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Canon EG-E1 im Praxistest

Kleiner Erweiterungsgriff für die Canon EOS RP

Die spiegellose Systemkamera EOS RP wurde im Frühjahr 2019 als zweites Modell mit Vollformatsensor vorgestellt. Von der ersten spiegellosen Vollformatkamera des japanischen Herstellers, der EOS R, unterscheidet sich die DSLM unter anderem durch einen geringeren Preis und deutlich kompaktere Abmessungen. Nicht jeder wünscht sich aber eine besonders kompakte Kamera, der ein oder andere Fotograf möchte ein etwas größeres Gehäuse besitzen. Für diejenigen bietet Canon den Erweiterungsgriff EG-E1 an. Wir schauen uns diesen genauer an.

Der EG-E1 wird von Canon offiziell als Erweiterungsgriff bezeichnet. Es handelt sich also nicht um einen herkömmlichen Hochformat- bzw. Batteriegriff.

Von diesen unterscheidet sich der EG-E1 deutlich. Zum einen nimmt der Griff keinen zusätzlichen Akku auf, zum anderen besitzt er keinerlei Tasten. Folglich halten sich die Vorteile in engen Grenzen.

Die Canon EOS RP mit montiertem Erweiterungsgriff:

Der einzige Zweck des etwa 13,3 x 5,9 x 2,2cm großen und 86g schweren EG-E1 ist das Verbessern des Handlings der Kamera. Er „vergrößert“ die nur 13,3 x 8,5 x 7,0cm messende spiegellose EOS RP, die Hand findet dadurch mehr Fläche zum Zupacken vor. Dies verhindert, dass der kleine Finger beim Festhalten in der Luft hängt und sorgt für einen deutlich höheren Komfort.

Der Griff gibt dem Finger genügend Fläche zum Festhalten:

Beim Einsatz eines kompakten Objektivs, wie zum Beispiel dem 340g schweren Canon RF 35mm F1,8 Macro IS STM, sehen wir den EG-E1 nicht unbedingt als notwendig an. Damit liegt die Kamera auch ohne Griff gut in der Hand. Beim Standardzoom Canon RF 24-105mm F4L IS USM, das 835g auf die Waage bringt, können wir den EG-E1 dagegen empfehlen. Damit lässt sich der deutlich in Richtung Objektiv gewanderte Schwerpunkt besser ausgleichen.

Glasfaser-verstärktes Polykarbonat macht den Griff sehr leicht:

Die Unterseite der spiegellosen EOS RP mit Griff:

Was gibt es noch zum Canon EG-E1 zu sagen: Er wird laut Herstellerangabe aus Glasfaser-verstärktem Polykarbonat konstruiert, das macht ihn besonders leicht. Die Verarbeitung des Griffs sehen wir auf dem guten Niveau der Canon EOS RP, Teile des Griffs sind wie die Kamera mit einer Gummierung überzogen. Die Montage des Canon EG-E1 erfolgt über eine Schraube auf der Unterseite, diese wird in das Stativgewinde der DSLM gedreht. Zwei kleine Stifte sorgen zusätzlich für einen sicheren Halt.

Befestigt wird der EG-E1 mit einer Schraube im Stativgewinde der DSLM:

Gut zu wissen: Bevor der Canon EG-E1 montiert werden kann, muss der Deckel des Akkufachs abgenommen werden. Dafür schiebt man lediglich einen Sicherungspin zurück. Insgesamt wird zum Entfernen des Akkudeckels und zur Montage des Griffs weniger als eine halbe Minute benötigt.

Vor der Montage muss der Deckel des Akkufachs entfernt werden:

Damit sich die EOS RP auch bei angesetztem Griff auf einem Stativ montieren lässt, verfügt der Griff über ein eigenes, herkömmliches Stativgewinde (1/4 Zoll). Diese befindet sich in der optischen Achse, so dass keine Nachteile gegenüber dem Stativgewinde der Kamera in Kauf genommen werden müssen.

Beim Einsatz von Stativplatten macht der Griff nicht die beste Figur:

Ok, zumindest fast. Durch die drehbare Verschraubung des Griffs dreht sich nämlich die Stativplatte immer leicht mit. Das hätte besser gelöst werden können.

Wer den Akku oder die Speicherkarte bei montiertem Griff wechseln möchte, kann dies über ein Fach auf der Unterseite.

An den Akku und die Speicherkarte kommt man auch bei montiertem Griff:

Der Canon EG-E1 ist ein sinnvolles Zubehör:

Unser Fazit:
Der Canon EG-E1 ist ein kompakter Griff, der das Handling der EOS RP beim Einsatz schwerer Objektive deutlich verbessert. Besonders wer größere Hände besitzt, wird den EG-E1 zu schätzen wissen. Weitere Pluspunkte: Die Montage geht sehr schnell vonstatten und auch mit Griff lassen sich der Akku sowie die Speicherkarte erreichen. Ein Nachteil: Stativplatten sind nicht mehr ganz fest zu montieren. Die unverbindliche Preisempfehlung von 79,90 Euro würden wir angesichts der Leistung als noch "ok" bezeichnen. Die Konkurrenz ruft für ähnliche Griffe teilweise deutlich höhere Summen auf.

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Kommentare

Hallo und danke für den ...

Hallo und danke für den schönen Test. Hat mir bei der Kaufentscheidung geholfen.
Der Griff verbessert auch für mich das Handling der EOS RP ganz erheblich.
Das Problem mit der mitdrehenden Stativplatte im Hochformat habe ich auch erfahren müssen. Wenn ich die Wechselplatte aber quer (also um 90Grad gedreht) an die Kamera mit Griff schraube, hält sie auch mit schweren Objektiven gut. Nichts dreht mehr mit und alles bleibt in Position. Stellt für mich daher kein Problem mehr dar.

Viele Grüße Jens

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