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Nikon Coolpix P900 und Coolpix P610 im Duell (Teil 2)

Teil 2 von 3: Unser Vergleich der Bridgekameras mit 83,3x bzw. 60x Ultrazoom-Optik


Links sehen Sie die Nikon Coolpix P900, rechts die Nikon Coolpix P610.

Nachdem wir im ersten Teil unseres Vergleichstests der Nikon Coolpix P900 und der Nikon Coolpix P610 die Abmessungen und die Bildqualität unter die Lupe genommen haben, gehen wir im zweiten Teil auf die Objektive, die Bildkontrolle, die Arbeitsgeschwindigkeit sowie auch die Funktionen und Features ein.

Objektive:
Bei den Digitalkameras der Bridgeklasse sind die Objektive das Verkaufsargument Nummer Eins. In diesem Teil des Tests gehen wir daher genauer darauf ein. Die Nikon Coolpix P900 verfügt über ein 83x Zoom mit kleinbildäquivalenten 24 bis 2.000mm. Die Blendenöffnung liegt zwischen F2,8 und F6,5. Das 60x Zoom der Coolpix P610 reicht von 24 bis 1.440mm, die Lichtstärke fällt mit F3,3 bis F6,5 etwas geringer aus.

Die Optik der Nikon Coolpix P900 fällt deutlich voluminöser aus:

Links sehen Sie die Nikon Coolpix P900, rechts die Nikon Coolpix P610.

Dieser „Vorsprung“ der P900 zieht sich durch alle Brennweiten hinauf bis zu 800mm KB. Erst hier haben beide die gleiche Blendenöffnung. Ab 1.200mm liegt die Nikon Coolpix P900 (Testbericht) dann wieder vorne. Wirklich groß ist der Vorteil allerdings nicht, er liegt im Schnitt bei rund einer Drittelblende.

Dass die P900 über 2.000mm KB-Brennweite verfügt, ist beachtlich und erklärt natürlich auch das riesige Objektiv der Kamera. In der Praxis lassen sich 2.000mm allerdings nur mit Einschränkungen verwenden. Dies aber nicht etwa, weil die Abbildungsleistung hier schlechter ausfällt. Im Gegenteil, die P900 erreicht für ihren enorm großen Zoombereich sogar ein überdurchschnittliches Ergebnis. 2.000mm sind allerdings so lang, dass oftmals ganz andere Probleme auftauchen. Zum einen muss die Sichtweite sehr groß sein, bereits kleinste Nebelschwaden oder Luftunruhen machen gute Bilder von weiter entfernten Motiven fast unmöglich.

Am Objektiv beider Modelle (hier bei der P900) liegt unter anderem eine "Überblick"-Taste:

Nikon Coolpix P900.

Ebenso muss man bedenken, dass die Motivverfolgung bei 2.000mm komplex ausfällt. Zwar bietet die P900 – und die P610 ebenso – eine Taste zum schnellen Herauszoomen ("Überblick"-Taste), trotzdem lässt sich ein bewegtes Motiv bei 2.000mm Brennweite nur schwer verfolgen. Zu guter Letzt ist auch das Erreichen einer kurzen Belichtungszeit nicht "einfach". Unter 1/320 Sekunde oder besser 1/500 Sekunde sollte man eigentlich nicht fotografieren.

Im Grunde genommen gelten diese Punkte natürlich auch für die Coolpix P610, bei der P900 wird die Problematik jedoch nochmals bedeutender.

Unser Sieger bei den Objektiven: Die Nikon Coolpix P900.

Beide Kameras bei der maximalen Zoomposition (P900: 2.000mm; P610: 1.440mm):

Links sehen Sie die Nikon Coolpix P900, rechts die Nikon Coolpix P610.

Bildkontrolle:
Zur Bildkontrolle hat Nikon beiden Kameramodellen einen elektronischen Sucher sowie ein dreh- und schwenkbares Display spendiert. Bei beiden sollte es sich um die identischen Modelle handeln, technisch sowie in der Praxis lassen sich keine Unterschiede feststellen. Allein die Position des Augensensors, der das automatische Umschalten zwischen dem Sucher und dem Display übernimmt, ist unterschiedlich. Bei der P900 liegt dieser unter dem Sucher, bei der Nikon Coolpix P610 (Testbericht) daneben.

Die Displays beider Kameramodelle lassen sich drehen und schwenken:

Links sehen Sie die Nikon Coolpix P900, rechts die Nikon Coolpix P610.

Die Sucher lösen jeweils 920.000 Subpixel auf, für eine scharfe Darstellung ist dies ausreichend. Die Sucherbilder sind allerdings etwas klein und bei Schwenks sorgt die zu geringe Bildwiederholrate für ein Ruckeln. Wirklich toll fallen die Sucher daher nicht aus, die Bildkontrolle kann aber ohne allzu große Einschränkungen erfolgen.

