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Canon präsentiert sein neues Flaggschiff EOS-1DX Mark II

Vollformat, 20 Megapixel, ISO 409.600, 61 AF-Felder, 16 Bilder/Sek., 4K-Video (2160p60), GPS

Nachdem Nikon bereits zu Beginn des Jahres sein neues DSLR-Spitzenmodell D5 vorgestellt hatte, folgt nun Canon mit einem ebenfalls überarbeiteten Flaggschiff. Die in vielen Punkten verbesserte Canon EOS-1D X Mark II​ hat einen 20 Megapixel auflösenden Vollformatsensor (36,0 x 24,0mm) mit einem Sensorempfindlichkeitsbereich von ISO 50 bis ISO 409.600. Der ISO-Rekord der Nikon D5 mit maximal ISO 3,3 Millionen wird von der EOS-1DX Mark II somit nicht erreicht.

Bei der Serienbildaufnahme hat die Spiegelreflexkamera von Canon dann allerdings wieder mehr als das Konkurrenzmodell von Nikon zu bieten, maximal lassen sich 16 Bilder pro Sekunde (in voller Auflösung sowie im RAW-Format) festhalten. Dies allerdings nur, wenn der Spiegel nach oben geklappt wurde und im Liveviewmodus gearbeitet wird. Wer mit dem Phasen-AF arbeiten möchte, kann maximal 14 Bilder pro Sekunde wählen. Um derartig hohe Bildraten erreichen zu können, hat die Spiegelreflexkamera ein neues Spiegelantriebssystem. Dieses soll unter anderem für rückschlagsfreie Bewegungen des Spiegels sorgen.

Die neue Canon EOS-1D X Mark II löst die 2012 vorgestellte EOS-1D X ab:

Damit die anfallenden Datenmengen verarbeitet und abgespeichert werden können, verfügt die Canon EOS-1D X Mark II​ über einen Dual DIGIC 6+ Bildprozessor, als Speicherkarten lassen sich CFast und CompactFlash-Modelle verwenden. Die hohe mögliche Datenrate der CFast-Karten erlaubt bis zu 170 RAW-Bilder in Folge mit einer Bildrate von 14 Bildern pro Sekunde, mit CF-Karten sollen sich bis zu 73 Bilder in Serie realisieren lassen.

Über zahlreiche Schnittstellen ist die Kommunikation mit anderen Geräten möglich:

Zum ersten Mal kommt bei einer Vollformat-Spiegelreflexkamera von Canon der Dual Pixel CMOS AF zum Einsatz, daher ist auch im Liveviewmodus oder bei der Videoaufnahme eine vergleichsweise schnelle Fokussierung möglich. Das Phasenautofokusmodul besitzt wie bei der EOS-1D X genau 61 Messfelder, 41 davon sind als Kreuzsensoren ausgelegt. Bei fünf handelt es sich zudem um duale Kreuzsensoren, alle Messfelder lassen sich bis zu einer Offenblende von F8 verwenden. Kreuzsensoren besitzt die Spiegelreflexkamera in diesem Fall allerdings „nur“ noch 21. Wie bei der Canon EOS 7D Mark II (Testbericht)​ gilt zudem auch bei der Canon EOS-1D X Mark II, dass die Anzahl der Messfelder vom Objektiv abhängig ist. Durch den neuen AI Servo III+ Autofokus soll die DSLR unter anderem bewegte Motive präziser scharfstellen können, im One-Shot-Betrieb wurde der AF-Arbeitsbereich des mittleren Sensors auf -3 EV vergrößert.

Diverse Direktwahltasten erlauben das schnelle Anpassen von wichtigen Parametern:

Die Belichtung kann wie üblich bei einem Spitzenmodell zwischen 30 Sekunden und 1/8.000 Sekunde erfolgen, für die korrekte Belichtungsmessung sorgt ein Messsensor mit 360.000 RGB-Pixel. Eine Flickererkennung zur gleichmäßigen Belichtung bei Kunstlicht ist vorhanden. Der Verschlussmechanismus ist laut Canon auf 400.000 Auslösungen ausgelegt.

Der optische Pentaprismensucher der Canon EOS-1D X Mark II​ gibt 100 Prozent des Bildfeldes wieder und vergrößert 0,76-fach, das rückseitige LCD ist 3,2 Zoll groß und löst 1,62 Millionen Subpixel auf. Bei Videos lässt sich über die vorhandene Touchoberfläche unter anderem der Fokuspunkt setzen.

Der neue Autofokus punktet vor allem mit 61 AF-Feldern bei F8:

Ein besonderes Augenmerk hat Canon bei der EOS-1D X Mark II​ auf die Videoaufnahme gelegt. Als erste Fotokamera kann sie 4K-Videos (4.096 x 2.160 Pixel) mit bis zu 60 Vollbildern pro Sekunde speichern. Damit lassen sich auch in 4K-Auflösung höhere Bildraten als 30 Bilder pro Sekunde nutzen, dies unterstützten bislang nur Videokameras. Die Speicherung erfolgt in 4K-Auflösung im Motion-JPEG-Format, daher ergeben sich besonders hohe Bitraten von bis zu 800Mbit/s. Dies entspricht einer Datenmenge von 5,7GB pro Minute. In Full-HD-Auflösung kann die EOS-1D X Mark II bis zu 120 Vollbilder pro Sekunde festhalten, hier erfolgt die Speicherung mit ALL-I-Codierung. Bei bis zu 60 Vollbildern pro Sekunde kann man sich zudem auch für die IPB-Codierung entscheiden.

Ein integriertes Blitzgerät ist nicht vorhanden, ein Blitzschuh fehlt aber natürlich nicht:

Zur Tonaufnahme verfügt die Spiegelreflexkamera über einen Mikrofoneingang, zur Tonkontrolle über einen Kopfhörerausgang. Als weitere Schnittstellen sind unter anderem ein LAN-Port, ein USB 3.0-Port und Systemport vorhanden. Über diesen kann unter anderem der WLAN-Transmitter WFT-8A angeschlossen werden. Ein integriertes WLAN-Modul besitzt die Canon EOS-1D X Mark II​ nicht, ein GPS-Empfänger ist allerdings vorhanden.

Das Gehäuse unterscheidet sich äußerlich vom Vorgängermodell nur marginal:

Beim Kameragehäuse der EOS-1D X Mark II kommt natürlich Magnesium zum Einsatz, Staub und Spritzwasser können der DSLR durch Abdichtungen nichts anhaben. Ab Mai 2016 kann die Canon EOS-1D X Mark II​ für eine unverbindliche Preisempfehlung von 6.299 Euro im Fachhandel erworben werden. Die 15,8 x 16,8 x 8,3cm große DSLR-Kamera bringt mit Akku und ohne Objektiv 1.530g auf die Waage.

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