Spezialtest: Tierfotografie mit der Sony Cyber-shot RX10 III (Teil 2)

Teil 2 von 2: Weitere Fotopraxis und Beispielfotos sowie -videos zum Herunterladen

Nachdem wir im ersten Teil des Spezialtests zur Sony Cyber-shot DSC-RX10 III unter anderem auf die technischen Daten und erste zu beachtende Punkte bei der Aufnahme eingegangen sind, folgen in diesem zweiten Teil weitere Tipps und auch viele Beispielaufnahmen, die Sie herunterladen können.

Der Autofokus:
Die Sony Cyber-shot DSC-RX10 III stellt mit der Kontrastmessung scharf und hat eine Reihe von Autofokusoptionen zu bieten. Neben der automatischen Messfeldwahl, die von Sony „Breit“ genannt wird, stehen ein Mitten-AF, ein Flexible-Spot-AF und ein erweiterter Flexibel-Spot-AF zur Verfügung. Beim Flexible-Spot-AF stehen drei Messfeldgrößen (klein, mittel und groß) zur Wahl, beim erweiterten Flexibel-Spot-AF wird ein kleines Messfeld um zusätzliche Hilfsfelder erweitert.

In beiden Fällen kann man das Messfeld frei im Bild verschieben, beim Mitten-AF ist das Messfeld fest in der Bildmitte positioniert. Wird der AF-C-Modus der Bridgekamera aktiviert, ist es des Weiteren möglich, einen Verriegelungs-Autofokus zu verwenden, mit dem sich bewegte Motive verfolgen lassen. Auch hier werden verschiedene Messfeldgrößen angeboten.

Die Bridgekamera hat viele Fokus- und AF-Feldoptionen zu bieten:

Das Fokusfeld kann man unter anderem frei im Bild verschieben:

In unserem Test hat sich der Flexible-Spot-AF mit dem kleinen oder mittleren Messfeld als am besten geeignet herausgestellt. Mit dem kleinen Messfeld ist es dabei besser möglich, sehr genau auf ein kleines Motiv zu fokussieren. Da es dabei allerdings doch des Öfteren vorkommt, dass die Kamera gar kein Motiv zum Scharfstellen findet, sollte zumindest bei bewegten Motiven besser zur mittleren Messfeldgröße gegriffen werden.

Die Autofokusgeschwindigkeit der Sony Cyber-shot DSC-RX10 III würden wir insgesamt als gut bewerten – sofern sich das zu fotografierende Motiv bei maximaler Brennweite nicht zu nahe an der Kamera befindet. Ist dies der Fall, pumpt der Autofokus teilweise länger vor sich hin, ohne ein Motiv zu finden. Schade ist dies vor allem, da die Bridgekamera eine für 600mm Brennweite (KB) kurze Naheinstellgrenze von nur 72cm besitzt. Dadurch sind mit der RX10 III stärker vergrößerte Makrobilder möglich. Makrofreunde werden wegen der „AF-Problematik“ bei näheren Motiven vermutlich teilweise notgedrungen zum manuellen Fokus wechseln. Dieser ist durch den Fokusring immerhin komfortabel bedienbar, und mit der Lupenfunktion sowie dem Fokuspeaking lässt sich in der Praxis sehr gut arbeiten. Wer mit der RX10 III versucht, besonders schnell bewegte Motive wie zum Beispiel laufende Hunde zu fotografieren, wird auch bei größeren Aufnahmeentfernungen schnell an die Grenzen der Kamera stoßen. Hieran scheitern allerdings auch viele Systemkameras, sodass man dies nicht allzu kritisch sehen darf.

Das Fotoprogramm wird per Einstellrad auf der linken Seite gewählt:

Der richtige Bildfolgemodus:
Bei bewegten Motiven bietet es sich grundsätzlich an, nicht die Einzelbildaufnahme, sondern die Serienaufnahme zu verwenden. Die RX10 III ist hier mit bis zu 14,2 Bildern pro Sekunde bei JPEG-Aufnahmen sehr gut ausgestattet. Bilder im RAW-Format sind immer noch recht hohen 8,0 Bildern pro Sekunde möglich. In der Praxis kann die Bridgekamera zudem mit ihrem größeren Pufferspeicher punkten. Längere Aufnahmeserien am Stück sind kein Problem. Hat man eine lange Serie festgehalten, heißt es aber erst einmal warten. Selbst bei schnellen Speicherkarten vergehen bei längeren Aufnahmeserien 15 oder mehr Sekunden, bis alle Bilder auf die Speicherkarte geschrieben wurden. Die Aufnahme ist in diesem Zeitraum zwar weiterhin möglich, Einstellungen im Menü lassen sich aber nicht vornehmen. Das ist natürlich nicht optimal.