Die Displays haben eine Diagonale von 3,0 Zoll, 921.000 Subpixel werden aufgelöst. Ein zusätzlicher weißer Bildpunkt sorgt abweichend vom sonst üblichen RGB-Muster für eine höhere Helligkeit. Die dreh- und schwenkbare Auslegung macht die Bildkontrolle in der Praxis sehr komfortabel möglich, es gibt kaum eine Situation, in der das Display nicht frontal oder nahezu frontal betrachtet werden kann.

Unsere Wertung bei der Bildkontrolle: Unentschieden.

Trotz deutlich größerem Objektiv und längerer Brennweite fokussiert die P900 schneller:
Links sehen Sie die Nikon Coolpix P900, rechts die Nikon Coolpix P610.

Geschwindigkeit:
Bei der Arbeitsgeschwindigkeit liegen beide Kameras nah zusammen. Mit 7,1 (P900) bzw. 7,0 (P610) JPEG-Bildern pro Sekunde für sieben Aufnahmen in Serie gibt es praktisch keinen Unterschied. Serienaufnahmen in voller Auflösung sind somit für maximal eine Sekunde möglich. Für die Actionfotografie sind beide Bridgemodelle daher nur eingeschränkt brauchbar.

Bei der Fokussierung messen wir 0,27 Sekunden (P900) und 0,29 Sekunden (P610), wobei diese Zeiten jeweils im Weitwinkelbereich gemessen wurden. Am Teleende muss man wie üblich mehr Zeit einplanen. Die Coolpix P900 schneidet aber auch hier gut ab, das Scharfstellen von weiter entfernten Motiven ist kein Problem. Die P610 benötigt teilweise deutlich mehr Zeit, bei manchen Motiven kann der Fokussiervorgang mehr als eine Sekunde dauern. Dies ist für bewegte Motive zu langsam. Die Auslöseverzögerung liegt bei kurzen 0,03 Sekunden (P900) bzw. 0,02 Sekunden (P610).

Beim Einschalten reagiert die Coolpix P610 etwas schneller, hier vergehen 1,17 Sekunden vom Drücken des Einschalters bis zur vollständigen Displayanzeige. Bei der Nikon Coolpix P900 (Testbericht) messen wir etwas längere 1,34 Sekunden. Auch dieser Zeitraum ist aber lobenswert kurz.

Unser Sieger bei der Geschwindigkeit: Die Nikon Coolpix P900.

Die Menüs beider Kameras (hier bei der P900) sind identisch und wurden übersichtlich gestaltet:

Nikon Coolpix P900.

Funktionen und Features:
Bei den Fotoprogrammen kann aus dem gleichen Angebot gewählt werden. Für Freunde von Automatiken gibt es eine Vollautomatik, eine Motivautomatik und 19 Szenenprogramme. Ebenso sind ein Modus für Panoramen und einer für Zeitrafferclips vorhanden. Bei den Filtereffekten lässt sich aus acht wählen. Die beiden Modelle lassen jedoch nicht nur die automatische Belichtung zu, bei den PSAM-Modi und dem ebenso vorhandenen User-Programm lässt sich auch selbst eingreifen.

Bei der Messfeldvorwahl des Autofokus gibt es jeweils diverse Optionen: Neben einem Porträt-Autofokus und einer AF-Zielsuche lässt sich auch ein Messfeld frei im Bild verlagern. Dieses kann klein („Punkt“), normal oder groß ausfallen. Für bewegte Motive kann zudem eine AF-Zielsuche verwendet werden. Bei Makroaufnahmen kann man im extra Makromodus, der sich über das Einstellrad wählen lässt, auf bis zu einen Zentimeter an das Motiv heranrücken. Dies macht gute Vergrößerungen möglich.

Die Kameragehäuse bestehen jeweils aus Kunststoff, auf Metall wird leider verzichtet:
Links sehen Sie die Nikon Coolpix P900, rechts die Nikon Coolpix P610.

Die Belichtung kann bei der Coolpix P900 und Nikon Coolpix P610 (Testbericht) zwischen 15 Sekunden und 1/4.000 Sekunde erfolgen. Die kürzeste einstellbare Belichtungszeit ist durch den Zentralverschluss allerdings von der Blende sowie der Brennweite abhängig. 1/2.000 Sekunde lässt sich zu jederzeit wählen, für eine 1/4.000 Sekunde muss bei der P900 bei 24mm Brennweite beispielsweise auf F6,3 abgeblendet werden, bei der P610 sogar auf F7,6. Da die Beugungsunschärfe hier die Detailwiedergabe bereits verschlechtert, sollten diese höheren Blendenwerte aber vermieden werden. Zudem ist zu bedenken, dass höhere ISO-Werte nötig sind, um derart kurze Belichtungszeiten bei großen Blendenzahlen zu erreichen.

Unsere Wertung bei den Funktionen und Features: Unentschieden.

Im dritten und letzten Teil unseres Vergleichstests der Nikon Coolpix P900 und der Nikon Coolpix P610 betrachten wir die Videofunktion, die Erweiterbarkeit sowie die Schnittstellen und ziehen ein Fazit.

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