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FujiFilm VPB-XH1 Hochformatgriff im Praxistest

Batterie- und Hochformatgriff für die FujiFilm X-H1

Mit der X-H1 hat FujiFilm im Frühjahr 2018 sein neues spiegelloses Spitzenmodell vorgestellt. Die APS-C-Kamera lässt sich mit dem Batterie- und Hochformatgriff VPB-XH1 erweitern. Neben Platz für Akkus sorgt dieser unter anderem auch für eine höhere Arbeitsgeschwindigkeit. Wir haben den VPB-XH1 unter die Lupe genommen und einem Praxistest unterzogen.

Lieferumfang:
Als Zubehör liefert FujiFilm beim VPB-XH1 ein Netzteil, zwei Akkus und ein passendes Kabel zum Anschluss an eine Steckdose mit. Weiteres Zubehör gibt es nicht, wobei wir den Griff im Paket mit der Kamera erhalten haben. Wer diesen zusätzlich erwirbt, erhält unter Umständen andere Zubehörteile.

Der Lieferumfang:

Technische Daten:
Beim VPB-XH1 handelt sich um einen Batterie- und Hochformatgriff, der – wie der Name verrät – nur an der FujiFilm X-H1 genutzt werden kann. Das Kürzel VPB steht für „Vertical Power Booster“ und signalisiert, dass dessen Funktion nicht allein dem Verbessern des Handlings entspricht. Zum einen steigert er die Serienbildrate. Während die FujiFilm X-H1 (Testbericht) ohne weiteres Zubehör „nur“ acht Bilder pro Sekunde speichert, wird die Serienbildrate mit Griff auf bis zu elf Bilder pro Sekunde erhöht. Konkret: Bei Fotos im JPEG-Format haben wir im dkamera.de-Labor 10,6 Bilder pro Sekunde gemessen, bei Aufnahmen im RAW-Format genau 11,0 Bilder pro Sekunde.

Diese Steigerung kann im Alltag durchaus eine bedeutende Rolle spielen. Gleichzeitig ist allerdings zu erwähnen, dass die höhere Bildrate die Länge der Aufnahmeserie von 300 JPEG und 43 RAW-Bilder auf 75 JPEG- und 24 RAW-Bilder verkürzt. Den Pufferspeicher vergrößert der Batteriegriff – was nicht verwundert – also keinesfalls. Darüber hinaus gibt FujiFilm an, dass beim Einsatz des Griffs und des aktivierten Boostmodus die Reaktionszeit der Kamera beschleunigt und die minimale Blackout-Zeit verkürzt wird. In der Praxis können wir effektiv keine Unterschiede feststellen, die X-H1 arbeitet allerdings auch ohne Griff äußerst schnell und kommt einem alles andere als langsam vor.

Der FujiFilm VPB-XH1 wird aus Kunststoff gefertigt:

Von den weiteren Vorteilen des VPB-XH1 profitieren vor allem Videografen. Bei montiertem Batteriegriff verlängert sich die maximale Aufzeichnungsdauer von 15 auf 30 Minuten, durch den zusätzlichen Kopfhörerausgang (3,5mm Klinke) des Griffs lässt sich zudem die Tonkontrolle vornehmen.

An der linken Seite wird das Ladegerät angeschlossen und befindet sich ein 3,5mm-Klinkenport:

Für alle Besitzer der FujiFilm X-H1 sind die beiden zusätzlichen Akkus im Griff ein Pluspunkt. Da der Akku in der Kamera verbleiben kann, ergibt sich dadurch eine deutlich längere Aufnahmebereitschaft. Die Laufzeit aller drei Akkus liegt laut FujiFilm bei 900 Fotos. Da sich die Akkus im Griff per AC-9VS-Netzteil aufladen lassen, dient dieser gleichzeitig als Ladegerät.

