25,6 Megapixel APS-C-Sensor, 11 Bilder/Sek., ohne Sucher und mechan. Verschluss, 4K60p-Video
Sony hat mit der ZV-E10 II
das Nachfolgemodell der 2021 angekündigten ZV-E10 vorgestellt. Die neue spiegellose Systemkamera richtet sich wie das Vorgängermodell an Content Creator, gegenüber klassischen Alpha-Kameras hat Sony daher eine Reihe von Veränderungen vorgenommen. Dazu gehört unter anderem der Verzicht auf einen elektronischen Sucher. Die ZV-E10 II ist nur mit einem 3,0 Zoll großen LCD ausgestattet.
Dieses lässt sich zwecks einer besseren Bildkontrolle drehen sowie schwenken und dadurch auch bei Selbstporträts oder Vlogs einsehen. Eingaben sind über das 3,0 Zoll messende Panel mit 1,04 Millionen Subpixel dank Touch ebenso möglich. Als weitere Besonderheit verfügt die Sony ZV-E10 II
über ein besonders hochwertiges Mikrofon mit drei Kapseln und die Möglichkeit zur Montage eines Windschutzes via Blitzschuh. Wer ein externes Mikrofon anschließen will, kann dieses über einen 3,5mm Klinkenanschluss mit der DSLM verbinden oder – sofern kompatibel – über den Multi-Interface-Schuh aufstecken.
Die Bildaufnahme übernimmt bei der Sony ZV-E10 II
ein 23,3 x 15,5mm großer Exmor R CMOS-Sensor mit einer Auflösung von 25,6 Megapixel. Als Sensorempfindlichkeiten sind ISO 50 bis ISO 102.400 wählbar, Fotos kann die Kamera bis zu elf pro Sekunde aufnehmen. Die Fokussierung wird bei der Sony ZV-E10 Mark II mit einem Hybrid-AF-System (759 Messfelder) mit Phasendetektion und Kontrastmessung realisiert, neben Menschen erkennt die DSLM auch Tiere. Zur Steuerung der Belichtungszeit nutzt Sony lediglich einen elektronischen Verschluss, bei schnelleren Motiven ist daher unter anderem das Auftreten von Verzerrungen möglich.
Wie der Verzicht auf einen mechanischen Verschluss und das besondere Mikrofon zeigen, stehen bei der Sony ZV-E10 II
vor allem Videoaufnahmen im Fokus. Diese zeichnet die Kamera in 4K-Auflösung mit bis zu 60 Vollbildern pro Sekunde auf, durch Oversampling (5,6K) sollte eine besonders gute Bildqualität erzielt werden können. Filmen kann man des Weiteren in Full-HD-Auflösung mit bis zu 120 Vollbildern pro Sekunde und natürlich steht auch die S&Q-Funktion zum Erstellen von Zeitraffern und Zeitlupenvideos zur Verfügung. Damit die Qualität der Aufnahmen möglichst gut ausfällt, kann man sich für 10-Bit-Dateien mit einem Farbsampling von 4:2:2 entscheiden.
Zu den weiteren Features der DSLM gehören die bereits bekannte Hintergrund-Defokussierung sowie eine Produktpräsentations-Einstellung. Die Stabilisierung erfolgt bei der ZV-E10 II nur elektronisch, zur optischen Stabilisierung wird ein Objektiv mit OSS benötigt.
Das Gehäuse der Sony ZV-E10 II
wurde im Vergleich zur ZV-E10 etwas vergrößert (12,1 x 6,8 x 4,5cm), dies ist vor allem auf den größeren Griff der neuen Kamera zurückzuführen. Darin findet der NP-FZ100-Akku Platz, der im Vergleich zum Akku des Vorgängermodells eine deutlich höhere Kapazität (2.280mAh statt 1.030 mAh) zu bieten hat. Dadurch kann die ZV-E10 Mark II rund 195 Minuten lange Videos aufzeichnen. Updates sind auch vom SD-Slot und dem USB-Port zu vermelden. Hier nutzt Sony den UHS-II- und den USB 3.2-Standard.
Die 377g schwere Sony ZV-E10 II
soll voraussichtlich ab Ende Juli 2024 für eine unverbindliche Preisempfehlung von 1.099 Euro im Fachhandel erworben werden. Im Kit (mit dem Sony E PZ 16-50mm F3,5-5,6 OSS II) soll die Kamera 1.199 Euro kosten.
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