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Das Loupedeck+ im dkamera.de Test

Steuerpult mit Tasten und Drehreglern für verschiedene Bildbearbeitungslösungen

Ende 2017 konnten wir mit dem Loupedeck des gleichnamigen finnischen Herstellers ein Steuerpult für Adobe Photoshop Lightroom testen. Unser Fazit lautete damals zusammengefasst: Die besondere Tastatur kann die Arbeit mit der Bildbearbeitungssoftware dank vieler Tasten und Drehregler deutlich beschleunigen. Zu Beginn des Sommers 2018 wurde mit dem Loupedeck+ eine neue Version des Steuerpults vorgestellt. Diese wurde gleich in mehreren Punkten verbessert und arbeitet nun auch mit der Bildbearbeitungssoftware Skylum Aurora HDR zusammen. An der Unterstützung von Capture One wird noch gearbeitet, sie soll bald folgen.

Das ist neu beim Loupedeck+:
Laut Herstellerangabe ist das Loupedeck+ besser als die erste Generation des Steuerpults verarbeitet, und die Tasten besitzen bessere Druckpunkte. Zwei der vielen Einstellräder lassen sich im Standardbetrieb frei konfigurieren, für 17 Tasten gilt dies ebenso. Zusätzlich gibt es nun einen benutzerdefinierten Modus, bei dem alle Bedienelemente an die eigenen Wünsche anpassbar sind. Bei der Software soll es ebenfalls Fortschritte geben, sie wurde komplett überarbeitet und soll stabiler sowie schneller laufen.

Das Loupedeck (oben) und das Loupedeck+ (unten) im Vergleich:

Allgemeine Informationen:
Das Loupedeck+ besitzt wie die Vorgängergeneration Abmessungen von 40 x 15,6 x 3,2cm und bringt knapp 680g auf die Waage. Das Steuerpult fällt damit so groß wie eine herkömmliche Tastatur aus, das Gewicht ist etwas höher als im Durchschnitt. Angeschlossen wird das Loupedeck+ per USB, das fest verbaute Kabel misst 130cm in der Länge.

Die vom Hersteller versprochene bessere Verarbeitung ist durchaus zu spüren, als riesig würden wir den Unterschied allerdings nicht beschreiben. Auch beim Loupedeck+ kommt wieder Kunststoff zum Einsatz, der aber möglicherweise etwas dicker ausfällt. Für einen sicheren Stand sorgen beim Steuerpult sechs Gummifüße, das sind zwei mehr als beim Vorgängermodell.

Auf der Unterseite gibt es eine Kabeldurchführung und mehrere Standfüße:

Eine Kabelführung erlaubt an der Unterseite das Verlegen des Kabels in zwei Richtungen (zur Seite sowie nach oben). Das Loupedeck+ lässt sich mit Windows 7 oder einer späteren Version betreiben, Mac-Nutzer sollten mindestens Mac OS 10.12 besitzen. Adobe Photoshop Lightroom Classic CC wird ab Version 7.4 unterstützt, zu Skylum Aurora HDR gibt es keine konkrete Versionsempfehlung.

Vor dem ersten Verbinden des Steuerpults mit dem Computer muss zuerst die Loupedeck-Software installiert werden. Diese Vorgehensweise wird besonders hervorgehoben und sollte befolgt werden. Nach der Installation darf man das Loupedeck+ an den Computer anschließen.

Bei den Tasten wurden die meisten Änderungen vorgenommen (neue Version unten):

Die Bedienelemente im Detail:
Auf den ersten Blick unterscheidet sich das Loupedeck+ nicht großartig von der Vorgängerversion, im Detail sind jedoch ein paar Unterschiede festzustellen. Die Tasten stehen deutlich weiter aus dem Gehäuse heraus, ein paar L- und C-Tasten sind hinzugekommen, und das beim Loupedeck als Rotate-/Crop-Rad benannte Einstellrad wird nun als Kontrollrad bezeichnet. Wie bereits erwähnt, lassen sich beim Loupedeck+ deutlich mehr Bedienelemente an die eigenen Wünsche anpassen, der Nutzer ist daher nicht mehr so stark an die Vorgaben des Herstellers gebunden.

