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Samsung Galaxy S8 & S8+ Smartphone- und Kameratest (Teil 2)

Teil 2 von 3: Die Kameras im Bildqualitäts-Check, und Beispielaufnahmen in voller Auflösung

Nachdem wir im ersten Teil unseres Smartphone-Tests des Galaxy S8 und S8+ von Samsung auf die technischen Daten sowie das Design und das Handling eingegangen sind, sehen wir uns nun die Kamera an. Samsung setzt bei seinen S8-Smartphones im Gegensatz zu vielen anderen Herstellern nur auf eine rückseitige Kamera. Dass sich dies beim S9 ändern dürfte, zeigt allerdings das erst kürzlich vorgestellte Note 8 mit zwei Kameras.

Beim Galaxy S8 und S8+ muss man aber noch mit einer auskommen. In der Praxis sehen wir dies allerdings nicht unbedingt als Nachteil, schlussendlich ist die Bildqualität entscheidend. Als Bildwandler verwendet Samsung (zumindest vermutlich bei seinen für Europa bestimmten Exynos-Geräten) den eigens entwickelten ISOCELL-Sensor S5K2L2.

Smartphone

Erhältlich

Kamera-Typ

Auflösung

Sensor

Brennweite

Blende

OIS

Sony Xperia XZ Premium

02/2017

Hauptkamera

19,2 MP

1/2,30“

25mm

F2,0

ja

Samsung Galaxy S8/S8+

03/2017

Hauptkamera

12,2 MP

1/2,55“

26mm

F1,7

ja

LG G6

02/2017

Hauptkamera

13,0 MP

1/3,06“

29,5mm

F1,8

ja

Weitwinkel

13,0 MP

1/3,06“

15mm

F2,4

nein

Huawei P10 Plus

02/2017

Hauptkamera

11,8 MP

1/2,90“

27mm

F1,8

ja

Monochrom

19,7 MP

1/2,80“

27mm

F2,2

nein

HTC U11

05/2017

Hauptkamera

12,0 MP

1/2,55“

26mm

F1,7

ja

Dieser gehört zur 1/2,55-Zoll-Klasse und löst 12,2 Megapixel (4.032 x 3.024 Pixel) auf. Der ISO-Empfindlichkeitsbereich geht von ISO 50 bis ISO 3.200, manuell lässt sich allerdings maximal ISO 800 einstellen. Beim Objektiv handelt es sich um ein besonders lichtstarkes Modell mit einer Blendenöffnung von F1,7, die kleinbildäquivalente Brennweite beträgt 26mm. Damit fällt das Objektiv etwas weitwinkeliger und lichtstärker als bei den meisten Smartphone-Kameras aus. Bilder speichert das Galaxy S8 und S8+ im JPEG- und RAW-Format (DNG).

Die Kamera befindet sich auf der Rückseite neben dem Fingerabdrucksensor:

Kommen wir zum wichtigsten Punkt: der Bildqualität. Ein vergleichsweise großer Sensor und eine hohe Lichtstärke des verbauten Objektivs sind die besten Voraussetzungen, um gute Aufnahmen zu erzielen. Dass sich Samsung mit 12,2 Megapixel für eine vergleichsweise geringe Auflösung entschieden hat, sorgt hinsichtlich der Detailwiedergabe erst einmal für Nachteile. Details können das Galaxy S8 und S8+ bei Tag und ausreichend Licht nicht so gut wie beispielsweise das Sony Xperia XZ Premium mit 19-Megapixel-Sensor wiedergeben.

Die rund 12 Megapixel sind für die typische Verwendung von Smartphone-Bildern allerdings mehr als ausreichend. Selbst wer seine Bilder ausdrucken möchte, kann das bis mindestens DIN A4 problemlos. Den insgesamt sehr guten Eindruck der Fotos realisiert Samsung allerdings auch durch eine starke Nachschärfung, die sich bei Vergrößerungen teilweise erkennen lässt. Sehr gut schnitt im Test die automatische Belichtung ab, bis auf extreme Situationen war ein manuelles Eingreifen für gute Aufnahmen nicht notwendig.

