ANZEIGE

MPortable II – kompakter Fotospeicher mit 240GB im Test (Teil 2)

Teil 2 von 2: Der portable Multifunktions-Datenspeicher in der Praxis

Nachdem wir im ersten Teil des Testberichts der MPortable II - eines portablen Multifunktions-Datenspeichers mit SSD - den Lieferumfang und die technischen Daten betrachtet haben, gehen wir in diesem zweiten Teil auf den Praxiseinsatz ein. Am Ende ziehen wir außerdem unser Testfazit.

Der Betrieb:
Wer Bilder und Videos von einer Speicherkarte auf die MPortable II kopieren möchte, muss die Festplatte dafür nur einschalten sowie eine Speicherkarte (CF, SD oder microSD) in das Gerät einstecken. Sobald die MPortable II hochgefahren ist (Dauer: circa 43 Sekunden) beginnt der Kopiervorgang dann automatisch. Dabei werden alle Dateien von der eingesteckten Speicherkarte kopiert, sofern sie nicht bereits auf der MPortable II vorhanden sind.

Dieser sinnvolle Mechanismus verhindert Mehrfachkopien, spart wertvollen Speicherplatz und schont damit auch Kopierzeit sowie den Akku. Ist der Kopiervorgang beendet, leuchtet die vorher blinkende Datenübertragungs-LED nicht mehr. Des Weiteren kann der Kopierstatus auch über die App eingesehen werden. Nach dem Kopieren sollte man vor dem Betrachten der Aufnahmen jedoch noch etwas Zeit einplanen, denn die MPortable II muss die neuen Dateien erst indexieren sowie passende Vorschaubilder erstellen.

Die App besitzt ein Album-, ein Folder- und ein Setting-Menü:

Im Album-Menü lassen sich Bilder betrachten, Informationen dazu abrufen oder speichern:

Die für Android sowie iOS kostenlos erhältliche MPortable-App besitzt die drei Menüs „Albums“, „Folders“ und „Setting“. Die übertragenen Dateien werden automatisch nach ihrem Aufnahmedatum sortiert und im Album-Menü dargestellt. Mittels der Vorschau oder des Dateinamens kann man ein gesuchtes Bild schnell auffinden, ein Tippen darauf öffnet eine Einzelbildansicht. Hier stehen weitere Möglichkeiten zur Verfügung. Zum einen kann man bei Fotos in die Aufnahme hineinzoomen, verschiedene Aufnahmeinformationen einsehen oder das Bild auf dem Mobilgerät speichern.

Videos kann man ebenso ansehen, Aufnahmen markieren und sich letztere anzeigen lassen:

Des Weiteren gibt es Optionen zum Teilen, zum Löschen sowie zum Bewerten („Pick“ bzw. „Remove“) von Aufnahmen. Dafür tippt man auf das Flaggensymbol unter dem Foto, wischt über das aufploppende Flaggensymbol in der Bildmitte und bestätigt die Wahl mit einem Tippen auf das Bild. Diese Vorgehensweise funktioniert zwar, das Bewerten von Bildern hätte man jedoch durchaus einfacher und auch umfangreicher lösen können. Besser gelöst wurde das Kopieren einzelner Aufnahmen in einen neuen Ordner: dies funktioniert sehr schnell und bequem. Zudem kann man auch auf dem Mobilgerät vorhandene Dateien auf die MPortable II kopieren; auch dies kann unterwegs eine sinnvolle Funktion sein.

Bei Bedarf kann man neue Ordner erstellen und Bilder umkopieren:

Bei Videos geht man sehr ähnlich vor. Statt der Möglichkeit zum Vergrößern erlaubt die Einzelansicht allerdings das Abspielen. Im Test funktionierte die Wiedergabe mit Full-HD-Aufnahmen problemlos, 4K-Videos konnten allerdings nur nach langen Ladezeiten (mehrere Minuten) – und dann auch nur immer wieder für einige Sekunden am Stück – abgespielt werden. Dies liegt an einer zu langsamen Übertragung über das WLAN.

Das „Folder“-Menü zeigt die Dateistruktur der Festplatte sowie eine leicht geänderte Ansicht ohne Vorschaubilder. Hier sind die ausgewählten Fotos zusätzlich in „Picked“ oder „Rejected“-Ordnern zu finden.

Im "Setting"-Menü lässt sich unter anderem der Importstatus einsehen:

Das Setting-Menü erlaubt grundsätzliche Netzwerkeinstellungen, darunter fällt beispielsweise das Ändern des WLAN-Passwortes. Darüber hinaus kann man hier die Zeit für das automatische Abschalten (5 Minuten bis „niemals“) festlegen, die Systeminformationen einsehen und den Kopiervorgang überprüfen. Ebenso werden der Ladezustand des Akkus und der belegte Speicherplatz angezeigt, und man kann die Bilder auf der MPortable II löschen sowie den Fotospeicher ausschalten.

