DSLM-Empfehlungen für Weihnachten 2024 (Teil 2)

Unsere Empfehlungen mit einem Preis von mehr als 2.000 Euro:

Nachdem wir im ersten DSLM-Empfehlungsartikel für Weihnachten 2024 auf spiegellose Systemkameras unter 2.000 Euro eingegangen sind, schauen wir uns in diesem zweiten Artikel Kameras über 2.000 Euro an. Diese heben sich von den günstigeren Modellen unter anderem durch eine höhere Arbeitsgeschwindigkeit, bessere Autofokussysteme sowie höhere Videoauflösungen ab.

Sony hat mit der Alpha 1 II (Testbericht) dieses Jahr das Nachfolgemodell der 2021 vorgestellten Alpha 1 angekündigt. Das neue Spitzenmodell des japanischen Unternehmens wurde in vielen Punkten verbessert, einen größeren Sprung nach vorne macht die DSLM allerdings nur beim automatischen Fokussieren. Der Autofokus verfügt dank der hinzugekommenen AI Processing Unit über eine deutlich umfangreiche Motiverkennungsfunktion und kann daher neben Menschen und Tieren auch Autos, Züge und Flugzeuge erkennen. Zudem ist die DSLM in der Lage, menschliche Posen zu analysieren. Dadurch kann sie Menschen besser verfolgen. Beim Bildwandler der Sony Alpha 1 II handelt es sich um den vom Vorgängermodell bekannten Chip (Exmor RS mit DRAM-Cache). Die Bildqualität fällt daher ähnlich aus. Dank der hohen Auflösung von 50 Megapixel sind die Aufnahmen sehr detailreich, Bildrauschen sieht man erst bei hohen Sensorempfindlichkeiten. Serienaufnahmen unterstützt die DSLM mit bis zu 30 Vollbildern pro Sekunde bei voller Auflösung, mit der höchsten Bildrate lassen sich bis zu 160 Fotos am Stück ohne Geschwindigkeitseinbußen speichern. Videos zeichnet die Alpha 1 II mit den bekannten Bildraten und Auflösungen auf. In 8K sind bis zu 30 Vollbilder pro Sekunde möglich, in 4K bis zu 120 Vollbilder pro Sekunde und in Full-HD bis zu 240 Vollbilder pro Sekunde. Zahlreiche Profi-Optionen und Schnittstellen runden das Videopaket ab. Zur Bildkontrolle kann man den sehr großen und scharfen Sucher (0,9x; 9,44 Millionen Subpixel) oder das dreh-, schwenk- und klappbare LCD (2,1 Millionen Subpixel) nutzen.

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Testbericht der Sony Alpha 1 II

Sony zweites Flaggschiff ist die Alpha 9 III (Testbericht). Diese kam ebenfalls 2024 auf den Markt und verfügt als erste DSLM über einen Bildwandler mit Global Shutter. Dies bedeutet, dass alle Pixel zur gleichen Zeit ausgelesen werden. Dadurch treten bei Bewegungen keinerlei Verzerrungen auf, kann man trotz elektronischem Verschluss auch bei Kunstlicht bedenkenlos fotografieren und bei jeder Belichtungszeit klassische Blitze nutzen. Die Sony Alpha 9 III hat aber natürlich noch mehr zu bieten: Sie speichert Fotos mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde in voller Auflösung sowie im RAW-Format. Das Dauerfeuer dauert dann zwar nur etwa 1,5 Sekunden, für längere Aufnahmeserien können Fotografen aber natürlich eine geringe Bildrate wählen. Damit die extreme Serienbildgeschwindigkeit der Kamera sinnvoll genutzt werden kann, verfügt die DSLM über ein Autofokussystem mit 759 Messfelden und KI-Unterstützung. Letztere ermöglicht unter anderem das Erkennen von Menschen, Tieren, Vögeln, Insekten, Autos, Zügen und Flugzeugen. Natürlich ist die Fokusleistung State-of-the-Art, selbst den schnellsten Motiven folgt die Alpha 9 III problemlos. Abstriche macht der 24 Megapixel auflösende Vollformatchip aber auch notwendig. Der Standard-ISO-Bereich der Kamera beginnt erst bei ISO 250, der Dynamikumfang ist im Vergleich zu anderen DSLMs etwas eingeschränkt. In fast allen normalen Aufnahmesituationen spielt das jedoch keine größere Rolle. Videos hält die Sony Alpha 9 III in 4K (bis zu 120p) und Full-HD (bis zu 240p) fest, es gibt zahlreiche Video-Optionen und alle wichtigen Schnittstellen. Beim Gehäuse hat sich Sony für ein klassisches Design entschieden, Abdichtungen sind vorhanden und auch zwei Speicherkartenslots (CFexpress Typ A oder SD). Der Sucher (0,9-fache Vergrößerung und 9,44 Millionen Subpixel) gehört zu den besten Modellen am Markt, das Display lässt sich drehen, schwenken und klappen.

