Teil 3 von 3: Der Bildqualitätstest, Beispielaufnahmen und unser Fazit
Nachdem wir im zweiten Teil unseres Testberichts der GoPro HERO13 Black die Bedienung und das optionale Zubehör angesehen haben, prüfen wir in diesem dritten und letzten Teil die Bildqualität bei Fotos und Videos sowie die Akkulaufzeit. Am Ende fassen wir die Ergebnisse aller drei Teile zudem zusammen und ziehen ein Fazit.
Die Bildqualität:
GoPro setzt bei der HERO13 Black auf die bekannte Aufnahme-Hardware. Das heißt, der 1/1,9-Zoll-Chip speichert wie bei den Vorgängermodellen Fotos mit bis zu 27,1 Megapixel und Videos mit bis zu 5,3K-Auflösung. Die Bildqualität der Actionkamera fällt daher wie zu erwarten aus. Die meisten Details bekommt man in 5,3K-Auflösung zu Gesicht, mit 60 Vollbildern pro Sekunde wird dabei (die Slo-Mo-Funktion außer Acht gelassen) eine für viele Situationen ausreichend hohe Bildrate erreicht. In 4K-Auflösung schafft die HERO13 Black dann 120 Vollbilder pro Sekunde, diese Option sorgt aber auch für einen sichtbaren Detailverlust. Wer nicht unbedingt Aufnahmen mit der maximalen Qualität benötigt, kann allerdings ohne größere Probleme zu den 4K-Aufnahmen greifen. In 2,7K-Auflösung schafft die Actionkamera dann sehr hohe 240 Vollbilder pro Sekunde. Darauf würden wir allerdings nur zurückgreifen, wenn es gar nicht anders geht. Bereits auf den ersten Blick wirken die Aufnahmen wenig detailreich, ja sind sogar als matschig einzustufen. Der Qualitätsverlust gegenüber 4K ist groß und gegenüber 5,3K riesig.

Noch höhere Bildraten als die genannten schafft die GoPro HERO13 Black beim Einsatz der neuen Slo-Mo-Funktion. Damit lassen sich in 5,3K-Auflösung 120 Vollbilder pro Sekunde speichern. Bei 1.600 x 900 Pixel sind es 360 Vollbilder pro Sekunde und bei 1.280 x 720 Pixel 400 Vollbilder pro Sekunde. Es gilt allerdings zu beachten, dass Aufnahmen nur fünf Sekunden (5,3K) bzw. 15 Sekunden (900p sowie 720p) lang sein können. Die Bildwinkel sind darüber hinaus von der Auflösung abhängig und lassen sich im Gegensatz zu den klassischen Video-Optionen nicht verändern. Wie praxistauglich dies ist, muss jeder selbst entscheiden.

Dafür erhält man Bildraten, die keine andere Actionkamera am Markt zu bieten hat. Die Bildqualität der 120p-Aufnahmen erreicht in 5,3K-Auflösung nicht ganz das Niveau klassischer Videos, ist aber immer noch als sehr gut einzustufen. Die 900p- und 720p-Aufnahmen fallen eindeutig schlechter aus, Details bekommt man hier kaum mehr zu Gesicht. Wir würden uns daher nur in speziellen Situationen für diese Aufnahme-Optionen entscheiden.

Keine Überraschungen ergeben sich wie vermutet auch bei Fotos. Die Auflösung und Qualität entsprechen dem Vorgängermodell. Grundsätzlich lassen sich mit der GoPro HERO13 Black ordentliche Bilder speichern, an Details mangelt es im Vergleich zu „richtigen“ Kameras oder auch Smartphones aber eindeutig. Das liegt natürlich auch am großen Bildwinkel. Im Alltag stellt das lineare Sichtfeld bei Fotos fast immer die bessere Wahl dar, damit lassen die starken Fisheye-Verzerrungen sehr gut umgehen.

Auf jeden Fall würden wir uns zudem für die SuperFoto-Option entscheiden. Diese vergrößert den Dynamikumfang und reduziert das Bildrauschen teilweise signifikant, wenn die Lichtverhältnisse schlecht sind. RAW-Aufnahmen werden unterstützt und bringen teilweise auch die meisten Details zutage, den zusätzlichen Aufwand rechtfertigen sie aber nur selten.

