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Die Ezviz S1 Sports Camera im Test (Teil 1)

Teil 1 von 2: Die technischen Daten und die Handhabung der Actioncam im Detail

Actionkameras haben sich mit zu den beliebtesten Foto- und Videokameras entwickelt, die Verkaufszahlen steigen seit einigen Jahren stark an. Neben den renommierten Herstellern wie GoPro oder Sony sind dabei immer mehr neue Namen zu finden. So auch die Firma Ezviz, die ihre Actionkamera erst im Herbst 2015 auf den Markt gebracht hat. Die im mittleren Preissegment positionierte S1 Sports Camera werden wir uns in diesem Testbericht näher ansehen.

Die technischen Daten:
Bei der Ezviz S1 Sports Camera handelt es sich um ein Modell in klassischer Bauweise. Das heißt: das Gehäuse ist etwas breiter als hoch und relativ flach. Auf der rechten Vorderseite befindet sich das Objektiv, an den Seiten liegen die Tasten und die Schnittstellen. Als Speichermedien lassen sich microSD-Karten bis zu einer Größe von 64GB verwenden. Der Akku ist leider fest verbaut, er wird per Micro-USB aufgeladen und fasst 1.480mAh. Die Bildausgabe ist über Micro-HDMI möglich, alle Schnittstellen befinden sich hinter einer Plastikklappe und werden dadurch gut geschützt. Neben dem für Actionkameras standardmäßigen WLAN-Modul ist bei der S1 Sports Camera auch ein integrierter GPS-Empfänger vorhanden.

Die Actionkamera ist in etwa so groß wie die bekannten GoPro Hero Kameras:

Die 5,8 x 4,5 x 3,0cm große Kamera fällt fast genau so groß wie die GoPro HERO-Modelle der 3er oder 4er Serie aus (5,9 x 4,1 x 3,0cm; ca. 75 bis 87g), das Gewicht ist mit 76g (ohne Gehäuse, 184g mit Gehäuse) ebenso recht ähnlich. Als Betriebstemperatur wird vom Hersteller der S1 Sports Camera minus 20 bis plus 45 Grad Celsius genannt.

Auf der rechten Seite befindet sich das Fach für die Speicherkarte und Schnittstellen:

Beim verbauten Bildwandler handelt es sich laut Ezviz um ein 1/2,33 Zoll großes CMOS-Modell, dessen Auflösung liegt bei 15,9 Megapixel (4.608 x 3.456 Pixel). Die Sensorempfindlichkeit kann zwischen ISO 100 und ISO 1.600 gewählt werden. Das Objektiv der Actionkamera deckt einen Bildwinkel von 152 Grad horizontal und 120 Grad vertikal ab, die Brennweite wird mit 3mm angegeben. In den Exif-Daten wird zwar eine Brennweite von 5mm genannt, 3mm scheinen anhand der Beispielaufnahmen allerdings wesentlich wahrscheinlicher. Ausgehend davon dürfte die kleinbildäquivalente Brennweite bei rund 17mm liegen. Das Objektiv zeigt die für Fisheye-Objektive klassischen Verzerrungen, die Blendenöffnung liegt bei für Actionkameras standardmäßigen F2,8. Bilder können mit der Ezviz S1 Sports Camera nicht nur in der vollen Auflösung von 15,9 Megapixel gespeichert werden, alternativ lassen sich auch zwölf, acht und fünf Megapixel wählen. Serienaufnahmen sind zwischen 30 Bildern pro Sekunde und fünf Bildern pro Sekunde möglich, bei der Intervallaufnahme löst die Kamera alle 0,5 Sekunden, 1 Sekunde, 2 Sekunden, 5 Sekunden, 10 Sekunden, 30 Sekunden oder 60 Sekunden automatisch aus.

Die Videoaufnahme kann in Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) mit 60/50 oder 30/25 Vollbildern pro Sekunde erfolgen, in HD-Auflösung (1.280 x 720 Pixel) sind 120/100 und 60/50 Vollbilder pro Sekunde möglich und in WVGA-Auflösung (848 x 480 Pixel) lassen sich 240/200 Vollbilder pro Sekunde wählen. Der Ton wird von einem Mikrofon auf der Vorderseite der Kamera aufgezeichnet. Bei unserem Testgerät war die Audiolautstärke leider viel zu leise. Mit Gehäuse nimmt man kaum ein Geräusch war, selbst ohne Gehäuse fallen die Töne nur leise aus.

Der Foto- und Videoauslöser liegt auf der Oberseite neben der Status-LED:

Bedienung:
Die Bedienung der Ezviz S1 Sports Camera erfolgt über drei Tasten am Gehäuse, Einstellungen lassen sich mangels Display darüber allerdings nicht verändern. Diese müssen per App vorgenommen werden. Gestartet wird die Actionkamera über die obere Taste auf der linken Kameraseite (von vorne gesehen), diese muss dazu etwas länger gedrückt werden. Ein Piepton signalisiert den erfolgreichen Startvorgang, bzw. genau genommen sind es fünf Pieptöne. Sobald die Kamera einsatzbereit ist, leuchtet die LED auf der Oberseite der Kamera dauerhaft blau. Blinkt diese LED blau erfolgt gerade die Aufnahme, blinkt sie rot, wurde keine Speicherkarte eingesetzt. Bilder und Videos lassen sich klassisch über die Taste auf der Oberseite speichern.