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Testbericht der Sony Alpha 9 III

Nikons DSLM-Flaggschiff ist weiterhin die Z 9, mit der Nikon Z 8 (Testbericht) lässt sich allerdings eine fast genauso leistungsfähige Kamera erwerben. Diese ist allerdings deutlich günstiger sowie kleiner und leichter. Letzteres kann man zwar pauschal nicht als besser bewerten, die allermeisten Fotografen dürften die Z 8 der Z 9 aber wohl vorziehen. Beide Kameras sind mit einem 45,4 Megapixel auflösenden Vollformatsensor mit DRAM-Cache ausgestattet. Dank ihm erreicht die Z 8 (wie die Z 9) Bildraten von bis zu 120 Aufnahmen pro Sekunde (bei rund 11 Megapixel Auflösung) und kann Motive trotz elektronischem Verschluss praktisch ohne Verzerrungen festhalten. Der Pufferspeicher reicht bei der höchsten Bildrate für 734 Fotos in Serie, bei voller Auflösung und 30 Bildern pro Sekunde immer noch für 198 Fotos am Stück. Entscheidet man sich für RAWs sind bis zu 20 Bilder pro Sekunde möglich. Die Bildqualität der Z 8 ist wie von einer Vollformat-DSLM zu erwarten sehr hoch, auch höhere ISO-Stufen stellen daher kein Problem dar.  Das Autofokussystem mit 493 Messfeldern stellt auch bewegte Motive schnell scharf und kann durch die vorhandene KI-Technologie die wichtigsten Motive (Menschen, Hunde, Katzen, Vögel, Autos, Motorräder, Fahrräder, Züge und Flugzeuge) erkennen. Filmen lässt sich mit der Nikon Z 8 in 8K-Auflösung mit bis zu 60 Vollbildern pro Sekunde sowie in 4K-Auflösung mit bis zu 120 Vollbildern pro Sekunde. Ersteres geht auch im RAW-Format. Zudem gibt es viele Video-Optionen und alle relevanten Schnittstellen. Beim Gehäuse muss man hinsichtlich der Robustheit und den Abdichtungen im Vergleich zur Z 9 keine Abstriche machen, als einziger Nachteil ist der SD-Kartenslot zu erwähnen. Dieser kann die DSLM bei längeren Serienaufnahmen deutlich ausbremsen.

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Testbericht der Nikon Z 8

Eine hohe Auflösung gepaart mit einer hohen Arbeitsgeschwindigkeit sowie einer besonders guten Videofunktion bietet bei Canon die EOS R5-Reihe. Beim zweiten EOS R5-Modell hat Canon den Autofokus mittels neuer Algorithmen und KI-Funktionen verbessert, der Sensor und die Videofunktionen sind dagegen von der Canon EOS R5 (Testbericht) bekannt. Der 45 Megapixel auflösende Chip der 2020 angekündigten DSLM liefert sehr detailreiche und rauscharme Fotos, bis zu 20 pro Sekunde hält die Kamera trotz ihrer hohen Auflösung fest. Kommt eine CFexpress-Karte zum Einsatz, ergeben sich lange Aufnahmeserien (197 JPEGs oder 174 RAWs). Beim Verwenden einer SD-Karte fallen sie etwas kürzer aus. Die höchste Geschwindigkeit erreicht die EOS R5 nur mit dem elektronischen Verschluss, auf zwölf Bilder pro Sekunde kommt sie mit dem mechanischen Verschluss. Im Alltag kann man den E-Shutter in der Regel problemlos nutzen, nur bei sehr schnellen Bewegungen können sich Verzerrungen zeigen. Das liegt am schnellen Sensor-Readout. Davon profitieren natürlich auch Videografen. Diese können unter anderem 8K-Videos mit bis zu 30 Vollbildern pro Sekunde und 4K-Videos mit bis zu 120 Vollbildern pro Sekunde speichern. Die Ausstattung an Schnittstellen und Bedienelementen fällt bei der Kamera sehr gut aus, der Sucher liefert ein großes (0,76x) und scharfes Bild (5,69 Millionen Subpixel). Für eine problemlose Sicht auf das 2,1 Millionen Subpixel auflösende LCD mit 3,2 Zoll Diagonale sorgt eine dreh- und schwenkbare Aufhängung.

