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Panasonic Lumix DC-G9 und Lumix DMC-G81 im Vergleich (Teil 1)

Teil 1 von 3: Spiegellose Systemkameras von Panasonic für Foto- und Videoaufnahmen


Links sehen Sie die Panasonic Lumix DC-G9, rechts die Panasonic Lumix DMC-G81.

Panasonic bietet mit der Lumix DC-G9 seit Ende 2017 eine für Fotos optimierte DSLM an. Neben der vor allem auch für Videos gedachten Lumix DC-GH5 sind damit zwei Flaggschiffe erhältlich. Unterhalb beider Kameras hat Panasonic jedoch noch weitere Modelle im Angebot, die sehr interessante Produkte darstellen. Hier ist zum Beispiel die deutlich günstigere Lumix DMC-G81 zu nennen. In diesem Vergleichstest wollen wir herausfinden, wie groß der Unterschied zwischen beiden DSLMs in der Praxis ausfällt und ob man sein Geld unbedingt in die G9 investieren sollte.

Zu unseren beiden Einzeltestberichten gelangen Sie über folgende Links:
Testbericht der Panasonic Lumix DC-G9
Testbericht der Panasonic Lumix DMC-G81

Unterschiede der Kandidaten als Entscheidungshilfe beim Kauf:

Abmessungen/Verarbeitung/Bedienung:
Kameras der Profiklasse sind größer und schwerer. Dieser Satz stimmt nicht immer, aber immer öfter. Das zeigt auch der direkte Vergleich der Panasonic Lumix DC-G9 und der Panasonic Lumix DMC-G81. Während die G9 mit Abmessungen von 13,2 x 9,7 x 9,2cm für ein Kameramodell mit Micro Four Thirds-Sensor stattlich ausfällt, ist die G81 mit 12,8 x 8,9 x 7,4cm eine ganze Ecke kleiner.

Dies wirkt sich zugleich auf das Gewicht aus: Die G9 bringt betriebsbereit (ohne angesetztes Objektiv) satte 153g mehr auf die Waage. Das mag auf den ersten Blick zwar nach nicht nach allzu viel klingen, entspricht prozentual gesehen jedoch fast einem Drittel mehr. Wenn beide DSLMs in der Hand gehalten werden, spürt man diesen Unterschied jedenfalls sehr deutlich.

Durch das größere Gehäuse besitzt die Lumix DC-G9 einen deutlich größeren Griff:

Links sehen Sie die Panasonic Lumix DC-G9, rechts die Panasonic Lumix DMC-G81.

Die G9 ist aber natürlich nicht einfach nur größer und schwerer, sondern bietet dem Fotografen verschiedene Vorteile. So besitzt sie einen wesentlich größeren Handgriff, der auch bei größeren Händen optimal in der Hand liegt. Die G81 können Fotografen dank eines ergonomischen Griffs zwar ebenso sehr gut festhalten, bei der G9 fällt das Handling durch die größere Fläche allerdings noch komfortabler aus. Gleiches gilt für den Daumen auf der Rückseite. Beim Einsatz großer und schwerer Objektive wird das zu einem größeren Vorteil, bei kleineren Objektiven fällt es weniger stark auf. Wer sich noch eine größere Auflagefläche oder einen Hochformatauslöser wünscht, kann für beide DSLMs einen Handgriff erwerben. In puncto Zubehör liegt die G81 also nicht zurück. Ähnliches gilt für die Robustheit des Gehäuses: Okay, die G9 wirkt mit ihrem vollständig aus einer Magnesiumlegierung gefertigten Body schon solider und lässt an der „Profieinstufung“ keinerlei Zweifel aufkommen. Die G81 besitzt trotz ihres günstigeren Preises aber ein ebenso wirklich solides Gehäuse. Der Kunststoffanteil ist zwar höher als bei der G9, einige Teile werden jedoch gleichfalls aus einer robusten Magnesiumlegierung gefertigt. Das hat in der Mittelklasse Seltenheitswert. Abgedichtet hat Panasonic beide Kameras, bis zu minus zehn Grad Celsius sind sie außerdem frostsicher.

Über das Kontrolldisplay der G9 sind die wichtigsten Aufnahmeinformationen einsehbar:

Panasonic Lumix DC-G9.

