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Canon EOS 80D und Nikon D7200 im Duell (Teil 2)

Teil 2 von 3: Spiegelreflexkameras der Oberklasse mit APS-C-Sensor


Links sehen Sie die Canon EOS 80D, rechts die Nikon D7200.

Nachdem wir im ersten Teil des Tests der Canon EOS 80D und der Nikon D7200 die Kameragehäuse und die Bildqualität verglichen haben, gehen wir im zweiten Teil unter anderem auf das Objektivangebot und die Möglichkeiten zur Bildkontrolle ein.

Objektivangebot:
Beim Objektivangebot können die Besitzer beider Kameramodelle aus dem Vollen schöpfen. Sowohl Canon als auch Nikon bieten Modelle für jeden Brennweitenbereich und jeden Einsatzzweck an. Ergänzend lassen sich zudem Objektive der allermeisten Drittherstellern mit Canon EF/EF-S-Bajonett und Nikon F-Bajonett erwerben.

Objektive werden für beide Kameras reichlich angeboten:

Links sehen Sie die Canon EOS 80D, rechts die Nikon D7200.

Unsere Wertung beim Objektivangebot: Unentschieden.

Bildkontrolle:
Wie alle Spiegelreflexkameras besitzen natürlich auch die beiden Kameras in diesem Vergleich einen optischen Sucher. Dabei kommen die besseren Pentaprismenmodelle zum Einsatz, abgedeckt werden jeweils 100 Prozent des Bildfeldes. Die Vergrößerung gibt Canon mit 0,95-fach, Nikon mit 0,94-fach an. Umgerechnet auf das 35mm-Kleinbild ergibt sich eine Vergrößerung von 0,59-fach (80D) zu 0,63-fach (D7200). Beide Sucher erreichen für DSLR-Kameras ein gutes bis sehr gutes Niveau, die D7200 sehen wir minimal vorne. Die Sucher von Einsteigerkameras können hier ohne Frage nicht mithalten.

Während das LCD der 80D dreh- und schwenkbar gelagert ist, wurde das der D7200 fest verbaut:

Links sehen Sie die Canon EOS 80D, rechts die Nikon D7200.

Absetzen kann sich die Canon EOS 80D von der Nikon D7200 (Testbericht) beim Display. Das LCD der Canon-Kamera kann man drehen und schwenken, aus den allermeisten Positionen lässt es sich daher optimal einsehen. Das Display der D7200 ist dagegen fest verbaut, die Bildkontrolle kann beispielsweise bei Selbstporträts nicht vorgenommen werden. Ebenso muss die D7200 beim Touchscreen passen. Darüber ist bei der EOS 80D unter anderem die Wahl des Fokuspunktes möglich.

Ebenso nur bei der 80D zu finden – ein Touchscreen:

Canon EOS 80D.

Bei der Auflösung liegt dann wieder die D7200 vorne. Mit 1,23 Millionen und 1,04 Millionen Subpixel (80D) erlauben die LCDs jeweils eine scharfe Wiedergabe. Die höhere Pixelzahl der D7200 resultiert durch die RGBW-Technologie. Hier sorgt ein zusätzlicher weißer Bildpunkt für eine höhere Helligkeit. Auf die Detailwiedergabe des LCDs hat dieser keinen Einfluss.

Unser Sieger bei der Bildkontrolle: Die Canon EOS 80D.

Geschwindigkeit:
Beim Punkt Geschwindigkeit vergleichen wir unter anderem die Serienaufnahme und die AF-Geschwindigkeit, um herauszufinden, welche Kamera schneller arbeitet. Hinsichtlich der Serienaufnahmen liegt die Canon EOS 80D vorne. Diese kann in jedem Bildformat sieben Bilder pro Sekunde festhalten. Bei JPEG-Aufnahmen ist die Länge der Bildserie dabei nur von der Größe der Speicherkarte abhängig. RAW-Bilder werden 23 in Folge mit höchster Geschwindigkeit gespeichert. Die Besitzer der Nikon D7200 müssen mit einem Bild pro Sekunde weniger auskommen, die DSLR speichert in voller Auflösung maximal sechs Bilder pro Sekunde. Im JPEG-Format sind damit 100 Bilder in Serie möglich, die Kamera stoppt dann automatisch. Danach kann die Aufnahmeserie allerdings sofort wieder von Neuem begonnen werden.

Die EOS 80D besitzt ein Kameragehäuse aus Polycarbonat, die D7200 aus Magnesium:

Links sehen Sie die Canon EOS 80D, rechts die Nikon D7200.

