Sony DSC-RX1R III Praxisbericht

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Praxisbericht zur Sony DSC-RX1R III

Sonys RX1-Modelle verbinden seit jeher eine sehr hohe Bildqualität und kompakte Abmessungen. Dass die Sony DSC-R1X1R III (Produktbilder) wie ihre Vorgängermodelle zu den sehr kompakten Kameras gehört, macht der Blick auf die Spezifikationen sofort klar. Hält man die Kamera in der Hand, wird der Eindruck noch deutlicher. Die Kamera ist derart kompakt, dass bei ihr fast niemand das Vorhandensein eines Vollformatsensors vermuten würde. Mit Abmessungen von 11,3 x 6,8 x 8,8cm passt sie in eine etwas größere Jackentasche, das Gewicht fällt mit 496g denkbar gering aus. Zum Vergleich: Die Sony Alpha 7C R bringt zusammen mit dem Sony FE 35mm F1,8 knapp 800g auf die Waage. Setzt man die Bildqualität in Relation zum Gewicht, bietet kaum eine Kamera mehr Bildqualität pro Gramm. Wer die leichteste Vollformatkamera sucht, liegt bei der RX1R III daher goldrichtig.

Die Sony RX1R III fällt trotz Vollformatsensor sehr klein und leicht aus:

Natürlich sorgt ein leichtes und kompaktes Gehäuse aber auch für Nachteile. Auf Technik, die (viel) Platz benötigt, musste Sony verzichten. Dazu zählen ein optischer Bildstabilisator, ein Akku mit hoher Kapazität oder ein dreh- und schwenkbares Display. Auf der Vorderseite der RX1R III hat Sony zudem nur eine kleine Griffunterstützung in Form einer flachen Gummierung verbaut. Diese bietet bei weitem nicht den Komfort eines großen Griffs. Angesichts des sehr geringen Gewichts der Kamera lässt sich damit aber durchaus auskommen. Für alle, die mit dem Handling trotzdem nicht ganz zufrieden sind, bietet Sony den Daumengriff TG-2 an. Die Verarbeitung des Gehäuses der RX1R III fällt dank der verwendeten Magnesiumlegierung ansprechend aus, Abdichtungen gibt es aber leider keine. Diese hätten wir bei einem derart hochpreisigen Produkt schon erwartet.

Die Rückseite der Kompaktkamera ist aufgeräumt und erinnert an Sonys DSLMs:

Das Bedienkonzept der Sony DSC-RX1R III (Datenblatt) ist weitestgehend von den kompakten Sony-DSLMs bekannt. Die Bedienelemente sind auf der rechten Oberseite sowie auf der Rückseite rechts vom Display zu finden. Dadurch kann man diese schnell erreichen und auch mit einer Hand fotografieren. So viele Tasten wie bei größeren Kameras gibt es natürlich nicht, für eine kompakte Kamera hat die RX1R III allerdings eine ganze Menge an Tasten und Einstellrädern zu bieten. Schade ist der Verzicht auf einen Joystick. Das AF-Messfeld lässt sich per Touch oder mittels des rückseitigen Steuerkreuzes aber trotzdem recht schnell verschieben.

An Bedienelementen hat Sony bei der RX1R III nicht gespart:

Die Wahl des Fotoprogramms erfolgt auf der Oberseite per Einstellrad, zur Korrektur der Belichtung gibt es dort ebenso ein Rad und mit den beiden Einstellrädern auf der Rückseite kann man unter anderem die Verschlusszeit oder den ISO-Wert anpassen. Noch schöner hätten wir es jedoch gefunden, wenn Sony ein zusätzliches Rad in der Nähe des Fotoauslösers platziert hätte.

Mit den Einstellringen am Objektiv lassen sich u. a. die Blende und der Fokus ändern:

Sehr gut gefällt uns der dedizierte Blendenring. Dieser erlaubt die Blendenwahl in Drittelstufen. Dass man beim Drehen auf Clicks festgelegt ist, stört angesichts der starken Ausrichtung auf Fotoaufnahmen nicht. Der mittlerweile Einstellring der Optik ermöglicht zudem den Wechsel zwischen Nahaufnahmen (20cm bis 35cm) und klassischen Aufnahmen (ab 30cm). Der vordere Einstellring wird zum manuellen Fokussieren verwendet. Unterschiedliche Konfigurationsmöglichkeiten ergeben sich bei den Tasten und Einstellrädern. Deren Funktion lässt sich im Menü verändern.