Das Akkufach muss ebenso an der linken Seite herausgezogen werden:

Zwei Akkus finden im Griff Platz:

Im Einsatz:
Die Montage des FujiFilm VPB-XH1 erfolgt mittels einer Schraube, die in das Stativgewinde gedreht wird. Für die elektronische Verbindung zur Kamera sorgt eine Reihe von Pins. Der Akku kann wie bereits erwähnt in der Kamera verbleiben, muss es aber nicht. Wie bei Hochformatgriffen üblich, „spiegelt“ der Griff einen Teil der Bedienelemente der Kamera für den Einsatz bei Hochformataufnahmen.

Die Oberseite des Griffs mit den Verbindungs-Pins und der Schraube zur Montage:

Auf der Vorder- und Rückseite ist jeweils ein (drückbares) Einstellrad zu finden, auf der Oberseite liegen zudem der Fotoauslöser, eine Taste für die Belichtungskorrektur sowie die Q-Taste. Der Lockschalter sperrt die Bedienelemente am Griff bei Bedarf. Auf der Rückseite hat FujiFilm beim VPB-XH1 einen Joystick und die AE-L- sowie AF-ON-Taste platziert.

Somit steht ein Teil der wichtigsten Bedienelemente auch beim Hochformateinsatz zur Verfügung. Zusätzlich hat der Griff einen Normal-/Boostschalter zu bieten. Dieser aktiviert den Boostmodus der Kamera, bei dem die maximale Leistung abrufbar ist.

Auf der Oberseite stehen neben dem Lockschalter der Fotoauslöser und zwei Tasten zur Verfügung:

Auf der Rückseite liegt das zweite Einstellrad, zudem sind zwei Tasten und ein Joystick vorhanden:

Anders als die FujiFilm X-H1 besteht der Griff nur aus Kunststoff, mit der DSLM hält die Verarbeitung daher nicht mit. Abdichtungen sind allerdings vorhanden, und das verwendete Kunststoffmaterial kann durchaus als hochwertig bezeichnet werden. Eine Gummierung und die teilweise ergonomische Form sorgen für einen recht hohen Tragekomfort, die Finger können durch die Griffverlängerung auch bei Aufnahmen im Querformat besser zugreifen. Wirklich notwendig ist der Griff aus unserer Sicht aber nicht, das Gehäuse der X-H1 fällt selbst ohne Griff ausreichend groß aus. Die rückseitigen Tasten des Griffs sind etwas klein geraten, größere wären besser zu bedienen. Das Entnehmen der Akkus ist nach dem Öffnen des Akkufachs schnell möglich, dazu wird die Schale mit den Akkus aus dem Gehäuse herausgezogen.

Der Griff im Einsatz an der spiegellosen Systemkamera:

Unser Fazit:
Der FujiFilm VPB-XH1 ist viel mehr als ein gewöhnlicher Batterie- oder Hochformatgriff. Fotografen wie Videografen können die Leistung ihrer Kamera damit deutlich steigern. Erstere profitieren von einer höheren Serienbildrate mit mechanischem Verschluss und einer schnelleren Reaktionszeit, letztere von einer längeren Videoaufnahme (30 statt 15 Minuten bei 4K-Auflösung) und dem zusätzlichen Kopfhörerausgang. Wer sich eines dieser Features wünscht, sollte natürlich unbedingt zum VPB-XH1 greifen.

Bei Video- und Hochformataufnahmen ergeben sich die meisten Vorteile:

Abseits der Leistungssteigerung profitieren Besitzer der Kamera vom Griff aber ebenso. Die Akkulaufzeit lässt sich dank zweier zusätzlicher Akkus deutlich verlängern, mit dem Griff sind Hochformataufnahmen komfortabler.

Nicht ganz optimal finden wir, dass die Tasten des VPB-XH1 teilweise klein ausfallen und dieser nur aus Kunststoff besteht. Die Möglichkeit, Akkus im Griff ohne Kamera zu laden, gefällt uns dagegen sehr.

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