Bei RAW-Aufnahmen entscheidet die Bit-Tiefe über die Bildrate. Bei 14-bit sind fünf Bilder pro Sekunde für 19 Aufnahmen in Serie möglich, bei 12-bit sechs Bilder pro Sekunde für 30 Aufnahmen in Serie. Da die Canon EOS 80D RAW-Aufnahmen generell mit 14-bit speichert, ziehen wir die 14-bit Aufnahmen zum Vergleich heran. Bei JPEG+RAW schneidet die 80D mit sieben Bildern pro Sekunde für 20 Bilder in Serie sehr ähnlich wie bei Aufnahmen im RAW-Format ab. Die D7200 kann fünf Bilder pro Sekunde für zwölf Aufnahmen in Folge (14-bit) bzw. sechs Bilder pro Sekunde für 16 Aufnahmen in Serie (12-bit) festhalten. Zur Ergänzung: Die D7200 kann bis zu sieben Bilder pro Sekunde speichern, wenn der zusätzliche 1,3-fach-Cropmodus verwendet wird. Hier liegt die Auflösung allerdings nur bei 15,4 Megapixel.

Ebenfalls in Front liegt die Canon EOS 80D (Testbericht) bei der Fokussierung. Mit 0,11 Sekunden zu 0,28 Sekunden stellt die 80D sowohl beim Blick durch den Sucher als auch bei aktivem Liveviewmodus (0,30 Sekunden zu 1,55 Sekunden) deutlich schneller scharf. Letzteres wird durch den Dual Pixel CMOS-AF der 80D ermöglicht. Die Einschaltzeit bis zur vollständigen Displayanzeige liegt bei der 80D bei 1,66 Sekunden, bei der D7200 nur bei 0,36 Sekunden. Die erste Bildaufnahme nach dem Start kann die D7200 mit 0,19 Sekunden zu 0,43 Sekunden ebenso für sich entscheiden.

Unser Sieger bei der Geschwindigkeit: Die Canon EOS 80D.

Autofokus:
Der Autofokus spielt bei Kameras der gehobenen Klasse eine größere Rolle, schließlich sollen damit auch bewegte Motive präzise eingefangen werden können. Die Canon EOS 80D verfügt über in drei Blöcken verteilte 45 Fokusmessfelder, alle davon sind Kreuzsensoren. Selbst bei einer Blendenöffnung von F8 können noch 27 Messfelder verwendet werden. Bei neun davon handelt es sich um Kreuzsensoren.

Das Autofokussystem der Canon EOS 80D besitzt 45 Messfelder, alle arbeiten als Kreuzsensoren:

Canon EOS 80D.

In diesem Punkt kann die Nikon D7200 (Testbericht) nicht ganz mithalten. Ihr Autofokusmodul, von Nikon Multi-CAM 3500 II genannt, besitzt 51 Messfelder und 15 Kreuzsensoren. Falls ein Objektiv mit einem Telekonverter verwendet wird und diese Kombination nur über eine Lichtstärke von F8 verfügt, kann noch mit dem zentralen AF-Sensor scharfgestellt werden.

Beim Arbeitsbereich ergibt sich mit -3EV dann wieder ein Gleichstand, bei den AF-Optionen stehen jeweils viele Optionen zur Verfügung. Neben der automatischen Messfeldwahl ist natürlich das Verwenden eines einzelnen Fokuspunktes möglich. Bei der 80D steht ein zusätzlicher Zonen-AF zur Verfügung, auf diesen muss man bei der D7200 verzichten. Die AF-Feinabstimmung ist dagegen wieder bei beiden Modellen vorhanden.

Die Nikon D7200 kann bis zu 51 Messfelder nutzen (darunter 15 Kreuzsensoren):

Nikon D7200.

In der Praxis arbeiten beide Fokussysteme präzise und haben auch bei bewegten Motiven keine Probleme. Da die 80D über mehr Kreuzsensoren verfügt, besitzt sie außerhalb des Bildzentrums allerdings einen leistungsfähigeren Autofokus.

Wie bereits im Punkt Geschwindigkeit betrachtet, stellt die Canon 80D (Testbericht) im Liveviewbetrieb deutlich schneller als die D7200 scharf. Dafür zeichnet sich bei der DSLR von Canon der Dual-Pixel-CMOS-AF verantwortlich. Dieser erlaubt die Phasendetektion auf Sensorbasis, da jeder Pixel in zwei Photodioden unterteilt ist. Die D7200 nutzt nur die herkömmliche Kontrastmessung. Ihr Liveview-AF ist daher nur für statische Motive zu gebrauchen.

Unser Sieger beim Autofokus: Die Canon EOS 80D.

Im dritten und letzten Teil des Duells der Canon EOS 80D und der Nikon D7200 vergleichen wir die Funktionen und Features, die Videoqualitäten und die Erweiterbarkeit.

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Kommentare

Guten Tag, "Die EOS 80D ...

Guten Tag,

"Die EOS 80D besitzt ein Kameragehäuse aus Polycarbonat, die D7200 aus Kunststoff"

Was bitte ist den Polycarbonat, wenn kein Kunststoff? ;)

Viele Grüße

Hallo, danke für diesen Hinweis. ...

Hallo, danke für diesen Hinweis. Dies ist ein Fehler von uns, die D7200 besitzt – wie in Teil 1 geschrieben – ein Gehäuse aus Magnesium. Wir haben das korrigiert.

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