Die größeren Abmessungen des Gehäuses nutzt Panasonic bei der G9 obendrein für die Platzierung von mehr Bedienelementen bzw. des Kontrolldisplays auf der Oberseite. Dieses zeigt unter anderem die Blende, die Belichtungszeit oder den verbleibenden Platz auf der Speicherkarte an. Es lässt sich beleuchten und dadurch auch bei Dunkelheit ablesen. Ein Kontrolldisplay kann in einigen Situationen einen Vorteil darstellen, dessen Fehlen stellt andererseits kein Problem dar. Schließlich erhalten Fotografen über den Sucher und das Display alle wichtigen Informationen.

Die rechte Oberseite beider spiegellosen Systemkameras im Vergleich:

Links sehen Sie die Panasonic Lumix DC-G9, rechts die Panasonic Lumix DMC-G81.

Auch links vom Sucherbuckel sind Wählräder zu finden:

Links sehen Sie die Panasonic Lumix DC-G9, rechts die Panasonic Lumix DMC-G81.

An Tasten und Einstellrädern hat Panasonic bei beiden Kameras nicht gespart, die G9 ist jedoch fraglos mit mehr davon ausgestattet. So gibt es anders als bei der G81 nicht nur zwei Einstellräder (für die Blende oder Belichtungszeit), ein Wählrad- für das Fotoprogram und den Aufnahmemodus (Einzelbild, Serienbild, Selbstauslöser, ..) sowie einen Schalter für den Fokusmodus, sondern einen zusätzlichen Joystick und einen Fn-Schalter. Bei den Fn-Tasten liegt die G81 mit elf gegenüber 14 Stück bei der G9 ebenfalls hinten. Die G9 hat des Weiteren einen Fn-Schalter zu bieten, und selbst der Joystick kann die Aufgaben von bis zu fünf Tasten übernehmen.

Bei der Panasonic Lumix DC-G9 lassen sich 14 Tasten frei mit Funktionen belegen:

Panasonic Lumix DC-G9.

Bei der Lumix DMC-G81 sind elf Tasten frei belegbar:

Panasonic Lumix DMC-G81.

Für beide Kameramodelle gilt daher, dass sie jeweils über sehr viele Bedienelemente verfügen und sich überdurchschnittlich gut an die eigenen Wünsche anpassen lassen. Die G9 liegt diesbezüglich noch vor der G81, vor allem ihr Joystick kann Aufnahmen deutlich erleichtern.

Nur bei der G9 zu finden: Das konfigurierbare "Mein Menü":

Panasonic Lumix DC-G9.

Auch im Menü hat die G9 der G81 etwas voraus: das „Mein Menü“. Hier lassen sich wichtige Einstellungen zusammenfassen und sind dann schneller aufrufbar. Abseits davon und von einem leicht überarbeiteten Design sind keine größeren Abweichungen vorhanden. Ein Quickmenü lässt sich jeweils nutzen.

Unser Sieger bei den Abmessungen, der Verarbeitung und der Bedienung: Die Panasonic Lumix DC-G9.

Die Bildwandler messen jeweils 17,3 x 13,0mm und gehören zur MFT-Klasse:

Bildqualität:
Die Bildqualität einer Kamera ist maßgeblich vom verwendeten Sensor und dessen Spezifikationen abhängig. Panasonic verbaut bei allen seinen Systemkameras Micro Four Thirds-Sensoren mit Abmessungen von 17,3 x 13,0mm. Dies bedeutet freilich nicht, dass in allen Kameras identische Modelle zum Einsatz kommen. Das lässt sich unter anderem an der Panasonic Lumix DC-G9 und der Panasonic Lumix DMC-G81 erkennen. So wird bei der G9 ein 20,2 Megapixel auflösender Sensor (5.184 x 3.888 Pixel) verwendet, bei der G81 ein Bildwandler mit 15,8 Megapixel (4.592 x 3.448 Pixel). Auf einen Tiefpassfilter verzichtet Panasonic zur bestmöglichen Detailwiedergabe jeweils, Moiré-Artefakte sollen durch eine Erkennung des Venus-Engine-Bildstabilisators verhindert werden.

Vergleich der Bildqualität bei ISO 200 (Tag):

Die Bildqualität anhand dreier Ausschnitte im Detail:

Mehr Pixel = mehr Details. Das stimmt zumindest bei Systemkameras in aller Regel. Die Lumix G9 gibt bei ISO 200 feine Strukturen besser als die G81 wieder, Moiré-Artefakte sind bei unserem Testbild zudem wesentlich weniger zu sehen. Riesig fällt der Vorteil allerdings nicht aus, dafür müssen die Fotos schon stark vergrößert betrachtet werden.

