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Olympus TOUGH TG-5 vs. Nikon Coolpix W300 im Duell (Teil 1)

Teil 1 von 3: Outdoorkameras mit wasserdichtem und stoßgeschütztem Gehäuse


Links sehen Sie die Olympus TOUGH TG-5, rechts die Nikon Coolpix W300.

Outdoorkameras setzen sich von „gewöhnlichen“ Kompaktkameras durch robuste und abgedichtete Kameragehäuse ab. Dadurch lassen sie sich in allen Situationen, wie zum Beispiel unter Wasser, einsetzen. Wir haben uns mit der Olympus TOUGH TG-5 und der Nikon Coolpix W300 zwei Modelle dieser „Spezies“ ins Testlabor geholt. Im folgenden Vergleichstest gehen wir unter anderem auf deren Unterschiede ein.

Zu unseren beiden Einzeltestberichten gelangen Sie über folgende Links:
Testbericht der Olympus TOUGH TG-5
Testbericht der  Nikon Coolpix W300

Unterschiede der Kandidaten als Entscheidungshilfe beim Kauf:

Abmessungen/Verarbeitung/Bedienung:
Die Olympus TOUGH TG-5 und die Nikon Coolpix W300 sind beide mit abgedichteten Gehäusen ausgestattet. Während die Kamera von Olympus bis zu einer Tiefe von 15m unter Wasser verwendet werden kann und Stürze aus bis zu 2,1,m Fallhöhe überstehen soll, gibt Nikon für die Coolpix W300 eine Tauchtiefe von 30m und eine Funktionstüchtigkeit bei Stürzen aus bis zu 2,4m an. Der Einsatz bei Temperaturen unter null Grad ist mit bis minus zehn Grad Celsius dagegen identisch.

Zur Bruchsicherheit des Gehäuses äußert sich Nikon nicht, Olympus nennt Belastungen von bis zu 100kg als möglich. Insgesamt gesehen fällt die Coolpix W300 von Nikon robuster aus, mit 30m gegenüber 15m Tauchtiefe (wobei hier genau genommen der Wasserdruck in dieser Tiefe gemeint ist und dieser bereits bei geringeren Tiefen erreicht werden kann) sind umfangreichere Tauchgänge realisierbar. Wer mit der TOUGH TG-5 weiter abtauchen möchte, kann das Unterwassergehäuse PT-058 erwerben. In diesem soll der Einsatz laut Olympus in bis zu 45m Tiefe möglich sein.

Beide Kameragehäuse bestehen aus Kunststoff, die Vorderseite der W300 jedoch aus Metall:

Links sehen Sie die Olympus TOUGH TG-5, rechts die Nikon Coolpix W300.

Damit die Gehäuse an allen Stellen dicht bleiben, verwenden beide Hersteller Dichtungen. Diese sind auch an den Fächern für die Schnittstellen zu finden. Während die TG-5 über zwei davon verfügt (einmal für den Akku und die SD-Karte sowie einmal für den USB- und den HDMI-Port), gibt es bei der Coolpix W300 nur ein Fach. In diesem sind alle Anschlüsse und auch der Akku sowie die Speicherkarte untergebracht. Allen Fächern gemein ist die doppelte Sicherung. Sie lassen sich also nicht – wie bei normalen Kompaktkameras üblich – durch Entriegeln eines Sicherungsschalters öffnen, sondern es müssen zwei Sicherungen gelöst werden. Bei der TG-5 von Olympus sind dies zwei Schalter, bei der W300 muss man eine Taste drücken und gleichzeitig einen Knopf drehen.

Die rechten Rück- und Oberseiten beider Kameras im Vergleich:

Links sehen Sie die Olympus TOUGH TG-5, rechts die Nikon Coolpix W300.

Bei den Materialien der Kameragehäuse setzen beide Hersteller vor allem auf Kunststoff. Während die TG-5 komplett daraus gefertigt wird, verfügt die Coolpix W300 zumindest auf der Vorderseite über eine Metallplatte. Für ein besseres Handling soll jeweils ein Griff auf der Vorderseite sorgen, auf der Rückseite gibt es zudem eine Daumenablage. Da in beiden Fällen keine Gummierung zum Einsatz kommt, liegen die Gehäuse akzeptabel bis gut in der Hand. Der Komfort beim Festhalten könnte aber noch höher ausfallen.

Die beiden Rückseiten mit den jeweiligen Hauptmenüs (hier die TOUGH TG-5) im Vergleich:

Olympus TOUGH TG-5.

Die Rückseite der Coolpix W300:

Nikon Coolpix W300.

