24,1 Megapixel KB-Sensor, 8 Bildern/Sek., 6K30p-Video, 230GB Speicher, Unibody-Gehäuse
Sigma stellt Kameras mittlerweile seit mehr als 20 Jahren her. Den breiten Markt konnten die Modelle des Unternehmens allerdings nie erobern, dafür waren sie immer zu „speziell“. Bei Sigma scheint dies aber niemanden zu stören, wie die nun vorgestellte Sigma BF
zeigt. Dabei handelt es sich um eine Kamera mit besonderem Bedienkonzept und einem Bildwandler in Vollformatgröße. Letzterer ist herkömmlich aufgebaut, der lang erwartete Foveon-Sensor kommt nicht zum Einsatz.
Konkret handelt es sich um einen 36 x 24mm großen Vollformatchip mit 24,1 Megapixel. Den ISO-Bereich gibt Sigma mit ISO 100 bis ISO 102.400 an, als Basis-Empfindlichkeit werden ungewöhnliche ISO 320 genannt. Die Serienbildrate der Sigma BF liegt bei bis zu acht Aufnahmen pro Sekunde, für Sport- oder Actionaufnahmen ist sie allerdings nicht gedacht. Stattdessen für alltägliche Aufnahmesituationen.
Von klassischen DSLMs hebt sich die Sigma BF
unter anderem durch ein Unibody-Gehäuse aus Metall ab. Das Gehäuse wird aus einem Stück Aluminium gefertigt, was für ein extrem hochwertiges Feeling sorgen soll. Bedienelemente gibt es nur wenige, diese wurden auf die allernötigsten reduziert. Die meisten Eingaben erfolgen per Einstellrad auf der Rückseite. Tasten gibt es unter anderem zum Aufrufen des Wiedergabemodus, für weitere Optionen und natürlich zum Auslösen. Bedienen lässt sich die BF laut Sigma mit einer Hand, zum Ablesen der wichtigsten Aufnahme-Einstellungen steht ein kleines Zusatzdisplay zur Verfügung.
Andere Wege geht Sigma auch beim Speichermedium: Statt eines Speicherkartenslots ist ein interner Speicher mit 230GB Kapazität verbaut. Dieser soll laut Datenblatt für mehr als 14.000 JPEG- oder 4.300 unkomprimierte RAW-Dateien ausreichen. Alternativ lassen sich Videos mit einer Länge von rund 2,5 Stunden speichern. Apropos Videos: Diese kann man maximal in 4K- oder 6K-Auflösung (bis zu 30p) aufzeichnen, in Full-HD sind bis zu 120 Vollbilder pro Sekunde möglich. Der Verschluss der Sigma BF
arbeitet rein elektronisch, wählbar sind Belichtungszeiten von 1/25.600 Sekunden bis zu fünf Minuten. Als Belichtungsprogramme hat die Kamera die PSAM-Modi zu bieten, zudem gibt es 13 Farbmodi.
Das Fokussystem der Sigma BF
arbeitet mit der Kontrastmessung sowie der Phasendetektion, scharfstellen lässt sich ab minus fünf EV. Die Motiverkennung der Kamera kann Menschen und Hunde sowie Katzen erkennen. Zur Bildkontrolle verbaut Sigma ein 3,2 Zoll großes LCD mit 2,1 Millionen Subpixel, Eingaben sind darüber per Touch möglich. Einen Sucher gibt es genauso wenig wie einen Zubehörschuh. Der Akku der Kamera soll Strom für rund 260 Bilder (CIPA-Messung) liefern, aufgeladen wird er per USB-C.
Im Fachhandel wird die Sigma BF ab April 2025 für 2.339 Euro (UVP) erworben werden können.
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