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Das Loupedeck CT (Creative Tool) im dkamera.de-Test

Dem Steuerungspult mit nahezu unbegrenzten Einstellungsmöglichkeiten auf den Zahn gefühlt

Das finnische Unternehmen Loupedeck bietet mit dem gleichnamigen Loupedeck und dem Loupedeck+ schon seit einiger Zeit zwei Steuerungspults an, die die Arbeit mit bestimmten Softwarelösungen vereinfachen sollen. Das neue Loupedeck Creative Tool erweitert das Einsatzgebiet auf noch mehr Softwarelösungen und ist ein echtes Multitalent. Wir schauen uns das Eingabegerät im folgenden Testbericht genauer an.

Mit dem Loupedeck und Loupedeck+ lassen sich bereits seit längerem zwei Steuerungspults erwerben, die für den Einsatz mit speziellen Programmen gedacht sind. Dazu gehören unter anderem Adobe Photoshop und Photoshop Lightroom, aber auch Capture One von Phase One oder Aurorra HDR von Skylum. Das Loupedeck Creative Tool (Loupedeck CT) wurde für die Programme Adobe Photoshop, Adobe Photoshop Lightroom Classic, Adobe Premiere Pro, Adobe Illustrator, Final Cut Pro X und Ableton Live entwickelt, bietet aber auch bei anderen Softwarelösungen bestimmte Funktionen.

So kann man beispielsweise im Browser oder auf dem Desktop damit arbeiten. Während die älteren Loupedeck-Produkte also für vereinzelte Aufgaben vorgesehen waren und auch nur diese übernehmen konnten, hat sich der Hersteller beim neuen Creative Tool für die maximale Konfigurierbarkeit entschieden. Das Wort „maximal“ ist dabei nicht untertrieben, mehr Optionen als das Loupedeck Creative Tool gibt es bei keinem anderen Eingabegerät.

Das liegt dem Loupedeck Creative Tool bei:

Der Anschluss an einen Computer verfolgt mittels USB-C:

Während die älteren Loupedeck-Modelle vom Formfaktor an eine Tastatur erinnern, hat sich der Hersteller beim Creative Tool für eine nahezu quadratische Form entschieden. Es misst etwa 15 x 16cm und ist maximal drei Zentimeter hoch. Als Materialien werden Kunststoff und Aluminium verwendet, die Verarbeitungsqualität ist sehr hoch. Auf der Unterseite verhindern kleine Gummifüße das Wegrutschen. Die Stromversorgung und Datenübertragung erfolgt per USB-C, ein passendes Kabel (100cm lang) sowie ein USB-C auf USB-A-Adapter werden mitgeliefert.

Von klassischen Tastaturen hebt sich das Eingabegerät mit seinem quadratischen Design ab:

Auf der Unterseite sorgen vier Gummifüße für einen sicheren Stand:

Das Loupedeck Creative Tool lässt sich an Computern mit Windows 10 sowie MacOS 10.13 (oder neuer) verwenden, die Software bezieht man per Download von der Herstellerseite. Eine CD oder Ahnliches liegt nicht bei.

Von den älteren Loupedeck-Modellen sind die Drehregler, Tasten und das große Einstellrad bekannt. Kleine Einstellräder gibt es dagegen nicht mehr. Neu sind spezielle Touchasten. Diese reagieren auf das Drücken mit dem Finger und verfügen als Besonderheit über ein integriertes Farbdisplay. Ein weiteres Touchdisplay befindet sich im großen Einstellrad. Letzteres zeigt unter anderem die Uhrzeit oder bestimmte Optionen an.

Die Touchtasten verfügen über ein kleines Display, dieses zeigt die aktuelle Funktion an:

Damit das Loupedeck Creative Tool die Arbeit mit möglichst vielen Programmen erlaubt, muss natürlich auf feste Beschriftungen verzichtet werden. Bei den Hardwaretasten wird dies unter anderem durch durchnummerierte Tasten gelöst, bei den Touchtasten über die integrierten Displays. Letzteres macht unterschiedliche Belegungen besonders einfach, pro Funktion wird eine spezielle Info-Ansicht angezeigt. Natürlich gibt es für jede unterstützte Software bereits vorbelegte Bedienelemente, der User kann die Belegung jedoch auch von Hand verändern. Die Konfiguration der Tasten und Räder ist äußerst umfangreich möglich, nimmt dadurch aber natürlich auch eine längere Zeit in Anspruch.

