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Zwölf UHS-I-Speicherkarten mit großen Kapazitäten im Test

Sechs SD- und sechs microSD-Karten mit 128GB bis 512GB Kapazität

Speicherkarten sind aus dem heutigen Alltag vieler Personen nicht mehr wegzudenken. Fotografen benötigen sie, Videografen natürlich auch und selbst viele Smartphone-Nutzer greifen zur Speichererweiterung gerne darauf zurück. Wir haben uns zwölf Modelle ins Testlabor geholt, die jeweils eine hohe Kapazität besitzen und die UHS-I-Schnittstelle unterstützen. Sechs davon sind „normale“ SD-Modelle, die anderen sechs „kleine“ microSD-Karten.

Die Testkandidaten im Detail:

Toshiba Exceria Pro SDXC N401 128GB SDXC:

Mit der Exceria Pro SDXC 128GB Modell N401 bietet Toshiba eine SD-Speicherkarte an, die mit einer Lesegeschwindigkeit von bis zu 95MB/s und einer Schreibgeschwindigkeit von bis zu 75MB/s beworben wird. Die UHS Speed Class 3 garantiert eine kontinuierliche Datenrate von 30MB/s, 4K-Aufnahmen mit höheren Datenraten sind daher kein Problem. In unserem Test schafft das von uns verwendete 128GB große Modell 94,8MB/s beim Lesen und 74,6MB/s beim Schreiben.

Die vom Hersteller genannten Werte werden also fast punktgenau erreicht. Grundsätzlich eignet sich die Toshiba Exceria Pro SDXC 128GB N401 somit für viele Aufgaben, größere Datenmengen werden recht schnell übertragen. Bonus: Der Speicherkarte liegt eine Seriennummer für die Data Recovery Software von LC Technology bei.

Toshiba Exceria Pro M402 128GB microSDXC:

Ebenfalls von Toshiba stammt die Exceria Pro M402. Dies ist eine micoSD-Speicherkarte. Sie erreicht laut Herstellerangabe sowohl beim Lesen als auch beim Schreiben 95MB/s. Da auch sie die Anforderungen der UHS Speed Class 3 (= Mindestschreibgeschwindigkeit 30MB/s) erfüllt, stellen 4K-Aufnahmen kein Problem dar. In unserem Test hat die Speicherkarte Datenraten von 93,3MB/s (Lesen) und 89,2MB/s (Schreiben) erreicht. Das sind fast die vom Hersteller angegebenen Übertragungsraten und insgesamt gesehen sehr gut Werte. Nur UHS-II-Speicherkarten sind wesentlich schneller. Bonus: Der Speicherkarte liegt eine Seriennummer für die Data Recovery Software von LC Technology bei.

Toshiba Exceria M303E 128GB microSDXC:

Das dritte Testmodell ist die Toshiba Exceria M303E. Dabei handelt es sich um eine Speicherkarte, die für besondere Einsatzgebiete gedacht ist. Als sogenanntes „Endurance Modell“ soll sie auch längere Aufnahmen ohne Fehler überstehen. Toshiba nennt eine Aufzeichnungsdauer von bis zu 6.000 Stunden, die Karte eignet sich daher für den Einsatz in Dashcams oder Überwachungskameras. Daneben werden eine maximale Lesegeschwindigkeit von 98MB/s und eine Schreibgeschwindigkeit von bis zu 65MB/s genannt. 4K-Aufnahmen sind durch die UHS Speed Class 3 sowie die Video Speed Class V30 kein Problem. Im Test schaffte die Toshiba Exceria M303E 93,3MB/s beim Lesen und 70MB/s beim Schreiben. Damit werden die Herstellerangaben fast erfüllt bzw. sogar übererfüllt. Im Praxiseinsatz sind die genannten Datenraten für die gedachten Aufgabengebiete mehr als ausreichend.