Der neue Enduro-Akku der GoPro HERO13 Black besitzt mit 1.900mAh eine etwas höhere Kapazität als der ältere Enduro-Akku, das macht sich im Test mit einer leicht gesteigerten Aufnahmelänge bemerkbar. Statt 64 Minuten sind es bei 5,3K60p nun 74 Minuten.
Diese Dauer kann man allerdings nur am Stück filmen, wenn die Kamera aktiv gekühlt wird. Ansonsten überhitzt die HERO13 Black wie alle Vorgängermodelle. Im direkten Vergleich mit der HERO12 Black schaltete sich die HERO13 Black eine Minute später (39 Minuten vs. 40 Minuten) ab. Da die Umgebungstemperatur im Test nur bei 20 Grad lag, sollte die Laufzeit bei Sommertemperaturen noch deutlich kürzer ausfallen.
Unbearbeitete Beispielaufnahmen der GoPro HERO13 Black:
Sofern nicht anders angegeben, wurden die Videos mit Standardoptionen und weitem Bildfeld aufgenommen:
Unser Fazit:
Die GoPro HERO13 Black wurde im Vergleich zum Vorgängermodell in mehreren Punkten verbessert. Große Neuerungen bringt das neueste Actionmodell allerdings nicht mit, die Aufnahme-Hardware und das Gehäuse sind gleich. Letzteres ist natürlich zu begrüßen, dadurch lässt sich das bisher erhältliche Zubehör (bis auf Akkus) weiterverwenden. Neues Zubehör gibt es in Form der HB-Objektive und ND-Filter allerdings auch. Diese werden als Vorteil gegenüber früheren Modellen automatisch durch die Kamera erkannt, das erspart einem den Aufwand des manuellen Einstellens. Der bereits bekannte Ultrawide-Mod vergrößert den Bildwinkel deutlich, die maximale Bildqualität erhält man damit aber nicht mehr. Wer möglichst viel auf das Bild bringen möchte, kann trotzdem über den Erwerb nachdenken. Der Lens Mod Macro sorgt für eine größere Flexibilität bei Aufnahmen, da man damit sehr nah an das Motiv herangehen kann. Nutzen würden wir beim Lens Mod Macro auf jeden Fall das lineare Bildfeld, ansonsten zeigt sich ein extremer Fisheye-Effekt. Die ND-Filter sind für Videografen interessant, die auch bei Sonnenschein mit längeren Belichtungszeiten filmen möchten.
In puncto Bildqualität bewegt sich die GoPro HERO13 Black größtenteils auf dem Niveau des Vorgängermodells. In 5,3K-Auflösung sind sehr detailreiche Videos möglich, mit abfallender Auflösung sowie steigender Bildrate wird die Qualität wie bei den Vorgängermodellen deutlich schlechter. Die 4K-Auflösung ist neben 5,3K jedoch noch gut nutzbar. Darunter würden wir nur in Extremfällen gehen.
Die höheren Bildraten der GoPro HERO13 Black sind bei 900p- und 720p-Auflösung ebenfalls nur für Extremfälle interessant. Hier ist nicht nur das Sichtfeld kleiner, sondern es mangelt auch an Details. In 5,3K-Auflösung sieht das bei 120 Vollbildern pro Sekunde anders aus. Diese Slo-Mo-Option liefert zwar nicht ganz die Qualität der klassischen 5,3K-Videos, der Unterschied ist aber recht gering. Wer 120 Vollbilder pro Sekunde benötigt, kann die Slo-Mo-Funktion daher bedenkenlos nutzen. Als Einschränkungen müssen hier allerdings die beschnittenen Einstellungsmöglichkeiten und die maximale Aufnahmedauer von fünf Sekunden erwähnt werden.
Funktionen und Features bringt die GoPro HERO13 Black viele mit. Neben Videos sind unter anderem Serienaufnahmen, Intervallaufnahmen und Startrails möglich. Dazu kommen ein solides Gehäuse, eine exzellente Stabilisierung und zwei gut absehbare Displays. Die Akkulaufzeit ist etwas besser als bei der HERO12 Black, überhitzt ist die HERO13 Black aber sogar etwas schneller als das Vorgängermodell.
Die GoPro HERO13 Black ist die Actionkamera am Markt mit den meisten Funktionen und dem größten Zubehörangebot. Es handelt sich um eine solide Actionkamera, die Aufgaben in vielen Fällen problemlos erfüllt. Während GoPro die Featureliste seit Jahren stetig ausbaut, bleibt die Aufnahme-Hardware allerdings auf der Strecke. Der 1/1,9-Zoll-Chip mit 27 Megapixel wird seit mehreren Kameragenerationen verwendet, hier ist ein Update überfällig. Die grundsätzlich gut bis sehr gute Bildqualität würde sich damit noch einmal deutlich steigern lassen.