Der Trend bleibt positiv, das Wachstum ist allerdings gering
Die CIPA (Camera & Imaging Products Association) hat die Verkaufszahlen der ersten sechs Monate des Jahres 2024 veröffentlicht. Im ersten Halbjahr blieb der positive Trend der letzten Monate erhalten, im Vergleich zum Vorjahr fallen die Zuwächse aber gering aus. Realistisch betrachtet kann dies angesichts der vielen schwachen Vorjahre aber sicherlich als Erfolg gewertet werden.
Die größten Steigerungen gab es interessanterweise bei Kameras mit fest verbauten Objektiven. Während die Vorjahreswerte im April noch leicht unterschritten wurden, gingen im Mai und Juni 11,3 bis 14,7 Prozent mehr Kompakt- und Bridgekameras über die Ladentheken. Ob das nun an der gestiegenen Nachfrage nach hochwertigen Kompaktkameras oder eher einfacheren Modellen liegt, ist leider nicht bekannt.
Praktisch auf dem Niveau des Vorjahres bewegten sich die Verkaufszahlen der Systemkameras im zweiten Quartal, nachdem im ersten Quartal noch deutlich bessere Werte erreicht wurden. Kameras mit wechselbaren Objektiven waren bei Käufern allerdings deutlich stärker als 2022 gefragt, weshalb die nur leicht besseren Verkaufszahlen (maximal 2,6 Prozent höher) kaum negativ bewertet werden können.
Der positive Trend ist des Weiteren auch bei Objektiven zu beobachten. In jedem Monat des Jahres 2024 gingen mehr Objektive als in den gleichen Monaten des Vorjahres über die Ladentheken. Nach einem besonders großen Plus im Januar (29,7 Prozent mehr) ergaben sich in den darauffolgenden Monaten Werte von 3,9 Prozent bis 8,3 Prozent. Sollte dieses Wachstum erhalten bleiben, würden 2024 so viele Objektive wie seit 2019 nicht mehr verkauft werden. Da der durchschnittliche Preis seitdem zudem deutlich angestiegen ist, sollte die Branche auch das aktuelle Jahr mit Umsatzsteigerungen abschließen können.