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Olympus TOUGH TG-5 vs. Nikon Coolpix W300 im Duell (Teil 2)

Teil 2 von 3: Outdoorkameras mit wasserdichtem und stoßgeschütztem Gehäuse


Links sehen Sie die Olympus TOUGH TG-5, rechts die Nikon Coolpix W300.

Nachdem wir im ersten Teil unseres Vergleichs der Olympus TOUGH TG-5 und der Nikon Coolpix W300 einen Blick auf die Bedienung und die Bildqualität geworfen haben, gehen wir nun auf die Objektive, die Bildkontrolle, die Arbeitsgeschwindigkeit und die Funktionen sowie Features ein.

Objektive:
Die Objektive beider Modelle arbeiten im Gegensatz zu herkömmlichen Kameras im Gehäuse. Sie werden dadurch unter anderem vor Stößen geschützt. Natürlich macht die gewählte Konstruktion auch das Abdichten der Gehäuse deutlich einfacher. Die Olympus TOUGH TG-5 (Testbericht) besitzt ein optisches 4-fach-Zoom mit einer kleinbildäquivalenten Brennweite von 25 bis 100mm, die Nikon Coolpix W300 ein 5-fach-Zoom mit 24 bis 120mm KB-Brennweite.

Die Kamera von Nikon ist somit sowohl im Weitwinkel- als auch im Telebereich im Vorteil. In puncto Lichtstärke liegt dagegen die TG-5 vorne: Ihr Objektiv besitzt im Weitwinkel eine große Blendenöffnung von F2, die Coolpix W300 „nur“ F2,8. Am jeweiligen Teleende besitzen beide Optiken eine Offenblende von F4,9.

In puncto Abbildungsleistung sehen wir das Objektiv der TG-5 vorne. Dieses zeigt auch außerhalb des Zentrums einen recht guten Schärfeeindruck. Bei der Coolpix W300 macht sich dagegen ein stärkerer Schärfeabfall bemerkbar. Chromatische Aberrationen sind bei beiden Modellen nicht allzu stark vorhanden, die Verzeichnung wird digital intern sehr gut korrigiert.

Unser Sieger beim Objektiv: Die Olympus TOUGH TG-5.

Das Objektiv der Outdoorkamera von Olympus liegt in der Kameramitte:

Olympus TOUGH TG-5.

Bei der Nikon Coolpix W300 befindet sich das Objektiv in der Ecke. Beide arbeiten intern:

Nikon Coolpix W300.

Bildkontrolle:
Zur Bildkontrolle sind beide Kameras mit einem 3,0 Zoll messenden Display ausgestattet. Während das LCD der W300 allerdings eine Auflösung von 921.000 Subpixel besitzt, sind es beim Display der TG-5 nur 460.000 Subpixel. Dieser Unterschied macht sich durch eine nicht ganz so gute Detailwiedergabe bemerkbar. Zwar kann auch bei der Outdoorkamera von Olympus das Bild ohne größere Nachteile begutachtet werden, die Kontrolle der Schärfe ist bei der Nikon Coolpix W300 (Testbericht) aber besser möglich. Die Einblickwinkel und die Helligkeit beider LCDs fallen dagegen gleich aus. Für beide Displays gilt, dass sich diese recht weit im Gehäuse befinden. Dadurch sind beim sehr schrägen Betrachten alle am Rand liegen Schriften nicht mehr vollständig abzulesen.

Unser Sieger bei der Bildkontrolle: Die Nikon Coolpix W300.

Die Displays messen 3,0 Zoll. Das LCD der W300 löst doppelt so hoch wie jenes der TG-5 auf:

Links sehen Sie die Olympus TOUGH TG-5, rechts die Nikon Coolpix W300.

Geschwindigkeit:
Beim Vergleich der Geschwindigkeit geht die Olympus TOUGH TG-5 als klarer Sieger hervor. Besonders groß ist der Unterschied bei der Serienbildrate. Die Nikon Coolpix W300 erreicht zwar eine ordentliche Serienbildrate von 7,8 Fotos pro Sekunde, nach nur fünf Bildern in Serie ist der Pufferspeicher aber schon gefüllt. Damit ist die Serienbildfunktion praktisch kaum nutzbar. Bei der TG-5 sieht es deutlich besser aus: Bei JPEG-Fotos speichert die Outdoorkamera 20 Bilder pro Sekunde für 21 Fotos in Serie, danach werden kontinuierlich 8,3 Bilder pro Sekunde aufgenommen.  Bei RAW-Fotos sind bis zu 23,8 Bilder pro Sekunde für 11 Bilder in Serie möglich, mindestens 2,7 Bilder pro Sekunde sind es nach der schnellsten  Bildserie.

