FujiFilm X70 und Ricoh GR II im Vergleich (Teil 3)

Teil 3 von 3: Kompaktkameras mit APS-C-Sensor und Festbrennweite

Im dritten und letzten Teil unseres Vergleichstests der FujiFilm X70 und der Ricoh GR II schauen wir uns die Videofunktion und die Erweiterbarkeit sowie die Schnittstellen an. Zudem fassen wir alle Punkte noch einmal zusammen und ziehen ein Fazit (hier finden Sie Teil 2).

Videoaufnahme:
Videos lassen sich mit fast allen aktuellen Digitalkameras speichern, die Videoaufnahme ist ein gern genommenes zusätzliches Feature. Videos können die Modelle in diesem Test jeweils in Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) aufzeichnen, die X70 mit bis zu 60 Vollbildern pro Sekunde, die GR II mit bis zu 30 Vollbildern pro Sekunde. Die GR II ist somit nicht mehr auf aktuellem Stand, was die Bildrate anbelangt.

Video-Bildqualitätsvergleich bei 1.920 x 1.080 Pixel:

Wenig überzeugend schneiden beide Kameras hinsichtlich der Bildqualität ab. Die Aufnahmen sind vergleichsweise detailarm und zeigen deutliche Moiré-Artefakte. Im Jahr 2016 darf man durchaus eine bessere Videoqualität erwarten. Kritik müssen sich beide Modelle auch beim Autofokus anhören, hier stört ein stärkeres Pumpen. Da manuelle Videooptionen des Weiteren nur wenige vorhanden sind und auch optische Bildstabilisatoren fehlen, müssen wir letztlich festhalten, dass wir beide Kameramodelle allenfalls für gelegentliche Videoaufnahmen verwenden würden. Der bei der X70 vorhandene Mikrofoneingang ist daher zwar nett, wird in der Praxis wegen der genannten Schwachpunkte aber kaum Verwendung finden.

Unser Sieger bei der Videoaufnahme: Die FujiFilm X70.

Die Schnittstellen beider Kameramodelle im Vergleich:

Erweiterbarkeit und Schnittstellen:

Die Erweiterbarkeit bleibt bei kleinen Kameras oftmals auf der Strecke, für viele Schnittstellen fehlt hier der Platz. Für unsere Testmodelle gilt dies zum Teil auch. Grundsätzlich lobend müssen wir die Zubehörschuhe, die erworben werden können. Diese sind nicht nur zur Montage der bereits erwähnten Aufstecksucher gedacht, sie erlauben darüber hinaus den Einsatz eines Systemblitzgeräts. Zwingend notwendig sind externe Blitzgeräte zum Aufhellen aber nicht, kleine integrierte Blitzgeräte sind jeweils mit an Bord.

Über HDMI-Ausgänge und USB-Schnittstellen verfügen beide Kameras, nur bei der FujiFilm X70 ist zudem ein Mikrofoneingang vorhanden (2,5mm). Dieser kann auch zum Anschließen einer Kabelfernbedienung verwendet werden. Bei der GR II wird die Kabelfernbedienung über USB mit der Kamera verbunden.

Drahtlos lässt sich mittels WLAN kommunizieren, darüber können Fotografen bei der X70 die Fernsteuerung per App vornehmen. Die GR II erlaubt nur die Datenübertragung, die besonders einfache Verbindungsaufnahme ist allerdings über NFC möglich.

Unsere Wertung bei der Erweiterbarkeit und den Schnittstellen: Unentschieden.

