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Preview: Hands-On-Test der Sony Cyber-shot DSC-RX100 V

Unsere ersten Eindrücke von der neuesten High-End-Kompaktkamera von Sony

Vor Kurzem hat Sony mit der Cyber-shot DSC-RX100 V die fünfte Generation seiner High-End-Kompaktkameras der RX100-Serie vorgestellt. Wir hatten die Möglichkeit, ein finales Modell unter die Lupe zu nehmen, und konnten ebenso ein paar Beispielaufnahmen festhalten.

Neben unserem ersten Eindruck zur Kamera finden Sie in diesem Artikel daher auch ein paar Beispielbilder und -videos. Alle technischen Daten können Sie in unserem Newsartikel zur Kompaktkamera nachlesen.

Rein optisch gibt es von der RX100 V nichts Neues zu berichten. Sony hat die fünfte RX100-Kamera im Vergleich zum Vorgängermodell äußerlich nicht verändert, bereits bei der RX100 IV war dies allerdings der Fall. Die weiteren technischen Daten unterscheiden sich jedoch sehr wohl. Zum einen wurde der Kamera ein neuer Bildsensor spendiert. Dieser misst zwar immer noch 13,2 x 8,8mm (1,0 Zoll-Typ, Exmor RS) und auch die Auflösung ist mit 20 Megapixel bereits bekannt, es sind jedoch spezielle Phasendetektionspixel hinzugekommen. 315 hat Sony auf dem Sensor verteilt, die 65 Prozent der Bildfläche im Zentrum abdecken. Sobald sich ein Motiv innerhalb dieses Bildbereichs befindet, kann die Phasendetektion zum Scharfstellen verwendet werden. Außerhalb davon ist nur die Kontrastmessung aktiv, wobei diese im Bereich der Phasendetektionspixel zusätzlich verwendet wird.

Der Autofokus der RX100 V verwendet zum Scharfstellen bis zu 315 Phasendetektionsfelder:

In der Praxis macht sich der Phasendetektions-AF vor allem bei bewegten Motiven oder auch bei Bewegungen der Kamera bemerkbar. Sobald die RX100 V neu fokussieren muss, erledigt sie dies schneller als die bisherigen RX100-Modelle. Bei der Einzelbild-Fokussierung sollten sich ebenfalls Vorteile ergeben, so groß wie bei der kontinuierlichen Scharfstellung sind sie nach unseren ersten Eindrücken jedoch nicht. Sobald wir eine Sony Cyber-shot DSC-RX100 V im Testlabor haben, werden wir die Fokussierungszeit genau testen können. Die RX100-Kameras waren in dieser Hinsicht schon flott unterwegs, zu den Spitzenmodellen konnten sie jedoch nicht aufschließen.

Neben dem Phasen-AF gehört das Front End LSI zu den wichtigsten neuen Features:

Sony hat bei der RX100V jedoch nicht nur die Fokussierungsgeschwindigkeit verbessert, auch die Serienbildrate wurde erhöht. Die Sony Cyber-shot DSC-RX100 V kann beachtliche 24 Bilder pro Sekunde festhalten. Dieser Wert wird bei voller Auflösung und auch im RAW-Format erreicht. Als Bonus lassen sich zudem die Fokussierung und die Belichtung nachführen. Ohne Phasendetektions-AF wäre Ersteres wohl kaum möglich. Für die besonders hohe Bildrate ist bei der RX100 V das neue Front End LSI zuständig. Dieses hat Sony bei der zur Photokina 2016 vorgestellten Alpha 99 II eingeführt, hier erlaubt es eine Serienbildrate von 12 Bildern pro Sekunde bei 42 Megapixel. Die Integration in die RX100 V macht die bereits erwähnten 24 Bilder pro Sekunde möglich. Damit gehört die Kompaktkamera zu den schnellsten Modellen auf dem Markt.

Beim Front End LSI handelt es sich um eine Art Zusatzprozessor, der dem Bionz X Bildprozessor beim Verarbeiten der Daten zur Seite steht. Des Weiteren wird die gesteigerte Rechenleistung zur besseren Fokussierung und für eine Steigerung der Bildqualität verwendet. Hier können wir noch keine genauen Ergebnisse nennen, laut Sony arbeitet die Rauschreduzierung der RX100 V jedoch besser als bei der RX100 IV.  Punkten kann die RX100 V neben der hohen Bildrate auch mit einer langen Aufnahmeserie. Dies ist angesichts der sehr hohen Serienbildgeschwindigkeit keineswegs selbstverständlich. Sony gibt 150 Bilder in Folge mit höchster Geschwindigkeit an, diesen Wert haben wir bei unseren Aufnahmen in etwa auch erreicht.

