GoPro HERO4 Black, Silver und Session im Vergleich (Teil 3)

Teil 3 von 3: Unser Vergleichstest der Actionkameras der GoPro HERO4-Serie


v.l.n.r.: GoPro HERO4 Black, GoPro HERO4 Silver und GoPro HERO4 Session.

Im zweiten Teil unseres Vergleichs der GoPro HERO4 Black, HERO4 Silver und HERO4 Session haben wir uns mit der Bedienung und den Videooptionen beschäftigt. In diesem dritten und letzten Teil gehen wir auf die Fotooptionen sowie die Erweiterbarkeit ein und fassen unsere Ergebnisse noch einmal zusammen.

Fotooptionen:
Actionkameras dienen hauptsächlich zur Aufnahme von Videos, mittlerweile wurden aber auch die Fotofunktionen deutlich aufgerüstet. Die HERO4 Black und HERO4 Silver nehmen Fotos wie bereits erwähnt mit 12 Megapixel auf, die HERO4 Session „nur“ mit acht Megapixel. Die genannten Auflösungen gelten dabei jeweils für das ultraweite Bildfeld. Wer das mittlere Bildfeld wählt, kann bei der HERO4 Black und HERO4 Silver Fotos mit sieben Megapixel aufnehmen, bei der HERO4 Session sinkt die Auflösung auf fünf Megapixel.

Die HERO4 Session sieht für eine Actionkamera recht ungewöhnlich aus:

v.l.n.r.: GoPro HERO4 Black, GoPro HERO4 Silver und GoPro HERO4 Session.

Auch bei den Fotooptionen liegt die HERO4 Session hinter den anderen beiden Vergleichskameras zurück. Während diese im Burst-Modus, also der Serienaufnahme, bis zu 30 Bilder pro Sekunde speichern können, sind mit der HERO4 Session nur zehn Bilder pro Sekunde möglich.

Des Weiteren fehlt bei der HERO4 Session die Möglichkeit zur Nachtaufnahme mit 10, 15, 20 oder 30 Sekunden langen Belichtungszeiten und auch die Nachtzeitrafferaufnahme wird nicht angeboten. Die „normale“ Zeitrafferaufnahme mit Intervallen von 0,5 Sekunden bis 60 Sekunden wird dagegen von allen drei Actionkameras unterstützt. Zudem lässt sich die Belichtungsmessung jeweils auch per Spot Meter vornehmen.

Die Schnittstellen der HERO4 Black und HERO4 Silver sind identisch:

Links sehen Sie die GoPro HERO4 Black und rechts die GoPro HERO4 Silver.

Bei der HERO4 Session ist das Schnittstellenfach abgedichtet, ein HDMI-Ausgang fehlt aber:

GoPro HERO4 Session.

Erweiterbarkeit und Schnittstellen:
Bei der Erweiterbarkeit können Actionkameras mit großen Kameras natürlich nicht mithalten, dafür fehlt unter anderem der Platz. Bei der HERO4 Black und der HERO4 Silver dient ein Mini-USB-Port zum Aufladen der Kamera, bei der HERO4 Session wird dies per Micro-USB-Port realisiert. Über den Mini-USB-Port der HERO4 Black und HERO4 Silver lässt sich per USB zu Klinkenadapter zudem ein Mikrofon anschließen. Dies ist bei der HERO4 Session nicht möglich. Bei dieser muss außerdem auf einen Micro-HDMI-Port, der bei der HERO4 Black und HERO4 Black Silver jeweils vorhanden ist, verzichtet werden. Weiteres Zubehör lässt sich bei der HERO4 Session mangels HERO-Port zudem nicht nachrüsten. Dies erlauben nur die HERO4 Black und HERO4 Silver.

Sowohl die HERO4 Black als auch die HERO4 Silver besitzt den HERO-Port:

Links sehen Sie die GoPro HERO4 Black und rechts die GoPro HERO4 Silver.

WLAN haben dagegen wieder alle drei Kameras zu bieten, darüber wird die Kamera per App gesteuert. Auch Bluetooth ist jeweils vorhanden.

Unsere Sieger bei der Erweiterbarkeit: Die GoPro HERO4 Black und HERO4 Silver.

Unser Fazit:
Am Ende des Vergleichstests der GoPro HERO4 Black, HERO4 Silver und HERO4 Session lässt sich insgesamt gesehen kein eindeutiger Sieger ausmachen. Beim Gewicht und den Abmessungen liegt ohne Frage die HERO4 Session vorne. Diese fällt beim Unterwasser-Einsatz deutlich kleiner als die HERO4 Black und HERO4 Silver durch deren zusätzliches Gehäuse aus. Sie kann im direkten Vergleich zwar nicht so tief tauchen (10m vs. 40m), in den meisten Situationen dürfte deren Abdichtung aber völlig ausreichend sein.

Alle drei Actionkameras im einsatzbereiten Zustand:

v.l.n.r.: GoPro HERO4 Black, GoPro HERO4 Silver und GoPro HERO4 Session.