Die meisten Bedienelemente der Kamera lassen sich frei konfigurieren:

Dies gilt auch für das rückseitige Einstellrad mit Steuerkreuzfunktionalität:

Auf der Oberseite gibt es eine Custom-Taste:

Die Einstellräder sind ebenso an die eigenen Wünsche anpassbar:

Apropos Menü: Die Sony DSC-RX1R III (Datenblatt) verfügt über das klassische Menüdesign, das bei allen neueren Kameras des Unternehmens anzutreffen ist. Die Parameter sind über sechs „Obermenüs“ verteilt, außerdem gibt es ein Hauptmenü und ein „Mein Menü“. Ersteres erlaubt den schnellen Zugriff auf alle Standard-Optionen, das „Mein Menü“ stellen Nutzer selbst zusammen. Hierüber lassen sich häufiger benötigte Parameter wesentlich schneller erreichen. Im Menü muss man nach diesen wegen des großen Funktionsumfangs nämlich länger suchen. Für weitere Optionen bringt die Kamera zudem das bekannte Fn-Menü mit. Es wird über die Fn-Taste aufgerufen und ist ebenso frei konfigurierbar.

Das Hauptmenü der Kamera besitzt ein klassisches Design:

Über das Fn-Menü sind einige wichtige Optionen sehr schnell zu erreichen:

Als Aufnahmeprogramme stehen bei der Sony RX1R III die klassischen Modi zur Verfügung. Eine Vollautomatik übernimmt auf Wunsch alle Aufgaben, die PSAM-Programme erlauben eigene Einstellungen. Darüber hinaus lassen sich über das Wählrad auch drei Custom-Programme einstellen. Vier zusätzliche Speicherplätze kann man über das Menü erreichen. Deren Einstellungen legt die Kamera allerdings auf der Speicherkarte ab, weshalb sich ein Wechsel der SD-Karte auf die Speicherplätze auswirkt.

Zur Fokussierung nutzt Sony bei der DSC-RX1R III (Geschwindigkeit) einen Hybrid-AF mit 693 Messfeldern. Sie decken 78 Prozent des Sensors ab, die technischen Daten sind unter anderem von der Alpha 7C R bekannt. Die Kamera bietet das übliche Angebot an Autofokus-Optionen, bei den Messfeldern kann man unter anderem zwischen „Breit“, „Feld“, „Mitte-Fix“ und „Spot“ (XS bis XL) wählen. Daneben gibt es frei anpassbare Messfelder und Optionen zum Tracking von Motiven.

Der Hybrid-AF verwendet zum Scharfstellen unter anderem 693-Phasen-AF-Felder:

Letztere verfolgt die Kamera zudem eigenständig, wenn die Motiverkennung aktiviert wurde. Diese erkennt neben Menschen und Tieren auch Autos, Züge und Flugzeuge. Das Fehlen des AF-Joysticks spielt daher meistens nur eine recht geringe Rolle. Im Alltag arbeitet der Autofokus schnell genug, bei fordernden Sport- und Actionaufnahmen kommt das AF-System aufgrund des nur durchschnittlich schnellen sowie akustisch wahrnehmbaren Fokusmotors aber durchaus an seine Grenzen.

Wie bei allen neueren Sony-Modellen ist eine Motiverkennungs-Funktion mit an Bord:

Für die Steuerung der Belichtung steht bei der Sony DSC-RX1R III (Technik) neben dem elektronischen Verschluss ein mechanischer Zentralverschluss zur Verfügung. Dieser arbeitet leiser als ein klassischer Schlitzverschluss und ermöglicht das Blitzen bis hinauf zur kürzesten Belichtungszeit. Zentralverschlüsse gehören allerdings nicht zu den schnellsten Verschlusstypen, weshalb die Belichtungszeit etwas eingeschränkter als bei Kameras mit Schlitzverschluss ausfällt. Bei Offenblende lässt sich lediglich bis zu 1/2.000 Sekunde belichten, 1/3.2000 Sekunde wird ab F4 erreicht und 1/4.000 Sekunde ab F5,6. Bei Sonnenschein ist das nicht optimal. Behelfen kann man sich hier mit dem elektronischen Verschluss, der bis zu 1/8.000 Sekunde unterstützt. Hierbei gilt es jedoch zu beachten, dass der Sensor aufgrund der hohen Auflösung nur sehr langsam ausgelesen wird. Dadurch ergeben sich bei Bewegungen sichtbare Verzerrungen und bei Kunstlicht unschöne Banding-Artefakte. Sofern möglich, sollte man daher zum mechanischen Verschluss greifen. Ein ND-Filter kann in diesem Fall sehr hilfreich sein. Die Belichtungsmessung der Kamera erfolgt wie üblich bei Sony über 1.200 Zonen, als Modi werden „Multi“, „Mitte“, „Spot“, „GesBildsDschn.“ (= Durchschnitt des gesamten Bildes) und „Highlight“ angeboten.