Die Videoaufnahme:
Bei der Videoaufnahme hat die RX10 III mehr Features als fast jede andere aktuell erhältliche Digitalkamera zu bieten. Ihr Exmor RS Sensor erlaubt eine besonders hohe Auslesegeschwindigkeit und macht Bildraten von bis zu 1.000 Bildern pro Sekunde möglich. Doch die Bridgekamera unterstützt nicht nur hohe Bildraten, sondern auch hohe Auflösungen: 4K-Videos mit 3.840 x 2.160 Pixel werden mit bis zu 30 Vollbildern pro Sekunde aufgezeichnet, Full-HD-Videos mit bis zu 120 Vollbildern pro Sekunde. Ein Tipp: Wer bei längeren Brennweiten filmt, sollte am besten ein Stativ verwenden. Der optische Bildstabilisator ist hier doch etwas überfordert, auch wenn er wirklich gut arbeitet.

Beispielaufnahmen:

Unbearbeitete Bilder der RX10 III in voller Auflösung mit 20,0 Megapixel:

JPEG- und RAW-Aufnahmen zum Download:

Videos in 4K-Auflösung (2160p30) zum Download:

Video in Full-HD (1080p120) und eine Highspeedaufnahme mit 480 Bildern/Sek. zum Download:

Unser Fazit:
Die Sony Cyber-shot DSC-RX10 III ist dank ihres 25-fach-Zooms und des Bildwandlers im 1,0 Zoll-Format eine echte Allroundkamera. Ob nah oder fern, groß oder klein – kein Motiv lässt sich mit ihr nicht ablichten. Die Bildqualität ist durch den 20 Megapixel auflösenden und 13,2 x 8,8mm großen Sensor dabei richtig gut, selbst höhere ISO-Empfindlichkeiten sorgen für keine allzu großen Einschränkungen. Die tolle Detailwiedergabe wird zudem durch ein sehr gut abbildendes Objektiv möglich gemacht.

Dessen Lichtstärke ist mit F2,4 bis F4 zwar nicht allzu hoch, sie bewegt sich jedoch über dem Durchschnitt und ist in der Praxis meistens völlig ausreichend. Auch bei der Makrofotografie macht die Optik der RX10 III eine gute Figur. Dank der kurzen Naheinstellgrenze am Teleende sind auch ohne „echtes“ Makroobjektiv und Systemkamera gelungene Aufnahmen möglich. Ergänzend muss man allerdings erwähnen, dass der Autofokus bei näheren Motiven „gerne“ keinen Fokus findet und längere Zeit vor sich hin pumpt. Hier kann es helfen, die Messfeldgröße zu wechseln oder gleich den komfortabel nutzbaren manuellen Fokus zu verwenden. Bei weiter entfernten Motiven arbeitet der Autofokus dagegen solide.

Die Sony Cyber-shot DSC-RX10 III ist eine sehr flexibel einzusetzende Bridgekamera:

Zu gefallen wissen das Display und der Sucher; die zahlreichen frei konfigurierbaren Tasten und die Zoomunterstützung sind bei der Tierfotografie eine echte Hilfe. In der Hand kann man die RX10 III sehr gut halten, ein Leichtgewicht ist sie mit 1.092g aber sicherlich nicht. Der Einsatz eines Stativs ergibt dadurch des Öfteren Sinn. Das gilt auch für Videos, die dadurch ruhiger aufgenommen werden können. Generell ist die Videofunktion ein Highlight der Bridgekamera: Von der höchsten Auflösung bis zur höchsten Bildrate lässt sich aus allen erdenklichen Optionen wählen. Die hohe Bildrate bei Fotos und der große Pufferspeicher sind ebenso lobenswert. Dass das Speichern nach langen Aufnahmeserien sehr lange dauern kann, ist aber nicht optimal.

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Kommentare

Eine gute u. wie ich ...

Eine gute u. wie ich finde, ehrliche Berichterstattung/Test über diese Kamera.
Richtigerweise wurde erwähnt, dass der AF in bestimmten Situationen nicht optimal ist.
Aus diesem Grund hatte ich diese Kamera nach einer kurzen Testphase wieder zurück gegeben.
Alles andere, insbesondere die Bildqualität, ist sehr gut u. wird von keiner anderen Bridge erreicht, geschweige übertroffen.

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