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Neu: Nikon Df - Vorstellung und dkamera Ersteindruck

FX-Sensor (16 MP), ISO bis 204.800, 5,5 Bilder/Sek., 3,2" Display, kein Video-Modus, Retro-Design

Digitalkameras im Retrodesign sind bereits seit längerem einer der Trends auf dem Markt. Bislang hat sich Nikon hierbei allerdings zurückgehalten und derartig gestaltete Modelle nicht auf den Markt gebracht. Mit der Df ändert sich dies nun. Die Nikon Df ​gehört auf der Ausstattungsseite zu den absoluten Spitzenmodellen, optisch besticht sie allerdings mit Retro-Charme. Am Ende unserer News-Meldung finden sie einen kurzen Ersteindruck von der Kamera.

Die Bilder werden von der Kamera, auch wenn man bei diesem „ursprünglichen“ Design eigentlich gleich an einen analogen Film denkt, von einem CMOS-Bildsensor aufgenommen. Dieser stammt von der Nikon D4 . Damit will Nikon eine beispiellose Rauschfreiheit auch bei höheren ISO-Empfindlichkeiten garantieren. Als Standardempfindlichkeiten lassen sich ISO 100 bis ISO 12.800 einstellen, erweitert hat man eine wahrlich riesige ISO-Spannweite von 50 bis 204.800 zur Verfügung. Die Auflösung des 36,0 x 23,9mm großen Bildsensor liegt bei 16,2 Megapixel, die Bildverarbeitung übernimmt ein Expeed-3-Bildprozessor.

Nicht von der Nikon D4 , sondern von der D610 stammt das Autofokusmodul mit seinen 39 Fokusmessfeldern und neun Kreuzsensoren. Die mittleren Sensoren können zum automatischen Scharfstellen bis F8 verwendet werden. Ebenfalls zur Nikon D610 ist die Serienbildrate identisch. 5,5 Bilder pro Sekunde lassen sich mit der Nikon Df speichern. Bei der Belichtung muss man sich mit 1/4.000 Sekunde zufrieden geben.

Das Nikon mit der Df zurück zu den Wurzeln will, machen unter anderem zwei weitere technische Features klar. Zum einen besitzt die Nikon Df ​ die Möglichkeit, auch bei non-Ai-Objektiven die Belichtung automatisch zu steuern, denn sie besitzt einen beiseite klappbaren Blendenmitnehmerhebel. Zum anderen verzichtet Nikon auf einen Videomodus, diesen gab es bei analogen Kameras mit Film schließlich auch nicht. Einen Liveviewmodus besitzt die Df immerhin, dieser wurde vernünftigerweise nicht weggelassen.

Bei der Bildkontrolle kann man sich zwischen dem optischen Pentaprismensucher mit einer 100 prozentigen Bildfeldabdeckung sowie dem 3,2 Zoll großen Display mit 921.000 Subpixel auf der Rückseite entscheiden. Zur Kontrolle der Aufnahmeparameter besitzt die Digitalkamera ein zweites LCD auf der Oberseite.

Die Abdichtung der Df gegen Staub und Spritzwasser bewegt sich auf dem Niveau der Nikon D4 bzw. D800 (zum dkamera.de-Testbericht) , die Magnesiumlegierung des Kameragehäuses sorgt für höchste Stabilität bei geringem Gewicht. So wundert es daher auch nicht, dass die Nikon Df ​ die kleinste und auch leichteste Spiegelreflexkamera mit FX-Bildsensor bei Nikon ist. Nur 765g (inklusive Akku) bringt die Nikon Df auf die Waage.

Zusammen mit der 14,4 x 11,0 x 6,7cm großen Spiegelreflexkamera stellt Nikon das AF-S Nikkor 50mm F1,8G Special Edition vor. Dieses unterscheidet sich beim optischen Aufbau nicht vom AF-S Nikkor 50mm F1,8G, das Äußere wurde allerdings im Retro-Design gehalten. Die Nikon Df ​ ist nur im Kit mit dem AF-S Nikkor 50mm F1,8G Special Edition erhältlich und wird ab Ende November 2013 für 2.999 Euro (UVP) in Schwarz und Silber auf den Markt kommen.

