Canon stellt das neue Flaggschiff EOS R1 vor

24 Megapixel Stacked BSI-Sensor, 40 Bilder/Sek., neuer Autofokus, KI-Features, 6K-Video (60p)

Canon hat mit der EOS R1 ein neues Spitzenmodell präsentiert. Dieses löst die Canon EOS R3 (Testbericht) als Flaggschiff ab, die 2021 auf den Markt kam. Zur Bildaufnahme nutzt die Canon EOS R1 einen neu entwickelten, 24 Megapixel auflösenden Stacked BSI CMOS-Sensor (36 x 24mm) mit noch kürzerer Auslesezeit und dadurch reduziertem Rolling Shutter. Die Bildverarbeitung übernimmt nicht nur ein DIGIC X-Bildprozessor, es kommt auch ein DIGIC Accelerator Prozessor mit der neuen „Accelerated Capture“-Technologie zum Einsatz. Dadurch sollen Berechnungen noch schneller erfolgen. Dies betrifft nicht nur die Bildaufnahme, sondern auch den Autofokus.

Den ISO-Bereich der DSLM gibt Canon mit ISO 100 bis ISO 102.400 an, mit den Low- und High-Erweiterungen lassen sich zudem minimal ISO 50 und maximal ISO 409.600 erreichen. Für eine besonders hohe Bildqualität nutzt die Kamera eine Deep Learning-Rauschunterdrückung und eine Deep Learning-Hochskalierungsfunktion. Letztere erstellt Fotos mittels KI mit 96 Megapixel. Eine „echte“ High-Res-Funktion gibt es dagegen nicht, obwohl diese wegen des beweglichen Sensors durchaus möglich wäre. Daher übernimmt das IBIS-Modul nur die Stabilisierung (maximal 8,5 Blendenwerte).

Die Oberseite der Canon EOS R1:

Serienaufnahmen speichert die Canon EOS R1 mit bis zu 40 Bildern pro Sekunde. Dabei muss man weder auf die volle Auflösung noch das RAW-Format verzichten. Um diese Bildrate zu erreichen, ist allerdings der elektronische Verschluss notwendig. Mit dem mechanischen Verschluss sind maximal zwölf Bilder pro Sekunde möglich. Bis zu 20 Bilder lassen sich mit der neuen Voraufnahme-Funktion der DSLM kontinuierlich zwischenspeichern, erst beim Durchdrücken des Auslösers landen diese auf der Speicherkarte.

Das Autofokussystem der EOS R1 bezeichnet Canon als Dual Pixel Intelligent AF. Es arbeitet mit Kreuzsensoren und soll unter schwierigen Bedingungen noch präziser scharfstellen. Die automatische Fokussierung ist auf 100 Prozent der Sensorfläche möglich, wählen lässt sich aus bis zu 1.053 Messfeldern. Den AF-Arbeitsbereich der EOS R1 gibt Canon mit -7,5 bis 21 EV an, die Motiverkennung verwendet Deep Learning und erkennt Menschen, Tiere (Hunde, Katzen, Vögel und Pferde) sowie Fahrzeuge (Rennwagen oder Motorräder, Flugzeuge und Züge).

Bei manchen Sportarten kann die EOS R1 das Hauptmotiv automatisch erfassen:

Bei Menschen kann die DSLM zudem zwischen den Augen, dem Gesicht, dem Kopf, der oberen Körperhälfte und dem Körper unterscheiden. Darüber hinaus bringt die Kamera den neuen Modus „Aktionspriorität“ mit. Dieser soll laut Canon gängige Spielabläufe beim Fußball, Basketball und Volleyball erkennen und das Hauptmotiv in schnellen sowie dynamischen Situationen optimal einfangen.

Videos zeichnet die Canon EOS R1 in 6K-Auflösung (6.000 x 3.164 Pixel) mit bis zu 60 Vollbildern pro Sekunde auf, in 4K-Auflösung (3.840 x 2.160 Pixel) sind bis zu 120 Vollbilder pro Sekunde möglich und in Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) bis zu 240 Vollbilder pro Sekunde. Bei 6K-Auflösung können sich Videografen zwischen dem RAW- und dem Light-RAW-Format entscheiden, bei allen anderen Auflösungen nutzt die Kamera klassische Video-Kompressionen. Natürlich unterstützt die EOS R1 die Aufnahme mit flachem Bildprofil, es gibt eine Proxy-Option und die Möglichkeit, Vierkanalton aufzuzeichnen.

Das Display ist dreh- und schwenkbar, der Sucher löst besonders hoch auf:

Die Bildkontrolle lässt sich bei der Canon EOS R1 mit einem elektronischen Sucher (9,44 Millionen Subpixel) mit 0,9-facher Vergrößerung vornehmen. Dieser kann bis zu 120 Bilder pro Sekunde wiedergeben und sorgt durch einen neuen Sensor auch für einen verbesserten Eye-Control-AF. Das 3,2 Zoll messende Display löst 2,1 Millionen Subpixel auf, lässt sich drehen und schwenken und unterstützt Eingaben per Touch.

Natürlich verfügt die EOS R1 über zahlreiche Schnittstellen:

Zur Datenspeicherung nutzt Canon bei der EOS R1 zwei CFexpress Typ-B-Modelle, als Schnittstellen stehen unter anderem ein USB-C-Anschluss mit 3.2 Gen 2-Standard, HDMI, zweimal Klinke für ein Mikrofon und einen Kopfhörer sowie ein RJ-45 Ethernet-Anschluss (2,5Gbit/s) zur Verfügung. WLAN-, Bluetooth- und GPS-Module sind ebenso verbaut.

Den Fachhandel soll die 15,8 x 15,0 x 8,8cm große und 1.115g schwere Canon EOS R1 im November 2024 erreichen, die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 7.499 Euro.

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Autor: dkamera.de Redaktion
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