In der Entwicklung: FujiFilm stellt ein Mittelformatsystem vor

Die erste Kamera des neuen Systems wird den Namen GFX 50S tragen und Anfang 2017 erscheinen

FujiFilm hat sich mit seinen spiegellosen Systemkameras mit X-Bajonett in den letzten Jahren einen Namen gemacht und immer mehr Fotografen von der spiegellosen Fotografie überzeugen können. Nun geht man noch einen Schritt weiter und präsentiert ein neues spiegelloses Kamerasystem, das sich dank eines Mittelformatsensors mit einer besonders guten Bildqualität von der Masse der Kamerasysteme absetzen soll. Dazu befindet sich neben einer Mittelformatkamera auch ein neues Bajonett mitsamt passenden Objektiven  in der Entwicklung.

Die erste Kamera des GFX-Systems von FujiFilm nennt sich GFX 50S und ist mit einem 43,8 x 32,9mm messenden Bildsensor mit 51,4 Megapixel ausgestattet. Der Bildwandler verfügt allerdings über eine herkömmliche Farbfilteranordnung, es handelt sich somit nicht um einen X-Trans Sensor.

Der 43,8 x 32,9mm große Sensor mit 51,4 Megapixel besitzt einen herkömmlichen Bayerfilter:

Bei den weiteren technischen Daten hüllt sich FujiFilm, wegen der noch andauernden Entwicklung, weitestgehend in Schweigen. Verarbeitet werden die Aufnahmen von einem X Processor Pro, die Bildrate der Kamera ist aktuell noch unbekannt. Die Fokussierung erfolgt per Kontrast-AF, spezielle Phasen-AF-Pixel gibt es auf dem Sensor keine. Die ISO-Wahl wird, zumindest wenn man das ISO-Wählrad betrachtet, von ISO 100 bis ISO 12.800 möglich sein.

Der elektronische Sucher und das Display der GFX 50S können geschwenkt werden:

Die X-DNA der FujiFilm-Kameras mit APS-C-Sensor soll auch beim neuen Mittelformatsystem vorhanden sein. So trifft man auf viele Tasten und Einstellräder (unter anderem für die Belichtungszeit und die Sensorempfindlichkeit). Ein Joystick, wie von der FujiFilm X-Pro2 (Testbericht) oder FujiFilm X-T2 bekannt, ist ebenso vorhanden.

Zur Bildkontrolle verfügt die FujiFilm GFX 50S (Datenblatt) über ein in drei Achsen schwenkbares Display und einen elektronischen Sucher. Letzteren kann man abnehmen, um die Kamera kompakter zu machen. Zudem wird sich auch ein Gelenkadapter für den Sucher erwerben lassen, der die Bildkontrolle komfortabler gestalten soll.

Das Kameragehäuse fällt nur wenig größer als das einer Spiegelreflexkamera mit KB-Sensor aus:

Das Kameragehäuse der FujiFilm GFX 50S wird aus hochwertigem Metall gefertigt. Es ist gegen Staub und Spritzwasser geschützt und auch frostsicher. Die genauen Abmessungen sind bislang noch nicht bekannt, die Mittelformatkamera soll jedoch nur wenig größer als eine ausgewachsene DSLR mit Vollformatsensor ausfallen. Verfügbar soll die GFX 50S, wenn es nach FujiFilm geht, noch im ersten Quartal 2017 sein.

Sechs GF-Objektive werden bis Ende 2017 erhältlich sein:

Alle verfügen über einen Blendenring und sind abgedichtet:

Anders als in der Mittelformatklasse üblich, verfügt die FujiFilm GFX 50S (Datenblatt) über einen Schlitzverschluss. Dieser soll beim Auslösen nur für geringe Verwacklungen sorgen und erlaubt zugleich kurze Verschlusszeiten von bis zu 1/4.000 Sekunde. Die Alternative, Zentralverschlüsse in den Objektiven zu verbauen, lässt sich FujiFilm für die Zukunft offen. In den ersten sechs angekündigten GF-Objektiven sind diese jedenfalls nicht vorhanden. Zu den ersten drei verfügbaren Modellen, die voraussichtlich im Frühjahr 2017 erworben werden können, zählen das GF63mm F2,8 R WR mit 50mm KB-Brennweite, das Zoom GF32-64mm F4 R LM WR mit 25 bis 51mm KB-Brennweite und das GF120mm F4 Macro R LM OIS WR mit 95mm KB-Brennweite. Mitte des Jahres sollen zudem das GF110mm F2 R LM WR (87mm KB-Brennweite) und das GF23mm F4 R LM WR (18mm KB-Brennweite) erscheinen. Ende 2017 wird laut FujiFilm des Weiteren das GF45mm F2,8 R WR (35mm KB-Brennweite) auf den Markt kommen.

Als Zubehör wird man für die GFX 50S unter anderem einen Hochformatgriff erwerben können:

Alle GF-Objektive sollen auch die höchsten optischen Ansprüche erfüllen, sie sind wie die GFX 50S gegen Staub und Spritzwasser geschützt sowie frostsicher. Jeweils vorhanden ist ein Blendenring mit zusätzlicher Automatik- und C-Position. Wählt man Letztere, lässt sich die Blende über die Kamera einstellen. Zubehör wird es unter anderem in Form eines Handgriffs geben, außerdem wird man auch einen externen Kontrollmonitor erwerben können. Finale Preise sind weder für die FujiFilm GFX 50S noch die GF-Objektive bekannt.

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Kommentare

Vielen Dank für diesen sehr ...

Vielen Dank für diesen sehr interessanten Artikel!

Ich bin auf jeden Fall schon auf diese Kamera bzw. auf die ersten Testberichte gespannt. Aber gut, das ist natürlich noch Zukunftsmusik...

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