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Canon EOS 80D und EOS 77D im Duell (Teil 1)

Teil 1 von 3: "Zweistellige" Spiegelreflexkameras von Canon mit APS-C-Sensor


Links sehen Sie die Canon EOS 80D, rechts die Canon EOS 77D.

Mit der EOS 77D hat Canon im Frühling 2017 eine neue Spiegelreflexkamera der „zweistelligen“ Serie vorgestellt. Sie gleicht der EOS 800D in weiten Teilen, verfügt im Gegensatz zu dieser aber unter anderem über ein zusätzliches Kontrolldisplay auf der Oberseite und ein Einstellrad auf der Rückseite. Zwei Features, die man von höherklassigen Modellen kennt. Wir haben die EOS 77D und deren großes Schwestermodell, die EOS 80D, miteinander verglichen.

Zu unseren beiden Einzeltestberichten gelangen Sie über folgende Links:
Testbericht der Canon EOS 80D
Testbericht der Canon EOS 77D

Unterschiede der Kandidaten als Entscheidungshilfe beim Kauf:

Abmessungen/Verarbeitung/Bedienung:
Mit der EOS 80D und der EOS 77D stehen sich in diesem Vergleichstest zwei Modelle gegenüber, die trotz ähnlicher Namen zu unterschiedlichen Kameraklassen gehören. Die Canon EOS 80D zählt zur unterhalb der Profiklasse angesiedelten Oberklasse, die EOS 77D zur Mittelklasse bzw. gehobenen Einsteigerklasse.

Dieser Unterschied wird bereits beim ersten Blick auf die Gehäuse deutlich: die EOS 80D fällt mit 13,9 x 10,5 x 7,9cm größer als die 13,1 x 10,0 x 7,6cm messende EOS 77D aus. Die EOS 80D wirkt dadurch stattlicher, die 77D recht zierlich.

Das Kameragehäuse der EOS 80D ist größer als jenes der EOS 77D:

Links sehen Sie die Canon EOS 80D, rechts die Canon EOS 77D.

Der Eindruck von verschiedenen Klassen verstärkt sich nochmals, wenn man die Kameras in der Hand hält. Die EOS 80D ist mit 739g deutlich schwerer als die EOS 77D mit nur 531g. Durch einen größeren Griff liegt sie zudem besser in der Hand. Während der Griff der EOS 80D genügend Fläche zum Zupacken bietet, hängt der kleine Finger bei der EOS 77D ein wenig in der Luft. Bei kleinen und leichten Objektiven muss das nicht unbedingt stören, bei größeren und schwereren Modellen sinkt dadurch allerdings der Bedienkomfort. In puncto Verarbeitung gibt es zwischen den Testmodellen keinen allzu großen Unterschied, beide Gehäuse werden äußerlich aus Polycarbonat gefertigt. Die EOS 80D wirkt zwar etwas hochwertiger, der Unterschied fällt aber klein aus. Bei einem Gehäuse aus Magnesium wäre er deutlich größer. Wie die allermeisten Gehäuse höherklassiger Kameras ist das der EOS 80D gegen Staub und Spritzwasser abgedichtet, bei der EOS 77D wird darauf verzichtet. Die 80D kann daher auch bei schlechteren Wetter- bzw. Umgebungsbedingungen eingesetzt werden – sofern ein ebenso abgedichtetes Objektiv zum Einsatz kommt. Die EOS 77D sollte man vor äußeren Einflüssen besser schützen.

Ein größerer Handgriff lässt die EOS 80D besser in der Hand liegen:

Links sehen Sie die Canon EOS 80D, rechts die Canon EOS 77D.

Beide Kameras bedienen sich unterschiedlich, die EOS 77D kann an ihr größeres Schwestermodell EOS 80D aber so eng wie keine andere Kamera der gehobenen Einsteigerklasse heranrücken. Dies liegt unter anderem an ihrem Kontrolldisplay. Es erlaubt genauso wie bei der EOS 80D das Ablesen der wichtigsten Aufnahmeparameter. Das LCD der EOS 77D fällt allerdings ein wenig kleiner aus und zeigt daher nicht ganz so viele Einstellungen an. Im direkten Vergleich fehlen beispielsweise der Aufnahme- (Einzelbild, Serienbild, …) und der Belichtungsmessmodus. Weitere Vorteile ergeben sich bei der EOS 80D durch zusätzliche Direktwahltasten auf der Oberseite: Während die EOS 77D hierüber die Wahl des AF-Messfeldmodus und der Sensorempfindlichkeit ermöglicht, sind bei der EOS 80D zusätzlich der Fokus-, der Aufnahme- und der Belichtungsmessmodus veränderbar. Ein Teil der Optionen lässt sich bei der EOS 77D demgegenüber über Tasten auf der Rückseite erreichen. Noch ein Pluspunkt für die EOS 80D: Ihr Einstellrad auf der Oberseite ist mit einer Gummierung ummantelt und daher komfortabler und besser zu bedienen. Besitzer der 77D müssen mit einem Kunststoffrad auskommen. Entsprechendes gilt auch für das Programmwählrad auf der linken Schulter der Kameras. Dagegen gleich: Beide Räder müssen vor dem Drehen jeweils per mittigem Knopf entriegelt werden. Dies verhindert ungewollte Veränderungen des Fotoprogramms.