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Testbericht der Canon EOS R5

Die Nikon Z6III (Testbericht) ist eine spiegellose Systemkamera, die sowohl Foto- als auch Videografen ein sehr gutes Ausstattungspaket bietet. Für die hohe Leistung der Kamera ist unter anderem der neue „partially stacked“-Sensor verantwortlich. Dieser bietet in puncto Auflösung mit 24 Megapixel zwar nur eine gewohnte Pixelzahl, er lässt sich aber schneller als herkömmliche Bildwandler auslesen. Dadurch ist die Kamera unter anderem in der Lage, Serienaufnahmen mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde zu speichern. Dies geht allerdings nur mit einem Sensorausschnitt, der dem APS-C-Format entspricht. Bei voller Auflösung sind bis zu 60 Bilder pro Sekunde möglich, im RAW-Format bis zu 20 Bilder pro Sekunde. Der „partially stacked“-Sensor sorgt als weiterer Vorteil für fast verzerrungsfreie Aufnahmen beim Verwenden des elektronischen Verschlusses. Der Dynamikumfang fällt im Vergleich zu klassischen Bildwandlern dagegen geringer aus. Videos lassen sich in 6K-Auflösung oder 4K-Auflösung mit bis zu 60 Vollbildern pro Sekunde aufzeichnen, ersteres geht auch im RAW-Format. In Full-HD-Auflösung sind bis zu 240 Vollbilder pro Sekunde für ansprechende Zeitlupenaufnahmen möglich. Optionen gibt es sowohl für Fotografen als auch für Videografen viele, Schnittstellen ebenso. Das Gehäuse der Nikon Z6III ist sehr robust gebaut und abgedichtet, viele Bedienelemente erlauben den schnellen Zugriff auf alle wichtigen Optionen. Bei der Bildkontrolle kann man sowohl den 5,76 Millionen Subpixel auflösenden Sucher (0,8-fache Vergrößerung) als auch das dreh- und schwenkbare LCD mit 2,1 Millionen Subpixel nutzen.

Weitere Informationen zur Kamera:

Testbericht der Nikon Z6III

Die Canon EOS R6 Mark II (Testbericht) dürfte bald ein Nachfolgemodell erhalten, auch heute noch ist sie aber eine sehr solide Systemkamera. Mit dem 24 Megapixel auflösenden Vollformatsensor lassen sich detailreiche und rauscharme Fotos aufnehmen, bis zu 40 können es pro Sekunde in voller Auflösung sowie im RAW-Format sein. Ein größerer Pufferspeicher und schnelle SD-Slots machen dabei längere Aufnahmeserien möglich. JPEG-Bilder lassen sich bei der höchsten Bildrate 171 am Stück aufnehmen, RAWs immer noch 148. Wer den elektronischen Verschluss der DSLM nicht nutzen möchte, der in den meisten Situationen aber gute Dienste leistet, kann mit dem mechanischen Verschluss bis zu zwölf Bilder pro Sekunde festhalten. Hier ergeben sich als weiterer Vorteil praktisch unbegrenzt lange Aufnahmeserien (schnelle SD-Karten vorausgesetzt). Sehr überzeugend arbeitet bei der Canon EOS R6 Mark II auch der Autofokus, Deep Learning ermöglicht die Motiverkennung von Menschen, Tieren und Fahrzeugen. Videos hält die spiegellose Systemkamera in 4K mit bis zu 60 Vollbildern pro Sekunde fest, in Full-HD sind bis zu 180 Vollbilder pro Sekunde möglich. An Schnittstellen und einem robusten Gehäuse hat Canon bei der EOS R6 Mark II nicht gespart, viele Bedienelemente sorgen für einen hohen Komfort. Der Sucher (0,76x; 3,69 Millionen Subpixel) und das Display (3,0 Zoll; 1,62 Millionen Subpixel) eignen sich sehr gut zur Bildkontrolle.

Weitere Informationen zur Kamera:

Testbericht der Canon EOS R6 Mark II

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Autor: dkamera.de Redaktion
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