Beim Test der Bildqualität bei schlechten Lichtverhältnissen fällt auf, dass Samsung auf eine starke Rauschreduzierung setzt. Die Aufnahmen zeigen dadurch zwar nur ein geringes Bildrauschen, die Weichzeichnung sorgt aber auch für einen sichtbaren Detailverlust. Dieser hält sich bei ISO 400 noch in Grenzen, bei ISO 800 ist er deutlich zu sehen. Noch höhere ISO-Werte unterbindet Samsung im Pro-Modus leider, weshalb wir sehr hohe ISO-Werte mit anderen Kameras nicht vergleichen können. Grundsätzlich würden wir sagen, dass Samsung eine für den „Normal-User“ sinnvolle Abstimmung (weniger Rauschen, dafür eine stärkere Weichzeichnung) getroffen hat. Wer noch mehr aus den Bildern herausholen will, sollte unbedingt zu den RAW-Dateien greifen. Diese zeigen sichtbar mehr Details und lassen sich mit etwas Bildbearbeitungskenntnissen vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen zu deutlich detailreicheren Aufnahmen verwandeln.

Die Lautstärke-Tasten lassen sich in der Kamera-App als Auslöser verwenden:

In puncto Abbildungsleistung überzeugen das Galaxy S8 und S8+ auf ganzer Linie, Bildfehler sind praktisch nicht zu sehen. Das Objektiv zeigt zwar eine leichte tonnenförmige Verzeichnung, diese dürfte allerdings selten auffallen. Die Bildschärfe nimmt selbst an den Rändern kaum ab, chromatische Aberrationen sieht man keine.

In der Praxis ist jedoch nicht nur die Bildqualität wichtig, auch der Autofokus und der Bildstabilisator sollten gut arbeiten. Besonders im ersten Punkt liefern das Galaxy S8 und S8+ einen phänomenalen Job ab. Der Dual-Pixel-Autofokus, der die Phasendetektion auf Sensorbasis ermöglicht, stellt praktisch ohne eine Verzögerung scharf. In 99 Prozent aller Fälle – dieser Wert ist im Vergleich zu anderen Smartphones deutlich höher – leistet der Autofokus des S8 und S8+ zudem eine sehr treffsichere Arbeit. Des Weiteren überzeugt die optische Bildstabilisierung, Verwacklungen werden deutlich reduziert.

Die Frontkamera des Samsung Galaxy S8 und S8+ nimmt Bilder mit acht Megapixel (3.264 x 2.448 Pixel) auf, die Detailwiedergabe ist für ein Frontmodell gut bis sehr gut. Die mit F1,7 sehr groß ausfallende Blendenöffnung hilft bei schlechten Lichtverhältnissen, für niedrigere Sensorempfindlichkeiten zu sorgen und somit das Bildrauschen zu reduzieren. Der Autofokus stellt schnell scharf.

Beispielaufnahmen:
Nachfolgend bieten wir Ihnen Beispielbilder und -videos der Smartphones zum Ansehen und Herunterladen an. Alle Aufnahmen wurden nicht bearbeitet. Da sich die Kameraspezifikationen nicht unterscheiden, wurde ein Teil der Bilder mit dem S8 und ein Teil mit dem S8+ aufgenommen.

Links eine Standardaufnahme, rechts eine HDR-Aufnahme:

Links eine Standardaufnahme, rechts eine HDR-Aufnahme:

Links eine Standardaufnahme, rechts eine Aufnahme mit dem Selektiven-Fokus-Modus:

Links eine Standardaufnahme, rechts eine Makro-Aufnahme:

Links eine Aufnahme mit der Frontkamera, rechts mit dem integrierten LED-Licht:

Zwei Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen (links ISO 400, rechts ISO 800):

JPEG- und RAW-Aufnahmen:

Zwei Videos in 4K-Auflösung (2160p30):

Links eine Aufnahme in Full-HD mit 60 Vollbildern/Sek., rechts in HD mit 240 Vollbildern/Sek.:

Im dritten und letzten Teil unseres Tests des Samsung Galaxy S8 und S8+ gehen wir auf die Kamera-App sowie die allgemeine Performance ein.

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