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Preview: Hands-On-Test der Canon EOS 200D

Die kompakte Spiegelreflexkamera mit dreh- und schwenkbarem LCD im Kurztest

Mit der EOS 100D hat Canon im Frühjahr 2013 als Reaktion auf die vielen kompakten spiegellosen Systemkameras ein besonders kleines Spiegelreflexmodell vorgestellt. Die im Sommer 2017 angekündigte Canon EOS 200D ist deren Nachfolgemodell und wurde im Vergleich zu dieser teilweise deutlich verbessert. Wir haben die neue DSLR bereits kurz testen können.

Die Canon EOS 200D besetzt als Nachfolgemodell der EOS 100D wie bereits angesprochen den Markt der kleinen Systemkameras. Mit Abmessungen von 12,2 x 9,3 x 7,0cm ist die Spiegelreflexkamera ein wenig kompakter als die meisten anderen Modelle mit Spiegel, im Vergleich zur EOS 100D (11,7 x 9,1 x 6,9cm) fällt sie aber ein wenig größer aus. Das dürfte unter anderem am hinzugekommenen dreh- und schwenkbaren Display liegen.

Das LCD der EOS 100D ist fest verbaut; diese Konstruktion nimmt natürlich weniger Platz ein. Die EOS 200D würden wir trotzdem als kompakt bezeichnen, sie bietet sich daher unter anderem als kleiner Zweit-Body für die Besitzer größerer Modelle an. Natürlich kann die Spiegelreflexkamera aber auch als „erste Kamera“ verwendet werden. Auch in puncto Gewicht sind mit der EOS 200D Einsparungen möglich, gegenüber der EOS 800D wiegt die EOS 200D rund 80g weniger. Die Canon EOS 100D (Testbericht) unterbietet die 200D jedoch um weitere 80g.

Die Oberseite mit dem Programmwählrad, dem Ein-/Ausschalter sowie weiteren Bedienelementen:

Das Design des aus Polycarbonat gefertigten Kameragehäuses der Canon EOS 200D unterscheidet sich vom Design des Gehäuses der EOS 100D vor allem auf der Oberseite. Hier hat sich Canon nicht wie üblich für ein frei liegendes Programmwählrad mit seitlichem Ein- und Ausschalter entschieden. Das Rad der 200D liegt plan im Gehäuse und wird nur von hinten bedient. Der Ein-/Ausschalter wurde daher auch in ein eigenes Bedienelement ausgelagert. Zum Aufrufen des Videomodus dient er trotzdem weiterhin. In der Praxis ist diese Lösung etwas ungewohnt – und aus unserer Sicht nicht unbedingt optimal. Während der Fotograf das Programmwählrad problemlos bedienen kann, haben wir den kleinen Ausschalter im Praxistest eher als „fummelig“ empfunden. Gleiches gilt für die ISO- und Display-Tasten auf der Oberseite. Diese sind doch wirklich sehr klein und verlangen ein genaues „Zielen“.

Der Handgriff der DSLR fällt für ein kompaktes Modell recht groß aus:

Besser als bei der EOS 100D gefällt uns dagegen, dass sich Canon für einen größeren Handgriff entschieden hat. Dieser sorgt nicht nur für einen angenehmer erreichbaren Auslöser auf der Oberseite, der Griff liegt auch erstaunlich gut in der Hand. Selbst mit dem größeren und schwereren EF-S 18-135mm F3,5-5,6 IS USM ist das Fotografieren komfortabel möglich. Richtig große und schwere Objektive sind natürlich kaum für den Einsatz an der 200D geeignet, das hat aber vermutlich auch niemand vor.

Auf der Rückseite wurden verschiedene Tasten sowie ein Steuerkreuz platziert:

Die Rückseite der Canon EOS 200D und die dort platzierten Tasten sind von der 100D bekannt. Natürlich fallen die Bedienelemente hier recht klein aus, diesen Kompromiss muss man bei einem kompakten Gehäuse allerdings eingehen. Die Tasten lassen sich jedoch vergleichsweise gut drücken. Das Steuerkreuz machte dagegen Probleme: Zum einen können es große Finger nicht optimal bedienen, zum anderen kam es bei uns des Öfteren zu „Fehlbedienungen“. Die Hand löste in diesem Fall durch den zu geringen Abstand zwischen dem Steuerkreuz und der Daumenablage „Aktionen“ aus. So kam es ab und zu vor, dass das AF-Messfeld im Liveviewbetrieb ungewollt verstellt wurde. Ob dies auch nach einem längeren Einsatz der Kamera noch der Fall ist, werden wir in unserem Testbericht herauszufinden versuchen.

Der 22,3 x 14,9mm große APS-C-Sensor der Canon EOS 200D besitzt 24 Millionen Bildpunkte:

Mit ihren weiteren technischen Daten erinnert die Canon EOS 200D zum Teil an die Canon EOS 1300D (Testbericht) , zum Teil an die Canon EOS 800D. Der Bildwandler in APS-C-Größe (22,3 x 14,9mm) löst 24 Megapixel auf, die Sensorempfindlichkeit lässt sich zwischen ISO 100 und ISO 51.200 einstellen. Wie bei der EOS 800D besteht der Sensor aus zwei Photodioden pro Pixel, das erlaubt durch die Dual Pixel CMOS-AF-Technologie ein besonders schnelles Fokussieren im Liveview- und Videomodus.

