionen und Features, die Videoaufnahme, die Erweiterbarkeit und die Schnittstellen an.

Funktionen und Features:
Da es sich bei unseren beiden Vergleichskandidaten um Premium-Modelle  handelt, ist das Angebot an Funktionen und Features groß. Dies gilt beispielsweise für die Fotoprogramme. Die jeweils vorhandenen Automatikprogramme werden von den PSAM-Modi für die halb automatische sowie die manuelle Belichtung ergänzt. Zudem sind jeweils auch Custom-Programme vorhanden, über die sich oft verwendete Einstellungen speichern und schnell abrufen lassen.

Ebenso haben beide Kameras einige digitale Filtereffekte und Szenenprogramme zu bieten. Nur bei der FZ1000 zu finden ist allerdings der Intervallaufnahmemodus. Hier lassen sich das Intervall, die Bildanzahl und eine Wartezeit bis zur ersten Aufnahme vorgeben. Nach erfolgter Aufnahme können die Bilder von der Kamera zu einem Zeitraffervideo zusammengerechnet werden.

Über zahlreiche Bedienelemente lässt sich auf viele Funktionen zugreifen:

Links sehen Sie die Panasonic Lumix DMC-FZ1000, rechts die Canon PowerShot G3 X.

Die Fokussierung ist per Autofokus oder manuell möglich. Bei Verwendung des AFs unterstützen beide Kameras die automatische Messfeldwahl, zudem kann ein Messfeld aber auch händisch bestimmt werden. Während die Canon PowerShot G3 X (Testbericht) hier allerdings nur eine Option (Messfeld-Größe klein oder normal) zu bieten hat, lassen sich bei der FZ1000 mehrere Einstellungen vornehmen. Zum einen kann bei dieser die Größe (allerdings in 15 Stufen) geändert werden, zum anderen gibt es für eine besonders präzise Scharfstellung auch einen Punkt-AF. Des Weiteren lassen sich mehrere Messfelder zu einem individuellen Muster zusammenstellen. Manuell fokussieren kann man bei beiden Kameras über den Objektivring, ein Fokuspeaking und eine Displaylupe erleichtern das korrekte Scharfstellen.

Als Verschlusszeiten lassen sich bei der FZ1000 genau 1/4.000 Sekunde und bei der G3 X genau 1/2.000 Sekunde realisieren. Wer noch kürzere Verschlusszeiten benötigt, kann bei der FZ1000 allerdings einen elektronischen Verschluss mit bis zu 1 /16.000 Sekunde verwenden. Die G3 X bietet keinen elektronischen Verschluss, hier lässt sich allerdings ein ND-Filter mit drei Blendenstufen zuschalten. Die Belichtungszeit wird dadurch zwar nicht verkürzt, der Lichteinfall kann allerdings deutlich reduziert werden. Dies ermöglicht die Aufnahme bei Sonnenschein und der Offenblende auch im Weitwinkelbereich.

Das Quickmenü der Panasonic Lumix DMC-FZ1000:

Panasonic Lumix DMC-FZ1000.

Das Quickmenü der Canon PowerShot G3 X:

Canon PowerShot G3 X.

Sehr komfortabel: Wichtige Parameter, die sich nicht über Tasten erreichen lassen, finden sich jeweils in den Quickmenüs. Diese erlauben beispielsweise die schnelle Wahl der Auflösung oder des Bildformats. Bei den Hauptmenüs finden wir den Aufbau der FZ1000 besser, hier ermöglichen fünf Reiter (Foto, Video, Custom-Optionen, Einstellungen, Wiedergabe) das schnelle Auffinden der gesuchten Optionen. Das Menü der G3 X ist nur in zwei Überpunkte (Aufnahme, Einstellungen) unterteilt.

Unser Sieger bei den Funktionen und Features: Die Panasonic Lumix DMC-FZ1000.

Videoaufnahme:
Die Videofunktion gehört seit Generationen zu digitalen Kameras wie das Salz in der Suppe. Nachdem deren Bedeutung anfangs unterschätzt wurde, wird sie auch für die Hersteller immer wichtiger. Aus diesem Grund setzt Panasonic bei der Panasonic Lumix DMC-FZ1000 (Testbericht) auf die 4K-Aufnahme mit 3.840 x 2.160 Bildpunkten. Hier werden 25 Vollbilder pro Sekunde aufgezeichnet. In Full-HD-Auflösung mit 1.920 x 1.080 Pixel kann man sich bei der „herkömmlichen“ Aufnahme für bis zu 50 Vollbilder pro Sekunde entscheiden, die Highspeed-Funktion mit Zeitlupenwiedergabe ermöglicht zudem 100 Vollbilder pro Sekunde. Highspeed-Videos kann die G3 X nicht festhalten, auch die 4K-Aufnahme ist mit ihr nicht möglich. In Full-HD besteht allerdings die Möglichkeit des PAL/NTSC-Wechsels. Dadurch kann man sich für 25 bzw. 30 oder 50 bzw. 60 Vollbilder pro Sekunde entscheiden. Die FZ1000 unterstützt leider nur die PAL-Bildraten. Wer in 4K-Auflösung filmen möchte, kommt also nicht an der FZ1000 vorbei, wer die NTSC-Bildraten benötigt, muss zur G3 X greifen.