Vergleich der Bildqualität bei ISO 6.400 (Nacht):

Die Bildqualität anhand dreier Ausschnitte im Detail:

Höhere Sensorempfindlichkeiten stellen mit den Vergleichskameras kein Problem dar, im Gegensatz zu APS-C- oder Vollformatkameras steigt das Bildrauschen aber schneller an. Eine sehr gute Bildqualität wird jeweils bis etwa ISO 800 erreicht, bis ISO 3.200 sind die Fotos noch recht gut verwendbar.

Bei ISO 6.400 müssen bereits deutliche Qualitätsabstriche in Kauf genommen werden. Die Lumix DC-G9 schlägt sich etwas besser, die Rauschreduzierung der G81 vernichtet sichtbar mehr feine Strukturen. Dafür zeigen die Bilder der G9 ein etwas höheres Rauschen. Dieses stört gleichwohl nicht zu stark.

Unser Sieger bei der Bildqualität: Die Panasonic Lumix DC-G9.

Mit einem Klick auf das nachfolgende Bild gelangen Sie zu unserem Bildqualitätsvergleich:

Im zweiten Teil unseres Vergleichstests der Panasonic Lumix DC-G9 und der Panasonic Lumix DMC-G81 gehen wir unter anderem auf die Bildkontrolle, die Geschwindigkeit und das Objektivangebot ein.

Links zum Artikel:

 
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Kommentare

Guten Abend ! Ich möchte ...

Guten Abend !
Ich möchte gerne einmal sagen, dass ich Eure diversen Tests nicht verstehe ..... weshalb wird z.B. die Bildqualität (gut) in einem Vergleichstest mit zwei Punkten, dann wieder nur mit einem bewertet - oder eine Qualität von Sehr gut nur mit 2 etc. In vielen verschiedenen Tests gibt es unterschiedliche Bewertungen der gleichen Kamera - das fällt bei mehreren auf .... Ihnen nicht? Was soll dann eine Vergleichstestwertung punktemäßig wert sein??? Vielleicht mal überdenken bzw. überarbeiten - ich schließe mich auch einen Kommentar an, dass Vergleiche nur mit gleichen Optiken gemacht werden sollten - soferne es möglich ist - und nicht Topoptiken mit Kitoptiken (siehe Panasonic G9 und G81) - auch das ist nicht wirklich hilfreich ! Ansonsten ist es gut Ihre div. Infos zu haben, sie sollten halt auch "stimmen" ! Mit besten Grüßen

Hallo, ein Vergleichstest vergleicht die ...

Hallo,
ein Vergleichstest vergleicht die genannten Modelle – und auch nur diese – zum Zeitpunkt des Tests. Die Tabellen sind nicht in jedem Fall mit anderen Tabellen vergleichbar, da aufgrund der unterschiedlichen Kameras nicht in jeder Tabelle (und nicht in jedem Test) die gleichen Kriterien vorkommen. Des Weiteren kann, als Beispiel, ein Test vor 2 Jahren nicht vollständig mit einem Test von heute verglichen werden. Dies haben wir jedoch auch nirgendwo behauptet. Kriterien ändern sich mit der Zeit, Wertungen werden daher angepasst. Das bedeutet auch, dass eine gute Wertung mit der Zeit schwerer erreicht werden kann, da der Qualitätsanspruch zunehmen kann. Je weiter die Testzeitpunkte auseinander liegen, desto weniger sind sie in der Regel miteinander vergleichbar. Eine Kamera, die vor 3 Jahren dem Stand der Technik entsprach, erfüllt diesen Anspruch heute mit hoher Wahrscheinlichkeit nur noch teilweise oder auch nicht mehr ausreichend.

Für unsere Tests verwenden wir in aller Regel Objektive, die Fotografen typischerweise im Alltag nutzen. In diesem Fall handelt es sich jeweils um das „Kitobjektiv“, mit dem die Kamera im Handel erworben werden kann. Es ergibt recht wenig Sinn, die G81 mit dem 12-60mm F2,8-4 zu testen. Dieses Objektiv kostet mehr als die G81 selbst und wird vermutlich nur von einer kleineren Randgruppe von G81-Nutzern verwenden. Sollten wir daher das 12-60mm Objektiv im Test verwenden, würden viele Leserinnen und Leser aufschreien, warum wir nicht das Kitobjektiv verwendet haben, denn dieses wird doch am häufigsten verwendet.

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