Die Drehregler des Loupedeck+ decken viele wichtige Bildbearbeitungsparameter ab:

Alle Tasten des Loupedeck+ sind eindeutig beschriftet, die verwendeten Bezeichnungen kennt man zum Großteil aus Adobe Photoshop Lightroom oder anderen Bildbearbeitungsprogrammen. Sie sind zwar englischsprachig, mit „Contrast“, „Shadows“ oder „Exposure“ sollten jedoch praktisch alle Fotografen etwas anfangen können. Wer der englischen Sprache nicht mächtig ist, ist natürlich etwas im Nachteil. Selbst dann sollte man sich nach einer kurzen Einlernphase aber zurechtfinden.

Die Regler lassen sich feinfühlig drehen, ihr Drücken setzt die Einstellungen zurück:

Von der Vorgängerversion sind unter anderem die Drehregler bekannt, mit denen die wichtigsten Bearbeitungsparameter wie der Kontrast, die Belichtung oder die Farbtemperatur angepasst werden können. Während das Loupedeck noch 12 Drehregler besaß, sind beim Loupedeck+ 13 vorhanden.

Zwei davon (mit D1 und D2 beschriftet) lassen sich frei mit Funktionen belegen. Beim Loupedeck ging das nur mit einem. Sehr gut: Durch das Drücken der Einstellräder und Regler lässt sich der jeweilige Parameter blitzschnell auf den Basiswert zurücksetzen.

Die P-Tasten und die darunter liegenden Einstellräder zum Verändern der Farben:

Ebenso bekannt sind die Einstellräder für die einzelnen Farben und die P-Tasten zum Auswählen eines Presets. Davon gibt es jeweils acht. Die Suche im Lightroom-Menü nach dem Preset seiner Wahl fällt dadurch weg. Wer keine Presets benötigt, kann die P-Tasten mit anderen Funktionen, zum Beispiel mit dem Zuschneiden von Bildern, belegen.

Die Farben, die über die Räder angepasst werden, sind per Farbpunkt unterhalb der Räder einsehbar. Ob man den Farbton („Hue“), die Sättigung („Sat“) oder die Luminanz („Lum“) verändert, entscheidet sich per Taste links davon. Eine Option ist hier jeweils aktiv, welche die daneben leuchtende weiße LED signalisiert. Die Cursortasten in der rechten unteren Ecke wurden vom Vorgängermodell übernommen, sie dienen vor allem zur Navigation. Hinzugekommen sind in deren Nähe allerdings zwei Custom-Tasten (C5 und C6), die sich wie die Custom-Tasten C1 bis C4 frei mit Funktionen belegen lassen. Das vorige Loupedeck besitzt nur zwei Tasten von diesem Typ.

Das Kontroll-Rad ist das größte Bedienelement des Loupedeck+:

Die Custom-Tasten lassen sich unter anderem zum Rotieren von Bildern, für das Anwenden der automatischen Tonwertkorrektur oder das Aktivieren des HDR-Zusammenrechnungsmodus verwenden.

Die Tasten besitzen einen deutlich klareren Druckpunkt:

Neben den Cursor-Tasten sind weitere Custom-Tasten hinzugekommen:

In der rechten oberen Ecke wurden drei Tasten platziert, neben der bereits beim Loupedeck vorhandenen Before-/After- und Export-Taste hat die Plus-Version noch eine Screen-Mode-Taste zu bieten. Damit kann der Nutzer unter anderem zum Vollbildmodus wechseln. Dies war beim Vorgängermodell auch schon möglich, die hier verwendete Fullscreen-Taste wurde bei der zweiten Loupedeck-Generation jedoch zur Custom-Modus-Taste umgewandelt. Diese aktiviert den Custom-Modus des Loupedeck+, indem alle Regler völlig frei an die eigenen Wünsche anzupassen sind.