Eine besonders gute Videoqualität wird durch das sogenannte "Oversampling" erreicht:

Eine weitere Auswirkung hat das Front End LSI auf die Highspeed-Videoaufnahme. Die Auflösungen und die möglichen Bildraten wurden zwar beibehalten, die Aufnahmedauer in den unterschiedlichen Prioritätsmodi konnte Sony jedoch verlängern. Die RX100 V speichert Highspeedvideos bei der Qualitätspriorität für vier Sekunden und bei der Aufnahmezeitpriorität für acht Sekunden. Dies erlaubt bei gleicher Videolänge eine bessere Bildqualität, da die Auflösung und die maximale Aufzeichnungsdauer bei Slow-Motion-Videos zusammenhängen. Nicht verändert hat Sony dagegen das 4K-Aufnahmelimit. Dieses liegt weiterhin bei fünf Minuten. Die höchste Bildrate stellen in 4K nach wie vor 30 Vollbilder pro Sekunde dar, zwecks einer besseren Bildqualität werden deutlich mehr Pixel ausgelesen und auf die benötigte Auflösung heruntergerechnet (= "Oversampling").

Mit der Photo Capture-Funktion kann man Einzelbilder aus Videos exportieren:

Aufnahmespezifische Verbesserungen gibt es bei der Videoaufnahme keine, durch den Phasendetektions-AF kann die Kamera bei Videos aber natürlich schneller scharfstellen. Das Tracking von bewegten Motiven profitiert dabei besonders. Neu ist bei der RX100 V zudem noch die Photo Capture-Funktion. Diese erlaubt die Auswahl und das Abspeichern von Einzelbildern bei Videoaufnahmen.

Das Display lässt sich zur einfacheren Bildkontrolle schwenken:

Abseits der genannten neuen Features bei der Foto- und der Videoaufnahme setzt Sony auf Bewährtes. Das Kameragehäuse ist – wie erwähnt – genauso groß wie beim Vorgängermodell und besteht aus solidem Metall. Da ein Handgriff fehlt, lässt das Handling allerdings zu wünschen übrig. Wie für jede RX100-Kamera empfehlen wir als Ergänzung daher unbedingt einen zusätzlichen Griff. Die Tasten der RX100 V sind wie üblich recht klein, mit den vorhandenen Bedienelementen – zu denen auch wieder ein Objektivring zählt – kommt man in der Praxis jedoch gut zurecht.

Der Sucher und der Blitz sind wie bekannt integriert:

Das 3,0 Zoll messende LCD der Kompaktkamera ist hoch aufgelöst und lässt sich zur besseren Bildkontrolle nach oben schwenken, der Sucher kann sich für eine kleine Digitalkamera auch im Jahr 2016 wirklich sehen lassen. Die Auflösung (2,36 Millionen Subpixel) und die Vergrößerung (0,59-fach) sind hoch, seine integrierte Bauweise spart Platz. Das Objektiv mit 24 bis 70mm KB-Brennweite und einer Lichtstärke von F1,8 bis F2,8 kennt man ebenfalls.

Vier Beispielfotos in voller Auflösung:

Links eine Highspeed-Aufnahme mit 480 Bildern/Sek., rechts mit 240 Bildern pro Sekunde:

Mit dem MPK-URX100A kann von Sony ein Unterwassergehäuse erworben werden:

Als neues Zubehör bietet Sony für die RX100 V (sowie die anderen RX100-Modelle) ein Unterwassergehäuse mit dem Namen MPK-URX100A an. Auch darauf konnten wir schon einen ersten Blick werfen. Im Gehäuse befand sich zum Testzeitpunkt zwar eine Sony Cyber-shot DSC-RX100 III, diese wird aber genauso wie die RX100 V bedient. Das offiziell bis 40m Tauchtiefe freigegebene Unterwassergehäuse fällt in etwa so groß wie eine Spiegelreflexkamera aus und erlaubt das Bedienen aller Tasten und Einstellräder.

Alle Funktionen der RX100-Kameras lassen sich damit auch unter Wasser nutzen:

Das Zoomen oder Blitzen ist ebenso möglich. Beim Fotografieren oder Filmen wird man daher nicht eingeschränkt. Sony hat hier ganze Arbeit geleistet. Die teilweise kleinen Tasten dürften die Bedienung unter Wasser jedoch erschweren. Wer keine vielfältigen Einstellungen vornehmen möchte, wird mit dem 359,00 Euro (UVP) teuren Gehäuse aber vermutlich sehr gut auskommen.

