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Die YI 4K Actionkamera im Test (Teil 2)

Teil 2 von 2: Die Bedienung, App und Bildqualität

Nachdem wir uns im ersten Teil des Testberichts der YI 4K Actionkamera die technischen Daten und das Zubehör angesehen haben, gehen wir jetzt auf die Bedienung und die Bildqualität ein. Zudem ziehen wir ein Fazit und stellen diverse Beispielfotos - und videos zum Download zur Verfügung.

Die Bedienung:
Während man Actionkameras der ersten Generationen ohne weiteres Zubehör nur über Tasten bedienen konnte, hat sich dies zuletzt deutlich geändert. Ein Touchdisplay ist mittlerweile Standard, es fehlt natürlich auch bei der YI 4K Actionkamera nicht.

Das Touchdisplay ist der Dreh- und Angelpunkt, wenn es um die Bedienung geht:

Das LCD misst 2,2 Zoll in der Diagonalen und wird vom Hersteller mit einer Auflösung von 640 x 360 (Sub-)Pixel angegeben. Das Touchdisplay ist Dreh- und Angelpunkt der Bedienung, abseits davon lassen sich Eingaben nur mit der Taste auf der Oberseite der Actionkamera vornehmen.

Diese dient zum Starten von Videos oder als Fotoauslöser. Durch deren langes Drücken wird die YI 4K Actionkamera außerdem ein- und ausgeschaltet.

Die einzige Taste der Actionkamera ist der Ein-/Ausschalter bzw. Auslöser auf der Oberseite:

Das Touchdisplay erkennt Eingaben sehr gut, das Menü wurde sehr übersichtlich designt. Viele Optionen können die Suche nach einem Parameter zwar durchaus etwas länger gestalten, der riesige Funktionsumfang macht dies aber erforderlich. Da die Touch-Elemente groß ausfallen, kommen Fehlbedienungen praktisch nicht vor. Dies wurde bei der Actionkamera sehr gut gelöst.

Die YI App mit der Verbindungs- und Liveansicht:

Die App:
Alternativ zur Bedienung über das Display, lässt sich die YI 4K Action Camera natürlich auch drahtlos per WLAN und Bluetooth steuern. Dazu steht für Geräte mit Android und iOS die YI Action Kamera-App zur Verfügung. Diese hat wie alle Actionkamera-Apps eine Liveansicht sowie zahlreiche Optionen zu bieten. Über Touchbuttons lässt sich nicht nur zwischen den Foto- und Videomodi wechseln, es sind auch das Aufnehmen von Fotos und das Starten/Stoppen von Videos möglich. Zudem kann man die Ansicht drehen und ein Gitter einblenden.

Diverse Einstellungen sind möglich:

Bei den Aufnahme-Optionen stehen diverse Parameter zur Wahl: Zusätzlich zur Auflösung und Bildrate ist das Bildfeld, die Belichtungsmessung oder auch die Sensorempfindlichkeit wählbar. Zu den weiteren Einstellungsmöglichkeiten zählen die Schärfe, das Einblenden eines Zeitstempels und die Lautstärke der Kamerageräusche. Im Wiedergabemodus lassen sich mit der App nicht nur Bilder und Videos betrachten, erstere kann man auch bearbeiten und auf dem Mobilgerät abspeichern. Im Test ließ sich die App meistens sehr gut bedienen, ab und zu gab es jedoch auch kleinere Hänger.

Zu den Wiedergabe-Features gehört auch die Bildbearbeitung:

Bildqualität der Fotos:
Wie bereits erwähnt nimmt die Actionkameras Fotos mit 12 Megapixel auf. Dies entspricht dem gängigen Standard. Bei niedrigen Sensorempfindlichkeiten, also bei Aufnahmen am Tag und bei recht gutem Wetter, zeigen die Bilder sehr viele Details. Das Bildrauschen hält sich in Grenzen. Bei stärkeren Vergrößerungen ist es jedoch sichtbar.

Die RAW-Bilder der YI 4K-Kamera, die sich parallel zu den JPEG-Fotos sichern lassen, sind noch einmal detailreicher und ermöglichen auch umfangreichere Farb- und Helligkeitsbearbeitungen. Das Bildrauschen ist hier jedoch sehr präsent und muss unbedingt reduziert werden. Des Weiteren stimmt der Weißabgleich mit den JPEG-Bildern nicht überein und ist immer deutlich zu warm. Wer die Möglichkeiten der RAW-Dateien nutzen möchte, muss sich daher auf umfassendere Bearbeitungen einstellen. Ein weiterer Nachteil der RAW-Aufnahme: Die Zeit zum Speichern der Fotos nimmt auf rund sieben Sekunden drastisch zu. In dieser Zeit sind keine weiteren Eingaben möglich.