Klassische Drehregler sind auch wieder mit an Bord:

Alle Konfigurationen erfolgen mit der Loupedeck-Software, damit ist das Vorbereiten des Steuerpults auf unterschiedliche Aufgaben möglich. Grundsätzlich lassen sich alle Tasten individuell konfigurieren, bestimmte Aufgaben sind jedoch auf bestimmte Bedienelemente festgelegt. Dafür gibt es gute Gründe: So werden über die Drehregler rechts und links der Touchtasten sinnvollerweise Bearbeitung vorgenommen, die damit am schnellsten möglich sind. Hierzu können bei Adobe Lightroom Classic oder Camera RAW beispielsweise das Ändern der Belichtung, die Korrektur der Sättigung oder das Hinein- und Herauszoomen gehören. Die Tasten links und rechts vom großen Einstellrad sind mit klassischen Aufgaben wie dem Rückängigmachen einer Bearbeitung oder dem Speichern belegt. Klassische Touchtasten gibt es ebenso. Drehen kann man zudem das große Einstellrad. Dieses zeigt im ungenutzten Zustand die Uhrzeit an, im Einsatz verschiedene Funktionen oder den Status. Zu den Aufgaben des Einstellrades kann beispielsweise das Drehen eines Bildes gehören. Da der mittlere Bereich eine Touchfunktion beinhalten, lassen sich darüber weitere Werkzeuge anwählen.

Das große Einstellrad besitzt in der Mitte ein zusätzliches Touchdisplay für weitere Funktionen:

Mit den Touchtasten werden spezielle Optionen aufgerufen, dazu gehört beispielsweise die Werkzeugauswahl (Pinsel, Lasso, Text). Dies macht Verschieben des Mauszeigers und das Anklicken eines neuen Werkzeuges unnötig. Ein effizienteres Arbeiten ist kaum möglich, die Maus kann stetig an der gleichen Stelle im Bild verbleiben. Auf den ersten Blick klingt diese Zeitersparnis nicht besonders groß, wer ständig Werkzeuge wechselt, wird den genannten Vorteil jedoch sehr zu schätzen wissen.
Die runden Tasten des Creative Tools dienen zum Aufrufen der sogenannten Workspaces. Diese bestimmen grundsätzlich, welche Optionen über die Bedienelemente erreicht werden. Mittels der Workspaces lassen sich eine Reihe unterschiedlicher Bearbeitungsschritte sehr schnell ausführen, alle notwendigen Werkzeuge sind auf einer Oberfläche zu versammeln. So kann man beispielsweise einen Workspace für das Bearbeiten und einen für das Exportieren von Dateien anlegen.

Die mit unterschiedlichen Farben beleuchteten Tasten machen das Arbeiten im Dunklen einfach:

Sehr gut hat uns beim Loupedeck Creative Tool die Beleuchtung der einzelnen Tasten gefallen, dadurch lässt sich das Steuerpult auch im Dunklen verwenden. Unterschiedliche Farben (unter anderem Lila für Aktionen oder Orange für einen angepassten Arbeitsbereich) zeigen zudem sofort die Funktionen der Bedienelemente an. Die Druckpunkte der Tasten sagt uns dagegen nicht uneingeschränkt zu. Während die eckigen Tasten einen klassischen Druckpunkt besitzen, sind die runden Tasten doch ungewöhnlich „streng“ angestimmt. Überhaupt keinen Druckpunkt besitzen natürlich die Touchtasten, Eingaben bestätigt daher ein Vibrationsmotor.

Beim Betätigen der Touchtasten sorgt ein Vibrationsmotor für die Bestätigung:

So groß der Funktionsumfang auch ausfällt, alles ist mit dem Loupedeck Creative Tool nicht möglich. Das Aufrufen eines Programmes geht beispielsweise nur, wenn dieses bereits gestartet wurde. Konfiguriert werden alle Einstellungen mit der Software von Loupedeck. Diese verfügt über einen enormen Funktionsumfang und lässt sich dank Drag-and-Drop-Funktion (Funktion auswählen und auf Bedienelement ziehen) gut bedienen. Teilweise werden Eingaben allerdings etwas verzögert ausgeführt, dies sollte verbessert werden. Eine deutsche Softwareausgabe wäre ebenfalls wünschenswert. Daran wird laut Hersteller gearbeitet.

Die Software für das Creative Tool erlaubt die Konfiguration aller Bedienelemente:

Das gilt auch für das Touchdisplay des großen Einstellrades:

Neue Funktionen lassen sich der Drag-and-Drop auf die Tasten ziehen:

Unser Fazit:
Hochwertig verarbeitet und extrem flexibel einsetzbar. Das Loupedeck Creative Tool kann die Arbeit von Kreativschaffenden deutlich vereinfachen. Gegenüber den früheren Loupedeck-Modellen profitiert man von den wesentlich breiteren Einsatzmöglichkeiten und der freien Konfigurierbarkeit fast aller Bedienelemente. Auf kleiner Fläche hat das Loupedeck Creative Tool jede Menge Features zu bieten.

Dass man an einer umfangreichen Einarbeitung nicht vorbeikommt, versteht sich da von selbst. Wer ein möglichst flexibel einsetzbares Eingabegerät sucht, liegt beim Loupedeck Creative Tool goldrichtig. Wer das Eingabegerät verwenden möchte, sollte allerdings ein größeres Budget besitzen. Mit 499,00 Euro (Preis im Hersteller-Shop) ist das Loupedeck Creative Tool preislich in einer eigenen Liga anzutreffen.

Der dkamera.de Award zum Loupedeck Creative Tool:

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