Unser Fazit:
Im Vergleich zu den bereits erhältlichen Modellen der RX100-Serie handelt es sich bei der RX100 V um ein (für viele Fotografen) nicht revolutionäres Update. Angesichts der bereits enorm leistungsfähigen Vorgängermodelle ist das aber wenig verwunderlich. Letztendlich muss man jedoch festhalten, dass es Sony wieder einmal geschafft hat, die beste Kompaktkamera noch einmal etwas leistungsfähiger zu machen. Die Serienbildgeschwindigkeit der Sony Cyber-shot DSC-RX100 V ist beachtlich, die Länge der Aufnahmeserie ebenfalls. Wer eine Kamera mit hoher Bildrate benötigt, muss die RX100 V daher zweifellos in den Kreis der Favoriten aufnehmen. Dass die Fokussierung auch bei 24 Bildern pro Sekunde noch funktioniert, kann sich ebenso sehen lassen.

Die Sony Cyber-shot DSC-RX100 V setzt neue Maßstäbe, ist aber keine Revolution:

Die RX100 V positioniert sich daher als neues Spitzenmodell vor allen Kameras der RX100-Serie. Wer keine extrem hohe Serienbildgeschwindigkeit, einen riesigen Pufferspeicher oder einen deutlich besseren kontinuierlichen Autofokus benötigt, fährt mit den älteren RX100-Modellen jedoch noch immer sehr gut.

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Kommentare

Hallo. Leider ist die RX100 ...

Hallo.
Leider ist die RX100 der fünften Generation scheinbar noch immer nicht mit GPS, Spritzwasserschutz oder 2160p@60fps und RAW-Videoaufnahme ausgestattet. Aber mir ist etwas anderes aufgefallen:
Beim Galaxy S7 war der Serienbildermodus, wenn ausreichend Licht vorhanden war, so schnell, dass man aus den Standbildern einen kleinen Videoclip extrahieren konnte.
Jetzt ist ebenfalls die neue RX105 dazu in der Lage.
Ein Vergleich zur Smartphone-Kamera mag zwar etwas lächerlich klingen, ist jedoch interresant.
Auch S6 und RX104/RX13 (Abkürzungen für RX100M4 und RX10M3) hatten ähnliche Framerates im Serienbildermodus. Das S6 hatte aber mit nur 30 Bildern eine unzufriedenstellende Ausdauer. Noch schlimmer war 2013 für Samsung:
Das Xperia Z konnte zwar nicht den vollen Sensor für Serienbilder benutzen, sondern es gab drei Aufnahmemodi bei der alten Kamera-Anwendung, wobei die Ausdauer nur durch Hitze, Akku und Speicher begrenzt war. Dabei lag die Rechenleistung vom Xperia Z weit unter Galaxy Note 3 (16 fps, bis zwanzig, lächerlich)und sogar unter dem Galaxy S4 (etwa 8 fps, auch nur bis zwanzig).
• Langsam (1280×720 bei 3 fps, eigentlich Nutzlos)
• Mittel (4160×2340 bei etwa 6 fps, maximaler 16:9-Ausschnitts vom iMX135)
• Schnell (1920×1080) bei mindestens 12 fps

Apple war noch nie unnötig begrenzt, jedoch reicht in der Praxis häufig eine Ausdauer von fünf Sekunden (Galaxy S7, 100 Bilder) aus, wenn man sonst eher aus 2160p-Videos Standbilder extrahiert.

Für mich ist die RX100 ...

Für mich ist die RX100 V sicher auch eine sehr interessante Kamera, dennoch werde ich mir diese niemals kaufen.
Im Jahr 2016 gehört GPS für mich zum Standard.
Wenn dann noch über 1200 EUR!!! verlangt werden fehlt bei mir auch jedes Verständnis.
Sony könnte es besser!

Für mich ist es unverständlich, ...

Für mich ist es unverständlich, wie Sony gefühlt alle halbe Jahre ein neues Modell rausbringt. Immer über 1000 EUR. Die erste Variante der RX100 kann man mittlerweile für 300-350 EUR erwerben, diese ist aber nicht empfehlenswert mMn. Erst die Mark III Variante ist ok, finde ich - aber zu teuer. Lieber den großen Bruder die RX100 MII holen mit ordentlichen Zoom - wobei - nee auch zu teuer, wie so vieles von Sony. Panasonic ist noch eine gute Alternative, hat aber nicht so viele Funktionen wie die Sonys - schade.

Völlig unverständlich, wozu bei einer ...

Völlig unverständlich, wozu bei einer Kamera GPS als "must" verlangt wird - braucht man nicht wirklich. Entscheidend ist die Bildqualität, das Rauschverhalten und ggfs noch die Geschwindigkeit bei Fotos. Auch die viel gepriesene Viodeofähigkeit braucht man nicht - dazu gibt es Videokameras. Die Kamera ist ein FOTOAPPARAT und kein GPS, Videorecorder, handy oder ähnliches.

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