Bei der Bedienung dreht sich das Bild um. Hier schneidet die HERO4 Session deutlich schlechter als die HERO4 Black und HERO4 Silver ab. Ohne WLAN-Fernbedienung oder GoPro App ist das Wechseln von Einstellungen nicht möglich. Dies ist ein echtes Manko, GoPro hätte zumindest ein paar Einstellungen, wie die Wahl der Auflösung, ermöglichen müssen.

Bei der HERO4 Black kann die Bedienung durch die wenigen Tasten und das bekannte kleine Display auf der Vorderseite ebenso nur wenig überzeugen, darüber lassen sich allerdings immerhin alle Einstellungen verändern. Wirklich praktisch ist diese Lösung aber nicht. Das optional erhältliche LCD Touch BacPac verbessert den Bedienkomfort deutlich, ganz überzeugen kann uns dieses durch seine pixelige Wiedergabe und die unter anderem schlechten Einblickwinkeln aber trotzdem nicht.

Ohne zusätzliches Schutzgehäuse ist der Größenunterschied nur relativ klein:

v.l.n.r.: GoPro HERO4 Black, GoPro HERO4 Silver und GoPro HERO4 Session.

Die volle Punktzahl erhält dagegen die HERO4 Silver. Ihr integriertes Display lässt sich relativ gut ablesen, macht die Kamera nicht größer und das Touchscreen arbeitet solide. Damit erreicht der Bedienkomfort ein sehr gutes Niveau. Ganz klassisch verfügt die HERO4 Silver zudem auch über das bekannte kleine Kontrolldisplay auf der Vorderseite.

Bei den Foto- und Videooptionen können sich die HERO4 Black und HERO4 Silver deutlich von der HERO4 Session absetzen. Letztere wurde in vielen Punkten doch stärker beschnitten. So bietet die kleinste Actionkamera in diesem Vergleich weder Auflösungen über Full-HD noch sind viele Optionen, beispielsweise in Form von einer Belichtungskorrektur oder auch einer Langzeitbelichtung, vorhanden. Zudem fehlt ihr ein besonders schneller Burstmodus, die Möglichkeit des gleichzeitigen Speicherns von Bildern sowie Videos und auch auf ein enges Bildfeld muss man verzichten.
Die HERO4 Black und HERO4 Silver liegen in puncto Optionen fast gleich auf, nur wer unbedingt eine höhere Bitrate benötigt oder beispielsweise Videos in Intervallen aufnehmen möchte, muss zwingend zur HERO4 Black greifen.

Mit wasserdichtem Schutzgehäuse fallen die HERO4 Black und Silver deutlich größer aus:

v.l.n.r.: GoPro HERO4 Black, GoPro HERO4 Silver und GoPro HERO4 Session.

Bei der Bildqualität der Videos kann sich die HERO4 Black dann aber doch entscheidend von der HERO4 Silver absetzen – zumindest wenn man Aufnahmen in 4K-Auflösung benötigt. Nur die HERO4 Black erreicht hier nutzbare Bildraten, die maximal 15 Vollbilder pro Sekunde der HERO4 Silver sorgen bei Videos für Ruckler. In 2,7K-Auflösung schafft dann auch die HERO4 Silver flüssige 30 Vollbilder pro Sekunde, bei der HERO4 Session muss man sich wie erwähnt mit Full-HD zufrieden geben.

Bei der Fotoqualität liegen die HERO4 Black und HERO4 Silver gleich auf, deren zwölf Megapixel Sensor kann sichtbar mehr Details als der acht Megapixel Sensor der HERO4 Session auflösen.

Zu den Beispielaufnahmen des Testsiegers:

Wer sowohl möglichst hohe Bildraten als auch die 4K-Auflösung benötigt, kommt an der GoPro HERO4 Black nicht vorbei. Wer sich auch mit 2,7K-Auflösung oder sehr guter Full-HD-Qualität zufrieden gibt, kann allerdings auch zur HERO4 Silver greifen. Diese bietet zudem den Bonus des rückseitigen Displays. Die HERO4 Session ist in nahezu allen Punkten ein Kompromiss.

Unser Testsieger:

Ob man diesen eingehen will, sollte man gut abwägen. Die wirklich sehr kompakten Abmessungen erkauft man sich mit allerlei Nachteilen.

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Kommentare

Wo gibt es einen anschaulichen ...

Wo gibt es einen anschaulichen Vergleich der Foto-Qualität von Action- und Outdoor-Cameras mit üblichen Kompakten gleicher Klasse?
Also GoProSilver mit Sony HDR-AS200VR oder Sony FDR-X1000VR, Garmin Virb Bike ...
Und welche kompatiblen Fernsteuerungen haben sich bewährt? Das Sony-Armband ist wohl richtungweisend? Oder ähnliches für iPhone+Schutzgehäuse als Bedienteil?!
Dann kommt der direkte Vergleich mit Pentax WG5 und vergleichbaren wetterfesten Geräten.

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