Sony HX60V, Panasonic TZ61 & Canon SX700 HS im Duell (Teil 2)

Teil 2/3 unsers Vergleichs der 30x Zoom-Kameras Panasonic TZ61, Sony HX60V & Canon SX700 HS

Nachdem wir im ersten Teil unseres Vergleichs zwischen der Sony Cyber-shot DSC-HX60V, der Panasonic Lumix DMC-TZ61 und der Canon PowerShot SX700 HS neben den Abmessungen und der Bedienung auch die Objektive verglichen haben, folgen jetzt die Bildqualität, die Geschwindigkeit und die Funktionen sowie Features.

Bildqualität:
Als Bildsensoren kommen bei unseren drei Vergleichskandidaten 1/2,3-Zoll-Modelle mit rückwärtiger Belichtung zum Einsatz. Bei den ISO-Bereichen gibt es kleinere Unterschiede, weltbewegend sind diese aber nicht. Den größten ISO-Bereich hat die HX60V mit ihrem 20,2 Megapixel-Sensor zu bieten, zwischen ISO 80 und ISO 12.800 kann man hier nutzen.

ISO 6.400 und ISO 12.800 lassen sich allerdings nur mit der Multiframe-Rauschreduzierung verwenden, die mehrere Bilder aufnimmt und zu einer Aufnahme verrechnet. Die TZ61 mit ihrem 18,0-Megapixel-Sensor erlaubt ISO 100 bis ISO 6.400 und die SX700 HS (15,9 Megapixel) ISO 100 bis ISO 3.200. Da bei 1/2,3-Zoll-Bildwandlern hohe Sensorempfindlichkeiten allerdings kaum mehr nutzbare Bilder liefern, lassen sich ISO-Werte über ISO 3.200 nur noch als sehr kleiner Vorteil sehen.

Bei der Detailwiedergabe liegt in unserem Vergleich bei Tageslicht und niedrigen Sensorempfindlichkeiten die HX60V vorne, deren Sensor löst die meisten Details auf. Etwa gleich auf und etwas zurück liegen dann die TZ61 und die SX700 HS. Alle drei Sensoren zeigen bereits ab ISO 200 ein leichtes und spätestens ab ISO 800 ein stärkeres Bildrauschen, bzw. hier wird das Eingreifen der kamerainternen Rauschreduzierung sichtbar. Ein besseres Ergebnis kann man von Digitalkameras mit dieser Sensorgröße leider nicht erwarten. Bereits ISO 1.600 sind nur noch mit Abstrichen nutzbar, feine Details werden kaum mehr aufgelöst. Das beste Ergebnis erzielt hier noch die HX60V. Wieder gleich auf sind die TZ61 und die Canon PowerShot SX700 HS. Mehr als ISO 1.600 sollte man bei keiner der drei Kameras einstellen. Auch bei wenig Licht gefallen uns die Bilder der Sony Cyber-shot DSC-HX60V am besten, sie bieten die meiste Detailzeichnung. ISO 400 sind bei allen drei Kameras die Grenze für akzeptable Bilder und ISO 800 für noch ausreichende Bildergebnisse.

Eine besondere Erwähnung hat die Panasonic Lumix DMC-TZ61 verdient. Sie speichert als Einzige neben JPEG- auch RAW-Bilder. Somit hat man deutlich mehr Spielraum bei der nachträglichen Bearbeitung, zudem kann man die Bilder genau auf seine Wünsche hin optimieren.

Unser Sieger bei der Bildqualität: Die Sony Cyber-shot DSC-HX60V.

Von vorne nach hinten: Die Panasonic TZ61, die Sony HX60V und die Canon SX700 HS:

Geschwindigkeit:
Bei der Serienbildaufnahme liefern sich die TZ61 und die HX60V ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit jeweils zehn Bildern pro Sekunde. Die HX60V schafft allerdings zehn Bilder in Folge mit dieser Geschwindigkeit, die TZ61 kommt nur auf sechs. Dafür nimmt die TZ61 auch RAWs auf, mit nur vier Bildern in Serie speichert sie hier aber weniger Aufnahmen. Abgeschlagen platziert sich die SX700 HS. Sie speichert nur 2,6 Bilder pro Sekunde, das dafür aber immerhin ohne Grenze bei der Bildfolge. Trotzdem kann uns das kaum überzeugen, 2,6 Bilder pro Sekunde sind langsam. Sie besitzt zwar auch noch einen extra High-Speed-Modus, hier kann man die Belichtung aber nur über die Belichtungskorrektur beeinflussen, weshalb dieser Modus für uns nicht wirklich interessant ist.