Unser Ersteindruck der neuen Nikon Df:

Bei Nikon konnten wir uns einen Ersteindruck von einem Vorserienmodell verschaffen. Mit „Pure Photography„ meint es Nikon bei der Df ​ wirklich ernst. Die Kamera besitzt nicht nur das bekannte Aussehen der F-Serien-Modelle, sondern auch einen Blendenmitnehmerhebel, der die automatische Belichtungssteuerung auch mit alten non-Ai-Objektiven ermöglicht. Damit – und auch mit dem Design der Kamera – werden natürlich vornehmlich Fotografen angesprochen, die bereits zur besten Zeit der Nikon F, also vor mehreren Jahrzehnten fotografiert haben. Das Kameragehäuse liegt durch den gummierten Handgriff gut in der Hand, die Verwendung von Magnesium sorgt beim ersten in die Hand nehmen aber für eine kurze Verwirrung. Der Grund: Die Nikon Df ​ ist richtig leicht (765g) und sieht wesentlich schwerer aus, als sie ist.

Wer so viele Parameter wie möglich direkt erreichen möchte, wird mit der Nikon Df (Datenblatt) ​ glücklich werden, denn Tasten und Wählräder besitzt die Spiegelreflexkamera unfassbar viele. Neben den, unter anderem bei der Nikon D610 (Datenblatt) und Nikon D800 (zum dkamera.de-Testbericht) üblichen Tasten auf der Rückseite, hat die Nikon Df ein Einstellrad auf der Vorderseite, eines auf der Rückseite und ein Programmwählrad zu bieten. Zudem können per Wählrad unter anderem auch die Belichtungszeit, die Belichtungskorrektur und die Sensorempfindlichkeit eingestellt werden.

Die Bilder wird der Besitzer einer Nikon Df ​ vermutlich vornehmlich mit dem großen und sehr hellen optischen Pentaprismensucher aufnehmen, der natürlich 100 Prozent des Bildfeldes abdeckt. Aber auch das Display muss sich mit seinen 3,2 Zoll und 921.000 Subpixel nicht verstecken. Es ist groß und bietet eine hohe Auflösung. Dass es sich weder klappen noch schwenken lässt, versteht sich bei einer Retro-Kamera von selbst. Für viele wohl nicht tragisch, aber doch unverständlich: der fehlende Videomodus. Ob sich Nikon damit einen gefallen getan hat, kann doch bezweifelt werden. Videos nicht aufzunehmen zu wollen, ist eine Sache. Videos nicht aufnehmen zu können, eine andere.

Nikon ist mit der Df nun ebenfalls auf den Retro-Zug aufgesprungen und packt dafür die beste Technik in ein kleines und wirklich leichtes Kameragehäuse. Dass könnte die Nikon Df ​ beispielsweise zu einem interessanten Produkt für Liebhaber der analogen Fotografie, bzw. deren Kameras machen oder auch zu einem adäquaten „Wochenend-Ersatz“ für eine Nikon D4 oder ähnlicher Modelle. Ob sich Nikon mit dem doch sehr ambitionierten Preis auch gegen die deutlich kleineren Sony Alpha 7 und Sony Alpha 7R durchsetzen kann, wird aber der Markt entscheiden.

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Kommentare

EIne Kamera von gestern zum ...

EIne Kamera von gestern zum Preis von übermorgen. Positiv der Blendenmitnehmerhebel, ein KO-Kriterium ist der fehlende Videomodus. Meine D7100 macht bessere Videoaufnahmen als meine HDV-Kamera von Sony, die Bildqualität des Sensors ist überragend, und das zu einem Drittel des Preises der Df. Ich habe das Gefühl, dass Nikon nicht weiß, was sie entwickeln sollen. Ich wüsste was: Die D800E zu einem realistischen Preis für das entsprechende Publikum anbieten. Und was den Blendenmitnehmer angeht: ich habe die D5 und andere F's in der Vitrine stehen, mitsamt den Alt-Objektiven, moderne Objektivkonstrktionen - auch von Sigma und Zeiss - machen das Ganze doch einigermaßen fragwürdig und überflüssig.

Eine feine Kamera die Nikon ...

Eine feine Kamera die Nikon Df.
Der Preis allerdings ist ambitioniert. Warum nicht Blendenmitnehmer und Software in eine D610 oder D800 integrieren?
Vielleicht eine Dxyz mit dem Zeugs, Vollformat und einem Digital- statt Prismen-Sucher.

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