Video-Bildqualitätsvergleich mit 3.840 x 2.160 Pixel (FZ1000) und 1.920 x 1.080 Pixel (G3 X):

Bei den weiteren Videooptionen liegen beide Modelle nahezu gleich auf. Die Belichtung kann vor und während der Aufnahme manuell angepasst werden, der Ton lässt sich in feinen Stufen pegeln und es ist ein Anschluss für ein Mikrofon vorhanden. Die G3 X erlaubt zudem die Tonkontrolle mittels eines Kopfhörers, bei der FZ1000 lässt sich der Luminanzbereich vorgeben. Letztere Funktionen sind allerdings eher etwas für Profis.

Unser Sieger bei der Videoaufnahme: Die Panasonic Lumix DMC-FZ1000.

Beide Bridgekameras lassen sich per Zubehörschuh erweitern:

Links sehen Sie die Panasonic Lumix DMC-FZ1000, rechts die Canon PowerShot G3 X.

Erweiterbarkeit und Schnittstellen:
An Schnittstellen wird bei Bridgekameras der Premium-Klasse nicht gespart. Beide Vergleichskandidaten sind daher sehr gut ausgestattet. Zum einen sind die üblichen HDMI- und USB-Ports vorhanden. Zum anderen lassen sich auch jeweils eine Fernbedienung (2,5mm) und – wie bereits erwähnt – ein Mikrofon (3,5mm) anschließen. Die Canon PowerShot G3 X (Testbericht) erlaubt zudem die Tonkontrolle via Kopfhörer (3,5mm). Dies macht sie vor allem für Videoaufnahmen interessant.

Die Schnittstellen der Panasonic Lumix DMC-FZ1000:

Die Schnittstellen der Canon PowerShot G3 X:

Wieder jeweils vorhanden ist ein Zubehörschuh. Dieser macht das Aufstecken eines Systemblitzgerätes oder von weiterem Zubehör möglich. Bei der G3 X wird darüber auch der elektronische Sucher angeschlossen. Trotz vorhandener Blitzschuhe muss auf einen integrierten Blitz nicht verzichtet werden, beide Modelle verfügen über einen Aufklappblitz.

Auf der Seite der Drahtloskommunikation stehen WLAN und NFC zur Verfügung Mit Letzterem wird die Verbindung zu einem Mobilgerät noch einfacher hergestellt. Per WLAN erlauben beide Kameramodelle die Fernsteuerung, zudem ist damit die Bildübertragung möglich. Die dafür benötigen Apps nennen sich Canon Camera Connect und Panasonic Image App.

Links sehen sie die Image App von Panasonic, rechts die Camera Connect App von Canon:

Links sehen Sie die Panasonic Image App, rechts die Canon Camera Connect App.

Unser Sieger bei der Erweiterbarkeit und den Schnittstellen: Die Canon PowerShot G3 X.

Unser Fazit:
Die beiden Vergleichskameras in diesem Test gehören zur Premiumklasse. Dies merkt man den Modellen in vielen Punkten an. Nichtsdestotrotz lassen sich diverse Unterschiede feststellen. Obwohl beispielsweise der gleiche Bildsensor (1,0 Zoll, 20,0 Megapixel) zum Einsatz kommt, fällt die Bildqualität nicht identisch aus. Bei höheren Sensorempfindlichkeiten ist die Detailwiedergabe der FZ1000 besser, die Aufnahmen der G3 X lösen weniger Details auf und rauschen mehr. Zwar erreicht auch die G3 X ein Bildqualitätsniveau über dem Durchschnitt in der Bridgeklasse, hinter der FZ1000 liegt sie jedoch zurück.
Beim Objektiv gefällt uns der große Brennweitenbereich des Canon-Modells mit 24 bis 600mm, die größte Blendenöffnung ist mit F2,8 bis F5,6 im Vergleich zur FZ1000 mit F2,8 bis F4 aber kleiner. Zudem fällt die Lichtstärke schneller ab und die Abbildungsleistung bewegt sich vor allem im Weitwinkel nicht ganz auf dem Level der FZ1000.