Der dedizierte AF-Sensor der Spiegelreflexkamera, der beim Blick durch den Sucher verwendet wird, besitzt neun Fokusmessfelder. Konkret handelt es sich um einen mittigen Kreuzsensor und acht Liniensensoren. Damit wird nur ein Einsteigerniveau erreicht, die EOS 800D besitzt als Beispiel 45 Kreuzsensoren.

Die Bildqualität der EOS 200D bewegt sich auf dem von den aktuellen APS-C-Modellen bekannten Niveau. Motive werden bei niedrigen ISO-Werten detailreich wiedergegeben, das Rauschen ist gut unter Kontrolle. Canon verzichtet wie gewohnt auf eine allzu starke Nachschärfung. Für eine Kamera der Einsteigerklasse sind die Aufnahmen zweifellos ansehnlich. Bei höheren Sensorempfindlichkeiten nimmt das Rauschen zu, bis etwa ISO 3.200 sind die Aufnahmen jedoch noch recht gut verwendbar. Ab ISO 6.400 leidet die Detailwiedergabe der JPEG-Bilder dann sichtbar, noch höhere Sensorempfindlichkeiten lassen sich praktisch nicht mehr nutzen.

Das LCD hat Canon anders als bei der EOS 100D dreh- und schwenkbar konstruiert:

Serienaufnahmen lassen sich mit der Canon EOS 200D mit bis zu fünf Bildern pro Sekunde realisieren. Dies ist für ein Modell der Einsteigerklasse eine ordentliche Geschwindigkeit. Zur Bildkontrolle stehen ein optischer Pentaspiegelsucher und ein Display zur Verfügung. Der Pentaspiegelsucher ist klar der Einsteigerklasse zuzuordnen: Zum einen zeigt er lediglich 95 Prozent des Bildfeldes an, zum anderen vergrößert er lediglich 0,54-fach (auf KB umgerechnet). Das Sucherbild ist dadurch vergleichsweise klein. Das Display überzeugt dagegen auf ganzer Linie: Es kann in fast alle Richtungen gedreht und geschwenkt werden, löst mit 1,04 Millionen hoch auf und besitzt ebenso große Einblickwinkel. Über die Touchoberfläche sind Eingaben schnell vorzunehmen, erkannt werden sie problemlos.

Das Gehäuse der Spiegelreflexkamera wird aus Kunststoff gefertigt:

Die Videofunktion der Canon EOS 200D bewegt sich – zumindest für Canon-Verhältnisse – auf der Höhe der Zeit. Videos lassen sich in Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) mit bis zu 60 Vollbildern pro Sekunde und einer sehr guten Qualität festhalten, ein Stereomikrofon zeichnet den Ton auf. Für ein externes Mikrofon steht des Weiteren ein 3,5mm Klinkeneingang zur Verfügung.

Ein Teil der Schnittstellen, für einen Kabelfernauslöser und das Mikrofon, liegt auf der linken Seite:

Der Akku und die SD-Speicherkarte werden beide in einem Fach auf der Unterseite verstaut:

Unser Fazit:
Mit der EOS 200D hat Canon eine Spiegelreflexkamera im Programm, die trotz größtenteils recht aktueller Technik sehr kompakt ausfällt. Das Gehäuse ist nicht nur kleiner als bei den meisten DSLR-Modellen, sondern auch leichter. Mit dem Vorgängermodell EOS 100D kann die EOS 200D diesbezüglich zwar nicht ganz mithalten, dafür hat sie aber auch mehr zu bieten: Ihr Handgriff ist größer, die Kamera liegt dadurch erstaunlich gut in der Hand.

Des Weiteren macht das dreh- und schwenkbare Display mit hoher Auflösung die Bildkontrolle komfortabler. Der Sucher der EOS 200D ist wie bei den meisten Einsteigermodellen klein geraten, in puncto Autofokus muss man mit neun Fokusmessfeldern (und nur einem Kreuzsensor) auskommen.

Die DSLR punktet mit ihren Abmessungen, teilweise gehen diese jedoch auf Kosten der Bedienung:

Der Liveview-AF ist dagegen auf der Höhe der Zeit und erlaubt dank der Dual Pixel CMOS-AF-Technologie das sehr schnelle Scharfstellen. Die Bildqualität erreicht für ein Modell der Einsteigerklasse ein sehr gutes Niveau, die 24 Megapixel auflösenden Bilder zeigen viele Details. Bis etwa ISO 3.200 lassen sich die Aufnahmen noch recht gut verwenden. Die Videofunktion der Spiegelreflexkamera erlaubt Aufnahmen in Full-HD mit 60 Vollbildern pro Sekunde und einer sehr guten Bildqualität, für ein externes Mikrofon ist ein Eingang vorhanden.

Unbearbeitete Beispielaufnahmen der Canon EOS 200D in voller Auflösung:

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