Grundsätzlich sind alle Menüs übersichtlich gehalten, die Sprache ist jedoch Englisch. Faktisch spielt das wegen der einfachen Begriffe, die eigentlich jeder Nutzer verstehen dürfte, kaum eine Rolle.

Ein großer Vorteil der MPortable II ist zweifellos die Möglichkeit, RAW-Aufnahmen anzuzeigen. Laut Hersteller werden alle gängigen RAW-Formate unterstützt. Wir haben im Test die bekanntesten RAW-Formate (CR2, NEF, RW2, ARW, RAF, ORF) ausprobiert und hatten bei der Anzeige keinerlei Probleme: Alle diese Dateien konnte die MPortable II anzeigen. Dem Fotospeicher haben wir es mit den Bildern neuer Kameramodelle (Canon EOS M5, Sony Cyber-shot DSC-RX100 V und Olympus OM-D E-M1 Mark II) dabei aber keineswegs leicht gemacht.

Die MPortable II fällt natürlich etwas höher als eine kompakte externe 2,5-Zoll-Festplatte aus:

Die Geschwindigkeit:
Im Folgenden wollen wir auf die wichtigsten Geschwindigkeitswerte eingehen. Wie bereits erwähnt, benötigt die MPortable II rund 43 Sekunden zum Booten. Nach diesem Zeitraum ist sie einsatzbereit. Zum Kopiertest haben wir 478 Dateien (471 Bilder und sieben Videos) mit einer Größe von 8GB von einer Speicherkarte (SDHC SanDisk Extreme 90MB/s) auf die MPortable II kopiert. Für diesen Vorgang wurden elf Minuten und 15 Sekunden benötigt. Dies entspricht einer Datenrate von 11,9MB/s. Da die intern verbaute SSD eine deutlich höhere Datenrate erlaubt, muss folglich eine andere Hardwarekomponente des Fotospeichers den Transfer limitieren. Die erreichten 11,9MB/s sind zwar nicht unbedingt langsam, eine höhere Datenrate wäre aus unserer Sicht aber wünschenswert gewesen. Wer beispielsweise Fotos und Videos mit einer Größe von zum Beispiel 32GB – was keine unübliche Datenmenge bei Videos in 4K-Auflösung oder RAW-Bildern darstellt – speichern möchte, wird darauf rund 45 Minuten warten müssen. Der Hersteller gibt an, dass bei der Datenübertragung Sicherheit vor Schnelligkeit gilt und jede Datei beim Kopiervorgang auf Vorhandensein geprüft und validiert wird. Wir sehen dies grundsätzlich ähnlich, meinen aber, dass eine höhere Datenrate durchaus gut wäre.

Auch muss man den Akkuverbrauch im Auge behalten: Beim Kopieren der erwähnen 8GB sank der Ladezustand des Akkus von 95 auf 80 Prozent. Unterwegs – also ohne zusätzliche Stromversorgung – lassen sich somit natürlich "nur" begrenzt Datenmengen kopieren. Der Hersteller gibt an, dass mit einem Akku, der mehrere komplette Ladezyklen (>10) erhalten hat, eine volle Ladung für einen Kopiervorgang – abhängig vom Anwendungsfall – von mehr als 100GB an Daten ausreichen soll. Dies konnten wir aufgrund der beschränkten Testzeit nicht nachprüfen, wir wissen jedoch auch von anderen Geräten, dass ein Akku, der mehrere Zyklen erhalten hat, tatsächlich im Stande ist, auch länger durchzuhalten.

Mit etwas mehr als 200MB/s werden im Einsatz als Datenträger (USB 3.0) solide Werte erreicht:

Beim Betrieb der MPortable II als Massenspeicher sind über USB 3.0 Datenraten von 220,3MB/s beim Lesen sowie 200,5MB/s beim Schreiben möglich. Beide Werte liegen zwar unter denen herkömmlicher SSDs, für diesen Einsatzzweck sind die erzielten Übertragungswerte aber mehr als ausreichend schnell.