Zur Bildkontrolle stehen bei der Sony DSC-RX1R III (Produktbilder) trotz des kleinen Gehäuses zwei Wege offen. Zum einen ist ein elektronischer Sucher verbaut, der sich in der linken oberen Gehäuseecke befindet. Im Sucher kommt ein OLED-Panel mit einer Auflösung von 2,36 Millionen Subpixel zum Einsatz, die Vergrößerung gibt Sony mit 0,7-fach an. Folglich fällt das Sucherbild nicht besonders groß aus – ist zur Bildkontrolle aber durchaus geeignet. Die Auflösung bewegt sich mit den erwähnten 2,36 Millionen Subpixel auf einem durchschnittlichen Niveau, das Prüfen der Bildschärfe ist bei den Suchern der größeren Alpha-Modelle eindeutig besser möglich. Angesichts des sehr kompakten Gehäuses konnte Sony aber sicherlich keinen größeren Sucher verbauen.

Der elektronische Sucher ist nicht besonders groß, reicht für alltägliche Einsätze aber aus:

Ein Kompromiss wurde auch beim Display eingegangen. Zwar kommt hier ein sehr hoch auflösendes Modell (2,36 Millionen Subpixel) mit klassischer Größe (3,0 Zoll) zum Einsatz, bewegen lässt sich das Panel allerdings nicht. Daher muss man sich zur Bildkontrolle stets hinter der Kamera befinden. Da dies zweifellos nicht immer möglich ist, ergeben sich verschiedene Einschränkungen. Große Einblickwinkel sorgen beim seitlichen Betrachten des LCDs immerhin für keine riesigen Nachteile. Ein dreh- oder schwenkbares Modell wäre jedoch sinnvoll gewesen. Da das Vorgängermodell dieses noch besaß, handelt es sich beim Display der RX1R III effektiv um ein „Downgrade“. Hinzugekommen ist dagegen ein Touchscreen. Dieses sorgt vor allem beim Setzen des Fokuspunktes für Vorteile.

Die Kameras der RX1-Serie wurden schon immer für Fotoaufnahmen entwickelt, Videos standen noch nie im Vordergrund. Dafür ist unter anderem das kleine Gehäuse verantwortlich, das bei Videos schnell für das Überhitzen sorgt. Bei der RX1R III kommt mit dem 60 Megapixel auflösenden Chip ein weiteres Manko hinzu. Der Sensor eignet sich aufgrund seiner hohen Pixelzahl nur sehr bedingt für Videos. Grundsätzlich unterstützt er allerdings hohe Auflösungen und Bildraten, wie die Sony Alpha 7R V zeigt. Die Sony DSC-RX1R III (Beispielaufnahmen) verfügt dagegen über keine wirklich ansprechenden Videospezifikationen. Filmen kann man in 4K-Auflösung (3.840 x 2.160 Pixel) lediglich mit 30 Vollbildern pro Sekunde. Für das ein oder andere Video reicht das natürlich aus, nahezu alle anderen Kameras am Markt (auch wesentlich günstigere) schaffen jedoch mehr. Einfache Zeitlupen- und Zeitrafferaufnahmen ermöglicht der S&Q-Modus, manuell veränderbare Parameter gibt es zudem einige.

Die Stabilisierung ist bei der Kamera nur auf elektronischem Weg möglich:

Abseits der Aufnahmeparameter gibt es noch einen weiteren Grund, warum uns die Sony RX1R III bei Videoaufnahmen nur wenig überzeugen kann: die fehlende Bildstabilisierung. Ein OSS im Objektiv oder ein beweglicher Sensor sind nicht vorhanden, beim Filmen aus der Hand ist der Einsatz des elektronischen Stabilisators daher mehr oder weniger Pflicht. Dieser sorgt jedoch für einen starken Crop und ist bei Aufnahmen meistens hinderlich. Die Bildqualität der Kamera ist für klassische Aufnahmen dagegen völlig ausreichend, der Autofokus stellt schnell scharf. Für den Ton ist standardmäßig ein Stereomikrofon zuständig, via Klinkenbuchse oder Zubehörschuh lässt sich außerdem ein externes Modell verwenden.

Ein Praxisbericht von:

Thomas Kniess

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