Toshiba Exceria M303 256GB microSDXC:

Die Toshiba Exceria M303 gehört zur gleichen Serie wie die Exceria M303E, es fehlt allerdings der „Endurance“-Zusatz. Daher richtet sich diese Speicherkarte an Foto- und Videografen oder Smartphone-Besitzer. Die Geschwindigkeitsangaben fallen mit 98MB/s (Lesen) und 65MB/s (Schreiben) identisch aus, die UHS Speed Class 3 und Video Speed Class V30 werden ebenfalls unterstützt. Die Application Performance Class A1 garantiert zudem 1.500 IOPS (Zugriffe pro Sekunde) beim Lesen und 500 IOPS beim Schreiben. In unserem Test haben wir 95,2MB/s (Lesen) bzw. 66,5MB/s (Schreiben) gemessen. Auch die Toshiba Exceria M303 liegt also sehr nah an den Herstellerangaben. Die Gesamtleistung überzeugt.

Toshiba M203 256GB  microSDXC:

Ein weiteres microSD-Modell von Toshiba ist die M203. Diese wird mit einer Lesegeschwindigkeit von bis zu 100MB/s und der Class-10-Unterstützung angegeben. Des Weiteren wird die Eignung für Full-HD-Videos genannt. Mehr als 10MB/s beim Schreiben garantieren die genannten Werte nicht. In unserem Test erreichte die Toshiba M203 lesend 94,3MB/s und schreibend 29,4MB/s.

Sie bleibt damit deutlich hinter den anderen Speicherkarten des Herstellers zurück. Eine besonders hohe Schreibgeschwindigkeit wurde jedoch auch nicht versprochen. Die von uns gemessenen 29,4MB/s sind daher ein ordentliches Ergebnis. Für 4K-Aufnahmen oder andere Aufgaben, die große Datenmengen innerhalb kurzer Zeit erzeugen, sollten besser andere Speicherkarten verwendet werden.

Toshiba N203 256GB SDXC:

Mit der N203 bietet Toshiba eine Speicherkarte für nicht allzu leistungsbedürftige Anwendungen an. Die N203 wird mit 100MB/s maximaler Datenrate angegeben, für das Schreiben werden durch die Class-10-Spezifikation allerdings nur 10MB/s garantiert. In unserem Test haben wir 94,3MB/s im lesenden Einsatz gemessen, beim Schreiben waren es 29,4MB/s. Das ist nicht sonderlich schnell aber durchaus akzeptabel.

PNY Elite 128GB microSDXC:

PNY bietet seine microSD-Karten unter anderem in der Elite-Serie an. Wir haben das 256GB große Modell mit UHS-I-Unterstützung, Video Speed Class 10 und einer Lesegeschwindigkeit von bis zu 100MB/s getestet. Die garantierte Datenrate liegt beim Schreiben bei 10MB/s, mehr als Full-HD-Videos werden daher offiziell nicht empfohlen. Im Test kam das Modell auf 94,3MB/s beim Lesen und 29,7MB/s beim Schreiben. Diese Datenraten sind insgesamt gesehen ordentlich. Wie für die Toshiba M203 gilt: Wer an seine Speicherkarte höhere Ansprüche hat, greift zu einem anderen Modell.

PNY Elite-X 256GB microSDXC:

Für diese Zielgruppe bietet PNY die Elite-X an. Die von uns getestete, 256GB große Version, erreicht die Vorgaben der UHS Speed Class 3 und Videospeed Class 30. 30MB/s werden beim Datentransfer also garantiert. Eine genauere Angabe zur Schreibgeschwindigkeit macht PNY nicht, beim Lesen sollen es bis zu 100MB/s sein. Unser Test bescheinigt der PNY Elite-X microSDXC-Karte 94,3 MB/s beim Lesen und 65,3MB/s beim Schreiben. Das reicht für fast alle Aufgabengebiete.

