20,2 Megapixel MFT-Sensor, 120 Bilder/Sek., High-Res-Shot, 4K-Video (2160p60), IP53-Wetterschutz
OM Digital Solutions hat mit der OM System OM-3
eine neue spiegellose Systemkamera vorgestellt, die optisch sehr stark an die 1972 angekündigte Olympus OM-1 erinnert. Das gilt unter anderem für die Gehäuseform sowie die Platzierung der Schalter und Tasten. Apropos OM-1: Von der modernen OM System OM-1 bzw. OM-1 Mark II stammt der größte Teil der Technik der neuen DSLM.
Als Bildwandler kommt beispielsweise der von den Flaggschiffmodellen bekannte Micro-Four-Thirds-Sensor (17,3 x 13,0mm) mit 20,2 Megapixel zum Einsatz. Konkret handelt es sich um einen BSI-Stacked-CMOS-Sensor mit rückwärtiger Belichtung sowie zusätzlichem DRAM-Cache. Dieser bietet Sensorempfindlichkeiten von ISO Low (= 80) bis ISO 102.400, lässt sich sehr schnell auslesen und beschleunigt die Serienbildfunktion auf bis zu 120 Bilder pro Sekunde bei voller Auflösung.
Bilder kann die OM System OM-3
aber nicht nur mit einer hohen Geschwindigkeit speichern, alternativ lassen sich dank der High-Res-Shot-Funktion Fotos mit bis zu 80 Megapixel aufnehmen. Dafür werden wie bekannt mehrere Fotos nacheinander mit leicht verschobenem Sensor aufgezeichnet und kameraintern verrechnet. Möglich ist dies wegen des beweglichen Sensors, der auch zur Bildstabilisierung verwendet wird. Dadurch sollen Fotografen freihand bis zu 7,5 Blendenstufen länger belichten können.
Zu den weiteren Aufnahmemodi der Kamera, die via CP-Taste („Computational Photography“) erreicht werden, gehören unter anderem die HDR-Aufnahme, das Focus Stacking und der Live ND- bzw. Live GN-Filter. Daneben verfügt die OM System OM-3
natürlich über alle klassischen Aufnahmeprogramme (Automatik, PSAM, …) und erlaubt via zusätzlichem Einstellrad auf der Vorderseite das schnelle Verändern des Farbprofils. Unter anderem können Fotografen damit die Sättigung von 12 Farben in elf Stufen einstellen, besonders schnell auf die Kreativfilter der Kamera zugreifen sowie zur monochromen Aufnahme wechseln.
Das Autofokussystem der OM System OM-3
arbeitet mit 1.053 Messfeldern (Quad-Pixel-Phasendetektion sowie Kontrastmessung), neben einer Messfeldautomatik stehen unter anderem auch ein Einzelfeld, ein kleines Messfeld oder frei konfigurierbare Messfelder zur Wahl. Scharfstellen lässt sich ab -5,5 EV, die Motiverkennung der DSLM kann Menschen, Hunde und Katzen, Vögel, Autos, Motorräder, Züge, Flugzeuge und Helikopter erfassen. Mit an Bord ist zudem wieder der Starry Sky AF für Astroaufnahmen. Das AF-Tracking ist mit bis zu 50 Vollbildern pro Sekunde möglich, den richtigen Moment können Fotografen dank der Pro-Capture-Funktion einfach einfangen. Damit schnelle Motive scharf abgebildet werden, erlaubt der mechanische Verschluss Belichtungszeiten von bis zu 1/8.000 Sekunde. Elektronisch ist bis zu 1/32.000 Sekunde erreichbar.
Videoaufnahmen speichert die OM System OM-3
in 4K-Auflösung (4.096 x 2.160 Pixel oder 3.840 x 2.160 Pixel) mit bis zu 60 Vollbildern pro Sekunde, in Full-HD (1.920 x 1.080 Pixel) stellen 240 Vollbilder pro Sekunde das Maximum dar. Dadurch lassen sich neben klassischen Aufnahmen und Zeitraffern auch stattliche Zeitlupenvideos realisieren. Speichern kann man Videos ohne Zeitbegrenzung, bei 4K30p soll es dabei auch ohne Kühlung zu keiner Überhitzung kommen (bei 25 Grad Celsius oder weniger). Zu den weiteren Videofeatures gehören unter anderem die OM-Cinema Video Profile, die Ausgabe von RAW-Videos via HDMI und ein Timecode. Zur Tonaufnahme lässt sich ein externes Mikrofon nutzen, für Kopfhörer gibt es ebenso einen Anschluss (beides 3,5mm Klinke).
Die Bildkontrolle kann bei der OM System OM-3
über einen elektronischen Sucher mit 2,36 Millionen Subpixel Auflösung und 0,68-facher Vergrößerung oder ein 3,0 Zoll messendes LCD erfolgen. Letzteres verfügt über 1,62 Millionen Subpixel, wurde dreh- sowie schwenkbar konstruiert und unterstützt Eingaben per Touch.
Beim Gehäuse der Kamera hat sich OM Digital Solutions für Abdichtungen nach dem IP53-Standard entschieden, die DSLM ist daher sowohl gegen Spritzwasser als auch gegen Staub sehr gut geschützt. Für eine hohe Robustheit sorgt zudem die gewählte Magnesiumlegierung. Einsetzen kann man die DSLM bis minus zehn Grad Celsius, große Teile des Gehäuses sind mit einer Gummierung in Lederoptik ummantelt.
Die Abmessungen der OM System OM-3
liegen bei 13,9 x 8,9 x 4,6cm, auf die Waage bringt die Kamera mit Akku und SD-Karte 496g. Als Akkus kommen BLX-1-Modelle zum Einsatz, der SD-Slot unterstützt den UHS-I- sowie UHS-II-Standard. Drahtlos kommuniziert die DSLM via WLAN und Bluetooth.
Den Fachhandel soll die OM System OM-3 am 27. Februar 2025 erreichen, als unverbindliche Preisempfehlungen werden 1.999 Euro (Body) sowie 2.399 Euro (Kamera und M. Zuiko Digital ED 12-45mm F4 Pro) genannt.
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