Teil 2 von 3: Die Bedienung und die App
Nachdem wir uns im ersten Teil des Testberichts der DJI Osmo Action 5 Pro unter anderem mit den Auflösungen, Bildraten und Sichtfeld-Optionen beschäftigt haben, schauen wir uns im zweiten Teil dieses Testberichts die Bedienung mittels Touchscreen, Sprachsteuerung und der DJI-Mimo-App an.
Die Bedienung:
DJI setzt bei seinen Actionkameras seit Generationen auf ein sehr ähnliches Kamera- und Bedienkonzept, nur die Action 2 weicht davon ab. Die Osmo Action 5 Pro bedient sich wie das Vorgängermodell klassisch, Eingaben sind über zwei Tasten sowie über die beiden Touchscreen-Displays möglich. Die Auslösetaste auf der Oberseite dient zum Starten und Stoppen von Videos, zum Speichern von Fotos und ermöglicht durch längeres Gedrückthalten den sofortigen Kamerastart inklusive Videobeginn oder Fotoaufnahme.
Die Power/QS-Taste an der linken Seite wird zum Ein- und Ausschalten verwendet und erlaubt das Wechseln zwischen den Aufnahmemodi. Das geht zudem auch durch das Wischen über die Touchscreens. Grundsätzlich empfehlen wir für Eingaben eher das rückseitige Display zu verwenden, das Front-Display macht Eingaben aufgrund der kleinen Abmessungen weniger komfortabel. Möglich sind sie allerdings, was wir begrüßen. Dadurch kann man Einstellungen anpassen, wenn die Kamerarückseite nicht erreicht werden kann.
Das Menü-Design der DJI Osmo Action 5 Pro entspricht den früheren Actionkameras von GoPro. Neben den Aufnahmemenüs gibt es auch ein System-Menü, das allgemeine Einstellungen erlaubt. Hierüber lassen sich unter anderem externe Mikrofone verbinden, kann man die Bitrate einstellen oder die im Menü anwählbaren Aufnahmemodi verändern.
Im Videomodus kann man die Auflösung und Bildrate sowie das Sichtfeld und den Stabilisierungsmodus unter anderem per Taste verändern. Darüber hinaus gibt es Tasten für den Wiedergabemodus und weitere Aufnahme-Einstellungen. Zu Letzteren gehören beispielsweise die Belichtung, Farbe und der Weißabgleich.
Ist die DJI Osmo Action 5 Pro einmal nicht in Reichweite, stellt dies ebenso kein Problem dar. Zum einen lassen sich die wichtigsten Befehle per Sprachsteuerung umsetzen. Angeboten werden „Start Recording“, „Stop Recording“, „Take Photo“ und „Shut Down“. Als Sprachen stehen nur Chinesisch oder Englisch zur Wahl, die meisten Nutzer sollte dies aber kaum stören. In unserem Test gab es bei der Sprachsteuerung keine Probleme, die Befehle wurden stets korrekt umgesetzt. Schön wäre es allerdings, wenn es noch etwas mehr Befehle geben würde.
Wer mehr Optionen aus der Ferne verändern möchte, kann dazu die DJI Mimo-App nutzen. Diese muss wie bekannt direkt bei DJI heruntergeladen werden, über den Playstore geht dies leider nicht.
Mit der App lässt sich jedes Mobilgerät zur Steuerung der DJI Osmo Action 5 Pro verwenden, zudem gibt es ein großes Livebild. An den Rändern hat DJI zahlreiche Touchtasten mit Einstellungsmöglichkeiten platziert, darüber können alle relevanten Parameter (Auflösung, Bildrate, Sichtfeld, ...) verändert werden. Für eine bessere Aufnahmekontrolle lassen sich zudem Gitterlinien anzeigen oder ein Histogramm einblenden.
Im praktischen Einsatz gefällt uns die DJI Mimo-App sehr gut. Sie ist bis auf wenige Aufnahmen übersichtlich aufgebaut und erlaubt das schnelle Verändern von Optionen. Wer viele Parameter auf einmal anpassen möchte, kann dies deutlich schneller als über die Kamera. Das Verbinden mit der App funktionierte im Test problemlos.
Das extra Zubehör der Adventure Combo:
Im ersten Teil dieses Testberichts hatten wir bereits angesprochen, dass DJI bei der Adventure Combo der Action 5 Pro zusätzliches Zubehör beilegt. Dies sind zwei Akkus, eine Akkuladeschale, der Verlängerungsstab sowie eine zweite Schraube und ein zweiter Befestigungsadapter. Bei den Akkus handelt es sich um die gleichen Modelle (Lithium-Ionen 1.950mAh), die bei der Kamera mitgeliefert werden.
Die 11,6 x 5,9 x 2,3cm große und 83g schwere Akkuladeschale trägt den Namen „Osmo Action Akkuladeschale 2“, bietet Platz für drei Akkus sowie zwei microSD-Speicherkarten und lädt erstere auch auf, wenn Strom per USB-C zugeführt wird. Daneben kann man die Akkuladeschale mit eingesetzten Akkus als Powerbank verwenden. Über den Ladestand der Akkus informieren drei LEDs (jeweils eine pro Akku).
Als weiteres Zubehör gehört zum Set der sogenannte Verlängerungsstab. Dieser misst eingefahren rund 30cm und lässt sich durch acht herausziehbare Elemente auf eine Länge von bis zu 150cm ausfahren. Die Konstruktion des Stabes (2,7 x 22,7cm; 160g) wirkt auf uns dank des verwendeten Metalls stabil, durch einen gummierten Griff liegt der Stab zudem sicher in der Hand.
Die Montage der Kamera erfolgt an der Oberseite des Stabes mit einer klassischen Schnellverschluss-Adapterhalterung, ein 1/4-Zoll-Gewinde an der Unterseite ermöglicht die Montage auf einem Stativ. Darüber hinaus gibt es am unteren Ende eine Öse zum Befestigen einer Handschlaufe.
Im dritten Teil unseres Testberichts der DJI Osmo Action 5 Pro prüfen wir die Bildqualität der Fotos sowie Videos und ziehen ein Fazit.