K|Lens One: Lichtfeldobjektiv für Vollformatkameras

Der Erwerb ist per Kickstarter-Kampagne möglich, die Auslieferung soll im August 2022 erfolgen

Lichtfeldkameras gibt es schon länger, selbst Consumer konnten mit der Lytro  und der Lytro Illum unterschiedliche Modelle erwerben. Kommerziell erfolgreich waren Lichtfeldkameras bislang allerdings nicht. Das lag unter anderem an hohen Preisen und geringen Auflösungen. Nun wagt das deutsche Unternehmen K|Lens mit seinem Lichtfeldobjektiv einen neuen Versuch. Dazu wurde eine Kickstarter-Kampagne ins Leben gerufen.

Bei der K|Lens One handelt es sich um ein Lichtfeldobjektiv für Vollformatkameras. Nutzen lässt sich dieses an Kameras mit allen Bajonetten per Adapter, ausgeliefert wird es mit Canon EF-, Nikon F- oder Sony-E-Bajonett. Die Brennweite der K|Lens One liegt bei 80mm, die Lichtstärke bei F6,3. Schließen lässt sich die Blende auf bis zu F19, dazu kommen 15 Lamellen zum Einsatz. Sowohl die Wahl der Blende als auch das Fokussieren müssen von Hand erfolgen, letzteres ist ab einem Aufnahmeabstand von 50cm möglich. Der optische Aufbau des Objektivs besteht aus 17 Linsen in 13 Gruppen.

Die K|Lens One wird manuell bedient und kommuniziert nicht mit der Kamera:

Bei der Tiefenermittlung nutzt die K|Lens One das sogenannte Multiview-Stereo-Verfahren. Ein Spiegelsystem im Objektivinneren projiziert neun leicht unterschiedliche Perspektiven der Szene in verkleinerter Form auf neun vordefinierte Sub-Flächen des Kamerasensors. Jede dieser Perspektiven hat eine Größe von einem Neuntel eines Normalbildes. Das Spiegelsystem funktioniert ähnlich wie bei einem Kaleidoskop, daher auch der Name K|Lens. Bei der Aufnahme wird die Auflösung des Bildes auf ein Neuntel der Sensorauflösung reduziert, mithilfe eines Multiview-Superresolution-Verfahrens sollen jedoch effektiv mindestens 50 Prozent der Sensorauflösung erzielt werden. Kommt beispielsweise eine Kamera mit 50 Megapixel zum Einsatz, soll die effektive Auflösung bei mindestens 25 Megapixel liegen. Bei Videos ist sie dementsprechend geringer.

Zur einfacheren Bildkontrolle wird ein Zusatzdisplay angeboten:

Die Bilddaten lassen sich nach der Aufnahme in die sogenannte SeeDeep-Software laden. Diese wird bei der K|Lens One kostenlos mitgeliefert und errechnet die Tiefeninformationen. Die dadurch erzeugten Daten lassen sich in anderen Bildbearbeitungsprogrammen verwenden. Neben den normalen Bilddaten stehen natürlich auch die Tiefendaten zur Verfügung. Zur Bildkontrolle bietet das Unternehmen ein zusätzliches Display mit fünf Zoll Diagonale an. Dieses zeigt nur eines der neun Bilder an und ist bei Aufnahmen hilfreich. Unbedingt notwendig ist es allerdings nicht.

Die 6,7 x 25,3cm große und 1.720g schwere K|Lens One wird ab sofort bei Kickstarter für einen Early-Bird-Preis von 1.999,00 Euro angeboten. Der Zusatzmonitor kostet 199,00 Euro (Early Bird Preis). Die Auslieferung soll im August 2022 erfolgen.

Autor: dkamera.de Redaktion
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