Die FZ1000 bietet das größere Kameragehäuse, auch das Objektiv fällt größer aus:

Links sehen Sie die Panasonic Lumix DMC-FZ1000, rechts die Canon PowerShot G3 X.

Dass Canon auf einen integrierten Sucher verzichtet hat, hat sowohl vor als auch Nachteile. Von Vorteil ist dieser Schritt natürlich für die Abmessungen, denn die G3 X ist deutlich kleiner als die FZ1000. Das Gewicht ist durch das bei der G3 X etwas besser verarbeitete sowie abgedichtete Gehäuse aber kaum geringer. Wer auf einen Sucher nicht verzichten will, kommt bei der Bridgekamera von Canon am „EVF-DC1“ nicht vorbei. Dieser muss zusätzlich erworben werden, was die G3 X als Gesamtpaket dann doch deutlich teurer macht. Ohne Aufsteck-Sucher ist man rein auf das 3,2 Zoll große und 1,62 Millionen Subpixel auflösende Display angewiesen. Dieses weiß zwar ohne Frage zu gefallen und lässt sich durch die Touchoberfläche zum Bedienen der Digitalkamera verwenden, einen Sucher kann es aber natürlich nicht ersetzen.

Das Konzept mit Sucher sowie Display der FZ1000 gefällt uns daher besser. Das LCD der Kamera von Panasonic lässt sich zudem nicht nur schwenken, sondern auch drehen. Mit 3,0 Zoll und 921.000 Subpixel ist es aber sowohl kleiner als auch etwas schlechter aufgelöst. Zudem fehlt eine Touchoberfläche.

Zu den Beispielaufnahmen des Testsiegers:

Besonders in einem Punkt geht die Panasonic Lumix DMC-FZ1000 (Testbericht) als klarer Sieger hervor. Dies ist die Arbeitsgeschwindigkeit . Die FZ1000 hat sowohl im JPEG- als auch im RAW-Format eine höhere Serienbildrate zu bieten, sie kann deutlich schneller scharfstellen und ist auch schneller eingeschaltet. Ein größerer Vorteil besteht auch bei der Videofunktion. Die Full-HD-Videos der G3 X sind sicherlich nicht schlecht, bei der Detailwiedergabe können sie an die 4K-Videos der FZ1000 jedoch bei Weitem nicht heranreichen. Für die G3 X spricht dagegen der Kopfhöreranschluss zur Tonkontrolle.

Unser Testsieger:

Bei den Features sehen wir die FZ1000 leicht vorne, unter anderem kann diese mit der Intervallaufnahme-Funktion und einer größeren Anzahl an AF-Optionen punkten. Die wichtigsten Features wie manuelle Belichtungsprogramme, ein Quickmenü sowie die manuelle Fokussierung sind allerdings auch bei der PowerShot G3 X vorhanden.

Unsere Auszeichnungen des jeweiligen Einzeltestberichts:

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Kommentare

Euer Vergleich ist nett, kann ...

Euer Vergleich ist nett, kann mich aber so gar nicht überzeugen, daß die FZ1000 besser ist, auch oder schon gar nicht in der Nacht. Wer sich nicht mit RAW beschäftigen bzw. Fotos nachbearbeiten möchte, wird durch die grausame jpeg engine auf den Boden der Realität geholt. Wie, bitteschön könnt ihr zu dem Bild der VHS sagen, daß die FZ1000 besser auflöst??? Ja, die G3X rauscht stärker als die FZ1000, aber nur weil bei der FZ1000 das Rauschen rausgerechnet, und der Matsch reingerechnet wurde. Bitte wo könnt ihr mehr Details der FZ erkennen? Ich habe die FZ, vor allem aufgrund der zum Teil schrecklichen jpegs bei etwas schlechteren Lichtverhältnissen weggegeben, zudem war das permanente Geräusch des Stabi ein no-go. Immer mehr Websiten brüsten sich mit Tests, und beleuchten nur einen Bruchteil dessen, was eine Kamera leistet oder nicht leistet. Bestes Beispiel ist snapsort, dort werden für Mausklicks Punkte ergeben (Popularity), wenn mal was nicht bekannt ist, gibts null Punkte, auch wenn kein Objektiv dran ist (somit erreicht die Sony HX5 bessere Ergebnisse als so manche DSLRS etc. dann noch die wirren Berechnungsformeln, so ein Dreck. Ihr seid zwar oft recht gut, und wirkt über weite Strecken seriös, aber bei dem Vergleichstest wurden z.T. falsche Schlüsse gezogen. Liebe Grüße, Christian

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