In dunklen Umgebungen nimmt das Bildrauschen durch die höheren Sensorempfindlichkeiten stark zu, bei den JPEG-Fotos setzt eine starke Weichzeichnung ein. Diese lässt feine Details ab ISO 800 verschwinden. Wer die Aufnahmen nicht stärker vergrößern möchte, wird die Fotos aber als ordentlich empfinden.

Bildqualität der Videos:
Bei Videos stellt natürlich die 4K-Auflösung die beste Wahl dar, wenn die Aufnahmen besonders viele Details zeigen sollen. Die YI 4K überzeugt mit einer sehr guten bis exzellenten Detailwiedergabe, bei genauem Hinsehen wirken die Aufnahmen aber doch schon etwas überschärft. Wer schneller bewegte Motive festhalten möchte, sollte sich für 60 Vollbilder pro Sekunde entscheiden. Hier stellen 2.720 x 1.520 Pixel die höchste Auflösung dar. Details werden immer noch gut bis sehr gut wiedergegeben, bei feinen Strukturen ist der Unterschied jedoch deutlich sichtbar.

Full-HD-Aufnahmen mit 120 Vollbildern pro Sekunde zeigen wesentlich weniger Details, hiermit lassen sich jedoch sehr gute Zeitlupeneffekte realisieren. Die Bildqualität weiß dafür durchaus zu gefallen. Eine etwas bessere Qualität ist in Full-HD mit 60 Vollbildern pro Sekunde möglich. Bei dieser Bildrate würden wir uns jedoch gleich für die 2,7K-Auflösung entscheiden. Geringere Auflösungen würden wir wegen der deutlich abfallenden und praktisch nicht mehr brauchbaren Bildqualität nicht wählen. Dies muss man jedoch auch nicht, mit 120 Vollbildern pro Sekunde lässt sich sehr gut auskommen.

Beispielaufnahmen der YI 4K Actionkamera:

Unbearbeitete Beispielbilder (JPEG):

JPEG+RAW-Aufnahmen:

Unbearbeitete Beispielvideos der YI 4K. Diese sind, soweit nicht anders angegeben, mit dem weiten Bildfeld sowie dem Standard-Farbprofil entstanden:

Links eine Aufnahme in 4K24p (ultra), rechts in 4K30p:

Links eine Aufnahme in 2,7K60p, rechts in 1080p120:

Links eine Aufnahme in 720p240, rechts in 480p240:

Links eine Aufnahme in 4K30p und dem Flatprofil, rechts in 1080p60 (ultra):

Links eine Aufnahme in 1080p60 (weit), rechts in 1080p60 (mittel):

Links eine Aufnahme in 1080p60 (eng), rechts in 4K30p:

Unser Fazit:
Mit der YI 4K hat YI Technology eine Actionkamera im Portfolio, die trotz mittlerer Preisklasse ein gutes Gesamtpaket zu bieten hat. Die Bildqualität der Fotos ist bei Tag sehr gut und bei Nacht immer noch recht gut. Mit den möglichen RAW-Aufnahmen lässt sich noch einmal etwas mehr aus den Bildern herausholen, in puncto Geschwindigkeit sind dann aber Abstriche hinzunehmen. Ansonsten bewegt sich die YI 4K mit vielen Foto-Optionen und bis zu 30 Bildern pro Sekunde auf dem Niveau der besten Modelle.

Die Actionkamera überzeugt mit einer sehr guten Bildqualität und vielen weiteren Features:

Die Videos der Actionkamera zeigen in 4K-Auflösung sehr viele und in 2,7K-Aufklösung immer noch viele Details. Die Full-HD-Videos sind gut, bei noch geringeren Auflösungen kann uns die Detailwiedergabe nicht mehr überzeugen. Mit 30 Vollbildern pro Sekunde in 4K, 60 Vollbildern pro Sekunde in 2,7K und 120 Vollbildern pro Sekunde in 1080p kommt man gut bis sehr gut aus. Allein mit deutlich teureren Spitzenmodellen kann die YI 4K nicht mithalten. Auch bei Videos sind sehr viele Optionen vorhanden, die elektronische Bildstabilisierung funktioniert aber leider nicht in 4K. Grundsätzlich ist diese (bei 2,7K und darunter) in der Lage, Verwacklungen wesentlich zu reduzieren. So gut wie bei der Konkurrenz von GoPro funktioniert dies jedoch nicht.

Bedienen lässt sich die YI 4K über den hoch aufgelösten Touchscreen und große Touchtasten außerhalb eines Gehäuses sehr komfortabel, die App lässt ebenso keine Fragen offen. Am Kameragehäuse aus Kunststoff gibt es nur eine Taste, für den Einsatz unter Wasser wird ein zusätzliches Schutzgehäuse benötigt. Wer die Kamera in einem Gehäuse verwenden möchte, ist leider auf die absoluten Basics beschränkt. Das ist nicht optimal, mindestens eine zusätzliche Taste wäre sinnvoll gewesen.

Unser Testurteil:

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