Auf der linken Seite kann man unter anderem die Kamera und die WLAN-Verbindung starten:

Wer den Aufnahmemodus wechseln möchte, drückt dazu die Powertaste zweimal kurz hintereinander. Anhand der Anzahl der Signaltöne lässt sich dabei erkennen, welcher Aufnahmemodus gerade eingestellt ist. Ein Piepton ist bei der Einzelbild-Fotoaufnahme zu hören, zwei sind es bei der Serienbild-Fotoaufnahme und drei bei der Zeitraffer-Fotoaufnahme. Beim Videomodus gibt die Kamera vier Pieptöne aus.

Mit der letzten Taste der S1 Sports Camera, diese ist ebenso auf der linken Seite zu finden, kann das WLAN-Modul aktiviert und deaktiviert werden. Auch hierfür ist ein längeres Drücken nötig.

microSD-Speicherkarten akzeptiert die S1 Sports Camera bis zu einer Kapazität von 64GB:

In der Praxis fällt die Bedienung der Actionkamera einfach aus, die Tasten sind recht groß und haben gute Druckpunkte. Dass sich Einstellungen nur über die App verändern lassen, ist aber natürlich eine Einschränkung. Wer Parameter nur selten verändern möchte, dürfte sich daran aber wohl weniger stören. Sehr wohl stören kann man sich allerdings an der Tatsache, dass der Wechsel vom Foto zum Videomodus ganze sechs Tastendrücke benötigt (je zwei pro Wechsel des Aufnahmemodus). Dadurch mag das Aufnahmeprogramm zwar nicht so einfach ungewollt verändert werden können, mit einem Tastendruck wäre der Vorgang allerdings wesentlich schneller.

Gut zu gefallen weiß bei der Ezviz S1 Sports Camera die aufgeraute Kunststoffoberfläche, dadurch kann man die Kamera ohne Gehäuse sicher in der Hand halten. Ebenfalls positiv muss auch das Stativgewinde auf der Unterseite erwähnt werden. Die Montage auf einem Stativ ist dadurch auch ohne Gehäuse möglich.

Der Akku ist fest verbaut und muss in der Kamera geladen werden:

Der GPS-Empfänger der Kamera kann im Appmenü aktiviert oder deaktiviert werden, im Test zeigte er die Aufnahmeposition des Bildes sehr genau an. Die Zeit vom Einschalten bis zur ersten Positionsaufzeichnung war mit teilweise mehr als zehn Minuten allerdings sehr langsam.

Die App:
Wie bereits erwähnt wird die App der Ezviz S1 Sports Camera zum Verändern von Parametern verwendet. Die App ist unter dem Namen "Ezviz Sports" im Google Playstore für Android Geräte (ab Version 4.0) sowie in Apples Appstore für iOS-Geräte (ab Version 6.0) kostenlos erhältlich. Zur Verbindungsaufnahme müssen die Kamera und das Mobilgerät (Smartphone oder Tablet PC) per Hand über das WLAN-Menü des Mobilgeräts verbunden werden. Dies mag nicht die komfortabelste Lösung sein, sie funktionierte im Test aber reibungslos. Nach erfolgreich hergestellter Verbindung und dem Starten der App erscheint ein Startbildschirm mit den Buttons „Album“ und „Enter“ sowie einer weiteren Taste (unter anderem mit einer Erklärung der Verbindungsaufnahme). Hinter dem „Album“ verbergen sich Aufnahmen, die von der Kamera auf das Mobilgerät heruntergeladen wurden, mit dem Enterbutton gelangt man zur Liveansicht mit Steuertasten.

Der Startbildschirm der Ezviz Sports-App sowie die Liveansicht:

Das Livebild ist gut aufgelöst, die Verzögerung ist mit 1,82 Sekunden aber recht lange. In der Praxis ist dies bei der Aufnahme doch etwas störend. Die Hauptseite der App mit der Liveansicht ist sehr übersichtlich gehalten, hier kann man den Aufnahmemodus und die dazu passenden Einstellungen wählen. Der Ladezustand des Akkus und der freie Speicherplatz auf der Speicherkarte sind zudem zu jederzeit im Blick.

Die App erlaubt das Verändern von vielen Parametern:

Alle Einstellungsmöglichkeiten sind übersichtlich gestaltet, das Design überzeugt:

Eine große Aufnahmetaste startet die Bild- oder Videoaufnahme. Links davon gelangt man zur Wiedergabeansicht, rechts davon zu weiteren Optionen. Hier können beispielsweise die Sensorempfindlichkeit, der Weißabgleich oder der Belichtungsmessmodus angepasst werden. Ebenso kann man auch den Videostandard wählen und dadurch die einstellbaren Bildraten beeinflussen (PAL: 25, 50, 100 oder 200 Bilder pro Sekunde). Des Weiteren ist es möglich die GPS-Funktion zu aktivieren oder zu deaktivieren, oder man kann sich alle Informationen zur Speicherkarte anzeigen lassen. Die App weiß daher zu gefallen – sofern sie funktioniert. Im Test ist es leider des Öfteren vorgekommen, dass sie sich beim Wechsel der Auflösung quasi „aufgehängt“ hat und das Livebild einfror oder schwarz wurde. In diesem Fall musste man mehrere Minuten warten oder die App neu starten.

Im zweiten Teil unseres Tests der Ezviz S1 Sports Camera gehen wir auf das mitgelieferte Zubehör und die Bildqualität ein.

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