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Transcend RDF9 Kartenleser im Test

USB-3.1/3.0-Kartenleser mit UHS-II-Unterstützung

Mit dem RDF9 hat Transcend eine überarbeitete Version des sehr beliebten Kartenlesers RDF8 auf den Markt gebracht. Der Transcend RDF9 besitzt die identischen Abmessungen, technisch gibt es jedoch eine deutliche Verbesserung. Während der RDF8 nur die UHS-I-Spezifikation unterstützt, lassen sich im RDF9 auch UHS-II-Karten mit voller Geschwindigkeit auslesen. Wir haben den Transcend RDF9 getestet und mit dem Vorgängermodell verglichen.

Der Lieferumfang:
Das mitgelieferte Zubehör fällt beim Transcend RDF9 spärlich aus, nur ein etwa 45cm langes USB-Kabel wird mitgeliefert. Dieses unterstützt den 3.0- bzw. 3.1-Standard. Zum Download wird die RecoveRX-Datenrettungssoftware angeboten. Mehr Zubehör ist bei einem Kartenleser grundsätzlich nicht notwendig.

Zum Zubehör zählt beim RDF9 ein rund 45cm langes USB-Kabel:

Die technischen Daten:
Der Transcend RDF9 misst wie das Vorgängermodell RDF8 genau 6,8 x 4,5 x 1,5cm, das Gewicht liegt bei 31g. Auf der Vorderseite des akzeptabel verarbeiteten Kunststoffgehäuses lassen sich microSD-Speicherkarten, SD-Speicherkarten und CompactFlash-Karten einstecken.

Auf der Rückseite gibt es außerdem einen Steckplatz für Memory Sticks (MS Pro / XC, MS Duo). Daneben liegt hier der USB-Port, der als 3.1- bzw. 3.0-Schnittstelle ausgeführt ist. Der RDF8 bietet dagegen nur 3.0-Unterstützung. Praktisch macht dies allerdings keinen Unterschied.

Die Vorderseite des Transcend RDF9 mit microSD, SD und CompactFlash-Slot:

Auf der Rückseite liegen ein Steckplatz für Memory Sticks und zudem der USB-Port:

Prinzipiell lassen sich im Transcend RDF9 die gleichen Speicherkarten wie beim RDF8 einsetzen, durch zusätzliche Kontakte im Inneren des SD-Kartenfachs wird vom RDF9 allerdings auch die UHS-II-Schnittstelle unterstützt. UHS-II-Karten besitzen zusätzliche Pins auf der Rückseite, durch die sich deutlich höhere Datenraten erzielen lassen. Die UHS-II-Spezifikation ermöglicht prinzipiell bis zu 312MB/s, bei UHS-I ist bereits bei einem Drittel davon, also 104MB/s, Schluss. UHS-II-Speicherkarten lassen sich durch die Abwärtskompatibilität zwar auch im RDF8 auslesen, dies allerdings nur mit UHS-I-Geschwindigkeit.

Der Kartenleser nimmt alle gängigen Speicherkarten auf:

Speicherkarten mit UHS-II-Unterstützung besitzen zusätzliche Pins auf der Rückseite (hier links):

Auf der Oberseite signalisiert eine blaue Status-LED die Einsatzbereitschaft des Kartenlesers, bei Schreib- oder Lesevorgängen blinkt diese. Ab Windows XP soll sich der Kartenleser laut Transcend verwenden lassen.

Der Geschwindigkeitstest:
Transcend gibt für den RDF9 eine maximale Datenrate von 260MB/s beim Lesen sowie von 190MB/s beim Schreiben an. Wir haben den Kartenleser mit dem Programm CrystalDiskMark in der Version 5.1.0 x64 getestet. Zum Test haben wir unter anderem eine Transcend SDHC UHS-II-Speicherkarte mit einer angegebenen Schreibgeschwindigkeit von 285MB/s sowie einer Lesegeschwindigkeit von 190MB/s verwendet. Der Kartenleser wurde an USB 3.0 betrieben und, wird durch die Schnittstelle daher nicht ausgebremst.

Der Transcend RDF9 erreicht in unserem Test eine maximale Datenrate von 228,2MB/s beim Lesen sowie 174,5MB/s beim Schreiben. Damit bleibt er hinter der Angabe von Transcend zurück. Dies kann allerdings auch an der eingesetzten Speicherkarte liegen, wobei jene – wie erwähnt – mit einer maximalen Datenrate von 285MB/s (Lesen) bzw. 190MB/s (Lesen) angegeben wird. Auch wenn der RDF9 damit keine absoluten Topwerte erreicht, ist die gebotene Leistung für den Alltagsbetrieb vollkommen ausreichend und generell sehr hoch. Dies wird vor allem im Vergleich zum Vorgängermodell RDF8 deutlich. Dieser kommt als UHS-I-Leser nicht über eine Datenrate von 86,5MB/s hinaus. Beim Schreiben lässt sich mit dem RDF9 daher – eine entsprechend schnelle UHS-II-Karte vorausgesetzt – fast eine Verdreifachung der Übertragungsrate und beim Lesen eine Verdopplung erzielen. Des Weiteren zeigt unser Test Erwartbares. Schnelle UHS-I-Speicherkarten werden bereits vom Transcend RDF8 nicht eingebremst. Wer keine UHS-II-Speicherkarte besitzt, kann von einem UHS-II-Kartenleser daher nicht direkt profitieren, wenn das verwendete UHS-I-Modell bereits nahe am Maximum der UHS-I-Schnittstelle arbeitet. In der Praxis liegt jene Grenze bei rund 90-95MB/s. Die maximale theoretische Datenrate der UHS-I-Schnittstelle von 104MB/s lässt sich in der Praxis nicht erreichen. Ebenso zeigt unser Test, dass der Einsatz eines UHS-II-Kartenlesers natürlich nur an einem USB 3.0-Port Sinn ergibt. Die USB 2.0-Schnittstelle bremst bereits schnelle UHS-I-Kartenleser deutlich aus.

Im Gegensatz zum gleich großen Vorgängermodell RDF8 unterstützt der RDF9 UHS-II sowie USB 3.1:

Unser Fazit:
Der Transcend RDF9 ist mit einem Straßenpreis von rund 16 Euro (Stand: August 2016) ein günstiger und zugleich leistungsfähiger Kartenleser für die häufigsten Speicherkartentypen. Nur ein XQD- und ein CFast-Slot fehlen. Diese würden den Preis allerdings deutlich erhöhen und auch wesentlich größere Abmessungen nötig machen.

Von daher ist das Angebot an Speicherkartenslots (SD, microSD, CompactFlash, Memory Stick) von Transcend gut gewählt. Der RDF9 ist kompakt genug, um ihn einfach transportieren zu können. Mit dem mitgelieferten USB-Kabel ist ein variabler Einsatz möglich.

Der Transcend RDF9 ist als kompakter, günstiger und schneller Kartenleser sehr empfehlenswert:

Rekordwerte kann der Kartenleser nicht aufstellen, mit 228MB/s beim Lesen und 175MB/s beim Schreiben ist seine Leistung jedoch bei Weitem ausreichend. Zu beachten ist: Wer bislang nur UHS-I-Karten besitzt, ist auf einen UHS-II-Leser nicht angewiesen. Da die UHS-II-Schnittstelle jedoch zweifellos die Zukunft darstellt, würden wir den Transcend RDF9, auch wegen des geringen Preisunterschiedes zu UHS-I-Kartenlesern, uneingeschränkt empfehlen.

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