Neues spiegelloses Foto- und Video-Flaggschiff: FujiFilm X-T4

Integrierter Bildstabilisator, neuer Verschluss, 10-fach Zeitlupenvideo in Full-HD und neuer Akku

FujiFilm hat die vierte Generation seiner sowohl für Foto- als auch Videoaufnahmen gedachten X-T-Serie vorgestellt. Während der Bildwandler zum ersten Mal kein Update erhalten hat, hat FujiFilm viele andere Komponenten überarbeitet. Dazu zählen das Gehäuse, der Verschluss, das Display und der Akku. Als zweite Kamera nach der X-H1 besitzt die FujiFilm X-T4 zudem einen kameraeigenen Bildstabilisator.

Dieser wird per beweglichem Sensor realisiert und kann Verwacklungen in fünf Achsen ausgleichen. FujiFilm nennt eine Kompensationsleistung von bis zu 6,5 Blendenstufen, der genaue Wert ist jedoch vom verwendeten Objektiv abhängig. Bei 18 von 29 XF/XC-Objektiven wird die maximale Kompensationsleistung erreicht.

Die X-T4 ist wie die X-T3 mit einem 26 Megapixel auflösenden APS-C-Chip ausgerüstet:

Beim Bildwandler der FujiFilm X-T4 handelt es sich um den bekannten X-Trans-CMOS-4-Sensor mit rückwärtiger Belichtung (BSI). Der 23,5 x 15,6mm große APS-C-Sensor verfügt über 26 Megapixel, die Sensorempfindlichkeit lässt sich zwischen ISO 80 und ISO 51.200 einstellen. Als Standard-Empfindlichkeiten stehen ISO 160 bis ISO 12.800 zur Wahl. Neu ist die Möglichkeit der Speicherung von Bildern im komprimierten RAW-Format (mit verlustbehafteter Kompression) sowie von TIFF-Dateien.

Das Fokussystem der DSLM arbeitet mit 2,16 Millionen Phasen-AF-Feldern, ein neuer AF-Algorithmus und eine verbesserte Phasenerkennung sollen für eine Autofokus-Geschwindigkeit von nur 0,02 Sekunden sorgen. Sehr dynamische Motive werden laut FujiFilm mit doppelt so hoher Präzision erfasst und innerhalb des Bildes automatisch von der Kamera verfolgt. Des Weiteren werden eine verlässlichere Schärfenachführung und ein weiterentwickelter Gesichts- und Augenerkennungs-AF als neue Features genannt.

Die Oberseite der spiegellosen Systemkamera:

Neu ist bei der FujiFilm X-T4 zudem der Verschluss. Dabei handelt es sich um einen Schlitzverschluss mit neu konzipiertem kernlosen Gleichstrommotor. Dieser erreicht eine kürzeste Belichtungszeit von 1/8.000 Sekunde und wurde für mindestens 300.000 Auslösungen ausgelegt. Im Einsatz arbeitet er etwa 30 Prozent leiser als der Verschluss der X-T3. Wer völlig lautlos fotografieren möchte, entscheidet sich für den elektronischen Verschluss der Kamera. Damit lässt sich zudem die Belichtungszeit auf 1/32.000 Sekunde verkürzen.

Die Serienbildrate hat FujiFilm beim Einsatz des mechanischen Verschlusses auf 15 Bilder pro Sekunde erhöhen können, mit dem elektronischen Verschluss werden bei voller Auflösung weiterhin 20 Bilder pro Sekunde erreicht. Zudem gibt es den bekannten 1,25-fachen Cropmodus für bis zu 30 Bilder pro Sekunde.

Die Schnittstellen befinden sich an der rechten Kameraseite:

Videos nimmt die FujiFilm X-T4 wie gewohnt in 4K-Cinema-Auflösung (4.096 x 2.160 Pixel) oder der herkömmlichen 4K-Auflösung (3.840 x 2.160 Pixel) auf. Bei beiden Auflösungen stehen Bildraten von 24 bis 60 Vollbildern pro Sekunde zur Wahl, die Bitrate kann bei 100Mbit/s, 200Mbit/s oder 400Mbit/s liegen. Erhöht hat FujiFilm bei der X-T4 die Bildrate im Zeitlupenmodus. In Full-HD kann die DSLM bis zu 240 Vollbilder pro Sekunde festhalten und diese Aufnahmen mit bis zu 10-facher Zeitlupe ausgeben. Dies schafft keine andere Fotokamera. Für die Tonaufnahme ist nach wie vor ein integriertes Stereomikrofon zuständig, ein externes Modell lässt sich per 3,5mm Klinkeneingang anschließen. Für die Tonausgabe per Kopfhörer gibt es keinen eigenen Port mehr, per Adapter lässt sich dieser jedoch über USB-C anschließen. Daneben gehören zu den Videofeatures die elektronische Bildstabilisierung, ein separates Video-Menü und die F-Log-Aufnahme.

Das Display hat FujiFilm sowohl dreh- als auch schwenkbar konstruiert:

Die Bildkontrolle kann per 3,69 Millionen Subpixel auflösendem OLED-Sucher mit einer Bildwiederholrate von bis zu 100 Bildern pro Sekunde vorgenommen werden, der Vergrößerungsfaktor des Suchers liegt bei 0,75. Das Touch-LCD mit 3,0 Zoll großer Diagonale löst 1,62 Millionen Subpixel auf und lässt sich drehen sowie schwenken. Dies kommt vor allem Videografen entgegen.

Die beiden SD-Kartenslots erlauben dank der UHS-II-Anbindung sehr hohe Datenraten:

Das abgedichtete Magnesiumgehäuse der FujiFilm X-T4 misst 13,5 x 9,3 x 6,4cm und ist 607g schwer. Als Akku kommt das neue NP-W235-Modell mit deutlich erhöhter (1,5-fach) Kapazität zum Einsatz, Bilder und Videos lassen sich auf zwei per UHS-II angebundenen SD-Speicherkarten ablegen.

Die X-T4 wird ab Ende April 2020 für eine unverbindliche Preisempfehlung von 1.799 Euro verfügbar sein. Im Kit mit dem Fujinon XF 18-55 F2,8-4 R LM OIS WR sind es 2.199,00 Euro und mit dem Fujinon XF 16-80mm F4 R OIS WR 2.299 Euro.

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