Die rechten Oberseiten mit den Kontrolldisplays im Vergleich:

Links sehen Sie die Canon EOS 80D, rechts die Canon EOS 77D.

Auf der Rückseite ist das Tastenlayout beider Spiegelreflexkameras ähnlich: Links vom Sucher hat Canon Tasten für das Hauptmenü und zum Konfigurieren der Displayansicht positioniert. Rechts vom Sucher kann man Videos starten. Bei der EOS 80D liegt hier allerdings ein Schalter, der auch zum Wechseln in den Videomodus verwendet wird. Dies wird bei der EOS 77D über die dritte Position des Ein-und-aus-Schalters realisiert. Aus unserer Sicht hat Canon das bei der EOS 80D besser gelöst. Die AF-on-Taste und die Tasten zur Belichtungsspeicherung sowie zur Messfeldwahl sind jeweils über der Daumenablage zu finden, das Quickmenü und der Wiedergabemodus können mittels Tasten darunter aufgerufen werden.

Die EOS 77D verfügt daneben über eine zusätzliche Taste zum Starten der WLAN-Verbindung. Das lässt sich bei der EOS 80D einzig über das Menü bewerkstelligen. Das kombinierte Einstellrad und Steuerkreuz fällt bei der EOS 80D etwas größer aus und ist dadurch besser zu bedienen. Im Gegensatz zur EOS 77D sind darüber aber keine Parameter aufzurufen. Dafür besitzt die 80D – wie bereits erwähnt – Tasten auf der rechten Oberseite. Die mittige Set-Taste beider Kameras kann der Fotograf jeweils frei belegen. Insgesamt verfügt die 80D über acht anpassbare Tasten, bei der 77D sind es vier. Viele Optionen stehen jedoch nur bei vier (80D) bzw. drei (77D) Tasten zur Wahl.

Die Rückseite der Canon EOS 80D:

Canon EOS 80D.

Die Rückseite der Canon EOS 77D:

Canon EOS 77D.

Die Hauptmenüs beider Kameramodelle sind fast identisch aufgebaut. Es gibt jeweils fünf Oberpunkte, bei einem davon handelt es sich um ein frei konfigurierbares MyMenu. Während die EOS 80D einen Reiter für Custom-Funktionen besitzt, hat Canon diesen Platz bei der EOS 77D für spezielle Menüoptionen genutzt. Hier lässt sich zwischen dem klassischen und altbekannten Menü sowie einem moderneren und vor allem für Einsteiger designten Menü mit zusätzlichen Informationen wechseln. Dieses besitzt die EOS 80D nicht. Blutige Anfänger sind bei der EOS 77D daher besser aufgehoben. Die EOS 80D richtet sich jedoch nicht an Einsteiger, weshalb man ihr das fehlende Menü nicht ankreiden kann.

Unser Sieger bei den Abmessungen, der Verarbeitung und der Bedienung: Die Canon EOS 80D.

Beide Spiegelreflexkameras verwenden zur Aufnahme einen CMOS-Sensor der APS-C-Klasse:

Links sehen Sie die Canon EOS 80D, rechts die Canon EOS 77D.

Bildqualität:Als Bildsensor kommt in beiden Spiegelreflexkameras ein CMOS-Modell der APS-C-Klasse zum Einsatz. Beide 22,3 x 14,9mm großen Sensoren besitzen 24 Megapixel und unterstützen die Dual-Pixel-CMOS-AF-Technologie. Dazu ist jeder Bildpunkt in zwei Photodioden aufgeteilt.

Die Sensorempfindlichkeit kann der Fotograf bei der EOS 80D zwischen ISO 100 und ISO 16.000 wählen, bei der 77D sind ISO 100 bis ISO 12.800 möglich. Des Weiteren stehen noch H-Erweiterungen zur Verfügung. Darüber lässt sich bei der EOS 80D äquivalentes ISO 25.600 einstellen, bei der EOS 77D bis zu ISO 51.200.

Vergleich der Bildqualität bei ISO 100 (Tag):

Die Bildqualität anhand dreier Ausschnitte im Detail:

In der Praxis schneiden beide Kameras aufgrund der sehr ähnlichen Bildsensoren praktisch identisch ab. Bei Tag und ISO 100 werden viele Details aufgelöst, die Bildqualität ist sehr gut. Die 77D scheint jedoch einen Tick "weicher " abgestimmt zu sein, wobei man dies allenfalls bei sehr starker Vergrößerung bemerkt.

Vergleich der Bildqualität bei ISO 6.400 (Nacht):

Die Bildqualität anhand dreier Ausschnitte im Detail:

Bei schlechteren Lichtverhältnissen und hohen Sensorempfindlichkeiten liegen beide Modelle ebenso gleichauf. Bis ISO 3.200 lassen sich die Aufnahmen noch gut verwenden, darüber nimmt das Rauschen stark zu. Das von uns zum Test verwendete ISO 6.400 ist nur noch mit größeren Bildqualitätsabstrichen nutzbar.

Unsere Wertung bei der Bildqualität: Unentschieden.

Mit einem Klick auf das nachfolgende Bild gelangen Sie zu unserem Bildqualitätsvergleich:

Im zweiten Teil unseres Vergleichstests der Canon EOS 80D und der Canon EOS 77D gehen wir unter anderem auf die Möglichkeiten zur Bildkontrolle, die Arbeitsgeschwindigkeit sowie den Autofokus ein.

Links zum Artikel:

 
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