Die MPortable II punktet mit vielen Funktionen und einer sehr guten RAW-Unterstützung:

Unser Fazit:
Der kompakte Fotospeicher MPortable II erlaubt es, Bilder und Videos unterwegs zu sichern sowie zu betrachten. Das Gehäuse des Fotospeichers ist gut verarbeitet, alle gängigen Speicherkarten (CF, SD, microSD) lassen sich verwenden, und die Bedienung kann man im Großen und Ganzen als einfach und gelungen beschreiben. Des Weiteren müssen die Einsatzmöglichkeiten als externe Festplatte, als Netzwerkspeicher und als Access-Point positiv erwähnt werden. Im Notfall lässt sich die MPortable II zudem als Powerbank zum Aufladen weiterer Geräte nutzen. Letzteres würden wir aber eher im Notfall empfehlen, denn der integrierte Akku ist mit 5.000mAh zwar groß, aber das Kopieren von Daten und das Betrachten der Aufnahmen per App benötigen entsprechend viel Strom (das Kopieren von 8GB verbrauchte bei unserem noch nicht konditionierten Akku ca. 15 Prozent). Laut Hersteller sollen nach einigen Ladezyklen rund 100GB pro Akkuladung erreicht werden. Verbesserungsbedarf sehen wir bei der Übertragungsgeschwindigkeit im mobilen Einsatz: Mit rund 12MB/s dauert die Datenspeicherung bei größeren Datenmengen relativ lange.

Pro und Contra zum MPortable II Multifunktions-Imagetank:

Sehr gut gefällt uns die Anzeigefunktion von RAW-Bildern. Die MPortable II stellte im Test alle gängigen RAW-Formate dar. Selbst die Aufnahmen neuester Kameramodelle ließen sich erfreulicherweise problemlos betrachten.

Unsere Auszeichnung:

Zum Schluss ein Hinweis für alle, die den Kauf der Version mit der geringsten Speicherkapazität und dann das Aufrüsten mit einer größeren SSD planen. Laut Hersteller ist der Einbau bzw. der Wechsel der SSD (Typ M.2) nicht möglich, da spezielle Treiber zum Einsatz kommen. Ein Wechsel der integrierten SSD würde zudem die Garantie verfallen lassen.

*Diese Links führen zu Amazon- oder anderen Online- Angeboten, keine Verfügbarkeitsgarantie, keine Garantie auf günstigsten Preis, Preise können variieren, Preise inkl. MwSt. / evtl. zzgl. Versandkosten, alle Angaben ohne Gewähr.

Kommentare

Ich habe mir die Intenso ...

Ich habe mir die Intenso Memory 2 Move Pro mit USB 3.0 geholt und muß auch dort die niedrige Datenübertragung bemängeln. 5GB in 9 Min.
Gibt es denn eine empfehlenswerte Alternative mit höheren Übertragungsraten ? Bei meinen Drohnen Videos kommen schnell mal eben pro Karte 25 GB zusammen.

Interessantes Gerät und informativer Test. ...

Interessantes Gerät und informativer Test.
Für mich wäre die Geschwindigkeit allerdings zu niedrig.
Zur RAW-Verarbeitung: natürlich kann das Gerät kein RAW entwickeln (wie sollte es das auch bei den inzwischen unzähligen RAW-Formaten der verschiedenen Hersteller und wofür auch).
Die Anzeige von RAW-Bildern erfolgt dann i.d.R. nur über das eingebettete und weiter reduzierte "jpeg-Bildchen".

irgendwie kommt mir das produkt ...

irgendwie kommt mir das produkt höchstens "stylish" vor. ein gebrauchtes ultrabook von toshiba für 300 taler macht das ganze besser, schneller und bequemer, ist schneller hochgefahren, hat einen besseren bildschirm zur präsentation, einzig der cf-slot fehlt, hält länger durch und ich muss mich nicht mit proprietärem kram rumschlagen, das ganze wlangeraffel hab ich an bord und zudem kann ich meine daten noch über ne sim-karte weiterschicken. von daher: das ding ist überflüssig.

  • Keine HTML-Tags erlaubt
  • Zeilen und Absätze werden automatisch erzeugt.
  • URLs und Email-Adressen werden automatisch in Links umgewandelt.
  • Kommentare werden erst nach Moderation freigeschaltet, wenn die Regeln befolgt wurden. Dies kann etwas Zeit in Anspruch nehmen. Wir bitten um Ihr Verständnis.
  • Felder mit rotem Stern müssen korrekt ausgefüllt werden.
  • Bitte füllen Sie das CAPTCHA aus, dieses dient als Spam-Schutz. Lösen Sie einfach die im Bild angegebene mathematische Gleichung.
  • Mit dem Absenden dieses Formulars erklären Sie sich ausdrücklich damit einverstanden, dass die von Ihnen erhobenen und eingesendeten Daten für die Bearbeitung Ihrer Anfrage elektronisch erhoben und gespeichert werden. Diese Einwilligung kann jederzeit mit einer Nachricht an uns widerrufen werden. Weitere Informationen entnehmen Sie unserer Datenschutzerklärung.
captcha

Bitte lösen Sie die nebenstehende Rechenaufgabe.