Bei der Fokussierung wendet sich das Blatt. Hier liegt die Canon PowerShot SX700 HS mit einer Fokussierungszeit von nur 0,12 Sekunden vorne, dies ist extrem schnell. Die Sony Cyber-shot DSC-HX60V kommt auf gute 0,25 Sekunden, die Panasonic Lumix DMC-TZ61 bewegt sich mit 0,33 Sekunden in einem akzeptablen Rahmen. Auch im Telebereich gehen die drei Reisezoomkameras schnell zu Werke, womit alle Kameras Schnappschuss-tauglich sind.

Bei der Einschaltzeit ist die SX700 HS unser Gewinner, mit 1,62 Sekunden ist die Digitalkamera schnell eingeschaltet. Etwas zurück liegt die TZ61 mit 1,95 Sekunden, auf 2,09 Sekunden kommt die HX60V. Somit muss man bei keiner Kamera zu lange warten. Das erste Bild nachdem Einschalten hält die SX700 HS nach 1,46 Sekunden fest, die TZ61 benötigt kaum längere 1,48 Sekunden. Das Schlusslicht ist die HX60V mit 2,10 Sekunden.

Unsere Wertung bei der Geschwindigkeit: Aufgrund der ausgleichenden Ergebnisse vergeben wir hier ein Unentschieden.

Von vorne nach hinten: Die Canon SX700 HS, die Sony HX60V und die Panasonic TZ61:

Funktionen und Features:
In der Kompaktkameraklasse muss man oftmals auf halb automatische oder manuelle Funktionen verzichten, viele Kameras bieten nur eine Voll- und eine Programmautomatik an. Dies ist bei unseren Testkandidaten anders. Sie besitzen neben den „Knipsprogrammen“ auch manuelle Eingriffsmöglichkeiten in Form einer Blenden- sowie Zeitvorwahl und einem manuellen Modus. Bei der TZ61 und der HX60V kann man zudem Fotoprogramme mit verschiedenen Voreinstellungen selbst zusammenstellen und abspeichern. Die SX700 HS erlaubt dies nicht. Ebenso fehlt ihr ein Panoramaprogramm, mit dem sich automatisch Panoramen durch das Schwenken der Kamera erstellen lassen. Dieses ist nur bei der TZ61 und der HX60V vorhanden. Motivprogramme und Filtereffekte haben alle drei Kameras zu bieten.

Viele Möglichkeiten gibt es beim Fokussieren. Man kann jeweils manuell scharfstellen und dabei eine Displaylupe zuschalten, bei der TZ61 und der SX700 HS ist sogar ein Fokuspeaking vorhanden. Beim automatischen Fokussieren lässt sich bei der TZ61 und der HX60V das Messfeld in der Bildmitte frei verschieben, nur die SX700 HS bietet diese Funktion nicht.

Von links nach rechts: Die Panasonic TZ61, die Sony HX60V und die Canon SX700 HS:

Bei der Belichtung gibt es klassenübliches zu vermelden. Bei der Panasonic Lumix DMC-TZ61 sind Verschlusszeiten von 4 Sekunden bis 1/2.000 Sekunde möglich, über den Sternenhimmelmodus lassen sich allerdings auch 15 und 30 Sekunden nutzen. 30 Sekunden bis zu 1/1.600 Sekunde erlaubt die Sony Cyber-shot DSC-HX60V und die Canon PowerShot SX700 HS erreicht – abhängig von der Blende und der Brennweite – maximal 15 Sekunden und minimal 1/2.000 Sekunde bis 1/3.200 Sekunde. Bei der Belichtungsmessmethode kann man sich zwischen einer Mehrfeld-, einer mittenbetonten und einer Spotmessung entscheiden.

Unsere Wertung bei den Funktionen und Features: Unentschieden.
Auch hier gleichen sich die Funktionen und Features in etwa aus, deshalb liegen alle Kameras gleich auf.

Im dritten und letzten Teil unseres Vergleichs zwischen der Sony Cyber-shot DSC-HX60V, der Panasonic Lumix DMC-TZ61 und der Canon PowerShot SX700 HS gehen wir auf die Bildkontrolle, die Videofunktionen und die Erweiterbarkeit ein.

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Kommentare

Super Artikel! Nur eine Sache ...

Super Artikel! Nur eine Sache fehlt mir: Fotos, anhand derer sich der Qualitätsverlust bei vollem 30x Zoom beurteilen und zwischen den Kameras vergleichen lässt. Immerhin ist das hier ja ein Vergleichsartikel von Reisezoom-Kameras, nicht wahr?

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