Die allermeisten Bedienelemente befinden sich bei beiden Kameras auf der Rückseite. Neben der Daumenablage lassen sich Videos per Taste beispielsweise starten und stoppen, in der unteren Hälfte findet sich ein Steuerkreuz. Damit wird nicht nur im Menü navigiert, über die Direktwahltaten lässt sich unter anderem zudem jeweils die Belichtung korrigieren und der Blitz konfigurieren. Die Tasten fallen vor allem bei der TG-5 klein aus, die Rückseite bietet für größere Bedienelemente jedoch auch keinen Platz. Ein Programmwählrad ist einzig bei der TG-5 vorhanden. Es erlaubt die Wahl des Fotoprogramms. Bei der Coolpix W300 wird dieses über die Scene-Taste und ein Modimenü bestimmt. Auf der Oberseite liegt jeweils der Fotoauslöser, zudem werden die Kameras hier ein- und ausgeschaltet. Bei der TG-5 findet sich des Weiteren ein Schalter zum Starten der Geopositionsspeicherung via GPS, mittels Einstellrad sind (abhängig vom Aufnahmemodus) verschiedene Parameter veränderbar.

An der linken Seite der Nikon Coolpix (rechts) liegen verschiedene Spezialtasten:

Links sehen Sie die Olympus TOUGH TG-5, rechts die Nikon Coolpix W300.

Nikon hat seine Kamera stattdessen an der linken Seite mit Tasten ausgestattet. Sie erlauben das Einblenden einer Grafik mit der aktuellen Position (bei aktiviertem GPS), das Starten eines Menüs, in dem man die Kamera per Tippen bedienen kann, und das Einschalten des kleinen LED-Lichts auf der Vorderseite. Das besitzt zwar auch die TG-5, es wird hier aber über das lange Drücken der Info-Taste aktiviert. Das Bedienen per Tippen ans Gehäuse macht bei der W300 die Aufnahmekontrolle z. B. unter Wasser oder beim Tragen von Handschuhen einfacher.

Unsere Wertung bei den Abmessungen, der Verarbeitung und der Bedienung: Unentschieden.

Bildqualität:
Die Bildsensoren beider Outdoorkameras gehören zur 1/2,3-Zoll-Klasse. Sie sind damit so groß wie die Bildwandler der meisten Reisezoomkameras. Die CMOS-Sensoren werden rückwärtig belichtet, der Lichteinfall auf den Sensor dadurch verbessert. Unterschiede gibt es bei der Auflösung: Der Bildwandler der Olympus TOUGH TG-5 (Testbericht) besitzt 12 Millionen Bildpunkte (4.000 x 3.000 Pixel), beim Sensor der Coolpix W300 sind es 15,9 Millionen (4.608 x 3.456 Pixel). Die ISO-Wahl ist bei der TG-5 zwischen ISO 100 und ISO 12.800 möglich, bei der Coolpix W300 zwischen ISO 125 und ISO 6.400. Ein wichtiger Unterschied für alle, die ihre Fotos nachträglich bearbeiten wollen: Die Kamera von Olympus nimmt Bilder nicht allein im JPEG-Format auf, es lassen sich auch RAW-Dateien ausgeben. Das funktioniert bei der W300 nicht. Gerade in kritischen Situationen, die vor allem auch unter Wasser auftreten, können RAW-Dateien ein "Rettungsanker" sein.

Vergleich der Bildqualität bei ISO 100/125 (Tag):

Die Bildqualität anhand dreier Ausschnitte im Detail:

Die um 50 Prozent höhere Auflösung der Nikon Coolpix W300 ist bei unseren Vergleichsaufnahmen kaum zu erkennen, abhängig von den Strukturen des Motivs löst einmal die W300 und einmal die TG-5 Details besser auf. Effektiv bewegen sich beide Modelle auf dem identischen Niveau.

Vergleich der Bildqualität bei ISO 1.600 (Nacht):

Die Bildqualität anhand dreier Ausschnitte im Detail:

Bei schlechteren Lichtverhältnissen zeigt sich, dass beide Kameramodelle trotz der nicht allzu hohen Sensorempfindlichkeit von ISO 1.600 Details nicht besonders gut wiedergeben. Dafür sind die kleinen Sensoren im 1/2,3-Zoll-Format verantwortlich. Details werden generell lediglich bis ISO 400 recht gut aufgelöst, bei ISO 800 sind erste größere Abstriche nötig. Bei dem von uns zum Vergleich verwendeten ISO 1.600 nimmt das Rauschen stark zu, die Rauschfilter der Kameras müssen daher stark eingreifen. Dadurch gehen feine Details verloren. Im direkten Vergleich wirken die Aufnahmen der Nikon Coolpix W300 (Testbericht) etwas schärfer, dies sollte allerdings an einer stärkeren kamerainternen Nachschärfung liegen.

Bei der Kamera von Nikon stören deutlichere „Rauschwolken“, die bei der Nachbearbeitung nur schwer zu entfernen sind. Diese lassen sich bei der TG-5 nicht erkennen. Höhere Sensorempfindlichkeiten als ISO 3.200 sind mit beiden Kameras unbedingt zu vermeiden, dann nimmt die Bildqualität nochmals stark ab.

Mit einem Klick auf das nachfolgende Bild gelangen Sie zu unserem Bildqualitätsvergleich:

Unsere Wertung bei der Bildqualität: Unentschieden.

Im zweiten Teil unseres Vergleichs der Olympus TOUGH TG-5 und der Nikon Coolpix W300 gehen wir auf die Objektive, die Bildkontrolle und die Arbeitsgeschwindigkeit ein.

Links zum Artikel:

 
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