Nach einem starken Jahresbeginn folgte im Mai und Juni ein deutlicher Rückgang
Die CIPA (Camera & Imaging Products Association) hat die Zahlen des ersten Halbjahres 2026 herausgegeben. Nach einem starken Jahresbeginn 2026 bewegte sich die Anzahl der ausgelieferten Kameras im Mai und Juni deutlich unter dem Vorjahresniveau. Konkret ergab sich mit knapp 751.000 sowie 713.000 Modellen im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von rund 15 bis 18 Prozent.
Der Blick auf die Details zeigt, dass dies sowohl auf einen schwächeren Absatz bei den Kameras mit fest verbauten Objektiven als auch auf Systemkameras zurückzuführen ist. Letztere sind für den deutlichen Rückgang allerdings wesentlich mehr verantwortlich. So lieferten die in der CIPA organisierten Unternehmen im Mai statt 690.000 DSLM- und DSLR-Kameras nur 531.000 Kameras aus. Im Juni fiel der Rückgang mit 510.000 statt 619.000 Modellen ebenso stärker aus.
Noch lässt sich allerdings nur von einem kleinen Dämpfer sprechen, denn das Jahr 2026 begann absolut zufriedenstellend. Zurückzuführen sind die vergleichsweise schwachen Absatzzahlen unter anderem auf den Mangel an neuen Modellen. Mit Ausnahme der Sony Alpha 7R VI, der Sony Alpha 7V, der Sony Cyber-shot RX10 VI und der Panasonic Lumix L10 gab es im ersten Halbjahr keine größeren Neuvorstellungen. Besonders ruhig war es bei Nikon und Fujifilm. Von beiden Unternehmen könnten im zweiten Halbjahr eine oder mehrere neue Kameras vorgestellt werden. Gleiches gilt auch für OM System. Mit der OM-5 Mark II erschien das letzte neue Modell vor mehr als einem Jahr.
Dass sich der Markt generell in einem gewissen Sommerloch befindet, zeigt auch die Anzahl der ausgelieferten Objektive. Nachdem in den ersten vier Monaten dreimal neue Bestwerte (für die vergangenen Jahre) vermeldet worden waren, blieben die Auslieferungen im Mai und Juni deutlich hinter den Vorjahreszahlen zurück.