Auch bei der Fokussierung liegt die Olympus TOUGH TG-5 vorne, mit 0,18 Sekunden gegenüber 0,25 Sekunden bei der Coolpix W300 fällt der Unterschied gefühlt aber nicht riesig aus. Dies liegt auch an der kürzeren Auslöseverzögerung der Outdoorkamera von Nikon (0,01 vs. 0,05 Sekunden). In Front liegt die W300 des Weiteren bei der Einschaltzeit (1,31 vs. 1,71 Sekunden). Das erste Bild nach dem Einschalten hat dafür wieder die TOUGH TG-5 schneller im Kasten (0,87 vs. 1,30 Sekunden).

Unser Sieger bei der Geschwindigkeit: Die Olympus TOUGH TG-5.

Die Kameragehäuse beider Outdoormodelle von oben betrachtet:

Links sehen Sie die Olympus TOUGH TG-5, rechts die Nikon Coolpix W300.

Funktionen und Features:
Bestimmte Funktionen und Features können die Aufnahme von Fotos vereinfachen oder sogar erst möglich machen. Beide Modelle sind als Kameras der Kompaktklasse nicht mit so vielen Features wie beispielsweise Systemkameras ausgestattet, gerade bei der Olympus TOUGH TG-5 lassen sich aber doch einige Parameter anpassen. Dies gilt unter anderem für die Fotoprogramme. So hat die Kamera von Olympus neben einer Voll- und Programmautomatik einen Modus für die Blendenvorwahl („A“) zu bieten. Ganz korrekt ist der Ausdruck allerdings nicht, denn die Blende wird bei der Outdoorkamera dadurch gar nicht verändert, es wird stattdessen mit einem ND-Filter gearbeitet. Dieser reduziert den Lichteinfall um eine oder rund vier Blendenstufen. Im Weitwinkel kann man sich daher zwischen F2 (= Offenblende), F2,8 oder F8 entscheiden. Am Teleende stehen F4,9 (= Offenblende), F6,3 und F18 zur Wahl. Die vorhandenen Blendenstufen sind somit vergleichsweise gering,  es gibt aber mehr Optionen als bei anderen Outdoorkameras – wie zum Beispiel der Nikon Coolpix W300. Hier kann der Fotograf lediglich die Belichtung um +/- zwei Blendenstufen korrigieren. Das funktioniert bei der TG-5 zusätzlich zur Wahl der „Blende“. Zudem erlaubt die TG-5 die Wahl des Belichtungsmessmodus („ESP“, „Spot“).

Die Olympus TOUGH TG-5 besitzt einen Mikroskop-Modus für extreme Vergrößerungen:

Olympus TOUGH TG-5.

Die Kamera von Olympus liegt ebenso in puncto Fokus vorne. Zwar unterstützen beide Modelle die Verlagerung des AF-Messfeldes im Bildzentrum, und es gibt verschiedene AF-Feld-Modi (inklusive Automatik), den manuellen Fokusbetrieb hat aber lediglich die TG-5 zu bieten. Scharfstellen lässt sich mit beiden Kameras ab einem Zentimeter von der Frontlinse, Besitzer der TG-5 können dabei sogar die maximale Brennweite (und nicht wie bei der W300 nur die kürzeste) verwenden. Das macht mit der TG-5 sehr starke Vergrößerungen möglich, mit der W300 gelingen jedoch ebenso recht gute Makrofotos. Die TG-5 überzeugt bei Makroaufnahmen trotzdem deutlich mehr: Dafür sind auch das kamerainterne Fokus-Stacking und die Fokusreihenaufnahme verantwortlich.

Absetzen kann sich die Digitalkamera von Olympus des Weiteren durch ihre Intervallfunktionen mit bis zu 299 Bildern in Folge.

Unser Sieger bei den Funktionen und Features: Die Olympus TOUGH TG-5.

Im dritten Teil des Duells der Olympus TOUGH TG-5 und Nikon Coolpix W300 vergleichen wir die Videofunktion sowie die Erweiterbarkeit und ziehen ein Fazit.

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