Die Loupedeck-Software mit allen konfigurierbaren Tasten im Entwickeln-Modus:

Es lassen sich umfangreiche Konfigurationen vornehmen:

Die Software im Einsatz:
Zugegeben, die Arbeit mit dem Loupedeck+ geht am Anfang nicht allzu leicht von der Hand. Anstatt wie gewohnt mit der Maus oder einer Tastatur zu arbeiten, werden praktisch alle Einstellungen mit dem Steuerpult ausgeführt. Das braucht Eingewöhnungszeit, zunächst wird die Geschwindigkeit darunter zweifellos leiden. Schon recht schnell zeigen sich aber die Vorteile des Loupedeck+. Presets lassen sich deutlich flotter anwenden, die wichtigsten Grundbearbeitungen (Helligkeit, Kontrast, Farbkorrekturen, ...) gehen schnell von der Hand.

Die Arbeit mit Photoshop Lightroom Classic CC wird mit dem Loupedeck+ stark vereinfacht:

Von besonders großem Vorteil erscheint uns das Loupedeck+ auch bei kleineren Bildschirmen bzw. Auflösungen zu sein. Während man bei der Arbeit mit der Maus bei unterschiedlichen Parametern des Öfteren verschiedene Reiter öffnen und wieder schließen muss, fällt dieser Schritt beim Einsatz des Loupedeck+ komplett weg. Sobald der Benutzer hier einen Parameter verändert, öffnet sich zudem automatisch der dementsprechende Reiter. Besonders gut gefallen uns die vielen Konfigurationsmöglichkeiten des Steuerpults.

Diese wurden im Vergleich zum ersten Modell deutlich verbessert. Dadurch lassen sich einige Tasten und Regler mit den Parametern der Wahl belegen, das Angebot an Optionen fällt sehr groß aus. Die Druckpunkte der Tasten wurden im Vergleich zum Loupedeck ebenso verbessert. Auf dem Niveau guter Tastaturen sehen wir diese bei der Plus-Version zwar nicht, sie sagen uns aber mehr als beim Vorgängermodell zu.

Bei Aurora HDR sind die Vorteile geringer:

So weit zu unseren Erfahrungen mit der Software Adobe Photoshop Lightroom Classic CC. In Aurora HDR von Skylum funktioniert das Loupedeck+ ähnlich, es lassen sich allerdings deutlich weniger Optionen über das Steuerpult anpassen. Das liegt jedoch nicht nur am Loupedeck+, sondern auch an den teilweise nicht vorhandenen Parametern. Schade finden wir deshalb besonders, dass sich weniger Bedienelemente als bei Adobe Photoshop Lightroom Classic CC anpassen lassen und dabei auch noch weniger Optionen zur Verfügung stehen. Ebenso nicht optimal: Die Software „springt“ nicht zum Parameter, der gerade über das Loupedeck+ verändert wird. Dadurch fällt die Möglichkeit der Kontrolle weg. Da das Steuerpult optimal an Lightroom CC Classic angepasst ist bzw. dafür entwickelt wurde, kann der Bedienkomfort bei Skylum Aurora HDR aber verständlicherweise nie so hoch wie bei Lightroom ausfallen.

Für Bildbearbeiter ist das Loupedeck+ ein sehr interessantes Zubehörprodukt:

Unser Fazit:
Dass es sich beim Loupedeck+ nicht um das erste Modell handelt, merkt man dem Steuerpult an. An verschiedenen Stellen wurden Verbesserungen vorgenommen, hierzu gehören unter anderem die Verarbeitung und die Druckpunkte der Tasten. Zudem wurden die Konfigurationsmöglichkeiten durch den Benutzer verbessert und die Funktionen der Bedienelemente optimiert. Beim Einsatz mit Adobe Photoshop Lightroom Classic CC hat das Loupedeck+ einen sehr guten Eindruck hinterlassen, die Bildbearbeitung wird durch das Steuerpult – nach einer Eingewöhnungszeit – deutlich beschleunigt. Bei Skylum Aurora HDR fällt der Zeitgewinn durch das Loupedeck+ unserer Erfahrung nach geringer aus, der Einsatz kann aber trotzdem Vorteile bieten. Perfekt arbeitet das Loupedeck+ jedoch nur mit Adobe Photoshop Lightroom Classic CC zusammen.

Der dkamera.de Award zum Loupedeck+:

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