Besonders auf der Ober- und der Vorderseite ist die X70 mit mehr Bedienelementen ausgestattet:

Unser Fazit:
Bei den getesteten Kameras handelt es sich um Modelle, die nur für einen kleinen Kreis von Fotografen interessant sind. Die Objektive lassen sich nicht wechseln, zudem kommen Festbrennweiten zum Einsatz. Wer eine Kamera mit diesen Spezifikationen erwirbt, weiß allerdings, worauf er sich einlässt. Alle Abstriche, die man in puncto Flexibilität hinnehmen muss, machen andererseits den Einsatz eines großen APS-C Sensors in einem kompakten Gehäuse möglich. Die Bildqualität beider Testmodelle bewegt sich daher sehr deutlich über dem Standardniveau in der Kompaktklasse. Die rund 13 Mal größeren Bildwandler überzeugen mit einer sehr guten Detailwiedergabe, das Rauschen ist äußerst niedrig. Bis ISO 1.600 sind nur kleine, bis ISO 3.200 akzeptable Abstriche notwendig. Erst ab ISO 6.400 fällt die Bildqualität sichtbar schlechter aus. Bei der Detailwiedergabe sehen wir die FujiFilm X70 (Testbericht) vor der Ricoh GR II, das Rauschen bei höheren Sensorempfindlichkeiten hat sie ebenso etwas besser im Griff. Punkten kann die GR II dafür mit ihrem bereits bei Offenblende sehr scharfen Objektiv. Hier kann die X70 nicht mithalten.

Den Punkt für die höhere Arbeitsgeschwindigkeit sichert sich die FujiFilm X70. Sie hat eine schnellere Serienbildrate zu bieten und ist auch in kürzerer Zeit einsatzbereit. Fokussieren lässt sich mit beiden Digitalkameras wieder gleich schnell. Zur Bildkontrolle steht ohne weiteres Zubehör jeweils nur ein LCD zur Verfügung. Dieses ist bei beiden Digitalkameras aber hoch aufgelöst, das Display der X70 kann man zur besseren Bildkontrolle um bis zu 180 Grad nach oben schwenken. Bei der X70 ist zudem ein Touchscreen vorhanden. Auf beides muss bei der GR II verzichtet werden.

Die etwas größer ausfallende FujiFilm X70 sehen wir am Ende leicht vorne:

Videoaufnahmen sind jeweils möglich, weder die Bildqualität noch die anderen Videofeatures können aber wirklich überzeugen. Die Bedienung ist dank einiger Tasten und Schalter jeweils komfortabel möglich.

Zu den Beispielaufnahmen des Testsiegers:

An der X70 gefallen uns die vielen Bedienelemente, diese sind aber teilweise recht klein geraten. Die Ricoh GR II (Testbericht) verfügt über etwas weniger, aber größere Bedienelemente. Die Verarbeitung ist durch die Metallgehäuse über alle Zweifel erhaben, die Abmessungen sind es auch. Besonders die GR II kann mit einer wirklich flachen Bauweise punkten.

Unser Testsieger:

Lobend müssen darüber hinaus die Zubehörschuhe erwähnt, die X70 besitzt außerdem einen Mikrofoneingang. Am Ende sehen wir die FujiFilm X70 leicht vorne, beide Kameras hinterlassen jedoch einen guten bis sehr guten Eindruck.

Unsere Auszeichnungen des jeweiligen Einzeltestberichts:

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Kommentare

Das soll nun mal einer ...

Das soll nun mal einer verstehen: "Unser Sieger bei der Bildqualität: Die FujiFilm X70." Den Unterschied im Landschaftsbild sehe sogar ich mit meinen matten Augen. Wieso kriegt die Fuji am Ende für die Bildqualität weniger Sterne als die Ricoh?

Hallo, bei der Stern-Bewertung gilt ...

Hallo,
bei der Stern-Bewertung gilt es zu beachten, dass diese sowohl die Bildqualität (= Detailwiedergabe und Rauschen) als auch die Abbildungsleistung des Objektivs umfasst. Da die Ricoh GR II hier insgesamt besser abschneidet, haben wir sie besser bewertet. Im Vergleichstest haben wir die Bildqualitätswertung auf die Punkte „Bildqualität“ (= Detailwiedergabe und Rauschen) und „Objektiv“ (= Abbildungsleistung) aufgeteilt, um auf die Unterschiede noch detaillierter eingehen zu können.

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