Einsteiger-DSLM mit RF-Bajonett: Canon EOS R10

24 Megapixel, 23 Bilder/Sek., Deep Learning AF, 2,36 Mio Subpixel Sucher, 4K60p-Video mit Crop

Neben dem neuen APS-C-Flaggschiff EOS R7 hat Canon mit der EOS R10 eine zweite DSLM mit einem Bildwandler in APS-C-Größe angekündigt. Die Kamera lässt sich anhand ihrer Daten zur gehobenen Einsteiger- bis Mittelklasse zählen und ist mit einem 24 Megapixel auflösenden Sensor (22,3 x 14,9mm) ausgestattet. Anders als bei der EOS R7 wurde auf die bewegliche Lagerung des Bildwandlers verzichtet, die Stabilisierung muss daher das Objektiv übernehmen.

Auf einem Level mit dem APS-C-Flaggschiff bewegt sich der Autofokus der neuen DSLM. Der Dual Pixel CMOS AF II ermöglicht das Scharfstellen auf der gesamten (100 x 100 Prozent bei der automatischen Messfeldwahl) oder fast der gesamten (90 x 100 Prozent bei der manuellen Messfeldwahl) Sensorfläche, dank Deep Learning und modernen AF-Algorithmen kann die EOS R10 Motive erkennen und automatisch verfolgen. Wie die EOS R7 erkennt die EOS R10 Menschen, Tiere und Fahrzeuge, hier hält aktuell keine Kamera mit einem Preis in gleicher Höhe mit. Das AF-System arbeitet ab einer Helligkeit von -4EV, selbst beim Einsatz von Telekonvertern bleibt die automatische Fokussierung erhalten (kleinste Blende mit AF: F22). Die von höherklassischen Modellen bekannten AF-Einstellungen stehen ebenso zur Verfügung.

Die Canon EOS R10 ist mit einem 24 Megapixel auflösenden Sensor ausgestattet:

Bei der Serienbildfunktion der Canon EOS R10 muss zwischen dem Verwenden des mechanischen Verschlusses und dem elektronischen Verschluss unterschieden werden. Mit Schlitzverschluss sind 15 Bilder pro Sekunde möglich, mit elektronischem Verschluss lässt sich die Serienbildrate auf 23 Bilder pro Sekunde beschleunigen. Der Autofokus und die Belichtungsmessung stehen bei allen genannten Bildraten zur Verfügung, das macht die Kamera auch für Sport- und Actionaufnahmen interessant. Zudem hat die EOS R10 einige Autofokus-Optionen zu bieten.

Fotos nimmt die DSLM bis zu 460 am Stück im JPEG-Format auf, bis zu 157 sind es im cRAW-Format. Wer sich kleinere oder geringer komprimierte Dateien ohne Einsatz des RAW-Formates wünscht, kann zum HEIF-Format greifen. Der RAW-Burst-Modus der DSLM erlaubt die Aufnahme vor dem Drücken des Auslösers und liefert bei leicht "gecroppten" Bilddateien (18 Megapixel) 30 Bilder pro Sekunde. Als kürzeste Belichtungszeit schafft die Kamera 1/4.000 Sekunde mit mechanischem und 1/16.000 Sekunde mit elektronischem Verschluss.

Die Oberseite der spiegellosen Systemkamera:

Die Videofunktion der Canon EOS R10 erlaubt die Aufnahme in 4K-Auflösung mit bis zu 60 Vollbildern pro Sekunde, hier wird der Bildbereich allerdings beschnitten (= Crop). Bei bis zu 30 Vollbildern pro Sekunde kann man nicht nur mit voller Sensorbreite filmen, sondern kommt dank 6K-Oversampling auch noch in den Genuss einer besonders hohen Bildqualität. Die HDR PQ-Option (4:2:2, 10-Bit) erlaubt ebenso hochqualitative Bewegtbilder. Wer in Full-HD (1.920 x 1.080 Pixel) filmen möchte, kann sich für bis zu 120 Vollbilder pro Sekunde entscheiden. Für die bestmögliche Tonqualität lässt sich ein externes Mikrofon anschließen, das verbaute Mikrofon arbeitet in Stereo. Damit eine Stabilisierung bei Videos auch ohne ein Objektiv mit „IS“ zur Verfügung steht, besitzt die DSLM einen Movie Digital IS.

Die Bildkontrolle erfolgt bei der Canon EOS R10 unter anderem per elektronischem Sucher. Das verbaute Modell löst 2,36 Millionen Subpixel auf, gibt bis zu 120 Bilder pro Sekunde wieder und vergrößert 0,59-fach. Das Display (3,0 Zoll) lässt sich nicht nur drehen, sondern auch schwenken und kann per Touch zur Steuerung verwendet werden. Eingaben sind zudem nicht nur über Tasten und Einstellräder möglich, es gibt sogar einen Joystick.

Das kompakte Gehäuse verfügt über vier Kabelschnittstellen:

Beim Gehäuse hat sich Canon für eine Magnesiumlegierung und Polycarbonat als Materialien entschieden, zur Datenspeicherung werden herkömmliche SD-Karten verwendet. Anders als die EOS R7 besitzt die EOS R10 allerdings nur einen Slot. Der USB-C-Port der Kamera dient zum Aufladen des Akkus (Modell: LP-E17) und den Anschluss an einen Computer, der Verbindungs-Standard fällt mit USB 2.0 aber nicht besonders schnell aus. Zur drahtlosen Kommunikation hat Canon WLAN- und Bluetooth-Module verbaut.

Bilder nimmt die Canon EOS R10 nicht nur mit einer Vollautomatik oder den PSAM-Modi auf, zum Angebot gehören unter anderem auch zwei Custom-Programme. Panoramen sind ebenfalls möglich und das Focus Bracketing sowie Focus Stacking vereinfachen die Aufnahme kleiner Motive.

Auf dem Zubehörschuh lassen sich kompatible Mikrofone ohne Kabel nutzen:

Die 12,3 x 8,8 x 8,3cm messende Canon EOS R10 bringt 429g auf die Waage und ist ab Juli 2022 für einen Preis (UVP) von 979,00 Euro im Fachhandel erhältlich. Neben der Body-only-Version bietet Canon dann auch ein Kit mit dem RF-S 18-45mm F4,5-6,3 IS STM für 1.099 Euro sowie ein Kit mit dem RF-S 18-150mm F3,5-6,3 IS STM für 1.369 Euro an. Zu Beginn wird die Canon EOS R10 als Aktion mit dem EF/RF-Adapter ausgeliefert.

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Autor: dkamera.de Redaktion
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