PNY Elite 128GB SDXC:

Foto- und Videografen, die eine Kamera mit SD-Kartensteckplatz besitzen, können bei PNY zwischen Elite, Elite-X und Pro-Elite-Modellen wählen. Die Elite-Modelle erfüllen die Basis-Spezifikationen Class 10 und UHS-I. Lesen soll man von unserem 128GB großen Modell mit bis zu 100MB/s können. Im Test schaffte die SD-Karte 94,3MB/s beim Lesen und 48,5MB/s beim Schreiben. Die Herstellerangabe wird damit fast erreicht. Die Schreibgeschwindigkeit von etwas weniger als 50MB/s ist solide und für viele Aufgaben ausreichend. 4K-Aufnahmen, bzw. generell Videoaufnahmen mit höheren Datenraten, werden mangels UHS Speed Class 3 leider nicht garantiert.

PNY Elite-X 512GB SDXC:

Eine Klasse höher ist die PNY Elite-X-Serie angesiedelt. Der Hersteller gibt bis zu 100MB/s beim Lesen an, mit der UHS Speed Class 3 ist man bei Videos auf der sicheren Seite. Im Test konnte die 512GB große Speicherkarte 94,3MB/s lesend und  82,5MB/s schreibend erreichen. Beide Werte gehören in unserem Test zu den höchsten Geschwindigkeiten. Die PNY Elite-X 512GB macht daher auch bei größeren Datenmengen eine gute Figur.

PNY Pro Elite 512GB SDXC:

Bei der PNY Pro Elite sind Herstellerangaben von 100MB/s (Lesen) und 90MB/s (Schreiben) zu finden. Des Weiteren wird die Karte mit der UHS Speed Class 3 beworben. 4K-Aufnahmen sind daher möglich. Unsere Testmessung ergab 96,3MB/s beim Schreiben und 85,2MB/s beim Lesen. Das reicht auch für leistungsfordernde Aufgaben.

Kingston Canvas Go! 512GB SDXC:

Zum Vergleich haben wir zudem eine 512GB große SD-Karte von Kingston hinzugezogen. Das zur Canvas Go!-Serie gehörende Modell mit UHS Speed Class 3- und Video Speed Class V30-Unterstützung haben wir mit 92,8MB/s (Lesen) und 60,8MB/s (Schreiben) gemessen. Diese Werte sind gut.

Egal ob microSD- oder SD: Unsere Testmodelle schneiden gleich gut ab:

Alle von uns gemessenen Geschwindigkeitswerte haben wir in folgender Tabelle zusammengefasst:

Unser Fazit:
Speicherkarten, egal ob in SD- oder microSD-Größe, gibt es in verschiedenen Geschwindigkeitsklassen. Langsamere Modelle eignen sich für alltägliche Einsätze, bei denen keine größeren Datenmenge in kurzer Zeit übertragen werden müssen.

Wer Videos mit hohen Datenraten aufnimmt, also zum Beispiel Auflösungen oberhalb von Full-HD verwendet, sollte jedoch nicht zu den einfachen Modellen greifen. Die UHS Speed Class 3 oder Video Speed Class V30 ist hier Pflicht, um Fehler oder plötzlich endende Videos zu vermeiden.

Wer für die Zukunft gerüstet sein will, sollte sich für Modelle mit UHS Speed Class 3 entscheiden:

Die von uns getesteten Speicherkarten arbeiteten innerhalb der von den Herstellern genannten Spezifikationen. Wir empfehlen beim  Kauf nicht auf den letzten Cent zu achten und mindestens zu einem Modell der Mittelklasse zu greifen. Zumindest, wenn die verwendete Kamera aktueller ist und sie mit höheren Datenraten auf die Speicherkarte schreiben kann. Beim Lesen unterscheiden sich unsere Testmodelle praktisch nicht, mit 90MB/s bis 100MB/s lassen sich in kurzer Zeit viele Daten übertragen.

Der dkamera.de Award zur Toshiba Exceria Pro SDXC M402 microSDXC-Karte:

Der dkamera.de Award zur PNY Pro Elite 512GB SDXC-Karte:

Der dkamera.de Award zur PNY Elite-X 512GB SDXC-Karte:

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